Samstag, 3. Dezember 2016

Weihnachtszeit ...

... da ist sie wieder. Und bevor morgen schon das zweite Lichtlein angezündet wird, will ich wenigstens meine fotografisch vorbereiteten Grüße zum 1. Advent noch auf den Weg schicken. :-)


Ich wünsche allen, die noch nicht aufgegeben haben hier vorbeizuschauen, eine schöne, besinnliche, gemütliche Weihnachtszeit! Genießt die angenehmen Adventsseiten - Kerzenschein, Glühwein, Plätzchen, Schokolade ... und was euch sonst dran Spaß macht. Und von den anstrengenden lasst euch nicht stressen. ;-)

Was einem an weihnachtlichen Aktivitäten so Spaß macht, ist ja nicht bei allen gleich. Mancher bäckt gern mit den Kindern. Ich gebe zu, so idyllisch das auch erscheinen mag, ich eigentlich nicht. :-p Ich tue es natürlich trotzdem, die Kinder (zumindest der weibliche Teil) lieben es schließlich. Aber das muss möglichst nach einer Backaktion erledigt sein. Tut mir leid, aber das stresst mich! Lieber produziere ich meine Plätzchen allein und konzentriert hintereinander weg. Weshalb wir bisher auch keine haben, haha, außer den von den Kindern fabrizierten. Allein sein müsste man mal wieder ... Hartnäckige Viren wussten das bisher effektiv zu verhindern.
Dafür bastle ich richtig gern und freue mich, wenn die Nachkommenschaft auch Freude dran hat. Dafür lassen sich auch wieder hauptsächlich die Mädels begeistern. Aber das reicht ja. Da die kürzlich ja ganztägig zu Hause weilen mussten, konnten wir das auch schön zelebrieren. Kind 2 wünschte, komplizierte dreidimensionale Sterne herzustellen. Also landete ein Bastelset im ersten Kalendertäschchen und ein halber Tag Bespaßung der kranken Kinder war schon mal gesichert. Kind 3 schaute einfach interessiert zu, während wir falteten und falteten und falteten und dabei goldene Finger bekamen.
Das Ergebnis ist halt ein Stern, der jetzt im Kinderzimmerfenster hängt. Den muss ich hier nicht zeigen. Das Zwischenstadium ist viel lustiger:


Mit einem halben Stern kann man auch schon schöne Sachen anstellen, zum Beispiel Sternenprinzessin sein.


So macht Kranksein doch fast schon ein bisschen Spaß (sofern die Phase mit dem richtig hohen Fieber vorbei ist). Nun hoffen wir, auch noch einen Teil der Adventszeit bei besserer Gesundheit genießen zu können.

Wir basteln jedenfalls weiter, es gibt noch viele schöne Sternmodelle, und Sternchenstoffe ... :-)
Machts euch gemütlich auf eure Art!

Sonntag, 9. Oktober 2016

Nicht nur Paris ist immer eine gute Idee

Jedenfalls, was Shirtdesigns angeht. Ansonsten kann ich das mangels Erfahrung nicht beurteilen, denn in Paris war ich noch nie. Aber darum geht es ja jetzt auch gar nicht. Ich möchte eigentlich einfach wieder ein paar Teile aus der Sommermädchengarderobe vorstellen.

Da wäre zum einen dieses Shirt, auf dem Paris durchaus eine Rolle spielt. Das große Mädchen ist in letzter Zeit ein großer Fan des Eiffelturms in jeder Form und Größe. Deswegen musste ich diesen digital bedruckten Jersey auch sofort mitnehmen, als er mir ins Auge fiel. Das ist genau der Stil, der dem Kind momentan gefällt. Oder zumindest einer aus einer ganzen Auswahl:


Eiffelturm und Rosenromantik auf einem Shirt, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe. Die Ärmel sind einfach angeschnitten und der Saum ist hinten etwas länger als vorn.


