Beim MeMadeMittwoch bin ich ja nun schon ein Weilchen hier und da dabei, wenns passt. Allerdings habe ich es leider noch nie zum Weihnachtskleid-Sew Along geschafft, obwohl ich eigentlich immer gern dabei gewesen wäre und mir auch meistens für Weihnachten ein neues Kleid genäht habe. Aber, wie es bei mir so ist, immer auf den letzten Drücker.
In diesem Jahr soll das nun endlich mal anders sein. Ich habe seit Längerem ein Kleid im Auge, das ich mir gern nähen würde. Stoff und Reißverschluss liegen schon seit dem Herbststoffmarkt bereit. Beste Voraussetzungen also, und trotzdem habe ich es geschafft, den Einstieg ins WKSA zu verpennen. Nun ja ...
Ich hoffe, dass ich zum heutigen zweiten Termin noch einsteigen kann. Immerhin steht ja schon einiges an Vorplanung und ich muss nur noch den Schnitt kopieren und anfangen. :-) Das habe ich mir für diese Woche fest vorgenommen.
Jetzt zu den harten Fakten:
Genäht werden soll dieses Kleid aus Burda Style 10/2018 (S.46):
Es handelt sich um Modell 113. Mir gefällt die schlichte Etuiform mit den Falten an Rock und Ausschnitt als raffiniertes Detail. 3/4-Ärmel mag ich ebenfalls. Diese neckische Schleife an der Taille werde ich wohl eher weglassen. Empfohlen wird für das elegante und laut Zeitschrift büroalltagstaugliche Kleid ein Jersey mit etwas Stand.
Ich habe eine Alternative gefunden, die mir optisch sehr gut gefällt und die hoffentlich technisch genauso gut funktionieren wird:
Der Stoff meiner Wahl ist kein Jersey, sondern ein elastischer gewebter Jacquard. Er dehnt sich nur in Querrichtung, was, wie ich hoffe, kein Problem sein wird. Längsdehnung ist meiner Meinung nach für den Schnitt nicht erforderlich. Da er sowieso mit Reißverschluss und Gehschlitz gearbeitet wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo eng wird, doch eher gering. Zur Sicherheit werde ich wohl erstmal großzügige Nahtzugaben als Reserve vorsehen und schauen, wie das Ganze sitzt.
Farblich habe ich nach reichlich Rumprobiererei mit verschiedenen Kameraeinstellungen ein Bild hinbekommen, das zumindest auf meinem momentan genutzten Monitor der Realität ziemlich nah kommt. Was natürlich keinerlei Garantie dafür ist, dass das auf anderen Bildschirmen ebenfalls zutrifft. :-) Vorsichtshalber also noch in Worten: Das Muster ist in Schwarz und Dunkelblau mit einem Stich ins Violette gehalten. Was die Mustergröße angeht, dürfte sie sich wohl in ähnlichen Dimensionen bewegen, wie auf dem Burda-Modell.
Und jetzt - muss ich, wie gesagt, NUR noch anfangen. Ich hab die Zeitschrift schon mal startklar ins Wohnzimmer zu den Nähutensilien gelegt. Immer Schritt für Schritt ... ;-)
Selbstverständlich landen meine bescheidenen Anfänge nun flott auf dem MMM-Blog, wo ich gleich noch neugierig die Fortschritte der anderen Teilnehmerinnen beäugen werde. Und ein herzlicher Dank geht an die Organisatorinnen, die die schöne Tradition des WKSA auch dieses Jahr wieder hochhalten!
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Sonntag, 2. Dezember 2018
Mittwoch, 7. November 2018
November-MMM mit Juni-Jacke
Geschafft, ich bin noch drin im heutigen MMM. Während der letzten Tage habe ich mich aufgerafft und ein seit Juni unvollendetes Teil endlich zum tragbaren Kleidungsstück umgewandelt. Eine leichte Jacke sollte es werden, so zum Überwerfen, wenn es warm, aber vielleicht ein bisschen windig ist, man also nichts braucht, was einen so richtig wärmen würde. Nicht zu eng sollte sie sein, eher schlicht und relativ hoch geschlossen, damit sie auch über einem weiter ausgeschnittenen Sommershirt ein bisschen schützt.Ursprünglich hatte ich dafür Sommersweat kaufen wollen. Dann fiel mir aber ein interessanterer Stoff in die Hände - außen Strick, innen eine glatte Jerseyschicht und trotz der zwei Lagen schön baumwollig leicht. Mal was anderes, kam also mit.
Stand noch die Frage, nach welchem Schnittmuster ich nähen würde. Das, was ich mir vorgestellt hatte, war nirgendwo zu finden. Also wurde gebastelt. Ich brauche als Grundlage immer ein Stückchen Oberteil mit Ärmeln, denn Armausschnitte und Armkugeln passend hinzubekommen, traue ich mir nicht zu.
Letztendlich diente ein Ottobrekleid mit eher weiten Ärmeln und Schultern als Jackenbasis. Den Rest habe ich dann dazuexperimentiert, indem ich es mit verschiedenen Schnittmustern verglichen habe, die die gewünschten Eigenschaften hatten. Bei solchen Experimenten passt natürlich nicht alles auf Anhieb. War zu erwarten, hatte aber leider erstmal die Ufoisierung der designierten Jacke zur Folge. Eigentlich hatte ich sie nach Barcelona mitnehmen wollen. Als im ganzen Pack- und Organisationsstress dann aber die Brustabnäher nicht sitzen wollten, gab ich zähneknirschend auf. Und wie es so ist in solchen Fällen, kann es dauern, bis man sich aufraffen kann, das Problem anzugehen und auszutüfteln.
Als uns letztes Wochenende unerwartet ein kinderfreier Tag zu Hause zufiel, war mir tatsächlich so ein bisschen langweilig und bekam spontan Lust, mich mit dem widerspenstigen Kleidungsstück herumzuschlagen. Die Abnäher wurden verlegt. Dann musste ich mir noch eine Knopfleiste dazu konstruieren, weil ich im Stress auch noch vergessen hatte, genug Stoff für einen Untertritt an die Vorderteile zu geben. Weil ich dann unbedingt wollte, dass diese extra Knopfleiste von Halsausschnitt bis Saum durchgängig ist und auf der Rückseite trotzdem alles schön sauber aussieht, musste ich das auch noch nach der Learning by doing- Methode ausklamüsern. Unglaublich, welche Energien man entwickelt, wenn man ungeplant Ruhe hat. :-D
Damit die Jacke nicht ganz langweilig daherkommt, bekam sie noch zwei Taschen und ein paar Lederdetails mit Ösen verpasst. Geschlossen wird sie mit Druckknöpfen, die ich von Hand angenäht habe. Die Strickstruktur wäre für Knopflöcher nicht geeignet gewesen. Und mir gefällt es auch, dass die Knöpfe nicht zu sehen sind.
Insgesamt bin ich durchaus zufrieden mit dem Produkt der Bastelei, wenn auch der kleine Perfektionist im Kopf am Ende doch wieder hier und da einiges zu bemängeln hat. Ein bisschen weniger weit hätte es dann doch noch sein können. Aber da momentan ja eher oversized modern ist, macht das wohl nichts. Das ist eben einfach eine moderate Version, die an mir nicht ganz so blöd aussieht, wie die Extremvariante. :-)
Dass es keine Junijacke geworden ist, macht fast gar nichts. Ich kann sie im Herbst und Winter genauso gut tragen. Mir sind nämlich Jäckchen für den Zwiebellook viel lieber als Pullover. Ich kann also jederzeit jede Menge davon gebrauchen. Also auf in den November mit dem neuen Stück. Und jetzt erstmal ab zum MMM, wieder liebevoll präsentiert und organisiert, und jedesmal so interessant und inspirierend. Danke!
Mittwoch, 6. Juni 2018
Mediterraner MMM
Wenn ich auch momentan nicht besonders diszipliniert blogge, zum MMM muss angetreten werden. Umso mehr, da er sich ja mit seinem monatlichen Erscheinen relativ rar macht. Was verständlich ist, und auch gar nicht soo schlecht. Dachte man früher eher "Och, nächste Woche ist auch noch ein Mittwoch ...", ist man neuerdings doch eher bestrebt, die eine Gelegenheit jeden Monat mitzunehmen. Das tue ich nun hiermit ganz brav. :-)
Die Überschrift verspricht, dass es mediterran wird. Und das halte ich auch. Es gibt Palmen und Mittelmeer statt der immer gleichen Hof-, Straßen- und Garagentoransichten (von der Wohnzimmertür ganz zu schweigen ;-) ). Dafür präsentiere ich statt eines kompletten Me-made-Outfits zwei mit jeweils einem Kaufteil. Ich habe meine Tagesgarderobe auf unserem Kurztrip zu zweit nach Barcelona leider nicht ganz nach MMM-Kriterien zusammengestellt. Ich hoffe, die Bilder mit Aussicht können das wettmachen. ;-)
Gehen wir von oben nach unten und fangen mit einem Shirt an:
Frau Marlene, die mich mit der hübschen Ausschnittlösung mit Schultereinsätzen gelockt hat. Ich mag so einfache Teile mit gewissen Besonderheiten. Für den kleinen Akzent an der Schulter kann man zum Beispiel prima noch winzige Schnipsel von gemusterten Lieblingsjerseys verwenden, die man nicht übers Herz gebracht hat wegzuwerfen. Hier fallen die Einsätze zum Hauptstoff mit unregelmäßigen Streifen dagegen schlicht einfarbig aus.
Ich konnte es natürlich nicht lassen und habe wieder etwas am Schnitt gebastelt, sowohl aus figürlichen als auch aus sonstigen Perfektionsgründen. Nachdem ich ein (einigermaßen tragbares) Probeteil genäht und eine Weile getragen hatte, musste ich feststellen, dass dieser Schnitt an mir nicht ohne ein FBA auskommt. Wenn die Oberweite nicht genügend Platz bekommt, rutscht der schöne Ausschnitt immer wieder ganz komisch zusammen. Also habe ich nach dieser Anleitung Brustabnäher eingefügt und nach diesem Tutorial den Rest angepasst.
So passt es jetzt ganz gut. Ich glaube, bei meinen Differenzen zwischen Oberbrustweite, Oberweite, Unterbrustweite, Taille und Hüfte wird man ein Shirt, bei dem sich die Abnäherei in Grenzen halten soll, nie 100% perfekt hinbekommen. Da muss das Bestmögliche reichen, die Bequemlichkeit ist ein paar Passformabstriche wert.
Außerdem habe ich noch die Verarbeitung des Ausschnitts verändert. Laut Anleitung wird die Kante nur mit der Overlock versäubert und dann nach innen geklappt festgenäht. Mir sah das an allen Beispielen, die ich gefunden habe, etwas zu labberig aus. Deswegen habe ich Belege dazu gebastelt. So sieht der Ausschnitt fein professionell und sauber aus.
Als nächstes ist der Rock dran. Ich hatte ja schon bei der Präsentation meines Tea Dress' erwähnt, dass ich den Rock nach dem gleichen Schnitt gern hätte. Für die Reisegarderobe habe ich mir den dann auch recht flott genäht. Entgegen meinen sonstigen Vorlieben habe ich einen recht polyesterlastigen Stoff verarbeitet (PE, V, EL). Dafür bietet er genau das, was ich damit erreichen wollte, nämlich, dass ich ihn in den Koffer legen kann, ohne am Ziel der Reise ein hoffnungslos zerstampftes Kleidungsstück hervorzuziehen. Trotz viel Synthetik trägt der Stoff sich angenehm und krabbelt auch entgegen allen Befürchtungen gar nicht an der Strumpfhose nach oben. Ich habe den Rock seit seiner Entstehung nun schon mehrfach getragen und auch gewaschen, was er bisher ausgezeichnet wegsteckt. Das Nähen hat sich wohl gelohnt.
Ich musste den Rock etwas mehr anpassen als das Kleid. Bei diesem hängt der Rock ja praktischerweise am Oberteil und es fällt nicht auf, wenn das Ganze an der Taille etwas lockerer sitzt. Beim Rock ist das anders und er musste etwas enger gemacht werden. Auf Hüfte sah so gar nicht gut aus bei diesem Schnitt. :-)
Hm, etwas derangiert wirkts dank Handtasche und starkem Wind. Im Spiegel wars irgendwie besser. Aber man erkennt die Grundidee. :-) Das zum Rock kombinierte Kaufshirt hat mir auch wegen seines Ausschnitts gefallen - eine extra eingesetzte Blende zum Raglanschnitt. Die etwas längeren Ärmel sind ebenfalls interessant. Das kann man sicher bei Bedarf nachbasteln. Ein bisschen basteln musste ich natürlich auch an der Länge des fertigen Shirts. Figurnah bis Mitte Oberschenkel sieht jetzt nicht sooo prickelnd aus ... ;-) Aber zum schwingenden Rock muss der Saum sowieso im Bund verschwinden.
Apropos Saum ... Ich glaube, den handgenähten Rocksaum habe ich etwas zu fest angezogen. Na ja, wenn ich mal Lust hab, mach ich ihn neu ... vielleicht ... oder er ruckelt sich selber noch zurecht? Guckt da jemand so genau hin? ;-)
Hier jedenfalls nicht. Die Fotos entstanden direkt an der Sagrada Familia, und da haben alle wirklich anderes im Sinn als fremder Damen mangelhafte Rocksäume in Augenschein zu nehmen. :-D
Zum Abschluss noch einmal Rockoutfit mit Aussicht, wie versprochen: vom Parc Güell aus über ganz Barcelona, natürlich mit Sagrada Familia, bis hin zum Mittelmeer. Schön, oder?
So, nun schicke ich meine mediterranen Ansichten schnell zum MMM und bin gespannt, welche selbstgemachten Lieblingsstücke die anderen Damen dort präsentieren.
