Dienstag, 21. Oktober 2014

"Bloß weil man cool ist, ..."

"... muss man ja nicht gleich in die Geschichte eingehen!"
Diesen geschichtsträchtigen Spruch gab unser Großer dieser Tage von sich. Und weil ich ihn richtig gut finde, soll er auf alle Fälle Teil der verbloggten Familiengeschichte werden. So manchem, der mit unrühmlichen Ideen Geschichte gemacht hat, hätte das mal einer sagen sollen, bevor es dazu kam. :-)

Unser Junge hat nicht vor, als berühmter Mann in die Geschichte einzugehen. Das würde ihn nämlich nerven, da wöllte am Ende immerfort einer was von ihm. Deswegen wird er seinen Mondflug auf alle Fälle geheim halten. Aber man weiß nie, vielleicht verhilft ihm eine seiner zahlreichen Ideen am Ende doch aus Versehen zu Weltruhm? Denn er denkt nicht gerade klein.
Unter anderem ist ein "globales System zur Absaugung böser Gedanken" geplant, um die Welt zu verbessern. Zu diesem Zweck werden Satelliten mit Absaugvorrichtungen ausgerüstet und rund um die Welt ins All geschossen. Falls ein ganz fetter böser Gedanke nicht durchs Saugrohr passt, gibt's Alarm, und dann kommt der besondere Supersauger für schwere Fälle zum Einsatz. Nach Beispielen für fette und weniger fette böse Gedanken gefragt, erklärt der junge Erfinder: "Ein fetter böser Gedanke ist zum Beispiel ein Krieg. Ein eher dünner ist sowas wie 'Eltern ärgern'."
Ob die Welt ein besserer Ort wird, wenn er das schafft? Wo den Menschen in den Kopf geschaut werden soll, bin ich ja etwas skeptisch ... Ganz so weit denkt man in seinem Alter wohl noch nicht. Ansonsten macht sich unser Sohn aber sehr viele Gedanken über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in der Welt. Hoffentlich bleibt er so ...

Für einen 8jährigen geht ihm schon ganz schön viel im Kopf um. Ja, jetzt ist er 8! Gar nicht mehr so klein. Und ganz schön cool. Für mich natürlich ein Grund, anlässlich des Geburtstags (letzten Freitag) im Nähstübchen heimlich auch noch den "zweitcoolsten" Stoff zu kaufen und ein Shirt zur Feier des neuen Lebensjahrs zu nähen.



Wie gehabt, Klimperkleins Raglanshirt in 128. Alle sichtbaren Nähte sind in Neongrün gehalten. Sonst nicht gerade der Trend, der mich umhaut, aber zum coolen Look für nicht mehr kleine Jungs passt es einfach gut.
Kind ist glücklich und genießt auch noch die Bewunderung diverser Freunde - was will man mehr?

Das Geburtstagsshirt ist natürlich Made4Boys.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Hilfe, mein Kind wird cool!

Ich hab's gewusst, irgendwann musste das ja kommen. Aber jetzt schooon ... :-)

Ja, irgendwann decken sich der mütterliche und der kindliche Geschmack nicht mehr so ganz. Das durfte ich denn nun auch beim Stoffkauf erfahren.
Unser Sohn ist über den Sommer ganz ordentlich gewachsen. Es war also an der Zeit, den Kleiderschrank zu entlasten, um Platz für Neues zu machen. Die Sachen werden weitergegeben an eine Freundin mit 3 Jungs, die sich immer sehr darüber freuen. Unserem Kind 1, das allgemein kein großer Fan von Veränderungen ist, fällt der Abschied von gewohnten oder gar sehr liebgewonnenen Kleidungsstücken oft recht schwer, insbesondere, wenn es sich um für ihn Genähtes handelt. Am liebsten würde er alles zur Erinnerung aufbewahren. Bei besonderen Sachen, wie Geburtstagsshirts, erlaube ich das auch. Aber alle Sachen aus dem Verkehr zu ziehen wäre dann doch etwas schade, wo sie noch gut jemand nutzen könnte. Weiterwandern musste zum Beispiel das Waldshirt, das aber wenigstens in der Familie bleibt. Und auch das Feuerwehrshirt, getragen bis kurz vor bauchfrei, zog aus - direkt in den Schrank eines 3jährigen.
Unser junger Mann ließ dieses nebst einem weiteren Klamottenstapel schweren Herzens ziehen und wir bekamen dafür ein paar Finanzen. Ich versprach, diese mit ihm gemeinsam in Stoffe für neue Shirts nach seinem Geschmack zu investieren.

