Samstag, 22. November 2014

Diesseits des Rosa-Äquators

... ist das Land bei uns auch noch bewohnt, vom kleinen Fräulein. Als die große Schwester ihren Traumrock bekommen hatte, bemerkte es gleich: "Mama, da in dem Korb liegt doch noch so ein Pünktchenstoff, da könnten wir doch ein Röckchen für mich draus machen." 'Wir' vor allem ... :-D Aber man tut's ja doch gern.
Der dunkelrosa- bis pinkfarbene Stoff hätte nicht für ein Schnabelina-Röckli gereicht. Aber ein "Meoow" (Ottobre 6/2013) war drin. Und der ist schließlich auch schick. Sehr viel "Meoow" ist bei unserem allerdings nicht zu sehen, weil unsere Stoffauswahl mit den im Original vorgeschlagenen Kätzchentaschen nicht so richtig harmoniert hätte. Wir haben also einfache Taschen ohne Raffinessen und dafür eine etwas breitere Saumpaspel, die den gemusterten Stoff besser zur Geltung kommen lässt als die ganz feine im Schnitt vorgesehene.


Die Taschen sind fast ein bisschen schwer. Aber in Bewegung stört es eigentlich wenig, dass an dieser Stelle das sonst bauschige Modell etwas "zusammengedrückt" wird. Und das kleine Fräulein findet sich sowieso total fein im neuen Röckchen. Ein passendes Oberteil ist noch geplant. Erstmal tut es ein von der Schwester geerbtes gekauftes, das eigentlich farblich viel besser passt, als es auf dem Foto den Anschein hat. Das selbe gilt übrigens für die Strumpfhose. Um passende Schuhe machen wir uns jetzt mal keine Gedanken. Unsere Kinder ziehen drinnen sowieso nie welche an. Und draußen müssen's die tun, die halt da sind. So gern das Perfektionistenherz auch zu jedem Outfit, ob bei Mama oder Kind, das "perfect match" hätte. Das müsste ja auch erstmal einer bezahlen. ;-)


Das Fräulein ist hier übrigens für den Gang zum Kindergarten frisch gekämmt. Man sieht das nur nicht. Die leicht lockigen Haare sind zu süß, aber sie wird wohl später mal einen geschickten Friseur brauchen, wenn ihr ihr Look nicht mehr egal ist und jedes Härchen sitzen soll. :-) Jetzt lassen wir's erstmal wachsen. Das Kind ist sehr stolz auf die Entwicklung seit diesen Bildern und möchte keinen Zentimeter hergeben, egal wo. Also bleibt's bei der ganz natürlichen Frisur mit gewissem "out of bed"-Touch. War ja auch schon mal in. :-)

So in Rosatönen ist das Rockoutfit ja ganz offensichtlich was für die Meitlisache.

Dienstag, 18. November 2014

Jenseits von Rosaland ...

... kann man auch Mädchenträume verwirklichen. Wenn das Mädel denn mitmacht. ;-) Unsere größere junge Dame hat die Rosaphase überwunden und "back to the roots" gefunden, nämlich zu ihren eigentlichen Lieblingsfarben Blau und Orange, von denen sie sich vorübergehend verabschiedet hatte, als der Kindergarteneinfluss sich bemerkbar machte. Rosa ist nun zwar noch nicht völlig out und Prinzessinnenkram immer noch schööön, doch die Welt jenseits von Rosaland wird wieder erobert. Und das finde ich wunderbar. Rosa ist eine hübsche Farbe, keine Frage. Uns helläugigen, blassen weiblichen Wesen steht sie auch noch ziemlich gut. Aber die Welt bietet noch so viel mehr Buntes!
Fangen wir an, mit einem Mädchentraum in Blau - Orange. Den orangefarbenen, bunt gemusterten Feincord hat das Fräulein selbst "gekauft". Ist halt meine Tochter. Sie wünscht sich auch schon Stoffgutscheine zum Geburtstag und genießt es, im Laden die Qual der Wahl zu haben. Nachdem der Cord schon ein Weilchen im "Bald-vernähen-Korb" gelegen hatte, habe ich die Auswahl in ihrem Sinne durch die passenden Blautöne ergänzt, damit ein ganzes Outfit draus wird und ich das nähen kann, was mir gerade durch den Kopf schoss.