Die Überschrift verspricht, dass es mediterran wird. Und das halte ich auch. Es gibt Palmen und Mittelmeer statt der immer gleichen Hof-, Straßen- und Garagentoransichten (von der Wohnzimmertür ganz zu schweigen ;-) ). Dafür präsentiere ich statt eines kompletten Me-made-Outfits zwei mit jeweils einem Kaufteil. Ich habe meine Tagesgarderobe auf unserem Kurztrip zu zweit nach Barcelona leider nicht ganz nach MMM-Kriterien zusammengestellt. Ich hoffe, die Bilder mit Aussicht können das wettmachen. ;-)
Gehen wir von oben nach unten und fangen mit einem Shirt an:
Frau Marlene, die mich mit der hübschen Ausschnittlösung mit Schultereinsätzen gelockt hat. Ich mag so einfache Teile mit gewissen Besonderheiten. Für den kleinen Akzent an der Schulter kann man zum Beispiel prima noch winzige Schnipsel von gemusterten Lieblingsjerseys verwenden, die man nicht übers Herz gebracht hat wegzuwerfen. Hier fallen die Einsätze zum Hauptstoff mit unregelmäßigen Streifen dagegen schlicht einfarbig aus.
Ich konnte es natürlich nicht lassen und habe wieder etwas am Schnitt gebastelt, sowohl aus figürlichen als auch aus sonstigen Perfektionsgründen. Nachdem ich ein (einigermaßen tragbares) Probeteil genäht und eine Weile getragen hatte, musste ich feststellen, dass dieser Schnitt an mir nicht ohne ein FBA auskommt. Wenn die Oberweite nicht genügend Platz bekommt, rutscht der schöne Ausschnitt immer wieder ganz komisch zusammen. Also habe ich nach dieser Anleitung Brustabnäher eingefügt und nach diesem Tutorial den Rest angepasst.
So passt es jetzt ganz gut. Ich glaube, bei meinen Differenzen zwischen Oberbrustweite, Oberweite, Unterbrustweite, Taille und Hüfte wird man ein Shirt, bei dem sich die Abnäherei in Grenzen halten soll, nie 100% perfekt hinbekommen. Da muss das Bestmögliche reichen, die Bequemlichkeit ist ein paar Passformabstriche wert.
Außerdem habe ich noch die Verarbeitung des Ausschnitts verändert. Laut Anleitung wird die Kante nur mit der Overlock versäubert und dann nach innen geklappt festgenäht. Mir sah das an allen Beispielen, die ich gefunden habe, etwas zu labberig aus. Deswegen habe ich Belege dazu gebastelt. So sieht der Ausschnitt fein professionell und sauber aus.
Als nächstes ist der Rock dran. Ich hatte ja schon bei der Präsentation meines Tea Dress' erwähnt, dass ich den Rock nach dem gleichen Schnitt gern hätte. Für die Reisegarderobe habe ich mir den dann auch recht flott genäht. Entgegen meinen sonstigen Vorlieben habe ich einen recht polyesterlastigen Stoff verarbeitet (PE, V, EL). Dafür bietet er genau das, was ich damit erreichen wollte, nämlich, dass ich ihn in den Koffer legen kann, ohne am Ziel der Reise ein hoffnungslos zerstampftes Kleidungsstück hervorzuziehen. Trotz viel Synthetik trägt der Stoff sich angenehm und krabbelt auch entgegen allen Befürchtungen gar nicht an der Strumpfhose nach oben. Ich habe den Rock seit seiner Entstehung nun schon mehrfach getragen und auch gewaschen, was er bisher ausgezeichnet wegsteckt. Das Nähen hat sich wohl gelohnt.
Ich musste den Rock etwas mehr anpassen als das Kleid. Bei diesem hängt der Rock ja praktischerweise am Oberteil und es fällt nicht auf, wenn das Ganze an der Taille etwas lockerer sitzt. Beim Rock ist das anders und er musste etwas enger gemacht werden. Auf Hüfte sah so gar nicht gut aus bei diesem Schnitt. :-)
Hm, etwas derangiert wirkts dank Handtasche und starkem Wind. Im Spiegel wars irgendwie besser. Aber man erkennt die Grundidee. :-) Das zum Rock kombinierte Kaufshirt hat mir auch wegen seines Ausschnitts gefallen - eine extra eingesetzte Blende zum Raglanschnitt. Die etwas längeren Ärmel sind ebenfalls interessant. Das kann man sicher bei Bedarf nachbasteln. Ein bisschen basteln musste ich natürlich auch an der Länge des fertigen Shirts. Figurnah bis Mitte Oberschenkel sieht jetzt nicht sooo prickelnd aus ... ;-) Aber zum schwingenden Rock muss der Saum sowieso im Bund verschwinden.
Apropos Saum ... Ich glaube, den handgenähten Rocksaum habe ich etwas zu fest angezogen. Na ja, wenn ich mal Lust hab, mach ich ihn neu ... vielleicht ... oder er ruckelt sich selber noch zurecht? Guckt da jemand so genau hin? ;-)
Hier jedenfalls nicht. Die Fotos entstanden direkt an der Sagrada Familia, und da haben alle wirklich anderes im Sinn als fremder Damen mangelhafte Rocksäume in Augenschein zu nehmen. :-D
Zum Abschluss noch einmal Rockoutfit mit Aussicht, wie versprochen: vom Parc Güell aus über ganz Barcelona, natürlich mit Sagrada Familia, bis hin zum Mittelmeer. Schön, oder?
So, nun schicke ich meine mediterranen Ansichten schnell zum MMM und bin gespannt, welche selbstgemachten Lieblingsstücke die anderen Damen dort präsentieren.
Mittwoch, 2. Mai 2018
MMM im Retrodress
Endlich wieder MMM und endlich frische Fotos von mir. Wobei, frisch ist relativ - Frisur zusammengerutscht, Make-up verblasst ... Macht nix, dafür bin ich dank Sonnenbrille, die eben gerade auf der Nase saß, als die Gelegenheit günstig war, relativ inkognito. :-) Zumindest das Kleid, das heute präsentiert werden soll, ist ausreichend zu erkennen:
Ich habe mir das "Tea Dress" aus burda style 2/2014 genäht. Hauptsächlich wegen dieses Kleides hatte ich die Ausgabe gekauft, so wurde es auch langsam Zeit. Da ich keine größeren Summen für ein noch ungetestetes Kleid ausgeben wollte, habe ich zunächst in den Vorräten gekramt. Da fand sich eine dunkelblaue Baumwollwebware mit einem stilisierten Blümchen-und-Kleeblattmuster. Unsere Urlaubsgastgeberin an der schönen Ostsee hatte mir den Stoff geschenkt, eigentlich mit dem Gedanken an die jungen Damen. Da davon aber mehr als ausreichende Mengen vorhanden waren und mir das Muster nicht allzu kindlich erschien, landete kurzerhand dieser Stoff fürs Tea Dress auf dem Zuschneidetisch. Ich finde, das ergibt mit Gürtel und den passenden Pünktchenohrringen einen Retrolook, mit dem ich mich durchaus identifizieren kann. Erinnert mich an Fotos meiner Großmutter in jüngeren Jahren, und nicht auf negative Art.
Der Schnitt weist ein paar nicht auf den ersten Blick erkennbare Raffinessen auf. Die Ärmel werden in zwei Teilen zugeschnitten und haben fast Raglanform, aber eben nicht ganz. Eine kleine Schulternaht bleibt. Wegen dieser Form ist wohl auch die mir wohlbekannte Falte über der Brust mal wieder unvermeidlich, obwohl das Ganze durch dreiteiliges Vorderteil und Brustabnäher auch bei größerer Oberweite eigentlich gut sitzt. Wäre es im Ärmelbereich enger, müsste man dann aber wohl mit an die Seite gepressten Armen stehen bleiben. Ist ja auch keine Lösung. Und wie so oft stört die Falte eigentlich nur, wenn man sie auf den Bildern sieht.
Auch das Rockteil wird aus mehreren Teilen zugeschnitten, wobei das mittlere Vorderteil raffiniert gefaltet wird und mit den Seitenteilen zusammen über dem Bauch liegende Taschenbeutel ergibt. Ich glaube, an der Stelle habe ich irgendwas nicht kapiert und wohl eine Naht weggelassen. Ich kann da einfach nur durchgreifen. Alles, was in diese Tasche käme, würde umgehen wieder herausfallen. Allerdings frage ich mich ernstlich, welche Frau freiwillig was auch immer direkt über ihrem Bauch deponieren würde ... ich bestimmt nicht. Deswegen stört mich der eventuelle Fehler überhaupt nicht. Und trotz der funktionellen Sinnlosigkeit der Schnittführung finde ich sie unter dem rein ästhetischen Gesichtspunkt richtig toll. Die tiefen Falten rechts und links der Mitte geben dem Rock angenehme Weite, ohne aufzutragen, und strecken auch noch schön. Das gefällt mir so gut, dass ich plane, mir auch den in der Zeitschrift gezeigten Rock aus den gleichen Schnittteilen noch zu nähen.
Insgesamt beweist das Kleid mal wieder: Ich bin eine burda-Frau. Außer der Rocklänge und dezentem Ausreizen der Nahtzugabe an den prominenteren Körperstellen ;-) habe ich nichts geändert und - passt.
Jetzt ab damit zum MMM. Mal schauen, in welchen Eigenkreationen die anderen Nähdamen heute durch den Frühling schweben.
Ich habe mir das "Tea Dress" aus burda style 2/2014 genäht. Hauptsächlich wegen dieses Kleides hatte ich die Ausgabe gekauft, so wurde es auch langsam Zeit. Da ich keine größeren Summen für ein noch ungetestetes Kleid ausgeben wollte, habe ich zunächst in den Vorräten gekramt. Da fand sich eine dunkelblaue Baumwollwebware mit einem stilisierten Blümchen-und-Kleeblattmuster. Unsere Urlaubsgastgeberin an der schönen Ostsee hatte mir den Stoff geschenkt, eigentlich mit dem Gedanken an die jungen Damen. Da davon aber mehr als ausreichende Mengen vorhanden waren und mir das Muster nicht allzu kindlich erschien, landete kurzerhand dieser Stoff fürs Tea Dress auf dem Zuschneidetisch. Ich finde, das ergibt mit Gürtel und den passenden Pünktchenohrringen einen Retrolook, mit dem ich mich durchaus identifizieren kann. Erinnert mich an Fotos meiner Großmutter in jüngeren Jahren, und nicht auf negative Art.
Der Schnitt weist ein paar nicht auf den ersten Blick erkennbare Raffinessen auf. Die Ärmel werden in zwei Teilen zugeschnitten und haben fast Raglanform, aber eben nicht ganz. Eine kleine Schulternaht bleibt. Wegen dieser Form ist wohl auch die mir wohlbekannte Falte über der Brust mal wieder unvermeidlich, obwohl das Ganze durch dreiteiliges Vorderteil und Brustabnäher auch bei größerer Oberweite eigentlich gut sitzt. Wäre es im Ärmelbereich enger, müsste man dann aber wohl mit an die Seite gepressten Armen stehen bleiben. Ist ja auch keine Lösung. Und wie so oft stört die Falte eigentlich nur, wenn man sie auf den Bildern sieht.
Auch das Rockteil wird aus mehreren Teilen zugeschnitten, wobei das mittlere Vorderteil raffiniert gefaltet wird und mit den Seitenteilen zusammen über dem Bauch liegende Taschenbeutel ergibt. Ich glaube, an der Stelle habe ich irgendwas nicht kapiert und wohl eine Naht weggelassen. Ich kann da einfach nur durchgreifen. Alles, was in diese Tasche käme, würde umgehen wieder herausfallen. Allerdings frage ich mich ernstlich, welche Frau freiwillig was auch immer direkt über ihrem Bauch deponieren würde ... ich bestimmt nicht. Deswegen stört mich der eventuelle Fehler überhaupt nicht. Und trotz der funktionellen Sinnlosigkeit der Schnittführung finde ich sie unter dem rein ästhetischen Gesichtspunkt richtig toll. Die tiefen Falten rechts und links der Mitte geben dem Rock angenehme Weite, ohne aufzutragen, und strecken auch noch schön. Das gefällt mir so gut, dass ich plane, mir auch den in der Zeitschrift gezeigten Rock aus den gleichen Schnittteilen noch zu nähen.
Insgesamt beweist das Kleid mal wieder: Ich bin eine burda-Frau. Außer der Rocklänge und dezentem Ausreizen der Nahtzugabe an den prominenteren Körperstellen ;-) habe ich nichts geändert und - passt.
Jetzt ab damit zum MMM. Mal schauen, in welchen Eigenkreationen die anderen Nähdamen heute durch den Frühling schweben.
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Glitzer soll ja helfen ... MMM
Man sagt heutzutage, ein bisschen Glitzer würde so einiges gegen die Widrigkeiten des Lebens tun, insbesondere in Verbindung mit Einhörnern. Ich hoffe ja sehr, dass man letztere nicht wirklich braucht. Das wär mir dann doch zu blöd. Aber so ein bisschen Glitzer ... warum nicht?
Ich durfte vor einigen Wochen ein Designbeispiel fürs Schaufenster im Landfee-Lädchen in Pirna nähen. Die Stoffauswahl lief per Foto - jede der auserwählten Näherinnen warf für die Stoffe, die sie interessierten, ihre Ideen in die Runde. Eine bekam dann jeweils den Zuschlag. So landete bei mir ein silbern glitzernder French Terry in einem hübschen Jeansblau und musste eine Jacke für mich werden. Das war durchaus eine Herausforderung, aber das mag ich ja gerade an solchen Probenähereien - Stoffe zu vernähen, die ich sonst vielleicht nicht ausgesucht hätte, zu Sachen, die ich bei näherer Betrachtung daraus wahrscheinlich nicht gemacht hätte. Passen muss es am Ende natürlich trotzdem - zu mir und an mich. :-)
Der French Terry (den ich bisher nur in Form von eher festerem, fein gestricktem Sommersweat kannte), erwies sich als ziemlich locker gestrickt mit einer gröberen, frotteeartigen Rückseite. Daraus musste natürlich etwas weich Fallendes werden. Ideal wäre wahrscheinlich so ein vorn zipfeliger, schlichter Cardigan gewesen, oder ein lässiges Modell mit rund geschnittener Blende um den Saum. Hätte ich mir sehr gut vorstellen können, nur eben leider nicht an mir. Alles, was ohne Taillierung daherkommt, hebt nicht gerade meine vorteilhaftesten Seiten hervor ... Es hieß also, einen Schnitt zu finden, der aus weichen Strickstoffen genäht werden kann und trotzdem etwas Figur zeigt. Die Wahl fiel auf burda 6587 - einen Cardigan mit Taille und Schößchen.