Das Rückenteil wird geteilt zugeschnitten, sodass man am Rückensaum einen kleinen Schlitz einarbeiten kann. Für die Rückseite habe ich einen einfarbigen Jersey gewählt. Paris rundum wäre mir etwas überladen vorgekommen.


Nur ein Detail aus dem Musterstoff fand noch seinen Platz unterhalb des Nackens. Wenn man genau hinschaut, erkennt man eine nostalgische Postkarte darin.


Aus der  Nähe kann man dann auch wirklich erkennen, dass der Eiffelturm das schlichte Shirt schmückt. Diese Kombination aus üppigem Stoffdesign und einfachem Schnitt gefällt mir gut am Kind.

Aber, wie gesagt, nicht nur Paris ...
Weil's so schön ist, haben wir das gleiche Shirt noch mal in einem ganz anderen Style. Da war doch noch ein Rest Graffiti-Stoff vom Geburtstagsshirt des Bruders. Den hatte die junge Dame schon lange für sich reklamiert. Für ein Shirtvorderteil reichte der auch genau. Also noch mal in ganz cool:


Die passende Hose dazu ist eine simple "Tulip" (Ottobre 3/12) aus feinem Sommersweat.


Die Front ziert ein hippes B-Girl. Gar so schwierige Moves hat unser Girl noch nicht drauf. Aber vielleicht bringt der manchmal breakende Onkel ihm die noch bei?


Einstweilen kann man sich ja schon mal bei dem Versuch, etwas Hopper-Coolness an den Tag zu legen, ganz gut amüsieren.


Damit ist wieder ein Teil der "Sommerschulden" im Blog abgegolten. :-) Vielleicht tut so ein Rückblick auf sonnigere Tage auch ganz gut, wenn der Blick aus dem Fenster so düster ist wie bei uns heute. Da war's doch plötzlich Herbst ...

Einen schönen Start in die Woche euch allen!

Freitag, 7. Oktober 2016

Lang ist's her ...

... nämlich 5 Jahre schon, dass unser Käferkind geboren wurde. Und der Geburtstag liegt auch schon einige Zeit zurück. Aber getreu dem guten Vorsatz, die Bloggerei nicht mehr so sträflich zu vernachlässigen, setze ich heute einfach mal chronologisch nach den Kleiderfotos vom letzten Post an. Und da tauchen halt die Bilder vom 5. Käfergeburtstag auf. Also bitte - Erinnerungen an einen strahlenden Frühsommertag, genau wie zur Geburt:


Der Geburtstagstisch am frühen Morgen, traditionell und auch dieses Jahr wieder gefordert - der Käferkuchen. Ganz nach Wunsch gab es einen Rosenstrauß und überhaupt ganz viel Rosa fürs Geburtstagskind. Das ist nun mal immer noch die absolute Lieblingsfarbe. Und wir wollen die Kinder ja dazu erziehen, ihren eigenen Weg zu gehen, und nicht dazu, Rosa zu lieben, weil alle Mädchen das tun, oder Rosa abzulehnen, weil die Eltern oder wer weiß wer es auf Biegen und Brechen vermeiden wollen, sie ins vorgefertigte weibliche Rollenbild zu pressen. Also um Himmels willen meinetwegen Rosa bis zum Abwinken, zumindest am Geburtstag. :-D Auch das Geburtstagskleid spielt da natürlich mit. Madame wollte sich eigentlich selbst ein Kleidermodell aus der Ottobre-Kollektion aussuchen, geriet aber dann nicht etwa bei jedem Kleid in Verzückung, sondern bei jeder Art von Kleidung - Hauptsache eben in der Zeitschrift in Rosa umgesetzt. Da ich noch einen reichlichen Vorrat an kleingemustertem rosa Jersey aus einem früheren Sterntalerverkauf hatte, fiel die Entscheidung leicht, so ein richtiges Prinzessinnenmodell zu zaubern, schnell, solange das Kind noch nicht cool ist! ;-) Der vorrätige Jersey allein sah mir allerdings zu "nachthemdig" aus. Also suchte ich eine Ewigkeit nach einem passenden auflockernden Kombistoff, den ich dann endlich in dem witzigen Prinzessinnenjersey fand. Der ist genau richtig, passt farblich (was am Original und aus der Nähe besser zu sehen ist) und verleiht dem sehr mädchenhaften Teil eine Portion Augenzwinkern. Der Schnitt wurde ganz nach dem Bild, das sich im Kopf schon vorgeformt hatte, aus verschiedenen Ottobre-Modellen zusammengebastelt.