 Es wurde ein Schnabelina-Röckli mit vielen Extras. Ich habe es gedoppelt, den Unterrock verlängert und eine Rüsche angefügt. Das Überröckchen hat auf einer der beiden vorderen Teilungsnähte eine kleine Raffung mit Schleifchen bekommen. Der Bund besteht aus Bündchenware, allerdings mit zusätzlich eingezogenem Gummi, damit der doppelte Rock, der doch etwas Gewicht mitbringt, sitzenbleibt, wo er hingehört. So ein Mädchentraum muss schließlich auch wilde Tänze elegant überstehen.
Das passende Shirt wurde nach "Pretty Basic" (Ottobre 6/2013) genäht. Der Saum wurde gekürzt, das sieht zum Rock hübscher aus, wenn das Shirt drüber getragen wird. Die Rüschen vom Originalschnitt habe ich weggelassen, der Rock ist schon tüddelig genug.


 Ein Schmuckstück soll trotzdem die Farben des Rocks noch einmal wiederholen. Die Brosche ist abnehmbar, so dass das Shirt vielseitig bleibt.


 Und hier wird das Wichtigste an einem Mädchentraumoutfit demonstriert: Drehen muss es, je doller, desto besser! Dieser Rock kann das unschlagbar gut.

Inzwischen haben wir sogar eine farblich wirklich passende Strumpfhose gefunden, nachdem die eigentlich geplante blaue nach der ersten Wäsche zu den Sachen für die kleine Schwester wandern musste. ... :-p

Das Outfit wird heiß geliebt und so  vorbildlich geschont, dass es heute schon den dritten Tag am Kind verbringen kann. Das spricht für sich in einer Welt voller Klettergerüste, Sandkästen und Schokoladenpudding.
;-)

Der Mädchentraum kann natürlich noch direkt zu den Meitlisache wandern. Da fällt mir auf, dass ich dort öfter Mädelsachen in "Nicht-Rosa" zeige. Ich nähe ganz und gar nicht nur aus der Pinkpalette für die jungen Damen. Und die tragen auch schon immer andere Farben, wenn sie benäht werden. Den Unterschied macht die erklärte Vorliebe, das, was sie sich aussuchen, wenn man ihnen die Wahl überlässt. Irgendwie freut's mich, wenn sie ganz von sich aus anfangen zu entdecken, dass die Welt auch für "ganze Mädchen" bunt ist.
:-)

Montag, 10. November 2014

Wetterschutz muss sein

Ich hab das ausprobiert. In letzter Zeit habe ich nämlich mehrmals vergessen, den Kindersitz fürs Fahrrad mit nach drinnen zu nehmen. Und das Herbstwetter meinte es nicht immer gut mit mir ... Dann muss man sich was einfallen lassen, wenn am nächsten Tag das Kind wieder mitfahren soll. :-p

Damit das nicht wieder passiert, hat der Sitz jetzt endlich eine Hülle bekommen. So darf er problemlos draußen übernachten. Außerdem ist es natürlich auch ganz praktisch, wenn einen unterwegs der Regen überrascht.