Burda passt mir von den Proportionen her eigentlich immer recht gut, fällt aber oft reichlich aus. So auch hier wieder. Wobei, an gewissen hervorstehenden Körperteilen müsste es nicht weniger Stoff sein. ;-) An den Schultern dürfte die Jacke dagegen schon gern etwas schmaler sitzen. Ich habe Größe 40 genäht, hätte mich aber wohl auch gut an 38 wagen können. Zumal als Verschluss eigentlich eine eingenähte Schlinge vorgesehen ist, die ja noch einmal Weite dazugeben würde. Ich habe ein Knopfloch direkt in den Stoff gearbeitet. So gefiel mir die Passform besser.
Obwohl das weltverbessernde Glitzerteil nicht zu 100% perfekt sitzt, finde ich es gut tragbar. Gerade für anstehende Weihnachtsfeiern eignet es sich perfekt - ein bisschen Glamour zu einfachen Jeans und Shirts. So kann man dezent schick auftreten und sich trotzdem wohl fühlen. Durch die frotteeartige Rückseite wirkt das Jäckchen nämlich auch noch erstaunlich wärmend, ohne allzu dick aufzutragen.
Was das "Nähgefühl" angeht, würde ich einen derartigen Stoff in Zukunft nur noch zu Teilen mit möglichst wenigen Nähten verarbeiten. Dafür ist er wohl eigentlich auch gedacht. Dadurch, dass die Struktur locker ist und an der Rückseite relativ lose Schlaufen bildet, drücken sich bei dickeren Nähten leicht Fäden durch. (Bei mir zum Glück nur auf der Innenseite passiert.) Für die ganzen schlichten, modernen, lässigen Teile, die mir leider alle nicht stehen, ist es aber ein tolles Material, so mit integriertem Einhornzauber. :-D
Die Modelfotos sind, wie man sieht, nicht ganz aktuell. Dazu wäre es mir gerade ein bisschen kalt. Aber ich denke, das macht nix. Besser als dustere Wohnzimmerschnappschüsse ist das allemal. Fotografiert hat, wo er schon mal da war, mein "kleiner" Bruder, der das richtig gut macht, nicht nur mit mir: ART-ifact.
Und jetzt schicke ich mein Glitzerjäckchen noch zum MMM, seit langem mal wieder. Bin schon gespannt, mit welchen selbstgenähten Stücken sich die anderen Nähdamen den Winter verschönern ...
Ich durfte vor einigen Wochen ein Designbeispiel fürs Schaufenster im Landfee-Lädchen in Pirna nähen. Die Stoffauswahl lief per Foto - jede der auserwählten Näherinnen warf für die Stoffe, die sie interessierten, ihre Ideen in die Runde. Eine bekam dann jeweils den Zuschlag. So landete bei mir ein silbern glitzernder French Terry in einem hübschen Jeansblau und musste eine Jacke für mich werden. Das war durchaus eine Herausforderung, aber das mag ich ja gerade an solchen Probenähereien - Stoffe zu vernähen, die ich sonst vielleicht nicht ausgesucht hätte, zu Sachen, die ich bei näherer Betrachtung daraus wahrscheinlich nicht gemacht hätte. Passen muss es am Ende natürlich trotzdem - zu mir und an mich. :-)
Der French Terry (den ich bisher nur in Form von eher festerem, fein gestricktem Sommersweat kannte), erwies sich als ziemlich locker gestrickt mit einer gröberen, frotteeartigen Rückseite. Daraus musste natürlich etwas weich Fallendes werden. Ideal wäre wahrscheinlich so ein vorn zipfeliger, schlichter Cardigan gewesen, oder ein lässiges Modell mit rund geschnittener Blende um den Saum. Hätte ich mir sehr gut vorstellen können, nur eben leider nicht an mir. Alles, was ohne Taillierung daherkommt, hebt nicht gerade meine vorteilhaftesten Seiten hervor ... Es hieß also, einen Schnitt zu finden, der aus weichen Strickstoffen genäht werden kann und trotzdem etwas Figur zeigt. Die Wahl fiel auf burda 6587 - einen Cardigan mit Taille und Schößchen.
Burda passt mir von den Proportionen her eigentlich immer recht gut, fällt aber oft reichlich aus. So auch hier wieder. Wobei, an gewissen hervorstehenden Körperteilen müsste es nicht weniger Stoff sein. ;-) An den Schultern dürfte die Jacke dagegen schon gern etwas schmaler sitzen. Ich habe Größe 40 genäht, hätte mich aber wohl auch gut an 38 wagen können. Zumal als Verschluss eigentlich eine eingenähte Schlinge vorgesehen ist, die ja noch einmal Weite dazugeben würde. Ich habe ein Knopfloch direkt in den Stoff gearbeitet. So gefiel mir die Passform besser.
Obwohl das weltverbessernde Glitzerteil nicht zu 100% perfekt sitzt, finde ich es gut tragbar. Gerade für anstehende Weihnachtsfeiern eignet es sich perfekt - ein bisschen Glamour zu einfachen Jeans und Shirts. So kann man dezent schick auftreten und sich trotzdem wohl fühlen. Durch die frotteeartige Rückseite wirkt das Jäckchen nämlich auch noch erstaunlich wärmend, ohne allzu dick aufzutragen.
Was das "Nähgefühl" angeht, würde ich einen derartigen Stoff in Zukunft nur noch zu Teilen mit möglichst wenigen Nähten verarbeiten. Dafür ist er wohl eigentlich auch gedacht. Dadurch, dass die Struktur locker ist und an der Rückseite relativ lose Schlaufen bildet, drücken sich bei dickeren Nähten leicht Fäden durch. (Bei mir zum Glück nur auf der Innenseite passiert.) Für die ganzen schlichten, modernen, lässigen Teile, die mir leider alle nicht stehen, ist es aber ein tolles Material, so mit integriertem Einhornzauber. :-D
Die Modelfotos sind, wie man sieht, nicht ganz aktuell. Dazu wäre es mir gerade ein bisschen kalt. Aber ich denke, das macht nix. Besser als dustere Wohnzimmerschnappschüsse ist das allemal. Fotografiert hat, wo er schon mal da war, mein "kleiner" Bruder, der das richtig gut macht, nicht nur mit mir: ART-ifact.
Und jetzt schicke ich mein Glitzerjäckchen noch zum MMM, seit langem mal wieder. Bin schon gespannt, mit welchen selbstgenähten Stücken sich die anderen Nähdamen den Winter verschönern ...
Mittwoch, 31. Mai 2017
MMM: Marly die Xte
Heute zum etwas trüben Mittwoch gibt es sonnige Bilder vom Sonntag. Denn da habe ich eine meiner Marlys getragen, die es noch nicht in die Dokumentation geschafft hat. Und ein Fotograf war auch zur Hand. Ich probiere jetzt 'nen neuen Trick aus bei der Knipserei (jedenfalls, wenn das Wetter es zulässt): Einfach laufen und dabei viele Bilder schießen lassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas dabei ist, wo ich möglichst wenig blöd gucke, mich nicht allzu komisch bewege und das Kleidungsstück einigermaßen vorteilhaft aussieht. :-) So gehts doch:
I'm walking ...
Die Marly diente wieder nur als Grundschnitt und wurde nach Bedarf abgewandelt. Den wunderschönen, blau-weiß gemusterten Lillestoff, der mich irgendwie an altes Porzellan erinnert, wollte ich durch einfarbige Details etwas "beruhigen". Also habe ich aus dem passendsten Jersey, den ich finden konnte, Ausschnitt- und Ärmelbündchen und ein Unterbrustband zugeschnitten. Dem Rockteil habe ich eine A-Linie verpasst und die Abnäher nicht genäht, sondern nur als Falten gelegt. Das Ergebnis ist ein hübsches, aber auch sehr bequemes Sommerkleid, das gern ausgeführt wird. Liegt neben dem Look auch am Stoff, der ganz herrlich weich ist und trotzdem kaum ausbeult. Gekauft hatte ich ihn schon im vorletzten Urlaub bei nellirabelli in Oldenburg/Holstein, und zwar den Rest vom Ballen. Vor dem letzten Urlaub wollte ich mir dann genau dieses Kleid draus nähen, um es noch mitzunehmen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Blümchen beim besten Willen, egal, wie man alles dreht, nicht für die Ärmel reichen würden. Ärmellos wäre eine Option gewesen. Aber wie es so ist, wenn man sich einmal was in den Kopf gesetzt hat ... Ich habs erstmal frustriert zur Seite gelegt. Dann kam der Urlaub und damit der obligatorische Besuch im Stofflädchen - und dort wartete tatsächlich noch ein 50cm-Röllchen von genau dem Jersey auf mich. Perfekt, Kleid gerettet. Und hier isses nun.
Ich schicke es jetzt zum MMM und bin schon gespannt, in welchen selbst gezauberten Sachen die anderen Nähdamen den alltäglichen Mittwoch feiern. :-)
I'm walking ...
Die Marly diente wieder nur als Grundschnitt und wurde nach Bedarf abgewandelt. Den wunderschönen, blau-weiß gemusterten Lillestoff, der mich irgendwie an altes Porzellan erinnert, wollte ich durch einfarbige Details etwas "beruhigen". Also habe ich aus dem passendsten Jersey, den ich finden konnte, Ausschnitt- und Ärmelbündchen und ein Unterbrustband zugeschnitten. Dem Rockteil habe ich eine A-Linie verpasst und die Abnäher nicht genäht, sondern nur als Falten gelegt. Das Ergebnis ist ein hübsches, aber auch sehr bequemes Sommerkleid, das gern ausgeführt wird. Liegt neben dem Look auch am Stoff, der ganz herrlich weich ist und trotzdem kaum ausbeult. Gekauft hatte ich ihn schon im vorletzten Urlaub bei nellirabelli in Oldenburg/Holstein, und zwar den Rest vom Ballen. Vor dem letzten Urlaub wollte ich mir dann genau dieses Kleid draus nähen, um es noch mitzunehmen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Blümchen beim besten Willen, egal, wie man alles dreht, nicht für die Ärmel reichen würden. Ärmellos wäre eine Option gewesen. Aber wie es so ist, wenn man sich einmal was in den Kopf gesetzt hat ... Ich habs erstmal frustriert zur Seite gelegt. Dann kam der Urlaub und damit der obligatorische Besuch im Stofflädchen - und dort wartete tatsächlich noch ein 50cm-Röllchen von genau dem Jersey auf mich. Perfekt, Kleid gerettet. Und hier isses nun.
Ich schicke es jetzt zum MMM und bin schon gespannt, in welchen selbst gezauberten Sachen die anderen Nähdamen den alltäglichen Mittwoch feiern. :-)
Mittwoch, 24. Mai 2017
MMM: V-Tunika
Mittwoch! Also muss ein Post mit Selbstgenähtem für mich her. Die schon erwähnte V-Tunika zu zeigen steht ja sowieso noch aus. Und ich hab doch tatsächlich schon gestern dran gedacht, dass auf Dienstag Mittwoch folgt und mich am Abend vorsorglich ablichten lassen. Fotografin war Kind 2. Sie macht das gar nicht schlecht und hat auch Lust dazu. Ich glaube, ich muss ihr mal ein bisschen "Unterricht" in Sachen Kamerabenutzung geben, dann könnte das richtig gut werden. Einstweilen arbeitet Freund GIMP am Ende noch etwas mit, um die Fotos weitestmöglich zu perfektionieren. :-)
Und hier ist nun das gute Stück, ganz authentisch nach einem langen Tag zu Hause, auf dem Rad und im Garten. Unspektakulär schlicht und bequem macht es alles mit und passt mit den Dreiviertelärmeln für warme und auch kühlere Tage.
Grundlage war der V-Shirt-Schnitt aus dem schon vorgestellten Buch "Nähen macht glücklich" mit ähnlichem Größenpatchwork wie beim Frauenoberteil. Das Rockteil habe ich mit meiner geliebten "Marly" als Vergleichsmuster dranimprovisiert. Passt genau, auch wenn es auf dem Foto ein bisschen komisch auf der Hüfte hängt. Man kennt das ja, irgendwas ist immer nicht richtig zurechtgezupft, was man natürlich erst bemerkt, wenn man die Fotos in Ruhe auf dem Computer betrachtet und es draußen inzwischen dunkel ist. Egal, Authentizität zählt. ;-)
Der Jersey mit den stilisierten Blüten stammt von Buttinette. Er ist fein glatt und eher dünn. An der Qualität gibts nichts zu meckern. Die Tunika wurde jetzt schon mehrfach gewaschen und Form und Farbe bleiben, wie sie sein sollen. Um bei dem glatten Schnitt einen gewissen "Nachthemdlook" zu vermeiden, habe ich eine einfache kleine Applikation auf den Rock genäht. Mehr brauchts nicht für ein praktisch schönes Alltagsstück. Davon will ich mehr - in Variationen natürlich, sonst wirds ja langweilig. :-)
Das Ganze geht jetzt schnell zum MMM und ich freue mich schon auf die anderen Damen in selbstgemachten Lieblingsstücken.
Und hier ist nun das gute Stück, ganz authentisch nach einem langen Tag zu Hause, auf dem Rad und im Garten. Unspektakulär schlicht und bequem macht es alles mit und passt mit den Dreiviertelärmeln für warme und auch kühlere Tage.
