Freitag, 13. April 2018

Echte Mädchenkleider

Ganz aktuell - diese Woche bei schönstem Frühlingswetter fotografiert - präsentiere ich: die "Mädchenkleider".

Wenn ich schon neue Fotos von relativ neuen Kleidern - nur zweimal gewaschen :-) - habe, verblogge ich die lieber gleich, bevor sie dem Schicksal als Nachtrag zu enden anheimfallen. Davon gibts schon genug, sowohl auf der Festplatte schlummernde Fotos als auch nicht fotografierte Nähwerke. Besserung gelobe ich trotzdem lieber nicht. Die Tage sind voll und beginnen viel zu früh, was mir nicht liegt, sich aber in absehbarer Zeit nicht ändern lässt. Man gehe bitte wohlwollend davon aus, dass ich mit allem, was hier erscheint, mein Bestes gebe. :-D

Nun also - neuer Anlauf - die Mädchenkleider. Dass Kleider für Mädchen gedacht sind, ist ja wohl klar, und so entbehrt der Titel nicht einer gewissen Redundanz. So scheint es jedenfalls. Zur Rettung meiner Ehre in Sachen des schriftlichen Ausdrucks muss ich denn wohl schnellstens Fotos zeigen, die nachweisen, dass ich zu Recht auf dieser Bezeichnung bestehe. ;-)



Was hab ich gesagt? - Mädchenkleider, eindeutig. Von oben bis unten voller Mädchen. Dass auch Mädchen drinstecken, ist da fast schon nebensächlich.


Der schlichte und schön schul-, garten-, wald- und spielplatztaugliche Schnitt ist ein Ottobre-Modell (Blue Charlene, 4/16). Ich habe lediglich die im Schnitt vorgesehenen Bindebänder etwas an praktische Anforderungen angepasst. Nur der sichtbare geknotete Teil ist tatsächlich ein Jerseyband. Im Tunnel versteckt sich ein Gummi. So sind die Kleider flott an- und auszuziehen, ohne dass jedes Mal das Bändchen geöffnet werden muss.
An Mathilda sitzt die 134 schon gut. Emilias 122 hat noch deutlich Zuwachsreserve. Aber das ist nicht von Nachteil. Die Langarmzeit ist vorerst bald vorbei, und bekanntlich sprießen die Kinder über den Sommer besonders schnell.


Den schicken Mädchenstoff haben meine jungen Damen beim Sommerstoffmarkt des letzten Jahres aufgestöbert. Zuerst hatte Mathilda ihn in der Hand. Keine Frage, dass Emilia natürlich sofort denselben brauchte. Glücklicherweise gab es ihn in zwei unterschiedlichen Blautönen, genau passend zum jeweiligen Kind. Blaugrau fürs große Fräulein, dem die väterlichen Braunaugengene zumindest einen goldenen Schimmer um die Pupille in sonst graublauen Augen verliehen haben. Himmelblau fürs kleine Fräulein, dessen klare Blauaugen in dieser Farbe umso mehr strahlen. Perfekt. Fehlten nur noch passende Kombistoffe, denn das Modelmuster erschien mir doch zu dominant, um ein ganzes Kleidungsstück daraus zu nähen. Rotbrauner Punktejersey fand sich im Nähstübchen, hellblaue Sternchen im dunkelblauen Kaufhaus.


Die bequemen Schlupfkleider mit dem offenbar unschlagbar coolen Muster werden jederzeit gern wieder ausgeführt, wenn sie frisch und sauber zur Verfügung stehen. Das ist im fortgeschrittenen Alter der Damen immerhin nicht mehr selbstverständlich. Da kleidet man sich zunehmend nach jeweiliger Lust und Laune (die für Außenstehende, wie etwa vernunftorientierte Mütter nicht unbedingt nachvollziehbar ist - also drei Kreuze für jedes universell einsetzbare Stück im Kleiderschrank :-) ).
Zur Beliebtheit der lässigen Teile trägt wohl auch das Lob diverser Bewunderer bei, die sich für dieses Outfit immer finden, besonders wenn die beiden im Partnerlook auftreten.
Da haben Kauf und Näharbeit sich doch mal richtig gelohnt. Pures Nähmama-Glück. :-D

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