Absolut unspektakulär, aber praktisch und notwendig:


Die Hülle ist nach einer ganz schnellen Anleitung von Pattydoo entstanden und passt einwandfrei. Um den unteren Rand zu nähen, der um die Gummikordel geklappt werden muss (Sonst bekommt man die nicht mehr rein.), habe ich die Nadel seitlich verschoben, damit ich schön neben der Kordel nähen kann. Wenn man diese Funktion nicht hat, klappt es wahrscheinlich nur mit einem Reißverschlussfuß. Außerdem habe ich für diese Naht Zeitungspapier unters Wachstuch gelegt. Wenn ich nämlich die glänzende Seite unten liegen habe, was sich an der Stelle nicht vermeiden lässt, habe ich sonst das Problem, dass der Stoff nicht gut transportiert wird und auch der Unterfaden oft locker bleibt. Mit der Zeitung funktionierte es gut.
Reflektorband, wie in der Anleitung vorgeschlagen wird, habe ich hier nicht bekommen. Aber das reflektierende Kätzchen von Blaubeerstern (aus dem Nähstübchen) ist sowieso viel hübscher. :-) Ich hatte vorher getestet, ob man Aufbügler auf Wachstuch bekommt, ohne es zu beschädigen. Wie man sieht, geht es, sofern man nicht direkt den Stoff bügelt, sondern Backpapier darauf legt. Die Sache macht einen recht haltbaren Eindruck. Ich denke, die Miez wird an Ort und Stelle bleiben.

So, und jetzt schwing ich mich gleich wieder aufs Rad und fahre zum Kindergarten. Mal sehen, was das Kind zum Wetterschutz für seinen Sitz sagt ...

Freitag, 7. November 2014

Ein Herbstlaunenshirt

Langarmshirts kann man nie genug haben. Außerdem habe ich die langweiligen gekauften satt, ganz abgesehen davon, dass die auch schon seit ein paar Jahren ihr Dasein fristen. Da hilft alles nix, es muss genäht werden. ;-)
Das neueste Shirt ist ein Autumn Mood (Ottobre 5/2013) mit Zusatzpunkt, sozusagen. Inspiriert vom Winterkleid wollte ich einen weiten hohen Rollkragen zum Umklappen dranbauen. Hab ich auch getan, sah aber nicht gut aus. Aus zwei Lagen Baumwolljersey stand der einfach nur steif nach oben. Also wieder ab damit. Ganz aufgeben und einfach ein konventionelles Bündchen annähen wollte ich aber nicht. Ein paar Tage blieb das unfertige Teil liegen. In der Zwischenzeit habe ich ein bisschen hin- und hergetüftelt und überlegt, mit dem Ergebnis, dass es vielleicht besser ginge, wenn es ein offener, an den Enden schräg zugeschnittener Kragen wäre. Ausprobiert, und da ist es:


Interessant, aber ich finds gar nicht schlecht so. Hat auf jeden Fall nicht jeder. Das Foto ist wieder mal einer der üblichen morgendlichen Schnellschüsse. "Frau in Betrachtung eines über den Teppich rollenden Kindes" könnte man es betiteln. Nichts zurechtgezupft, Hosengürtel beult vorn raus ... :-p Es ist besser als auf dem Bild, definitiv. Es gab heute morgen sogar schon ein Kompliment vom Schwiegervater dafür, und das spricht doch für sich, oder? :-)


Der Kragen kann dank Schirmchenknopf auch geschlossen getragen werden. Da haben wir's wieder, eins der obligatorischen "Doro-Details", wie sie kürzlich liebevoll betitelt wurden. Verliebt, gekauft und aufs Nadelkissen gespickt so lange gehütet, bis sich das richtige Plätzchen für den Knopf fand. Da gehört er hin, passt genau zum Herbstlaunenshirt.

Mittwoch, 5. November 2014

MMM - Ein Kleidchen für so Tage ...