Grundlage war der V-Shirt-Schnitt aus dem schon vorgestellten Buch "Nähen macht glücklich" mit ähnlichem Größenpatchwork wie beim Frauenoberteil. Das Rockteil habe ich mit meiner geliebten "Marly" als Vergleichsmuster dranimprovisiert. Passt genau, auch wenn es auf dem Foto ein bisschen komisch auf der Hüfte hängt. Man kennt das ja, irgendwas ist immer nicht richtig zurechtgezupft, was man natürlich erst bemerkt, wenn man die Fotos in Ruhe auf dem Computer betrachtet und es draußen inzwischen dunkel ist. Egal, Authentizität zählt. ;-)
Der Jersey mit den stilisierten Blüten stammt von Buttinette. Er ist fein glatt und eher dünn. An der Qualität gibts nichts zu meckern. Die Tunika wurde jetzt schon mehrfach gewaschen und Form und Farbe bleiben, wie sie sein sollen. Um bei dem glatten Schnitt einen gewissen "Nachthemdlook" zu vermeiden, habe ich eine einfache kleine Applikation auf den Rock genäht. Mehr brauchts nicht für ein praktisch schönes Alltagsstück. Davon will ich mehr - in Variationen natürlich, sonst wirds ja langweilig. :-)
Das Ganze geht jetzt schnell zum MMM und ich freue mich schon auf die anderen Damen in selbstgemachten Lieblingsstücken.
Mittwoch, 11. Januar 2017
MMM - Lieblingsstück 2016
Die Nähdamen vom MMM führen heute ihre Top-Hits des vergangenen Jahres vor, und da möchte ich mich gern wieder einmal einreihen. Der Dauerbrenner in meinem Kleiderschrank ist nicht ein einziges Stück, sondern viel mehr ein Schnitt - Marly von schnittquelle. Ich habe davon inzwischen sage und schreibe 5 Varianten auf der Stange hängen. Und dabei wirds wohl nicht bleiben. Der Schnitt ist so optimal für mich geeignet, dass ich immer wieder danach greife und fröhlich dran rumbastle, denn auch dafür bietet er sich an. Durch Unterbrustnaht und -abnäher und Abnäher im Rücken lässt sich der Schnitt mit recht wenig Aufwand prima an die eigenen Kurven anpassen. Außerdem kann man durch die Teilung auch schön mit verschiedenen Rockformen experimentieren. Der Ausschnitt lässt sich ebenfalls variieren ... unendliche Möglichkeiten, dazu ruckzuck umzusetzen. Perfekt für mich, wo ich doch dazu neige, immer mal noch schnell über Nacht ein neues Kleidungsstück zu brauchen. ;-)
Zuerst zeige ich das neueste Kleid aus der Reihe - mein Weihnachtskleid und tatsächlich auch das, was ich am heutigen MMM wieder trage. Ich glaube, es hing noch nie im Schrank:
Die Rückseite wurde, abgesehen von den individuellen Anpassungen, nach dem Originalschnitt genäht. Dem Vorderrock habe ich ein paar Zentimeter Breite zugefügt und eine Kellerfalte gelegt. Der Ausschnitt ist mit Beleg gearbeitet, weil ich das an einem eher "feinen" Kleid schicker finde als Bündchen oder Einfassband. Am Saum habe ich 6cm zugegeben, damit aus dem Kassak ein Kleid wird (jedenfalls für mich :-) ).
Das Material ist ein Jaquard von Stoff und Stil - ein Traum. Ich hatte mich schon im Katalog in das Design verliebt. Und als ich im Urlaub in das Paradies in Lübeck tatsächlich live betreten konnte, wurde das Geburtstagsgeld dafür auf den Kopp gehauen. :-) Baumwollmix, nicht zu fest und nicht zu labberig, gut zu verarbeiten, gut zu tragen, schick, aber nicht zu sehr, wunderbar.
Im Sommer entstanden gleich mehrere verschiedene Marly-Adaptionen. Eine sommerlich gemusterte fehlt mir noch in der Fotodokumentation. Aber es gibt ja noch zwei:
Einmal in Blau aus Viskosejersey (billiger Test-Rest). Hier habe ich statt Abnähern einfach mal nur Falten in das Rockteil gelegt, und zwar vorn und hinten. Die Form hat mich überzeugt, das blaue Kleid ist trotzdem kein Lieblingsstück an sich, weil der Jersey einfach nichts verzeiht. Der zeichnet alles ab. :-p Außerdem pillt er. Angenehm zu tragen ist er trotzdem, kommt also bei großer Hitze gern daheim zum Einsatz.
Dann ist da noch dieses Modell. In Lieblingspetrol ja schon mal prädestiniert für einen der vorderen Plätze. Wurde dann auch oft und noch lange in den Herbst hinein getragen. Hier habe ich einen weiteren Rock ohne Abnäher angesetzt und am Ausschnitt und unter der Brust gemusterte Einsätze reingebastelt.
Noch einem kleinen verspielten Detail konnte ich nicht ganz wiederstehen:
Auch die armen Einzelstücke aus der Knopfkiste brauchen schließlich ein nettes Zuhause. :-)
Die erste Marly ist schon mal beim MMM erschienen und soll hier der Ordnung halber auch erwähnt werden. Zu den Allroundtalenten gehört sie auf alle Fälle:
Dann war da noch ein tolles schickes Sommerkleid nach Stoff und Stil-Schnitt, das es bisher nicht auf ein akzeptables Foto geschafft hat. Wird nachgeholt, versprochen. Wenn es wärmer ist.
Dieses Jahr müssten wohl mal wieder Oberteile im großen Stil drankommen. Da fehlts momentan im Schrank. Also ein Hoch auf die vorhandenen Lieblingsstücke und auf zu neuen Taten!
Und jetzt lasse ich mich noch von den anderen Lieblingssachen beim MMM inspirieren.
Zuerst zeige ich das neueste Kleid aus der Reihe - mein Weihnachtskleid und tatsächlich auch das, was ich am heutigen MMM wieder trage. Ich glaube, es hing noch nie im Schrank:
Die Rückseite wurde, abgesehen von den individuellen Anpassungen, nach dem Originalschnitt genäht. Dem Vorderrock habe ich ein paar Zentimeter Breite zugefügt und eine Kellerfalte gelegt. Der Ausschnitt ist mit Beleg gearbeitet, weil ich das an einem eher "feinen" Kleid schicker finde als Bündchen oder Einfassband. Am Saum habe ich 6cm zugegeben, damit aus dem Kassak ein Kleid wird (jedenfalls für mich :-) ).
Das Material ist ein Jaquard von Stoff und Stil - ein Traum. Ich hatte mich schon im Katalog in das Design verliebt. Und als ich im Urlaub in das Paradies in Lübeck tatsächlich live betreten konnte, wurde das Geburtstagsgeld dafür auf den Kopp gehauen. :-) Baumwollmix, nicht zu fest und nicht zu labberig, gut zu verarbeiten, gut zu tragen, schick, aber nicht zu sehr, wunderbar.
Im Sommer entstanden gleich mehrere verschiedene Marly-Adaptionen. Eine sommerlich gemusterte fehlt mir noch in der Fotodokumentation. Aber es gibt ja noch zwei:
Einmal in Blau aus Viskosejersey (billiger Test-Rest). Hier habe ich statt Abnähern einfach mal nur Falten in das Rockteil gelegt, und zwar vorn und hinten. Die Form hat mich überzeugt, das blaue Kleid ist trotzdem kein Lieblingsstück an sich, weil der Jersey einfach nichts verzeiht. Der zeichnet alles ab. :-p Außerdem pillt er. Angenehm zu tragen ist er trotzdem, kommt also bei großer Hitze gern daheim zum Einsatz.
Dann ist da noch dieses Modell. In Lieblingspetrol ja schon mal prädestiniert für einen der vorderen Plätze. Wurde dann auch oft und noch lange in den Herbst hinein getragen. Hier habe ich einen weiteren Rock ohne Abnäher angesetzt und am Ausschnitt und unter der Brust gemusterte Einsätze reingebastelt.
Noch einem kleinen verspielten Detail konnte ich nicht ganz wiederstehen:
Auch die armen Einzelstücke aus der Knopfkiste brauchen schließlich ein nettes Zuhause. :-)
Die erste Marly ist schon mal beim MMM erschienen und soll hier der Ordnung halber auch erwähnt werden. Zu den Allroundtalenten gehört sie auf alle Fälle:
Dann war da noch ein tolles schickes Sommerkleid nach Stoff und Stil-Schnitt, das es bisher nicht auf ein akzeptables Foto geschafft hat. Wird nachgeholt, versprochen. Wenn es wärmer ist.
Dieses Jahr müssten wohl mal wieder Oberteile im großen Stil drankommen. Da fehlts momentan im Schrank. Also ein Hoch auf die vorhandenen Lieblingsstücke und auf zu neuen Taten!
Und jetzt lasse ich mich noch von den anderen Lieblingssachen beim MMM inspirieren.
Mittwoch, 16. März 2016
MMM mit Marly
Geschafft - ein neues Kleid kann zum MMM präsentiert werden. Und das bei Tageslicht! Gestern fand sich praktischerweise ein Schwesterherz zu einem spontanen Foto bereit. Aber es bleibt die alte Frage: Was mache ich dabei bloß mit diesen Händen, die immer so unmotiviert rumhängen, wenn sie nichts zu tun haben?
Na ja, eigentlich auch egal, hängen sie halt rum. Es geht ja schließlich ums Kleid. :-)
Dieses ist, jedenfalls grundlegend, eine Marly von Schnittquelle. Der Schnitt stellt eigentlich ein Kassak dar. Aber das hat ja, was mich angeht, nicht viel zu sagen. 3 cm Verlängerung, und schon ist es ein angemessen langes Kleid. Länger wärs auch nicht gegangen, denn genau das und keinen Zentimeter mehr gab der Stoffrest her, den ich bei Stoff Fischer aus dem Restekorb gezogen hatte. 90 cm auf 1,45 m Breite waren es und dafür kein Schnäppchen. Aber ich hatte mich eben sofort in den Stoff verliebt - angenehm im Griff (Das Schildchen weist es als Mischung aus PE, V, BW, EL aus.) und schlicht mit einem gewissen Etwas. Eben das, was ich mag. So sieht das aus der Nähe aus:
Grau mit winzigen Einsprengseln in vielen bunten Farben. Das heißt, was immer man daraus macht, passt wirklich zu allem. Ein echtes Brot-und-Butter-Teil. Mir schwebte nach dem Kauf sofort ein schlichtes ärmelloses Kleid mit Teilung unter der Brust vor. Dank Frau Frauenoberbekleidung konnte ich die Marly live testen und für gut befinden. Beim Nähen mit meinem etwas stabileren Material wurden dann noch ein paar Änderungen fällig. Den Brustabnäher musste ich um 1cm vertiefen und auch am vorderen Unterteil kleine Abnäher einfügen. Außerdem mussten für ein ärmelloses Kleidungsstück natürlich die Armlöcher vertieft werden. Arm- und Halsausschnitte habe ich mit innenliegenden Bändern eingefasst. Wenn ich den Schnitt wieder nähe, werde ich alle Abnäher noch ein wenig zur Mitte hin versetzen. Damit könnte der Sitz perfektioniert werden. Aber auch so, wie das Kleid jetzt ist, ist es prima. Der Stoff ist ein Alltagsheld. Das Teil kann tagelang getragen werden, ohne dass es mehr als minimale Sitzfalten und -beulen bildet. Die schlichte Marly kann man schick oder alltäglich stylen und ohne oder mit Kurz- oder Langarmshirt drunter tragen, dazu beliebig Strickjacken drüberschichten, und mit einer schmalen Hose kombiniert würde es wahrscheinlich auch gehen.
Momentan mag ich es mit Langarmshirts, hier ein selbst genähtes, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe.
Fertig, ab damit zum MMM. Mal sehen, was es dort heute bei den anderen Damen zu entdecken gibt.
Na ja, eigentlich auch egal, hängen sie halt rum. Es geht ja schließlich ums Kleid. :-)
Dieses ist, jedenfalls grundlegend, eine Marly von Schnittquelle. Der Schnitt stellt eigentlich ein Kassak dar. Aber das hat ja, was mich angeht, nicht viel zu sagen. 3 cm Verlängerung, und schon ist es ein angemessen langes Kleid. Länger wärs auch nicht gegangen, denn genau das und keinen Zentimeter mehr gab der Stoffrest her, den ich bei Stoff Fischer aus dem Restekorb gezogen hatte. 90 cm auf 1,45 m Breite waren es und dafür kein Schnäppchen. Aber ich hatte mich eben sofort in den Stoff verliebt - angenehm im Griff (Das Schildchen weist es als Mischung aus PE, V, BW, EL aus.) und schlicht mit einem gewissen Etwas. Eben das, was ich mag. So sieht das aus der Nähe aus:
Grau mit winzigen Einsprengseln in vielen bunten Farben. Das heißt, was immer man daraus macht, passt wirklich zu allem. Ein echtes Brot-und-Butter-Teil. Mir schwebte nach dem Kauf sofort ein schlichtes ärmelloses Kleid mit Teilung unter der Brust vor. Dank Frau Frauenoberbekleidung konnte ich die Marly live testen und für gut befinden. Beim Nähen mit meinem etwas stabileren Material wurden dann noch ein paar Änderungen fällig. Den Brustabnäher musste ich um 1cm vertiefen und auch am vorderen Unterteil kleine Abnäher einfügen. Außerdem mussten für ein ärmelloses Kleidungsstück natürlich die Armlöcher vertieft werden. Arm- und Halsausschnitte habe ich mit innenliegenden Bändern eingefasst. Wenn ich den Schnitt wieder nähe, werde ich alle Abnäher noch ein wenig zur Mitte hin versetzen. Damit könnte der Sitz perfektioniert werden. Aber auch so, wie das Kleid jetzt ist, ist es prima. Der Stoff ist ein Alltagsheld. Das Teil kann tagelang getragen werden, ohne dass es mehr als minimale Sitzfalten und -beulen bildet. Die schlichte Marly kann man schick oder alltäglich stylen und ohne oder mit Kurz- oder Langarmshirt drunter tragen, dazu beliebig Strickjacken drüberschichten, und mit einer schmalen Hose kombiniert würde es wahrscheinlich auch gehen.