Versprochen ist versprochen, also musste wohl auch das mit, was ihm im Nähstübchen am besten gefiel. Und das war so ziemlich auf den ersten Blick ein wilder Fotodruck mit bunten Skateboards. Hätte ich keinen immerhin schon ein bisschen großen Sohn, hätte ich den Stoff wohl absolut links liegen gelassen, aber so hatte ich den Verdacht, dass Kind genau diesen Jersey besonders cool fände, schon länger gehegt. Der musste es denn auch sein. Als Kombistoffe dazu gab's einmal simples Schwarz und einmal Grau mit schwarzen Sternen.

Das Wochenende wurde genutzt, um das Material in Tragbares umzuwandeln. Am Montagmorgen konnte der ach so große Zweitklässler dann ganz besonders cool den Weg in die Schule antreten. So sah das aus:


Groß und cool kann man werden, man muss dabei aber noch lange nicht ernst sein! (Pst, und auf Kuscheln, Abendlied, Lieblingskuscheltier muss man auch noch laaange nicht verzichten ... ;-) )
Genäht habe ich ein Raglanshirt von Klimperklein in 128 - und dabei festgestellt, dass die schöne Zeit der halben Meter nun auch vorbei ist. Fürs Rückenteil reicht das nämlich nicht mehr ganz. Deswegen habe ich unten ein schwarzes Jerseybündchen angefügt.


Nach dem gleichen Schnitt entstand ein zweites Shirt mit bunter Vorderseite und Sternenärmeln und -Rückseite. Gut, dass ich von den Sternen 60 cm gekauft hatte.


Aus den Resten wurde dann noch eine Minutenmütze und ein selbst konstruiertes Halsdingsbums - eine Art Rollkragen, der nach unten weiter wird, genäht nach dem gleichen Prinzip wie ein Loop.

Skateboards und Sterne sind damit fast bis aufs allerletzte Fitzelchen vernäht. Vom schwarzen Jersey ist ein kleiner Rest geblieben. Wenn man den Stoff so gründlich ausnutzt, ist das Nähen (von der Arbeitszeit immer abgesehen) zumindest mal nicht teurer als der Kauf von hochwertiger Kleidung. Das hier sind immerhin 4 Kleidungsstücke für ca. 35 €.

Unbezahlbar ist allerdings die Freude des jungen Mannes, der nun wieder für ihn genähte Sachen im Schrank hat, und auch noch sooo cool! Da ist man doch als "Nähmama" ganz schnell wieder mit dem Stoffmuster versöhnt. Immerhin, man darf das große Kind benähen - wer weiß, wie lange noch? ;-)

Die Kollektion ist ja sowas von Made4Boys.

Montag, 13. Oktober 2014

[10+6]: Nähblog-Contest - Himmelblau und Sommerbunt für Sachsen

Ich war in den Weiten des Web schon auf Informationen zum Nähblog-Contest von Stoffkontor gestoßen, hatte aber nicht ernsthaft daran gedacht, mich zu beteiligen. Es gibt ja sooo viele tolle Blogs, technisch versiert gestaltet, voller toller Ideen. Da geht mein kleines bunt gemischtes Hobby-und-Familien-Blog sowieso unter, meinte ich. Irgendwer war aber anderer Meinung und hat mich für die Teilnahme nominiert. Fast hätte ich es nicht mal bemerkt, der Alltag hat mich momentan mal wieder ziemlich im Griff.
Da ich es nun doch endlich kurz vor knapp mitbekommen habe, mache ich einfach mal mit. Schaden kann es ja auf keinen Fall. :-) Vielleicht findet der eine oder andere neue Leser her, das wäre zumindest schön. Denn das Schreiben macht mir (meistens ;-) ) Spaß, und wenn das Geschreibsel dann noch jemand liest, steigert das die Freude daran doch deutlich.
Hier also mein Fragebogen zum "[10+6]: NÄHBLOG-CONTEST":