... wie sie wohl (fast?) jede Frau kennt. Ihr wisst schon, der Bauch fühlt sich aufgebläht an, seinen Hintern mag man noch weniger als sonst, außerdem müssen aus dringenden Überlebensgründen mindestens ein Cappuccino und eine Tafel Schokolade dezent untergebracht werden ... ;-)
Figurbetont passt nicht zu solchen Tagen. Eher was Gemütliches, Schlabberiges. Aber ganz doof aussehen muss man dabei nun auch nicht. (Reicht, wenn man sich so fühlt.) Jogginganzug ist keine Lösung. :-D
Mein Kleid für alle Fälle ist dieses:


Pigeon Grey, Ottobre 5/2009. Das ist mal wieder so ein Stück, das mir live an mir besser gefällt als auf dem Foto. Es sitzt nicht perfekt, aber gut genug. Trotzdem ist der Kampf mit diesem Schnitt noch nicht zu Ende. Ich hatte das Modell schon einmal genäht. Damals waren noch ein paar verspätete Schwangerschaftskilos übrig, und die Messungen ergaben, dass ich Größe 40 nähen sollte. Untenrum eigentlich sogar noch etwas mehr, aber das muss bei diesem Schnitt nicht berücksichtigt werden. Tja, das Ergebnis fiel definitiv zu groß aus. An den Seiten etwas enger genäht, war es aber zumindest tragbar. Nun also der nächste Versuch, ein paar Kilochen weniger auf den Rippen, trotzdem, ich traue mich nicht, zu klein zu nähen. Also Größe 38 zugeschnitten, mit 1 cm Nahtzugabe, an den Ärmeln nach unten hin ohne NZ, da ich die viel zu weit fand. Außerdem die Original-3/4-Ärmel verlängert. Nach intensiver Betrachtung der zugeschnittenen Teile die Seiten und Ärmel mit 2cm NZ genäht. Und es könnte enger sein, natürlich. :-p Abnähen funktionierte nicht, durch die Raffungen ziehen sich die Nähte dann ganz komisch nach innen. Diese Lösung verworfen, wird's halt getragen, wie's ist. Ich fühle mich wohl drin, vor allem an so Tagen ...
Und beim nächsten Mal dann eben doch 36.


Ich mag an diesem Schnitt die extra eingesetzte, breite Ausschnittblende. Das gibt dem Ganzen eine schickere Note als ein Shirtausschnitt mit Bündchen. Hier habe ich sie mit drei kleinen roten Knöpfchen verziert, um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. An der hochangesetzten Taille wiederholt sich das Thema durch eine Jerseyschleife, die durch einen größeren Knopf gehalten wird.

Das Material, ein Schnäppchen zu Testzwecken, stammt von einem weiter zurückliegenden Stoffmarkt. Mir gefiel einfach das feine Streifenmuster in Marine und Weiß. Was "es" ist, weiß ich nicht. Es fällt auf alle Fälle weich und fließend, ist aber nicht so leicht wie ein reiner Viskosejersey. Mein Gefühl sagt, dass wohl ein Synthetikanteil drin steckt. Trotzdem trägt sich der Stoff angenehm, wärmt sogar ein bisschen an kühleren Tagen. Genau richtig für den Herbst also. Wie er sich nach mehrmaligem Waschen verhält, wird sich zeigen.

Und jetzt mach ich mich auf zum MMM mit meinem Kleid für alle Fälle. Mal schauen, wonach den anderen Teilnehmerinnen heute so ist ...

Sonntag, 2. November 2014

Stoffmarkt - wieder mal

Die Fakten sind mittlerweile bekannt: Viele Stände, größtenteils Holländer, aber auch Händler aus ganz Deutschland und der Region, Stoffe aller Art - günstig und weniger günstig, Nähzubehör - eben alles, was das Nähbloggerinnenherz begehrt.
Neu war dieses Jahr der Standort. Auf dem Altmarkt wird tatsächlich schon der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Ich wollte es nicht so recht glauben, konnte mich aber im Vorbeigehen mit eigenen Augen davon überzeugen. Das Karussell stand schon. Der Anblick hat durchaus etwas Absurdes, wenn man, so wie die Dresdner gestern, am 1. November bei spätsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein durch die Stadt flaniert. Für den Stoffmarktbesuch ist das wiederum gar nicht unangenehm. Der fand wegen der besagten Weihnachtsvorbereitungen dieses Mal auf dem Postplatz statt. Das machte die Sache etwas weniger übersichtlich als gewohnt. Aber man wurschtelt sich schon durch, wenn man weiß, was man will. ;-)