Momentan mag ich es mit Langarmshirts, hier ein selbst genähtes, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe.
Fertig, ab damit zum MMM. Mal sehen, was es dort heute bei den anderen Damen zu entdecken gibt.
Mittwoch, 9. März 2016
MMM im bewährten Alltagskleid
Jetzt doch schnell noch - MMM:
Wieder nix Neues. Ein fast fertiges Kleid hängt schon in den Startlöchern, aber eben nur fast. Ich hoffe, mich bis zum nächsten MMM zum Fertigstellen der fehlenden Säume durchringen zu können. Bis dahin gibts eben wieder ein gut eingetragenes Kleid für alle Tage. Ein Pigeon Grey (Ottobre 5/2009, näher vorgestellt hier) aus irgendeinem angenehm weich fallenden Jersey, der wegen eines nicht näher bestimmbaren Kunstfaseranteils ein bisschen wärmt. Deswegen genau das Richtige für die ersten Frühlingssonnenstrahlen. Der Stoff ist, was auf Fotos nie erkennbar ist, eigentlich ganz fein dunkelblau und weiß gestreift und war ein sehr günstiges Stoffmarktschnäppchen. Nachdem das Teil nun schon seit über einem Jahr immer wieder getragen und gewaschen worden ist, muss ich sagen, dass Kauf und Mühe des Nähens sich mehr als gelohnt haben. Alles noch gut in Form und Abnutzungserscheinungen wie Pilling halten sich sehr in Grenzen. Eigentlich schade, dass man bei Stoffmarktbeute oft nicht genau weiß, was das eigentlich ist, das man da ergattert hat. :-)
Ach ja, eine Bemerkung zum Foto gehört ja mittlerweile schon dazu: Kind 2 hat fotografiert, deshalb die etwas schräge Perspektive. Ich denke, da gibts fotografisches Potential. Das Mädel wächst schließlich noch. :-D
Nebenbei möchte ich noch meine schööönen Ohrringe vorstellen. Rot mit Pünktchen wollte ich schon lange mal. Sie sind selbst zusammengebastelt. Die fröhlichen Punktperlen fanden als Urlaubsmitbringsel den Weg ans Ohr. Sie stammen vom Oldenburger Wallmuseum, das sich im Sommer an den meisten Wochenenden als bewohntes mittelalterliches slawisches Dorf präsentiert. Man kann dort stilecht gekleidete Menschen bei der Ausübung alter Handwerkstechniken beobachten und das eine oder andere aus traditioneller Herstellung erwerben, darunter auch bunte Glasperlen. Sie werden nach dem Muster original mittelalterlicher Funde gestaltet. Über die Vielfalt kann man nur staunen. Die Punkte verdanken wir den alten Friesen, die mir damit gleich sehr sympathisch werden. Auch ihre frische Farbauswahl in verschiedenen Rot- und Blautönen spricht mich sehr an. Ehrensache, dass ich auch noch blaue Pünktchenperlen habe. :-)
So, jetzt schnell zu den nähenden Mittwochsdamen. Da gibts um diese Zeit ganz sicher viel zu sehen ...
Wieder nix Neues. Ein fast fertiges Kleid hängt schon in den Startlöchern, aber eben nur fast. Ich hoffe, mich bis zum nächsten MMM zum Fertigstellen der fehlenden Säume durchringen zu können. Bis dahin gibts eben wieder ein gut eingetragenes Kleid für alle Tage. Ein Pigeon Grey (Ottobre 5/2009, näher vorgestellt hier) aus irgendeinem angenehm weich fallenden Jersey, der wegen eines nicht näher bestimmbaren Kunstfaseranteils ein bisschen wärmt. Deswegen genau das Richtige für die ersten Frühlingssonnenstrahlen. Der Stoff ist, was auf Fotos nie erkennbar ist, eigentlich ganz fein dunkelblau und weiß gestreift und war ein sehr günstiges Stoffmarktschnäppchen. Nachdem das Teil nun schon seit über einem Jahr immer wieder getragen und gewaschen worden ist, muss ich sagen, dass Kauf und Mühe des Nähens sich mehr als gelohnt haben. Alles noch gut in Form und Abnutzungserscheinungen wie Pilling halten sich sehr in Grenzen. Eigentlich schade, dass man bei Stoffmarktbeute oft nicht genau weiß, was das eigentlich ist, das man da ergattert hat. :-)
Ach ja, eine Bemerkung zum Foto gehört ja mittlerweile schon dazu: Kind 2 hat fotografiert, deshalb die etwas schräge Perspektive. Ich denke, da gibts fotografisches Potential. Das Mädel wächst schließlich noch. :-D
Nebenbei möchte ich noch meine schööönen Ohrringe vorstellen. Rot mit Pünktchen wollte ich schon lange mal. Sie sind selbst zusammengebastelt. Die fröhlichen Punktperlen fanden als Urlaubsmitbringsel den Weg ans Ohr. Sie stammen vom Oldenburger Wallmuseum, das sich im Sommer an den meisten Wochenenden als bewohntes mittelalterliches slawisches Dorf präsentiert. Man kann dort stilecht gekleidete Menschen bei der Ausübung alter Handwerkstechniken beobachten und das eine oder andere aus traditioneller Herstellung erwerben, darunter auch bunte Glasperlen. Sie werden nach dem Muster original mittelalterlicher Funde gestaltet. Über die Vielfalt kann man nur staunen. Die Punkte verdanken wir den alten Friesen, die mir damit gleich sehr sympathisch werden. Auch ihre frische Farbauswahl in verschiedenen Rot- und Blautönen spricht mich sehr an. Ehrensache, dass ich auch noch blaue Pünktchenperlen habe. :-)
So, jetzt schnell zu den nähenden Mittwochsdamen. Da gibts um diese Zeit ganz sicher viel zu sehen ...
Mittwoch, 24. Februar 2016
MMM mit Strickjacke 2.0
Mittwoch - wieder Zeit für irgendwie in den Alltag gequetschte Outfitfotos. So viel Bloggerdisziplin muss sein. :-)
Heute hat es erst am Abend gepasst, also Blitzfotos. Ich habe versucht, weder zu dumm zu gucken, noch irgendwelche komischen Körperhaltungen einzunehmen. Kind 3 machte mir daraufhin "schöne" Posen vor. Sehr dekorative Balletthaltungen. Ich hab's auch nachgemacht und mich so ablichten lassen, weil das Kind sonst weinen wollte. Aber freut euch nicht zu früh, das zeige ich garantiert nicht in der Öffentlichkeit. Die Fotos dürfen gern in den ewigen Servergründen vor sich hin existieren, mehr aber auch nicht. :-D
Hier präsentiere ich die "normalen" Ansichten einer Durchschnittsfrau am Mittwochabend:
Zuerst natürlich mit der titelgebenden "Strickjacke 2.0". Ich hatte schon bei der Präsentation der Miette, meiner ersten selbstgestrickten Jacke, angekündigt, dass ich jetzt tüfteln will, bis mir das perfekt sitzende Exemplar gelungen ist. Modell 2.0 ist eine wesentliche Verbesserung zur Miette, aber von Perfektion doch noch einige Macken entfernt. Ich habe nicht nach einem bestimmten Modell gearbeitet, sondern das Internet nach allgemeinen Anleitungen für Raglan von oben durchforstet, meine Erfahrungen vom Erstversuch und die Änderungswünsche einfließen lassen und so eine ganz schlichte Jacke gestrickt. Es ging ja nicht um Schnickschnack, sondern Passform. Es ist ein tragbares Stück herausgekommen, dessen Hauptmangel allerdings eine zu lang geratene Raglanlinie ist. Also hab ich da wieder meine vertraute Falte über der Brust. Leider merkt man das aber erst, wenn man schon wesentlich weiter gestrickt hat. Der endgültige Sitz des Ganzen erschließt sich eben doch erst zum Schluss, wenn alles dran ist. Bleibt also jetzt so. Ich hab nun zumindest eine Vorlage, mit der ich weitere Versuche während des Strickens vergleichen kann. Ansonsten könnte die Ausschnittform noch etwas runder werden. Und die Ärmel, die hier beim Tragen immer kürzer werden und irgendwann nicht mehr ganz als Langarm durchgehen, müssen auch etwas mehr "Schrumpfreserve" haben.
Gestrickt ist das Ganze mit 5er Nadeln aus einer günstigen Baumwollmischung. Für mich sehr angenehm zu tragen und deshalb trotz der Mängel intensiv genutzt. Zumal ich ja bisher kaum eine Alternative in der passenden Länge zu Kleidern habe. Aber das soll sich ändern. Exemplar 3.0 ist bereits in Arbeit. Gleiches Garn für gute Vergleichbarkeit, aber dieses Mal in Rot. Fortsetzung folgt ...
Unter der Jacke trage ich heute mein erstes Friday Evening (Ottobre 5/13). Das hängt schon eine Weile im Schrank und wird auch immer wieder gern als unkompliziertes Alltagsteil hervorgeholt.
So, die allmittwöchliche (gibt's so'n Wort?) Nähbloggerpflicht ist getan. Jetzt ab mit dem Beitrag zum MMM. Um diese Zeit lohnt sich der Besuch da besonders. Ich kann jetzt genüsslich die Beiträge des ganzen Tages durchstöbern. :-)
Heute hat es erst am Abend gepasst, also Blitzfotos. Ich habe versucht, weder zu dumm zu gucken, noch irgendwelche komischen Körperhaltungen einzunehmen. Kind 3 machte mir daraufhin "schöne" Posen vor. Sehr dekorative Balletthaltungen. Ich hab's auch nachgemacht und mich so ablichten lassen, weil das Kind sonst weinen wollte. Aber freut euch nicht zu früh, das zeige ich garantiert nicht in der Öffentlichkeit. Die Fotos dürfen gern in den ewigen Servergründen vor sich hin existieren, mehr aber auch nicht. :-D
Hier präsentiere ich die "normalen" Ansichten einer Durchschnittsfrau am Mittwochabend:
Zuerst natürlich mit der titelgebenden "Strickjacke 2.0". Ich hatte schon bei der Präsentation der Miette, meiner ersten selbstgestrickten Jacke, angekündigt, dass ich jetzt tüfteln will, bis mir das perfekt sitzende Exemplar gelungen ist. Modell 2.0 ist eine wesentliche Verbesserung zur Miette, aber von Perfektion doch noch einige Macken entfernt. Ich habe nicht nach einem bestimmten Modell gearbeitet, sondern das Internet nach allgemeinen Anleitungen für Raglan von oben durchforstet, meine Erfahrungen vom Erstversuch und die Änderungswünsche einfließen lassen und so eine ganz schlichte Jacke gestrickt. Es ging ja nicht um Schnickschnack, sondern Passform. Es ist ein tragbares Stück herausgekommen, dessen Hauptmangel allerdings eine zu lang geratene Raglanlinie ist. Also hab ich da wieder meine vertraute Falte über der Brust. Leider merkt man das aber erst, wenn man schon wesentlich weiter gestrickt hat. Der endgültige Sitz des Ganzen erschließt sich eben doch erst zum Schluss, wenn alles dran ist. Bleibt also jetzt so. Ich hab nun zumindest eine Vorlage, mit der ich weitere Versuche während des Strickens vergleichen kann. Ansonsten könnte die Ausschnittform noch etwas runder werden. Und die Ärmel, die hier beim Tragen immer kürzer werden und irgendwann nicht mehr ganz als Langarm durchgehen, müssen auch etwas mehr "Schrumpfreserve" haben.
Gestrickt ist das Ganze mit 5er Nadeln aus einer günstigen Baumwollmischung. Für mich sehr angenehm zu tragen und deshalb trotz der Mängel intensiv genutzt. Zumal ich ja bisher kaum eine Alternative in der passenden Länge zu Kleidern habe. Aber das soll sich ändern. Exemplar 3.0 ist bereits in Arbeit. Gleiches Garn für gute Vergleichbarkeit, aber dieses Mal in Rot. Fortsetzung folgt ...
Unter der Jacke trage ich heute mein erstes Friday Evening (Ottobre 5/13). Das hängt schon eine Weile im Schrank und wird auch immer wieder gern als unkompliziertes Alltagsteil hervorgeholt.
So, die allmittwöchliche (gibt's so'n Wort?) Nähbloggerpflicht ist getan. Jetzt ab mit dem Beitrag zum MMM. Um diese Zeit lohnt sich der Besuch da besonders. Ich kann jetzt genüsslich die Beiträge des ganzen Tages durchstöbern. :-)
Mittwoch, 17. Februar 2016
MMM - Schon auf Sommer eingestellt
Wie schon letzte Woche sitze ich auch diese wieder gemütlich warm im Schwimmbad und schaue aktuell keinem Frosch, sondern einem (hoffentlich) angehenden Seepferdchen beim Plantschen zu. Größeres Kind, etwas ferienfreundlichere Zeit, sonst alles wie gehabt.
Auch unser Großer muss noch mal ran. Das Zeugnis des letzten Jahres bescheinigte ihm, dass er 12m geschwommen sei und sich doch bitte bemühen solle, bald zu den Frühschwimmern zu gehören. Das heißt, Eltern bemüht euch gefälligst, das Kind so weit zu bringen. Wir tun, was wir können und schauen mal, was sich mit einem Kurs machen lässt, wo ein ängstliches und motorisch nicht gerade hochbegabtes Kind nicht angeschrien wird für seine Unzulänglichkeiten. Im Schulunterricht scheint das nach wie vor übliche Praxis zu sein, entgegen meiner Hoffnung, dass sich seit meinen Kindheitserfahrungen in dem Bereich etwas getan hätte.