Nähblogcontest

[10 Fakten]:

name: Himmelblau und Sommerbunt

aus: Dresden, Sachsen

bloggt seit: 2. Januar 2010

auf: http://himmelblausommerbunt.blogspot.de/

näht mit: Brother Inno-vis 950

ich in drei Worten: kreativ, chaotisch, perfektionistisch (Ja, das kommt durchaus zusammen vor! Aber damit muss man erstmal leben ... :-) )

mein lieblingsplatz: zu Hause oder im Garten oder auch ganz woanders - überall da, wo unsere Kinder gerade mal friedlich ihr Miteinander genießen und uns das Gefühl geben: mit den Dreien, das haben wir richtig gemacht. :-)

daran arbeite ich gerade: Herbst- und Wintergarderobe für mich und die Kinder. Einiges Obenrum für den jungen Mann im Haus ist heute fertig geworden. Und ich hab da so ein Kleid im Laden gesehen und anprobiert, das möchte ich gerade versuchen nachzubasteln. Im Kopf hab ich es schon, Stoff liegt bereit (mit Punkten natürlich :-) ), jetzt brauch ich noch ein bisschen Zeit und Muße ...

hier lese ich regelmäßig: Handmade Kultur, LandIdee und deren "Ableger", viel zu viele Blogs - zumindest, um sie hier alle aufzuzählen, immer dabei sind auf alle Fälle die DresdnerInnen

mein motto: kommt heute von einer Karte, die ich kürzlich an die Küchentür geklebt habe: "Die Küche sieht aus wie Sau! - Hab das Licht ausgemacht. Jetzt geht's." - Will heißen: Genieße immer wieder die schönen Seiten des Lebens, und wenn nötig, mach halt mal das Licht aus, wo es nicht perfekt ist. :-)

[6 Fragen]:

[1.]: Was ist deiner Meinung nach das Erfolgsgeheimnis erfolgreicher Blogs?
Ich meine, es kommt darauf an, mit seiner persönlichen Art sich auszudrücken den Nerv möglichst vieler Leute zu treffen. Dazu gehört etwas technisches Geschick, etwas Sinn für Ästhetik, Kreativität und Authentizität. Immer wieder etwas zu verschenken und zu verlosen zu haben, Freebooks und Freebies anzubieten und ähnliches, hilft natürlich auch ein ganzes Stück weiter. ;-)

[2.]: Woher schöpfst du Inspiration und den Mut, die Dinge immer wieder neu anzupacken?
Daraus, dass ich gebraucht und wahrgenommen werde mit dem, was ich tue. Für meine Familie packe ich den Alltag an, so gut ich kann. Ich nähe für Menschen, die die Sachen tragen und sich an ihnen freuen. Ich schreibe für Menschen, die meine Texte lesen, für mich, um mich zu erinnern, für die Kinder, um wertvolle Momente für sie aufzubewahren. Und nicht zuletzt steckt die Inspiration natürlich manchmal einfach in mir drin und möchte in Form von Basteleien aller Art ans Licht, oft auch angeregt vom (Blog-)Lesestoff.

[3.]: Welches sind deine 3 Lieblingsprojekte von anderen Usern?
Ein tolles Projekt ist der 365-Tage-Quilt vom Königskind. Leider war ich in der entscheidenden Zeit verhindert, um aktiv mitzumachen. Aber ich möchte so etwas eigentlich gern für mich starten, vielleicht zum neuen Jahr? So viele kleine bunte Reste, so wenig Zeit und so eine Lust, eine schöne Patchworkdecke zu haben - mit einem Quadrat pro Tag sollte das doch zu schaffen sein.
Immer wieder hin und weg bin ich bei den Projekten von Pünktchenglück. Mit Farbe, Stoff, Flohmarktschätzen und ganz viel kreativer Energie schafft sie wunderschöne Plätzchen im und am Haus. Würde ich gern nachmachen, mir fehlt nur das Haus, und die bewundernswerte Energie. Aber immerhin lasse ich mich von der Bloglektüre zu der einen oder anderen kleinen Veränderung bewegen.
Außerdem begeistern mich die Applikationen von Aennie. Mit dem, was sie aus Stoff auf Stoff zaubert, inspiriert sie mich immer wieder, es auch zu versuchen, und zeigt, dass mit etwas Geduld und Liebe eigentlich alles möglich ist.