Ich lasse mich am Wochenende nicht hetzen, auch vom Stoffmarkt nicht. Es wird doch niemals alles innerhalb einer Stunde weggekauft. Und was ich nicht gesehen habe, macht mich nicht heiß. ;-) Als ich mich also am späten Vormittag ins Getümmel stürzte, war der Markt allerdings gerade so gut besucht, dass das Einkaufen schon mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad verbunden war, besonders für eher kleine Leute. Ich habe mich deshalb erstmal grob orientiert, war ja eh nötig, habe ein paar wenige Schätzchen ergattert und dann das Café fürs obligatorische Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen aufgesucht.

Es fanden sich wieder einige Damen (und ein Herr, der soll ja nicht diskriminiert werden ;-) ) zusammen, bekanntere und weniger bekannte Gesichter, darunter auch ein ganz nagelneues. Der frische winzige Herbstzwerg von Saxony Girl durfte bestaunt werden! Haaach ...
(Siehe auch die Berichte der anderen anwesenden Dresdner Bloggerinnen.)
Nach netten Gesprächen, Fachsimpeleien, Begutachtung der Einkäufe und einer kleinen Stärkung waren wir bereit zu neuen Taten.


Die, die ihre Liste noch nicht abgearbeitet hatten, stürzten sich erneut ins Markttreiben. Meine Hoffnung erwies sich dabei als begründet: Der Markt war zwar nicht gerade als leer zu bezeichnen, aber immerhin hatte man jetzt eine Chance, auch an die begehrtesten Stände heranzukommen und in absehbarer Zeit das Gewünschte zu bekommen.

Mittlerweile verkneife ich es mir, zu viel zu kaufen, was mir wegen "schööön" und "süüüüß" ins Auge fällt. :-D Ich überlege etwas rationaler, was ich wirklich brauche und was sich lohnt auf dem Markt zu kaufen. Inzwischen weiß ich auch , welche Stände gute Qualität günstig anbieten. Die besonders begehrten bunten Kinderstoffe sind auf dem Stoffmarkt kaum billiger als anderswo. Die kann man demzufolge auch in aller Ruhe bestellen oder im Laden kaufen, wenn man sie denn tatsächlich braucht. ;-) Was dagegen zu wirklich guten Preisen zu bekommen ist, sind Basics, Uni-Jerseys, Jerseys und Webware in klassischen Mustern, Fleece, Jeans und Nähzubehör. Die Stoffe, die ich letztendlich gekauft habe, stammen zum großen Teil von den gleichen Herstellern, deren Ware ich auch im Lieblingsstoffladen bekomme. Ich habe allerdings im Preisvergleich mindestens die Hälfte gespart, was sich vor allem bei größeren Mengen für Erwachsenenkleidung richtig lohnt. Nichts gegen den Laden, es ist gut, dass er jederzeit greifbar ist. Aber praktisch ist es schon, dass ab und zu der Stoffmarkt vorbeikommt. ;-)
Und hier ist nun endlich die Ausbeute:


Ich glaube, es ist offensichtlich, dass ich dieses Mal für mich eingekauft habe. Die Farben sprechen für sich. Unten Sweat in Dunkelpetrol, Fleece mit und ohne Punkten, Jersey in Uni und gemustert, ein Futterstoff, nahtverdeckte Reißverschlüsse für Kleider, ein paar Baumwollspitzen. Den Lederrest brauche ich für einen speziellen Taschenauftrag und ich bekam ihn angesichts der Größe vom Händler freundlicherweise geschenkt. Danke! Und ganz oben doch ein kleines Stückchen Stoff, das ich einfach aus Vernarrtheit gekauft habe. Diese Muster, und die Farben ... ich weiß auch nicht, aber ich kann nicht anders. ;-) Von Kopf bis Fuß einkleiden würde ich mich damit nicht, aber eine hübsche Kleinigkeit wird schon draus werden.