Im Schwimmkurs sieht's gut aus. Der Lehrer ermutigt die Kinder freundlich und mit viel Humor. Unser kleiner Angsthase (Mutters Kind ;-) ) ist zwar immer noch vorsichtig und zögerlich, aber viel zuversichtlicher, als wir es gewohnt waren, wenn Schwimmen drohte. Er macht alles mit, so gut er kann. Was am Ende der Woche dabei rausspringt, werden wir sehen. Die Übung hat in keinem Fall geschadet.
Und nun zu etwas völlig anderem - meinem Schwimmbadoutfit. :-)
Das muss natürlich schön luftig sein, auch wenn der Blick aufs Außenthermometer gerade doch noch einmal winterliche Temperaturen zeigt. Also ist Zwiebellook angesagt. Hier die innere Schicht:
Mich packte gestern spontan die Lust, mir ein Shirt zu nähen. Schon länger wollte ich einen Ausschnitteinsatz aus einem anderen Stoff ausprobieren. Also wurde in den Kisten gewühlt, ein aquafarbener Stoffmarktkauf, ein Lillestoffrest mit Blättermuster und ein paar dunkelpetrolfarbene Überbleibsel gefunden und das alles zu einer Liv (Pattydoo) zusammengemixt. Für den Einsatz habe ich einfach um den Ausschnitt einen 5cm breiten Streifen aus dem Schnittmuster geschnitten. Vorher natürlich Markierungen quer über die Schnittlinie angebracht. Wenn man die übernimmt, wird das Einsetzen einfacher. In der Einsatznaht habe ich noch einen petrolfarbenen Jerseystreifen mitgefasst, der sich dann zur Paspel rollt. Diese offenen Streifen gefallen mir gerade. Den Ausschnittabschluss bildet ein ganz schmales Jerseybündchen. Über den unteren Saumabschluss war ich mir zunächst unschlüssig. Eigentlich war ein einfacher Saum geplant. Da ich das Shirt aber nicht allzu kurz haben wollte und nicht gerade mit Beinen bis zu den Schultern gesegnet bin, ergaben sich bei dieser hellen Shirtfarbe unvorteilhafte Proportionen. Also doch Trick 17: Shirt kürzen, dunkles Bündchen unten dran und schon haben wir ausgeglichene Proportionen und angenehme Länge zusammengebracht.
Ich mag das Teil, es wird im Sommer nicht im Schrank versauern. Auch wenn ich hier wieder sehe, dass ich am Armausschnitt endlich etwas arbeiten sollte.
Ach übrigens, ich kratze mich nicht an den Beinen. Ich habe einfach nur ein unglaubliches Talent, für Fotos total dämlich dazustehen. Wenn ich schon nicht ganz dumm aus der Wäsche gucke, dann wenigstens das ... Ein besseres Foto gibts nicht. :-D
Über die Sommer-Liv kommt heute wieder das unvermeidliche Wardrobe Basic. Das passt einfach am besten zu den meisten meiner Sachen. Momentan steckt in Wirklichkeit sogar noch ein Kaufpullover zwischen Shirt und Jacke. Es ist wirklich kalt. Jetzt schneit's auch noch. Aber bitte bis maximal Ende Februar. Dann reicht's, Frühling her!
Jetzt schiebe ich mein sommerliches Winteroutfit zum MMM und lasse mich von den anderen Nähdamen inspirieren. Unglaublich, was man da alles Tolles entdecken kann. Unzählige Schnittmuster möchte ich auch gern nähen ... Nur machen müsste man's. ;-)
Auch unser Großer muss noch mal ran. Das Zeugnis des letzten Jahres bescheinigte ihm, dass er 12m geschwommen sei und sich doch bitte bemühen solle, bald zu den Frühschwimmern zu gehören. Das heißt, Eltern bemüht euch gefälligst, das Kind so weit zu bringen. Wir tun, was wir können und schauen mal, was sich mit einem Kurs machen lässt, wo ein ängstliches und motorisch nicht gerade hochbegabtes Kind nicht angeschrien wird für seine Unzulänglichkeiten. Im Schulunterricht scheint das nach wie vor übliche Praxis zu sein, entgegen meiner Hoffnung, dass sich seit meinen Kindheitserfahrungen in dem Bereich etwas getan hätte.
Im Schwimmkurs sieht's gut aus. Der Lehrer ermutigt die Kinder freundlich und mit viel Humor. Unser kleiner Angsthase (Mutters Kind ;-) ) ist zwar immer noch vorsichtig und zögerlich, aber viel zuversichtlicher, als wir es gewohnt waren, wenn Schwimmen drohte. Er macht alles mit, so gut er kann. Was am Ende der Woche dabei rausspringt, werden wir sehen. Die Übung hat in keinem Fall geschadet.
Und nun zu etwas völlig anderem - meinem Schwimmbadoutfit. :-)
Das muss natürlich schön luftig sein, auch wenn der Blick aufs Außenthermometer gerade doch noch einmal winterliche Temperaturen zeigt. Also ist Zwiebellook angesagt. Hier die innere Schicht:
Mich packte gestern spontan die Lust, mir ein Shirt zu nähen. Schon länger wollte ich einen Ausschnitteinsatz aus einem anderen Stoff ausprobieren. Also wurde in den Kisten gewühlt, ein aquafarbener Stoffmarktkauf, ein Lillestoffrest mit Blättermuster und ein paar dunkelpetrolfarbene Überbleibsel gefunden und das alles zu einer Liv (Pattydoo) zusammengemixt. Für den Einsatz habe ich einfach um den Ausschnitt einen 5cm breiten Streifen aus dem Schnittmuster geschnitten. Vorher natürlich Markierungen quer über die Schnittlinie angebracht. Wenn man die übernimmt, wird das Einsetzen einfacher. In der Einsatznaht habe ich noch einen petrolfarbenen Jerseystreifen mitgefasst, der sich dann zur Paspel rollt. Diese offenen Streifen gefallen mir gerade. Den Ausschnittabschluss bildet ein ganz schmales Jerseybündchen. Über den unteren Saumabschluss war ich mir zunächst unschlüssig. Eigentlich war ein einfacher Saum geplant. Da ich das Shirt aber nicht allzu kurz haben wollte und nicht gerade mit Beinen bis zu den Schultern gesegnet bin, ergaben sich bei dieser hellen Shirtfarbe unvorteilhafte Proportionen. Also doch Trick 17: Shirt kürzen, dunkles Bündchen unten dran und schon haben wir ausgeglichene Proportionen und angenehme Länge zusammengebracht.
Ich mag das Teil, es wird im Sommer nicht im Schrank versauern. Auch wenn ich hier wieder sehe, dass ich am Armausschnitt endlich etwas arbeiten sollte.
Ach übrigens, ich kratze mich nicht an den Beinen. Ich habe einfach nur ein unglaubliches Talent, für Fotos total dämlich dazustehen. Wenn ich schon nicht ganz dumm aus der Wäsche gucke, dann wenigstens das ... Ein besseres Foto gibts nicht. :-D
Über die Sommer-Liv kommt heute wieder das unvermeidliche Wardrobe Basic. Das passt einfach am besten zu den meisten meiner Sachen. Momentan steckt in Wirklichkeit sogar noch ein Kaufpullover zwischen Shirt und Jacke. Es ist wirklich kalt. Jetzt schneit's auch noch. Aber bitte bis maximal Ende Februar. Dann reicht's, Frühling her!
Jetzt schiebe ich mein sommerliches Winteroutfit zum MMM und lasse mich von den anderen Nähdamen inspirieren. Unglaublich, was man da alles Tolles entdecken kann. Unzählige Schnittmuster möchte ich auch gern nähen ... Nur machen müsste man's. ;-)
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Mittwoch, 10. Februar 2016
Zum MMM nix Neues
Heute zeige ich, da Mittwoch ist und sowieso Zeit für einen neuen Post, mal ein bewährtes Outfit direkt aus dem Leben - und ebensolche Bilder. Nicht schön, aber authentisch. Fotografiert hat Kind 2, deswegen war zumindest Tageslicht vorhanden. Nur die Perspektive ist eben etwas komisch. Das bereitwillig knipsende Kind mit der schweren Kamera hantieren und dazu noch auf einem Fußbänkchen balancieren zu lassen, wäre schließlich wirklich etwas viel verlangt.
Neben fotografischen Mängeln sehe ich auch noch fix und fertig aus. Der Eindruck täuscht nicht, ich könnte jederzeit auf der Stelle einschlafen. Na ja, guckts euch halt an:
Ich trage, was wirklich in letzter Zeit selten vorkommt, mal wieder Jeans statt Rock oder Kleid. Dazu ein bewährtes umkonstruiertes Summer Basic, kurzärmelig und luftig leicht. Das muss auch sein, denn ich stehe diese Woche zu für Ferienzeiten wirklich nachtschlafender Zeit auf, um mit dem größeren Mädel im Bus in eine völlig andere Ecke der Stadt zu schaukeln. Alles, damit das Kind schwimmen lernt, bevor es mit den leider nicht besonders sensiblen Schulschwimmlehrern für Zweitklässler konfrontiert wird. Das heißt, eine Stunde in tropischem Schwimmhallenklima rumsitzen und das Kind zusammen mit den anderen "Fröschen" dem dort wirklich sehr netten Schwimmlehrer überlassen. Ich nehme Strickzeug mit und habe damit schon einige der anderen Mütter inspiriert. :-)
Ich sitze, wie gesagt, eigentlich nur rum. Und ich stehe auch nicht wirklich eher auf als zu Schulzeiten. Ob es die einzigartig chlorduftende Schwimmhallenluft ist oder die Tatsache, dass ich morgens auch fertig werden und mit loshetzen muss, statt nur die Kinder rechtzeitig abzufertigen - jedenfalls fühle ich mich, als würde ich die gesamte Stunde mitschwimmen. Was gar nicht schlecht wäre, aus versicherungstechnischen Gründen aber verboten ist. Hm, wenn nur die Müdigkeit mit dem entsprechenden Fitnessfaktor einherginge ... ;-)
Für draußen brauchts natürlich etwas Wärmendes über dem tropentauglichen Shirt. Da bietet sich Wardrobe Basic an. Wie immer finde ich es auf dem Foto irgendwie komisch, im Alltag aber gut zu tragen.
Das wars, ein ganz unaufregendes, praktisches MeMadeMittwochs-Outfit.
Und jetzt schaue ich mir die anderen Mittwochsdamen beim MMM an und lasse mich ein bisschen inspirieren. Für wachere Tage ...
Neben fotografischen Mängeln sehe ich auch noch fix und fertig aus. Der Eindruck täuscht nicht, ich könnte jederzeit auf der Stelle einschlafen. Na ja, guckts euch halt an:
Ich trage, was wirklich in letzter Zeit selten vorkommt, mal wieder Jeans statt Rock oder Kleid. Dazu ein bewährtes umkonstruiertes Summer Basic, kurzärmelig und luftig leicht. Das muss auch sein, denn ich stehe diese Woche zu für Ferienzeiten wirklich nachtschlafender Zeit auf, um mit dem größeren Mädel im Bus in eine völlig andere Ecke der Stadt zu schaukeln. Alles, damit das Kind schwimmen lernt, bevor es mit den leider nicht besonders sensiblen Schulschwimmlehrern für Zweitklässler konfrontiert wird. Das heißt, eine Stunde in tropischem Schwimmhallenklima rumsitzen und das Kind zusammen mit den anderen "Fröschen" dem dort wirklich sehr netten Schwimmlehrer überlassen. Ich nehme Strickzeug mit und habe damit schon einige der anderen Mütter inspiriert. :-)
Ich sitze, wie gesagt, eigentlich nur rum. Und ich stehe auch nicht wirklich eher auf als zu Schulzeiten. Ob es die einzigartig chlorduftende Schwimmhallenluft ist oder die Tatsache, dass ich morgens auch fertig werden und mit loshetzen muss, statt nur die Kinder rechtzeitig abzufertigen - jedenfalls fühle ich mich, als würde ich die gesamte Stunde mitschwimmen. Was gar nicht schlecht wäre, aus versicherungstechnischen Gründen aber verboten ist. Hm, wenn nur die Müdigkeit mit dem entsprechenden Fitnessfaktor einherginge ... ;-)
Für draußen brauchts natürlich etwas Wärmendes über dem tropentauglichen Shirt. Da bietet sich Wardrobe Basic an. Wie immer finde ich es auf dem Foto irgendwie komisch, im Alltag aber gut zu tragen.
Das wars, ein ganz unaufregendes, praktisches MeMadeMittwochs-Outfit.
Und jetzt schaue ich mir die anderen Mittwochsdamen beim MMM an und lasse mich ein bisschen inspirieren. Für wachere Tage ...
Mittwoch, 27. Januar 2016
MMM mit Neuem und Altbewährtem
Heute raffe ich mich, wenn auch spät, dann doch mal wieder auf zum Sprung in den MeMadeMittwoch. Da der Mann krank und daheim ist, können die Kinder nicht Amok laufen, während ich hinter verschlossener Schlafzimmertür hocke. ;-)
Von letzteren sind auch zwei krank, aber irgendwie immer noch voller Energie zum Toben oder Streiten. Wie machen Kinder das bloß immer? Für kurze Zeit sind sie völlig hinüber, fiebern, jammern und husten einem zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Gesicht. Dann geht das Fieber, Husten und Schnupfen bleiben allerdings, sodass der Kindergartenbesuch außer Frage steht. In diesem Zustand wird Kind zwar schnell müde, ist aber nur äußerst mühevoll zum Schlafen zu bewegen, spielt und kaspert lieber, bis ihm etwas gegen den Strich geht (was so ungefähr aller 3 Minuten der Fall ist), dann heult es fürchterlich um kurze Zeit später den gleichen Zyklus von vorn zu beginnen. Natürlich unterbrochen von den Phasen, in denen es wegen Meinungsverschiedenheiten mit den Sorgeberechtigten einen richtigen Wutanfall bekommt, der noch etwas lauter und natürlich auch länger ausfällt. Ausgeprägte Erziehungsresistenz beschreibt meine Sichtweise des Zustands ziemlich gut. Das Kind sieht das wohl etwas anders. Puuh ... Am Ende eines solchen Tages können Freud und Leid ganz eng beieinander liegen, vor allem, wenn ein kleines, süßes, blondgelocktes Mädchen ankommt, einem liebevoll die Ärmchen um den Hals schlingt und dabei zärtlich säuselt: "Weißte Mama, ich mag dich, aber leider bist du manchmal so fies." Ähm *nach Luft schnapp* - Was soll man dazu sagen?