[4.]: Was hat dir bei deinem Start ins Bloggerleben geholfen?
Zunächst meine Schwester, die zuerst bloggte und meinte, ich solle das auch tun. Ansonsten vor allem Furchtlosigkeit und das Wissen, in verzweifelten Fällen einen passionierten Informatiker an meiner Seite zu haben. :-) Ich habe einfach angefangen, mich Stück für Stück vorgetastet, und das tue ich immer noch. Denn technisch wäre wohl noch einiges rauszuholen.

[5.]: In welchen Situationen stößt du an die Grenzen deiner Arbeit?
Immer dann, wenn die Energie einfach nicht für alles reicht, was ich gern umsetzen würde. Der Alltag stellt seine Anforderungen, und nur zu oft kommt man neben der Pflicht kaum zur gewünschten Kür und kippt einfach auf dem Sofa um ... Ich bewundere Menschen, die ständig neue Projekte haben und vor Aktivität strotzend mühelos ruckzuck umsetzen. Zu denen gehöre ich leider nicht.

[6.]: Auf welches Projekt bist du besonders stolz?
Da ist wohl dieses ein guter Kandidat:


Die Babydecke für unsere Jüngste. Nicht besonders anspruchsvoll, aber ich liebe sie immer noch rundum, so wie sie ist. Die Stoffe finde ich wunderschön, und es steckt viel (Hand-)Arbeit und Liebe drin.

[*]: Dein Tipp für Beginner:
Einfach anfangen, im doppelten Sinne. Es muss ja nicht gleich komplex und perfekt sein. Freude am Schreiben und daran, seine Erlebnisse zu teilen, ist die Hauptsache. Weiteres lernt man aus Erfahrung, beim Lesen anderer Blogs, von erfahrenen Bloggern oder sogar dem einen oder anderen Text jenseits der virtuellen Welt. :-)
Allerdings sollte man sich immer bewusst sein, dass man sich mit einem Blog an die Öffentlichkeit begibt, und seine Inhalte dementsprechend wählen. Der Chef liest möglicherweise mit! ;-)

[10+6]: NÄHBLOG CONTEST ist eine Aktion von Stoffkontor.eu

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Raffiniert gerafft zum MMM

Ich habe ein neues Lieblingsshirt - dieses:


Und ich trage es heute tatsächlich schon wieder, auch wenn das Foto vom vorletzten Wochenende stammt und mit dem Handy auf dem wunderschönen Gut Frohberg gemacht wurde. Ich denke mir, etwas Abwechslung von tristen schnell geknipsten Bildern vor der Wohnzimmertür kann nicht schaden. :-)
(Auch wenn ich noch mal hätte hier und da etwas zurechtzupfen sollen. Die Falten im Ärmelbereich sind eigentlich keine Dauererscheinung.)

Das Shirt ist eine "Raffinessa" von Elsterglück. Ich hatte es bei Frau "Mit Nadel und Faden" zunächst live und dann auch noch auf dem Blog bewundert. Und mir drängte sich sofort ein Stoff in die fürs Nähen reservierte Gehirnwindung, auf den ich im Nähstübchen schon länger ein heimliches Auge geworfen hatte. Kennt ihr das? Manche Schnitt-Stoff-Kombis wollen einfach mit unaufhaltsamer Macht genäht werden. ;-)

Zunächst hatte ich geplant, zu dem schönen gemusterten Jersey mit petrolfarbenem Grund einfach erikafarbene Ärmel zu kombinieren. Dann gefiel mir die Idee, zwischen Ärmel und Vorder- bzw. Rückenteil noch eine Paspel zu setzen. Ich durchwühlte also die Vorräte nach einem Jersey in einem passenden Farbton, entdeckte einen petrolfarbenen Rest von diesem Shirt und fand schließlich, dass petrolfarbene Ärmel und erikafarbene Paspeln und Raffbänder noch viel hübscher wären. Gedacht, genäht - heraus kam diese Raffinessa.