Das Kleid kam gut an, aber es wurde noch besser. Hatte ich doch beim Kauf der Ballerinas - auch so ein unvermeidlicher Mädchenglücklichmacher - diesen scheußlich schönen Krönchenhaarreif entdeckt. Wenn schon, dann aber richtig ... :-) So kann man einen Tag als Geburtstagsprinzessin ganz ordentlich feiern.


Am Nachmittag fand sich natürlich eine ganze Partygesellschaft bei uns ein, dieses Jahr zum Glück im sonnigen Garten.


Die Tafelfreuden sind den Erfahrungen der letzten Jahre angepasst: Viel Kuchen essen die Kinder nicht. Der Käfer wurde verputzt, Obst und Gebäckstangen auch, und die Muffin-Etagere sah hübsch aus und wir hatten am nächsten Tag noch was zum Kaffee. :-)


Die Bespaßung der Gäste wurde auch eher einfach gehalten. Eierlaufen, ein Spiel, wo etwas gesucht wird, Seifenblasen, Sandkasten + Regenwasser,  Krönchenbasteln - Kinder froh, gut beschäftigt und dreckig - ein perfekter Geburtstag!

(Der kleine Prinz, der im Vordergrund so genervt guckt, ist übrigens keineswegs gezwungen worden, den ganzen Zirkus mitzumachen, auch wenn hier der Eindruck entstehen könnte! :-D )

Montag, 3. Oktober 2016

So ein Tag hat keine Taschen ...

Komische Überschrift, ich weiß. Ich erkläre das gleich. Ich saß gerade (seltenes Vorkommnis) mal am "großen" Schreibtischrechner um ein Schnittmuster auszudrucken und dachte mir, wo ich schon da bin, könnte ich mich doch endlich spontan dem Blog widmen. Lang genug war ich sozusagen weg. Dabei war das gar nicht beabsichtigt. So ein Tag hat eben nur, wie gesagt, einfach keine Taschen. Und das ist mein Problem, nämlich so:

Ihr kennt doch sicher alle den kleinen Maulwurf. Angefangen hat die ganze Geschichte um den vielgeliebten kleinen Kerl mit einem kleinen Filmchen darüber "Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam". Eigentlich thematisiert der Film auf kindgerechte Art die Herstellung von Kleidung aus Leinen. Aber er illustriert auch ganz gut, warum ich so lange nicht gebloggt habe, finde ich:
Am Anfang krabbelt der kleine Maulwurf fröhlich und hochmotiviert aus seinem Erdhügel auf der bunten Blumenwiese (so ähnlich wie ich morgens aus dem Bett, na gut, in meinem Fall meistens eher müde als fröhlich). Dabei schleppt er alles mit sich, was ihm wichtig und wertvoll ist: Spielsachen, Fundstücke ... Nur, oh weh, er kann einfach nicht alles auf einmal tragen, irgendein Lieblingsding fällt immer wieder runter und bleibt auf der Strecke. Kurz vor dem Verzweifeln fällt der Blick des Maulwurfs auf die Wäscheleine, an der eine blaue Latzhose flattert - mit gaaanz großen Taschen. Er beschließt sofort, dass genau so eine die Lösung seines Problems wäre und macht sich eifrig daran, sich dieses Traumteil zu beschaffen. Am Ende stopft er glücklich all seine Schätze in die Taschen und ist zufrieden.
Bei mir läuft das leider nicht so. Ich stehe auf, den Kopf voller Dinge die ich unbedingt erledigen müsste oder gern tun würde - Kinder-, Schul-, Kindergartenkram, Wäsche, Küche, Haushalt, Garten, Nähen, Bloggen, Einkaufen, Lesen, Basteln, Malen ... Irgendwie versuche ich alles mitzuschleppen, aber irgendeins fällt immer runter, oder auch mehreres. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass ich eher ein "Niedrigenergiemensch" bin. Ich staune immer wieder, welches Pensum manche schultern, die unglaublich viele Aktivitäten anscheinend mühelos unter einen Hut bringen. Ich kann das nicht. Die letzten Wochen und Monate waren ereignisreich, und zwischendurch brauch ich neben aller nötigen Umtriebigkeit einfach meine Ruhe. In letzter Zeit hieß das mal ganz viel Lesen.
Den Computer (erwähnte ich bereits, dass der Arbeitsplatz auch irgendwie gar nicht mehr bequem ist, seit der Mann ihn sich nach seinen Kriterien eingerichtet hat ;-) ), also, den hab ich aus Versehen fallen gelassen und für lange Zeit liegen gelassen. Es gab immer auch genug anderes zu tun. Das finde ich furchtbar schade, denn eigentlich macht mir die ganze Bloggerei doch Spaß. Ich will versuchen, mir den Computer irgendwie auf die Schulter zu hieven und ihn da zu balancieren, denn große Taschen krieg ich an die vorhandene Tageszeit eben nicht angenäht. (Und vielleicht gehen nach wochenlanger Krankheitswelle und Ferien ja auch mal alle Kinder wieder in Schule und Kindergarten, das würde schon helfen. ;-) )

Zu zeigen gibt's genug, denn das Nähen habe ich nicht fallengelassen. Und damit der Post nicht ganz langweilig bilderlos daherkommt, zeige ich passend zum Thema noch etwas, was Taschen hat - Teil der Sommergarderobe des großen Mädchens:


Das Kleidchen heißt Colourful Stripes (Ottobre 3/14), genäht habe ich Größe 128 aus Streifenjersey (Kaufhausrest) und einfarbigem Swafingjersey (Restevorrat). Die Fotos entstanden Anfang Juni, noch saß das Kleid sehr lässig, seitdem ist das Mädel gründlich in seine neuen Sommersachen reingewachsen.


Für ein bisschen Extra-Pfiff habe ich statt farblich passend Grau oder Rosa zu wählen, türkisfarbene Kamsnaps angebracht. Der himmelwärts gerichtete Blick unseres Models ist leicht durch die Tatsache erklärt, dass wir uns dort gerade im Hochseilgarten Moritzburg befinden und irgendwo da oben die ganze Klasse des großen Bruders herumklettert. :-)


Und wo wir schon mal dabei sind, zeigen wir noch das schicke Jeanscap. Zugegeben, es ist ganz schnöde gekauft. Eigentlich aus der Jungsabteilung, aber viel cooler als alles, was explizit für Mädchenköpfe angeboten wurde. Wir haben es mit einem Aufbügler und ein paar Hotfix-Steinchen damentauglich aufgepeppt.

So, das soll's für heute gewesen sein. Hoffentlich der erste von vielen folgenden Posts noch in diesem Jahr ... :-)

Donnerstag, 14. April 2016

Frühling lässt sein blaues Band ...


So verkündet es seit der Osterzeit unser Kranz an der Wohnungstür, und auch draußen siehts danach aus. Wenn dem so ist, müssen Computer und Nähmaschine hintenan stehen, denn dann muss ich raus. Der Garten verlangt nach seinem Recht. Zugegebenermaßen ist es auch nicht gerade so, dass man mich dazu zwingen müsste, drinnen drinnen sein zu lassen und zu tun, was nötig ist. Mir machts Spaß, mal richtig loszuschuften und zu sehen, wie der Garten ansehnlicher wird und Stück für Stück sozusagen mit Zukunftsgemüse gefüllt wird. Allerdings fällt man abends eben todmüde ins Bett, statt sich anderen Hobbys zu widmen. Heute nutze ich den düster-feuchten Vormittag mal für einen lange fälligen Blogpost. Doch bald kommt die Sonne raus, dann gehts wieder los - die Saatkartoffeln rufen ...