Mein Immunsystem hat sich wohl angesichts hartnäckiger Hustenattacken von außen gedacht: "Och komm, machen wir ihnen die Freude und lassen ein paar Viren rein. So'n kleiner Schlagabtausch kann ja nicht schaden ... oh Mist, die sind stärker, als die aussehen ... Sch...husten!" Tja, so langsam, aber wirklich nur langsam gewinnen die Abwehrtruppen wieder die Oberhand. Ich hoffe, die lassen sich nicht noch auf ein Duell mit den Durchfallviren vom anderen Kind ein ...
Jetzt bin ich aber irgendwie mächtig vom Thema abgekommen. MMM, das wollte ich eigentlich. Also, ich trage heute, und dieses Mal wirklich tagesaktuell, Kleid und Strickjacke, die neu, weil noch nicht hier vorgestellt worden sind. Altbewährtes ist trotzdem dabei, denn es handelt sich wieder um meinen Lieblingskleiderschnitt Ella von Pattydoo.
So lümmele ich heute noch leise vor mich hin hustend zu Hause herum und stricke:
Natürlich nicht in Stiefeletten. Die hab ich nur an, weil ich wohl oder übel gleich einkaufen muss. Die Strickjacke muss ich noch ausziehen, denn bei 15 °C Januartemperatur wird das so zu warm unterm Mantel. Die Jacke ist eine Miette, vielfach bei anderen Bloggerinnen bewundert, im Urlaub mal in Angriff genommen und Anfang dieses Jahres endlich fertigbekommen. Das allein ist für mich ein Grund, ein bisschen stolz auf mich zu sein. Schließlich ist das erst das zweite gestrickte Kleidungsstück meines Lebens, das ich nicht nur angefangen habe. :-) Das Jäckchen besteht aus billiger Synthetikwolle. Ich musste ja erstmal probieren, ob das was Brauchbares wird mit mir und dem Stricken wirklich tragbarer Kleidung. Geworden ist es, war auch nicht schwer. Nur etwas groß geraten ist das Teil. Nun gut, aller Anfang ... Für zu Hause ist es ganz gemütlich. Und ich weiß jetzt, wie es geht und was ich gern anders hätte. Zum Beispiel einen engeren Ausschnitt und einen etwas längeren Saum. So habe nämlich immer das Gefühl, dass ein kleiner Streifen vom Rücken frei liegt, der auch noch gewärmt werden sollte. Was ich an dieser Jacke liebe, ist die Technik - Raglan von oben. So hat man das Gefühl, dass man das Stück nicht mühsam Teil für Teil zusammenstoppelt und irgendwie nie fertig wird, sondern es wächst einem von Anfang an das ganze erkennbare Kleidungsstück unter den Händen. So lässt es sich auch gut anpassen. Diese neue Strickerfahrung hat die Lust auf mehr geweckt. Also habe ich mit etwas Internetrecherche und Rumprobiererei inzwischen schon eine zweite Jacke fertig, der allerdings noch die Knöpfe fehlen. Die ist schon viel besser ausgefallen. Garn für eine NOCH bessere Strickjacke 3.0 liegt bereits da. Mal sehen, bei welcher Versionsnummer ich angekommen bin, bis ich bis ins letzte Detail zufrieden bin ... :-)
Ein Foto vom Tage gibt es heute zwar, allerdings habe ich vergessen, das Kleid auch mal ohne Jacke fotografieren zu lassen. Also doch noch ein mieses älteres Blitzfoto. :-p
Ella in Gr. D (38) mit 3/4-Ärmeln und einem Ausschnitt mit innen liegender Bandversäuberung, der irgendwo zwischen der engen und der weiten Variante im Schnittmuster liegt. Das Material ist irgendeine Mischung, die ich schon länger daliegen hatte. Da der Stoff nur querelastisch ist, habe ich dieses Mal einen Brustabnäher in die Ella eingefügt. Der tut dem Sitz im Ärmelbereich zusammen mit den bei der Vorversion vorgenommenen Änderungen sehr gut. Immerhin ist die altbekannte Falte jetzt schon fast weg (je nachdem, wie ich dastehe). :-) So ist das Kleid angenehm zu tragen, durchaus wärmend und so knitterfrei, dass es schnell zum Alltagshelden avanciert. Sein Debüt hat es allerdings ganz festlich als mein Weihnachtskleid gegeben, mit schmalem schwarzem Gürtel und Granatschmuck dazu. Mit rotem Gürtel und Blümchenohrringen kombiniert hat es mich ins Theater begleitet. ("Drei Männer im Schnee" von Kästner im Kleinen Haus hier in Dresden. Durfte überraschend meinen Vater begleiten. Hat man auch nicht alle Tage. War toll! Würde ich durchaus ein zweites Mal anschauen.)
Zurück zum Kleid - wie man sieht, wieder ein vielseitiges Lieblingsteil.
Das nächste wird aber keine Ella, ich reiß mich ganz sehr zusammen. Ich hab doch so viele schöne Schnittmuster ... :-D
Und jetzt ab damit zum MMM. Und mal schauen, wer sich dort heute noch präsentiert.
Von letzteren sind auch zwei krank, aber irgendwie immer noch voller Energie zum Toben oder Streiten. Wie machen Kinder das bloß immer? Für kurze Zeit sind sie völlig hinüber, fiebern, jammern und husten einem zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Gesicht. Dann geht das Fieber, Husten und Schnupfen bleiben allerdings, sodass der Kindergartenbesuch außer Frage steht. In diesem Zustand wird Kind zwar schnell müde, ist aber nur äußerst mühevoll zum Schlafen zu bewegen, spielt und kaspert lieber, bis ihm etwas gegen den Strich geht (was so ungefähr aller 3 Minuten der Fall ist), dann heult es fürchterlich um kurze Zeit später den gleichen Zyklus von vorn zu beginnen. Natürlich unterbrochen von den Phasen, in denen es wegen Meinungsverschiedenheiten mit den Sorgeberechtigten einen richtigen Wutanfall bekommt, der noch etwas lauter und natürlich auch länger ausfällt. Ausgeprägte Erziehungsresistenz beschreibt meine Sichtweise des Zustands ziemlich gut. Das Kind sieht das wohl etwas anders. Puuh ... Am Ende eines solchen Tages können Freud und Leid ganz eng beieinander liegen, vor allem, wenn ein kleines, süßes, blondgelocktes Mädchen ankommt, einem liebevoll die Ärmchen um den Hals schlingt und dabei zärtlich säuselt: "Weißte Mama, ich mag dich, aber leider bist du manchmal so fies." Ähm *nach Luft schnapp* - Was soll man dazu sagen?
Mein Immunsystem hat sich wohl angesichts hartnäckiger Hustenattacken von außen gedacht: "Och komm, machen wir ihnen die Freude und lassen ein paar Viren rein. So'n kleiner Schlagabtausch kann ja nicht schaden ... oh Mist, die sind stärker, als die aussehen ... Sch...husten!" Tja, so langsam, aber wirklich nur langsam gewinnen die Abwehrtruppen wieder die Oberhand. Ich hoffe, die lassen sich nicht noch auf ein Duell mit den Durchfallviren vom anderen Kind ein ...
Jetzt bin ich aber irgendwie mächtig vom Thema abgekommen. MMM, das wollte ich eigentlich. Also, ich trage heute, und dieses Mal wirklich tagesaktuell, Kleid und Strickjacke, die neu, weil noch nicht hier vorgestellt worden sind. Altbewährtes ist trotzdem dabei, denn es handelt sich wieder um meinen Lieblingskleiderschnitt Ella von Pattydoo.
So lümmele ich heute noch leise vor mich hin hustend zu Hause herum und stricke:
Natürlich nicht in Stiefeletten. Die hab ich nur an, weil ich wohl oder übel gleich einkaufen muss. Die Strickjacke muss ich noch ausziehen, denn bei 15 °C Januartemperatur wird das so zu warm unterm Mantel. Die Jacke ist eine Miette, vielfach bei anderen Bloggerinnen bewundert, im Urlaub mal in Angriff genommen und Anfang dieses Jahres endlich fertigbekommen. Das allein ist für mich ein Grund, ein bisschen stolz auf mich zu sein. Schließlich ist das erst das zweite gestrickte Kleidungsstück meines Lebens, das ich nicht nur angefangen habe. :-) Das Jäckchen besteht aus billiger Synthetikwolle. Ich musste ja erstmal probieren, ob das was Brauchbares wird mit mir und dem Stricken wirklich tragbarer Kleidung. Geworden ist es, war auch nicht schwer. Nur etwas groß geraten ist das Teil. Nun gut, aller Anfang ... Für zu Hause ist es ganz gemütlich. Und ich weiß jetzt, wie es geht und was ich gern anders hätte. Zum Beispiel einen engeren Ausschnitt und einen etwas längeren Saum. So habe nämlich immer das Gefühl, dass ein kleiner Streifen vom Rücken frei liegt, der auch noch gewärmt werden sollte. Was ich an dieser Jacke liebe, ist die Technik - Raglan von oben. So hat man das Gefühl, dass man das Stück nicht mühsam Teil für Teil zusammenstoppelt und irgendwie nie fertig wird, sondern es wächst einem von Anfang an das ganze erkennbare Kleidungsstück unter den Händen. So lässt es sich auch gut anpassen. Diese neue Strickerfahrung hat die Lust auf mehr geweckt. Also habe ich mit etwas Internetrecherche und Rumprobiererei inzwischen schon eine zweite Jacke fertig, der allerdings noch die Knöpfe fehlen. Die ist schon viel besser ausgefallen. Garn für eine NOCH bessere Strickjacke 3.0 liegt bereits da. Mal sehen, bei welcher Versionsnummer ich angekommen bin, bis ich bis ins letzte Detail zufrieden bin ... :-)
Ein Foto vom Tage gibt es heute zwar, allerdings habe ich vergessen, das Kleid auch mal ohne Jacke fotografieren zu lassen. Also doch noch ein mieses älteres Blitzfoto. :-p
Ella in Gr. D (38) mit 3/4-Ärmeln und einem Ausschnitt mit innen liegender Bandversäuberung, der irgendwo zwischen der engen und der weiten Variante im Schnittmuster liegt. Das Material ist irgendeine Mischung, die ich schon länger daliegen hatte. Da der Stoff nur querelastisch ist, habe ich dieses Mal einen Brustabnäher in die Ella eingefügt. Der tut dem Sitz im Ärmelbereich zusammen mit den bei der Vorversion vorgenommenen Änderungen sehr gut. Immerhin ist die altbekannte Falte jetzt schon fast weg (je nachdem, wie ich dastehe). :-) So ist das Kleid angenehm zu tragen, durchaus wärmend und so knitterfrei, dass es schnell zum Alltagshelden avanciert. Sein Debüt hat es allerdings ganz festlich als mein Weihnachtskleid gegeben, mit schmalem schwarzem Gürtel und Granatschmuck dazu. Mit rotem Gürtel und Blümchenohrringen kombiniert hat es mich ins Theater begleitet. ("Drei Männer im Schnee" von Kästner im Kleinen Haus hier in Dresden. Durfte überraschend meinen Vater begleiten. Hat man auch nicht alle Tage. War toll! Würde ich durchaus ein zweites Mal anschauen.)
Zurück zum Kleid - wie man sieht, wieder ein vielseitiges Lieblingsteil.
Das nächste wird aber keine Ella, ich reiß mich ganz sehr zusammen. Ich hab doch so viele schöne Schnittmuster ... :-D
Und jetzt ab damit zum MMM. Und mal schauen, wer sich dort heute noch präsentiert.
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Mittwoch, 9. Dezember 2015
MMM im Lieblingskleid
Spät kommt er, aber er kommt - mal wieder ein Beitrag zum Me Made Mittwoch. Ich hab was Neues, und auch wieder nicht, denn es ist nun schon zum vierten Mal die Ella von Pattydoo geworden. Ich kann nichts dafür, das ist einfach mein Kleid. ;-)
Vor einer Woche ergab sich wieder einmal ein netter Vormittagsnähtreff mit Malou und Frauenoberbekleidung. Das kommende Weihnachtsfest bestimmte die Schnittauswahl. Es wurden teils Weihnachts- teils sozusagen Vorweihnachtskleider zugeschnitten. Bei mir war's letzteres. Denn ich möchte auch zu Weihnachten eine Ella, hatte mir aber vorgenommen, bevor ich sie aus dem "guten" Stoff zuschneide, mein Armausschnittproblem an diesem Schnittmuster anzugehen und ein Testkleid mit Änderung zu nähen.
Also bastelte ich ein bisschen an Armausschnitt und Ärmel und schnitt dann mutig zu wie sonst auch, mit leicht verlängertem Vorderteil (wegen der Oberweite) und etwas verlängertem Rock, und zwar aus Courtelle-Jersey von Stoff und Stil. Mit der Overlock-Maschine war das Kleid schnell zusammengetackert.
Ich probierte es an und dachte: "Na toll, ein Nachthemd."
Aus diesem Stoff fiel das Teil deutlich größer aus als sonst und der recht schwere Rock zog die Taillennaht zu weit nach unten. Eigentlich war's überall zu lang, wo es nur zu lang sein kann. Das lässt sich zum Glück ändern. An der Taille etwas raus, Rock kürzer, Ärmel auch. Die Weite ist OK, so wirkt das Kleid etwas lässiger als die ganz körpernahe Variante. Die Änderung am Ärmel ist dadurch zwar nicht zu erkennen, aber ich denke, bei einem weniger elastischen Stoff wird sie sich schon positiv bemerkbar machen.