Vom Schnitt bin ich begeistert. Ein einfach zu nähendes Teil, das den Alltag wunderbar mitmacht und trotzdem nicht ganz alltäglich aussieht durch die schicken seitlichen Raffungen. Es passt alles, nur die Seitenlinie habe ich wieder, wie bei bisher jedem Oberteil, das ich genäht habe, etwas stärker tailliert, damit das Ganze perfekt an meine Kurven passt.
Einziger Kritikpunkt am E-Book ist für mich der selbst zu bastelnde Papierschnitt. Den hätte man etwas handlicher und papiersparender gestalten können, wenn die Teile nicht alle auf einem einzigen riesigen Bogen angeordnet wären, für den man schon ein ordentliches Stück Fußboden braucht. Für ein einfaches Shirt wäre das so nicht nötig. ;-) Dieses Handicap kann man aber in Kauf nehmen, wenn am Ende solche Lieblingsstücke dabei herausspringen.

Damit kann ich ein weiteres Herbstteil für mich zum MeMadeMittwoch schieben und mich auch gleich von den Werken der anderen Damen inspirieren lassen.

Samstag, 27. September 2014

So ein Zirkus!

10 Tage Ruhe bei "Himmelblau und Sommerbunt" - und natürlich gilt die wohlbekannte Bloggerregel: Wenn das virtuelle Leben brachliegt, tobt das reale dafür um so mehr. So war es auch bei uns in den vergangenen Tagen.
In der Grundschule war ein ganz besonderes Projekt angesagt: Zirkuswoche! Dafür wurde nahezu die ganze Schule täglich mit Sonderstraßenbahnen zum nächstgelegenen Einkaufspark kutschiert, wo der 1. Ostdeutsche Projektcircus Andre Sperlich sein Chapiteau aufgeschlagen hatte. Und dort wurde unter der Anleitung engagierter, geduldiger und unglaublich nervenstarker Zirkustrainer geübt, was das Zeug hielt. Für jedes Kind fand sich die richtige Nummer, ob groß, klein, sportlich oder eher nicht so, extrovertiert oder ein bisschen schüchtern. Ganz "alltägliche" Grundschüler verwandelten sich in Tänzer, Clowns, Dompteure, Piraten, Seiltänzer, Akrobaten, Zauberer, Jongleure ... Am Ende konnte jeder seinen Teil zu einer zauberhaften Zirkusvorstellung beitragen. Musik, leuchtend bunte Kostüme, strahlendes Licht, begeisterte Kinder und viel Arbeit hinter den Kulissen - daraus wurde ein unvergesslich schönes Erlebnis für alle Beteiligten.

Und "Frau Himmelblau und Sommerbunt" jeden Tag mittendrin, als eine der zusätzlichen BetreuerInnen des Flohzirkus' sozusagen. ;-) Anstrengend war's. Nach den Vormittagen im Zirkus war ich so fix und fertig, als hätte ich mindestens die doppelte Zeit körperlich schwer gearbeitet. Aber es war auch wunderschön, die Kinder jeden Tag ein bisschen besser kennenzulernen, ihre Begeisterung zu sehen, die Aufregung mit auszuhalten und am Ende Teil des großen Ganzen zu sein. Ich möchte jetzt am liebsten gaaaanz lange schlafen. Aber ich würd's wieder tun. :-)

Hier noch ein paar ganz kleine Eindrücke von der Zirkusvorstellung. Alle etwas unscharf, da für Laien sehr schwer zu fotografieren. Das macht in dem Fall aber gar nichts, denn ich möchte ja sowieso keine gut erkennbaren Leute hier zeigen, die ich nicht vorher um Erlaubnis gebeten habe. ;-)

 Fulminanter Auftakt der Vorstellung mit einer Lasershow.