Noch finden die meisten Veränderungen unsichtbar statt. Zunächst mussten die Beete bereinigt werden. Geschnitten oder ausgegraben, was vom letzten Jahr übrig war, erstes Unkraut gejätet, umgegraben - wenn das erstmal gemacht ist, fällt es nicht mehr auf. So hat ein Garten schließlich auszusehen. Ungepflegte Wildnis würde da wohl mehr Aufmerksamkeit erregen. Aber ob man diese Art bezwecken will, besonders im Kleingartenverein ... ;-)

Außerdem habe ich mich intensiv mit den Kompostbehältern auseinandergesetzt, bzw. diese buchstäblich auseinandergesetzt. Ich brauchte reichlich halbverrotteten Kompost, der die Unterfüllung von 4 neu aufgestellten Hochbeeten ausmacht. Dazu musste auch fertiger Kompost gesiebt werden, um die vorhandenen Beete zu "pimpen". Das lässt sich machen, die Arme wissen abends, dass sie ordentlich geschaufelt haben.

Schließlich wurde auch schon einiges gesät, gesteckt und gepflanzt: Erdbeeren, Möhren, Zwiebeln, Schalotten, Radieschen, Spinat, Salat. Für einige andere Gemüsesorten warte ich noch auf wärmeres Wetter. Die kommen dann gleich als gekaufte Pflänzchen in die Erde. Zum Vorziehen fehlt mir leider der Platz, da bei uns jedes Zimmer nur ein Fenster hat.
Sogar ernten konnte ich schon. Letztes Wochenende gabs den ersten Rhabarberkuchen!

Jetzt noch was zum Gucken:


Ein paar Frühblüher musste ich unbedingt aus Töpfen pflanzen, denn davon habe ich zu wenig, wie ich jedes Frühjahr wieder feststelle. Ich hoffe, diesen Herbst endlich dazu zu kommen, reichlich Blumenzwiebeln einzubuddeln. Das ist bisher daran gescheitert, dass pünktlich zum passenden Zeitfenster die Kinderkrankheitsperiode beginnt. :-p


Das Tulpenbeet in der vorderen Mitte blüht jetzt das zweite Jahr und verhält sich anders als beim ersten Mal. Letztes Jahr gabs ein konzertiertes Farbenfeuerwerk Anfang Mai, zusammen mit dem Flieder. Jetzt kommt eine Sorte nach der anderen, während an Flieder überhaupt noch nicht zu denken ist. Tja, die Natur lässt sich eben nicht berechnen.


Die Beetstruktur hat sich im Wesentlichen etabliert. Mit dieser Einteilung bin ich zufrieden und passe nur noch hier und da etwas an. Mittlerweile bekomme ich sogar gelegentlich von Mitgärtnern Komplimente für die für einen Kleingarten etwas ungewöhnlichere kreative Aufteilung der Nutzfläche. Da schwillt das Herz dann doch ein bisschen stolz. Wo unserer lange der Chaosgarten war. ;-) Manches muss eben langsam wachsen, das gilt nicht nur für Pflanzen.

Im letzten Bild sieht man die neuen Hochbeete. Die befinden sich direkt vor der Hecke. Im Sommer wird es da doch ziemlich schattig und die Erträge auf ebenerdigen Beeten fallen etwas mickerig aus. Indem ich die Fläche etwas nach oben hole und den Pflanzen natürlich auch extragute Grundlage biete, hoffe ich auf bessere Erfolge. Die freien Ecken um die Hochbeete werden noch mit Funkien gefüllt. Die mögen Schatten und machens dann ein bisschen hübsch.