Das war's also für dieses Jahr. Und jetzt muss fleißig genäht werden - damit wieder Platz wird fürs nächste Mal. :-)

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Winterfein gemacht ... und RUMS

Heute gibt's mal wieder ein Bild direkt aus dem morgendlichen Alltag. Schnell noch geknipst, bevor Mann und Kinder das Haus verlassen. Was will man machen, heute ist RUMS-Tag, ich habe für mich genäht, und anders komme ich zu dieser Jahreszeit zu keinem Foto von mir bei Tageslicht. So ist das eben. :-)


Immerhin, schon geschminkt und gekämmt, also mit Kopf. :-) Das Kind musste unbedingt mit aufs Bild. Es hatte darauf bestanden, sich selbst zu frisieren. Und (nur falls sich jemand wundert) bei uns trinken 3jährige natürlich in der Regel nicht mehr aus Schnabelbechern. Aber wir hatten die Tage jüngeren Besuch, und seitdem ist der Becher auf einmal wieder totaaal interessant. ;-)

Aber jetzt zum eigentlichen Thema - dem Kleid. Genäht wurde es nach dem E-Book "Winterkleid Rebekka" von allerlieblichst. Ich stieß beim Stöbern zufällig darauf und der weite Kragen mit der hervorblitzenden Spitze hatte es mir sofort angetan. Also habe ich mir das E-Book gegönnt. Leider war ich von der Qualität etwas enttäuscht. Wenn zum Beispiel Ärmel im Bruch zugeschnitten werden sollen, bin ich sehr skeptisch. Das hatte ich schon einmal ausprobiert und für gar nicht gut befunden. Vielleicht sitzt das bei ganz dünnen Frauen einigermaßen? Bei mir saß es nicht, und deshalb habe ich es jetzt beim Kleid auch gar nicht erst probiert. Stattdessen habe ich Ärmel und Armausschnitte von "Autumn Mood" (Ottobre 5/2013) an den Kleiderschnitt gebastelt. Die Originalärmel sind am Saum etwas ausgestellt, aber erstens mag ich das sowieso nicht, weil es bei allen möglichen Haushaltsaktivitäten stört (die meistens auch an Feiertagen nicht ganz ausbleiben ;-) ), und zweitens hätte der Stoff sowieso nicht gereicht. Die Autumn Mood-Ärmel wurden also auf ganzer Länge beibehalten und so lang zugeschnitten, wie das Material erlaubte. Jetzt gehen sie geraaaade so als lange Ärmel durch.
Den Rocksaum habe ich leicht gerundet. Laut Schnitt bleibt er ganz gerade, aber dann wirkt er an den Seiten länger. Das wollte ich nicht.
So zurechtgebastelt gefällt mir das Kleid sehr gut und wird sicher öfter getragen werden. Ich hoffe, der Stoff hält das aus.
Vernäht wurde ein Interlock aus Polyester und Viskose, schon vor längerer Zeit bei einer Bastelbestellung bei buttinette mitgenommen, weil günstig im Sale und daher für Experimente geeignet. Das Material trägt sich angenehm und ist bisher schön weich und glatt. Ob es so bleibt, wird die Wäsche zeigen.
Dazu kam noch eine breite dehnbare Wäschespitze, für den Rocksaum einfach einmal in der Mitte geteilt.
Als zusätzliches winterliches Accessoire habe ich eine Blume aus ganz dicker, kuscheliger Wolle gehäkelt. Ob es dabei bleibt, bin ich noch nicht sicher. Sie ist daher flexibel als Anstecker gearbeitet.

Wo ich den Kleiderschnitt jetzt so schön für mich zurechtgemacht habe, wird es nicht bei einem bleiben. Ich hab schon Ideen für weitere Varianten ...

Und jetzt ab zu RUMS.