Und da marschieren sie ein - "unsere" Gruppe. Ja, sie sind auch uns Eltern ans Herz gewachsen in dieser Woche und wir waren auf jedes einzelne Kind unheimlich stolz, besonders natürlich auf's eigene. ;-) 

Der kleine Mann in unserm Haus trat in der "Schwarzlichtshow" als Fischlein auf. Die Kinder stellten beim Tanz mit Tüchern und Fischen, die bei Schwarzlicht strahlend aufleuchteten, eine abenteuerliche Reise durchs Meer dar.

 Da wirbeln die bunten Wellen, und obendrüber "schwimmt" eine der Hauptdarstellerinnen der Show.

Hier drehen die kleinen Meeresbewohner stolz ihre Ehrenrunde, bevor sie die Manege für die nächste Nummer frei machen.

Leider, leider kann ich mit Fotos nicht mal ansatzweise zeigen, wie wundervoll die Show live aussah. Das müsst ihr mir einfach glauben. :-) Freut euch auf alle Fälle, wenn auch in den Schulen eurer Kinder so ein Zirkusprojekt angekündigt werden sollte. Es lohnt sich!

Und es hat Folgen: Bei uns im Kinderzimmer steht eine Manege aus Zeitschriftensammlern, am Hochbett baumelt ein Halstüchervorhang, die Kinder üben Trapeznummern am Bettgestänge, teilen selbst gebastelte Eintrittskarten aus und der CD-Player läuft sich am Zirkustitelsong heiß ... Mal sehen, wie lange ich das noch ohne irgendwelche Verschleißerscheinungen hören kann ... :-D


Mittwoch, 17. September 2014

MMM mit "Liv"

Mein erstes Herbstshirt des Jahres, ganz passend mit tanzenden Blättern:


Eine "Liv" von pattydoo aus einem Jersey von Lillestoff und Stretchjerseyresten von früheren Projekten. Ich mag das Shirt sehr und wurde auch schon mehrfach drauf angesprochen. Auf dem Foto wirkt es irgendwie formlos. Ich habe das Gefühl, das Muster schluckt im Bild die Form. Im Original gefällt's mir besser. Es sitzt gut, ein bisschen lässig, aber trotzdem figurbetont. Der Schnitt ist toll, sehr professionell. Ich habe nur die Seitenlinie geändert, aber das mache ich immer. Da scheine ich  einfach etwas kurviger zu sein als die Durchschnittsfrau. An der Länge habe ich nichts gemacht. Für ein Herbstshirt zu Hosen ist die an mir genau richtig.


Und da ist auch das kleine Urlaubsandenken, das ich schon erwähnte. Beim Kauf wusste ich das nicht, aber hier passt die Farbe des Samtbands einfach perfekt. Immer wieder schön, wenn Stoffe und Accessoires so zusammenfinden.

Und jetzt ab zum MMM. Mal schauen, was die anderen Damen heute tragen.

Dienstag, 16. September 2014

Alles Drin

Schon lang nicht mehr im Haus, aber bisher nicht verbloggt: Eine Tasche, hergestellt nach Kundenwunsch.
Die Vorgaben waren: schlichte Form, verschließbar, Schwarz - Weiß - Rot mit vielen Punkten, Größe ausreichend für A4, gern bisschen Tüddelkram. Eben was Hübsches für eine lustige junge Dresdner "Neustadtpflanze". :-)

Die Wahl fiel auf die "Alles drin" von Farbenmix in der kleineren Variante.

Ich habe also im Nähstübchen und meinen Vorräten gekramt, geschüttelt und gerührt, und das fabriziert:


Wie gewünscht eben, eine Tasche, und mit Punkten, vieeelen Punkten. Am Reißverschluss hängt als kleines Extra ein winziger Häkelmuffin. (Pst, ich weiß, dass die rote Zackenlitze einen Knick hat. Ist beim Bügeln passiert und wurde natürlich noch korrigiert. Für neue Fotos fehlte leider die Zeit.)


Auch am Reißverschluss Punktemix.


Innen Rot mit Pünktchen, große Seitentaschen für Kleinkram und Webbandschlaufe für den Schlüssel.

Die Tasche kam bei der Kundin gut an, die Beschenkte war offenbar begeistert und ich nehme mal an, dass die Punkte jetzt fröhlich durch die Neustadt tanzen.