Die gusseiserne Wasserpumpe zwischen den Beeten habe ich auch erst dieses Frühjahr an diesen Ort geschleppt. Unsere Vorpächter hatten die über einem großen, in den Boden versenkten Wasserfass angebracht, so dass man plantschen konnte. Nette Idee, allerdings funktionierte das Ganze nicht mehr und war auch sehr ungünstig genau da platziert, wo wir Raum zum Sitzen brauchen, wenn Freunde und Familie kommen. Also darf das angerostete Teil jetzt den Garten schmücken und bald ein paar rankenden Blumen Halt bieten. Ich finds schön so. Gartendeko ist teuer, da muss man mit dem arbeiten, was da ist.

Und das mache ich dann auch gleich wieder - arbeiten. Heute sind Kartoffeln da. Und Mangoldsamen. Und noch genügend verunkrautete Ecken ...

Freitag, 18. März 2016

Käferkind mit Fotogen

Also, ich hoffe zumindest, dass Kind und Kleidung irgendwie ein Fotogen abbekommen haben. Denn der Anlass, dieses Outfit zu nähen, war wieder einmal der Besuch des Fotografen im Kindergarten. Wobei, eigentlich sind die Kinder ja immer hübsch. Nur die sogenannten Top-Fotoprofis haben in letzter Zeit Ergebnisse geliefert, bei deren Anblick ich mir sagen musste, so hätte ich es auch hingekriegt, möglicherweise besser, und das ohne Profi-Equipment. Nun ja, lassen wir uns überraschen ...

Einstweilen haben wir schon mal unsere frühmorgendlichen "Sicherungsfotos", - der Beweis, dass das Outfit rundum hübsch war, bevor es mit den Herausforderungen des Kindergartentages konfrontiert wurde. ;-)


Puuuh, ich bin ja froh, dass die junge Dame die neuen Sachen so freudig trägt. Noch am Vortag sah es nicht danach aus. Um das Kind für den Heimweg vom Kindergarten zu motivieren, erzählte ich ihm, dass ich ein neues Kleid genäht hätte, das es dann gleich anprobieren könnte. Auf die Frage, wie es denn aussähe, erzählte ich (böser Fehler), es wäre aus rotem Cord. Und schon gings los: "Cord? Ist das der Stoff mit diesen Streifen? Den maaag ich niiicht ..." Und noch einiges mehr war auszusetzen am vermeintlichen Aussehen des Kleides. An den Käferstoff, der fürs Shirt vorgesehen war, konnte das Fräulein sich auch nicht mehr erinnern, und überhaupt wäre das bestimmt alles doof. :-p Durch die Aussicht, die Kleiderknöpfe mit aussuchen zu dürfen, ließ sich das Mädel dann doch erstmal etwas besänftigen und so halb überzeugen, dass das Kleid mit diesen Streifen vielleicht am Ende doch nicht völlig blöd werden würde.


Als Tochterkind den Käferstoff daliegen sah, zog ein Strahlen übers Gesicht und es nickte nachdrücklich, "Ja, den!" Das Kleid als Beigabe konnte man dann schon mal gnädigerweise anprobieren. Und siehe da, es war ja doch toll, so richtig toll! Den Ausschlag gab "die Spitze in der Mitte", in Näherinnenfachchinesisch "Kellerfalte" genannt. Immer wieder interessant, mit welch einfachen und unerwarteten Dingen man ein Kind glücklich machen kann. Die "komischen Streifen" wurden jedenfalls seitdem nicht wieder erwähnt. Die Knopfwahl der Dame führte, wie man sieht, zu einem kleinen Käferoverkill, denn zum Käfershirt mussten es auch noch die Marini-Knöpfe sein. Was solls, wenns schön macht ... Auf das Stückchen Käferwebband am Saum kams dann auch nicht mehr an.


Da ist das freche Käferkind, komplett ausgestattet und brav bezopft. Damit zumindest der erste Eindruck stimmt. ;-) Mit der klassischen Mädchenfrisur bekommt man die wilden Wellen für eine Weile ganz gut gebändigt. Außerdem gibt das Ganze so einen süßen Retrolook, der mir ziemlich gut gefällt. Noch ist der Nachwuchs zumindest in vielen Fällen für Mutters Geschmack zu haben, das muss man ausnutzen. :-D


Die technischen Details:
Shirt: Mr Bear (Ottobre 6/13) Weite 98, Länge 104, Käferjersey ein Mitbringsel vom vorletzten Urlaub (Nellirabelli)
Kleid: Oona (Farbenmix) 98/104, Volant am Saum weggelassen, dafür das Kleid entsprechend verlängert. Schnittmuster unter den Armausschnitten geteilt und ins vordere Rockteil Kellerfalte eingefügt. Roter Feincord - keine Ahnung mehr, geheime Langzeitvorräte für schlechte Zeiten. :-)

Insgesamt ein klarer Fall für die Meitlisache.

Mittwoch, 16. März 2016

MMM mit Marly

Geschafft - ein neues Kleid kann zum MMM präsentiert werden. Und das bei Tageslicht! Gestern fand sich praktischerweise ein Schwesterherz zu einem spontanen Foto bereit. Aber es bleibt die alte Frage: Was mache ich dabei bloß mit diesen Händen, die immer so unmotiviert rumhängen, wenn sie nichts zu tun haben?


Na ja, eigentlich auch egal, hängen sie halt rum. Es geht ja schließlich ums Kleid. :-)




Dieses ist, jedenfalls grundlegend, eine Marly von Schnittquelle. Der Schnitt stellt eigentlich ein Kassak dar. Aber das hat ja, was mich angeht, nicht viel zu sagen. 3 cm Verlängerung, und schon ist es ein angemessen langes Kleid. Länger wärs auch nicht gegangen, denn genau das und keinen Zentimeter mehr gab der Stoffrest her, den ich bei Stoff Fischer aus dem Restekorb gezogen hatte. 90 cm auf 1,45 m Breite waren es und dafür kein Schnäppchen. Aber ich hatte mich eben sofort in den Stoff verliebt - angenehm im Griff (Das Schildchen weist es als Mischung aus PE, V, BW, EL aus.) und schlicht mit einem gewissen Etwas. Eben das, was ich mag. So sieht das aus der Nähe aus:


Grau mit winzigen Einsprengseln in vielen bunten Farben. Das heißt, was immer man daraus macht, passt wirklich zu allem. Ein echtes Brot-und-Butter-Teil. Mir schwebte nach dem Kauf sofort ein schlichtes ärmelloses Kleid mit Teilung unter der Brust vor. Dank Frau Frauenoberbekleidung konnte ich die Marly live testen und für gut befinden. Beim Nähen mit meinem etwas stabileren Material wurden dann noch ein paar Änderungen fällig. Den Brustabnäher musste ich um 1cm vertiefen und auch am vorderen Unterteil kleine Abnäher einfügen. Außerdem mussten für ein ärmelloses Kleidungsstück natürlich die Armlöcher vertieft werden. Arm- und Halsausschnitte habe ich mit innenliegenden Bändern eingefasst. Wenn ich den Schnitt wieder nähe, werde ich alle Abnäher noch ein wenig zur Mitte hin versetzen. Damit könnte der Sitz perfektioniert werden. Aber auch so, wie das Kleid jetzt ist, ist es prima. Der Stoff ist ein Alltagsheld. Das Teil kann tagelang getragen werden, ohne dass es mehr als minimale Sitzfalten und -beulen bildet. Die schlichte Marly kann man schick oder alltäglich stylen und ohne oder mit Kurz- oder Langarmshirt drunter tragen, dazu beliebig Strickjacken drüberschichten, und mit einer schmalen Hose kombiniert würde es wahrscheinlich auch gehen.
Momentan mag ich es mit Langarmshirts, hier ein selbst genähtes, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe.

Fertig, ab damit zum MMM. Mal sehen, was es dort heute bei den anderen Damen zu entdecken gibt.