Und da ist die Ella in Antik-Blau (Zum Glück hab ich Fotos vom Sonntag, als es im Treppenhaus noch Sonne gab. Heute wär's hoffnungslos gewesen.):
Für etwas Wärme und einen weniger blassen Akzent am Hals habe ich mir noch einen Loop zum Kleid genäht. Dunkelblau mit weißen Pünktchen, sehr synthetisch, fällt aber schön. Aus der Restekiste beim dunkelblauen Kaufhaus:
Und da ich Dreiviertelärmel mag, es draußen aber doch etwas wärmer brauche, habe ich mir noch ein Paar Armstulpen gestrickt:
So viel von mir zum MMM, jetzt stöbere ich noch mal bei den anderen Nähdamen.
Vor einer Woche ergab sich wieder einmal ein netter Vormittagsnähtreff mit Malou und Frauenoberbekleidung. Das kommende Weihnachtsfest bestimmte die Schnittauswahl. Es wurden teils Weihnachts- teils sozusagen Vorweihnachtskleider zugeschnitten. Bei mir war's letzteres. Denn ich möchte auch zu Weihnachten eine Ella, hatte mir aber vorgenommen, bevor ich sie aus dem "guten" Stoff zuschneide, mein Armausschnittproblem an diesem Schnittmuster anzugehen und ein Testkleid mit Änderung zu nähen.
Also bastelte ich ein bisschen an Armausschnitt und Ärmel und schnitt dann mutig zu wie sonst auch, mit leicht verlängertem Vorderteil (wegen der Oberweite) und etwas verlängertem Rock, und zwar aus Courtelle-Jersey von Stoff und Stil. Mit der Overlock-Maschine war das Kleid schnell zusammengetackert.
Ich probierte es an und dachte: "Na toll, ein Nachthemd."
Aus diesem Stoff fiel das Teil deutlich größer aus als sonst und der recht schwere Rock zog die Taillennaht zu weit nach unten. Eigentlich war's überall zu lang, wo es nur zu lang sein kann. Das lässt sich zum Glück ändern. An der Taille etwas raus, Rock kürzer, Ärmel auch. Die Weite ist OK, so wirkt das Kleid etwas lässiger als die ganz körpernahe Variante. Die Änderung am Ärmel ist dadurch zwar nicht zu erkennen, aber ich denke, bei einem weniger elastischen Stoff wird sie sich schon positiv bemerkbar machen.
Und da ist die Ella in Antik-Blau (Zum Glück hab ich Fotos vom Sonntag, als es im Treppenhaus noch Sonne gab. Heute wär's hoffnungslos gewesen.):
Für etwas Wärme und einen weniger blassen Akzent am Hals habe ich mir noch einen Loop zum Kleid genäht. Dunkelblau mit weißen Pünktchen, sehr synthetisch, fällt aber schön. Aus der Restekiste beim dunkelblauen Kaufhaus:
Und da ich Dreiviertelärmel mag, es draußen aber doch etwas wärmer brauche, habe ich mir noch ein Paar Armstulpen gestrickt:
So viel von mir zum MMM, jetzt stöbere ich noch mal bei den anderen Nähdamen.
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Mittwoch, 22. Juli 2015
Ent-wickelter Rock und ver-knotetes Shirt zum MMM
Immer kurz vorm Urlaub fällt mir ein, dass ich eigentlich gar nichts habe, das ich gern in den Koffer packen würde. Also müssen neue Klamotten her. Nähmarathon ist angesagt. Zwei Röcke und ein Shirt sind schon entstanden. Noch einige Schnittmuster liegen auf dem Tisch. Ich hab gut zu tun, würde ich sagen.
Natürlich will ich nicht warten, bis wir tatsächlich im Urlaub sind, bevor die neuen Sachen ausgeführt werden. Man kann die ja auch daheim schon mal eintragen. :-)
Heute also:
Obenrum Shirt Liv (Pattydoo) mit selbst gebasteltem Knotenausschnitt. Untenrum Rock Raita (Näähglück), aber ent-wickelt. Mir gefällt die A-Linie des Rocks sehr gut, für den Wickelrock war aber nicht genug Stoff da. Also habe ich ein Vorder- und ein Rückteil aus dem Schnitt extrahiert und einen einfachen Rock mit Reißverschluss daraus gemacht.
Den Ausschnitt mit dem geknoteten Bündchen hatte ich so ähnlich an einer Frau im Supermarkt gesehen, Kaufshirt wahrscheinlich. Immer mal wieder unauffällig hingelinst, wie das gemacht sein könnte, ein bisschen getüftelt - et voilá! Das Dreieck könnte noch etwas sauberer genäht sein. Ich hätte von Anfang an Stickvlies unterlegen sollen ... Aber so ist es durchaus akzeptabel. Sieht man beim Tragen eh kaum. Der Ausschnitt hätte etwas weiter sein können. Das breite Bündchen hat ihn stärker zusammengezogen, als ich gedacht hätte. Na ja, beim nächsten Mal. Ist auf alle Fälle gut tragbar so. Gefällt mir, der Knoten.
Das Grün des Rocks ist eigentlich gar nicht meine Farbe. Ich hatte einen halben Meter Rest aus ner Wühlkiste gegraben und dabei eigentlich an die Kinder gedacht. Irgendwie gefielen mir die fröhlichen Blumen aber doch zu gut. Außerdem kommt ja mein geliebtes Petrol im Muster vor. Also wurde so lange gebastelt, bis aus dem Stückchen noch ein Rock für mich wurde. Der Bund ist einfach mit Schrägband versäubert (endlich Schrägbandformer ausprobiert - tolles Teil, keine verbrannten Finger mehr beim Bügeln :-) ). Der Reißverschluss wurde beidseitig verdeckt eingenäht. Für was anderes hätte die Nahtzugabe nicht gereicht. Am Saum habe ich aus dem Passendsten, das sich in den Vorräten fand, eine Art breite Paspel angesetzt, schräg zugeschnitten. Damit kam eine gerade akzeptable Länge zustande.
Der Rock ist gefüttert, das finde ich auch bei Hitze sehr angenehm. Schön, wenn beim Aufstehen nix peinlich verschwitzt und zerknüllt am Hintern klebt. :-)
Fazit: angenehmes Sommeroutfit, darf in den Koffer.
Material: Viskosejersey und bedruckte Webware von Stoff Fischer, Futter und Reißverschluss vom Nähstübchen Emily
Das ganze geht heute natürlich zum MMM. Mal schauen, worin die anderen Nähdamen heute schwitzen. Zumindest bei uns bleibt einem gar nichts anderes übrig, da kann man an- oder ausziehen was man will. ;-)
Natürlich will ich nicht warten, bis wir tatsächlich im Urlaub sind, bevor die neuen Sachen ausgeführt werden. Man kann die ja auch daheim schon mal eintragen. :-)
Heute also:
Obenrum Shirt Liv (Pattydoo) mit selbst gebasteltem Knotenausschnitt. Untenrum Rock Raita (Näähglück), aber ent-wickelt. Mir gefällt die A-Linie des Rocks sehr gut, für den Wickelrock war aber nicht genug Stoff da. Also habe ich ein Vorder- und ein Rückteil aus dem Schnitt extrahiert und einen einfachen Rock mit Reißverschluss daraus gemacht.
Den Ausschnitt mit dem geknoteten Bündchen hatte ich so ähnlich an einer Frau im Supermarkt gesehen, Kaufshirt wahrscheinlich. Immer mal wieder unauffällig hingelinst, wie das gemacht sein könnte, ein bisschen getüftelt - et voilá! Das Dreieck könnte noch etwas sauberer genäht sein. Ich hätte von Anfang an Stickvlies unterlegen sollen ... Aber so ist es durchaus akzeptabel. Sieht man beim Tragen eh kaum. Der Ausschnitt hätte etwas weiter sein können. Das breite Bündchen hat ihn stärker zusammengezogen, als ich gedacht hätte. Na ja, beim nächsten Mal. Ist auf alle Fälle gut tragbar so. Gefällt mir, der Knoten.
Das Grün des Rocks ist eigentlich gar nicht meine Farbe. Ich hatte einen halben Meter Rest aus ner Wühlkiste gegraben und dabei eigentlich an die Kinder gedacht. Irgendwie gefielen mir die fröhlichen Blumen aber doch zu gut. Außerdem kommt ja mein geliebtes Petrol im Muster vor. Also wurde so lange gebastelt, bis aus dem Stückchen noch ein Rock für mich wurde. Der Bund ist einfach mit Schrägband versäubert (endlich Schrägbandformer ausprobiert - tolles Teil, keine verbrannten Finger mehr beim Bügeln :-) ). Der Reißverschluss wurde beidseitig verdeckt eingenäht. Für was anderes hätte die Nahtzugabe nicht gereicht. Am Saum habe ich aus dem Passendsten, das sich in den Vorräten fand, eine Art breite Paspel angesetzt, schräg zugeschnitten. Damit kam eine gerade akzeptable Länge zustande.
Der Rock ist gefüttert, das finde ich auch bei Hitze sehr angenehm. Schön, wenn beim Aufstehen nix peinlich verschwitzt und zerknüllt am Hintern klebt. :-)
Fazit: angenehmes Sommeroutfit, darf in den Koffer.
Material: Viskosejersey und bedruckte Webware von Stoff Fischer, Futter und Reißverschluss vom Nähstübchen Emily
Das ganze geht heute natürlich zum MMM. Mal schauen, worin die anderen Nähdamen heute schwitzen. Zumindest bei uns bleibt einem gar nichts anderes übrig, da kann man an- oder ausziehen was man will. ;-)
Mittwoch, 15. April 2015
Kleidsamer MMM
Ich habe ein neues Lieblingskleid - Ella von pattydoo. So muss ein Kleid für mich sein: beschwingt, unkompliziert, zeigen, was schön ist, über einiges gnädig hinweggehen. ;-)
Und in dem Kleid schwinge ich mich heute in den sonnigen Mittwoch. Es geht mal wieder zu einem Kunstkurs, wie im letzten Jahr schon mein Geburtstagsgeschenk.
Ich habe Größe 38 genäht, die gut passt. Den Rock habe ich leicht verlängert, bei weiten Röcken habe ich den Saum gern unter dem Knie.
Sollte mir's ein bisschen kühl werden, kommt mein Wardrobe Basic (Ottobre 5/13) drüber. (Das hier wieder irgendwie unförmig aussieht und mir immer noch live besser gefällt als auf Fotos.)
Und ab zum MMM mit dem Mittwochsoutfit.
Und in dem Kleid schwinge ich mich heute in den sonnigen Mittwoch. Es geht mal wieder zu einem Kunstkurs, wie im letzten Jahr schon mein Geburtstagsgeschenk.
So sieht's aus. Die bräunlich-graue Farbe ist jetzt nicht unbedingt mein Favorit. Hier ging's um Material. Den Stoff habe ich im Sonderangebot (im großen dunkelblauen Kaufhaus in der Stadt) gekauft, um den Schnitt günstig zu testen. Er hat einen recht hohen Viskoseanteil, ist dünn mit einem kühlen Tragegefühl und trotzdem nicht labberig. Für einen Hauch Farbe habe ich auf die Schulterpartie des amerikanischen Ausschnitts kleine petrolfarbene Knöpfchen genäht (Recycling von einer in Auflösung begriffenen Strickjacke). Ansonsten gibts ja noch petrolfarbene Ohrringe, Tücher, Stoffblümchen ... :-)
Ich habe Größe 38 genäht, die gut passt. Den Rock habe ich leicht verlängert, bei weiten Röcken habe ich den Saum gern unter dem Knie.
Sollte mir's ein bisschen kühl werden, kommt mein Wardrobe Basic (Ottobre 5/13) drüber. (Das hier wieder irgendwie unförmig aussieht und mir immer noch live besser gefällt als auf Fotos.)
Und ab zum MMM mit dem Mittwochsoutfit.
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Mittwoch, 4. Februar 2015
Happy End zum MMM
Was lange währt, wird endlich - nun, wenn nicht perfekt, so doch zumindest gut tragbar.
Schon einige Zeit vor Weihnachten hatten wir uns mit Anne, Malou und Frauenoberbekleidung zu zwei produktiven Nähtreffen zusammengefunden. Wenn man schon mal drei erfahrene Näherinnen in greifbarer Nähe hat, kann man sich gut an ein bisher unversuchtes Projekt wagen. Ich nahm mir also ein Kleid mit Futter und nahtverdecktem Reißverschluss vor. Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) sollte es werden, schlicht und vielseitig. Die Stoffwahl fiel auf einen geblümten Feincord von einer Tauschparty und günstiges Futter vom Stoffmarkt - für die Premiere nicht das Beste, aber mit dem Potential, zu einem tragbaren Ergebnis zu führen.
Zuschnitt, Anpassung (Danke, Mädels, für perfekte Rückenabnäher!) und Nähen von Außen- und Futterseite waren bald erledigt. Auch der Reißverschluss saß ordentlich. Doch dann hakte es.
An der Stelle hätte das Futter ins Kleid gemusst - aber wie? Inzwischen saß ich mit dem Rätsel namens Ottobre-Anleitung wieder allein daheim, und ich hab's einfach nicht kapiert. Dank Weihnachtszeit war auch genug anderes zu tun. Also blieb das Kleid erstmal liegen.
Letztes Wochenende packte es mich dann wieder. Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinkriege! Ich suchte mir Kleiderteile und Ottobre herzu. Die Ottobre-Ausgabe hatte ich nachbestellt und nur noch auf Englisch bekommen, was ja kein Problem darstellt. Man hatte mir allerdings die Anleitungen als Kopie auf Deutsch mitgeschickt. An die Variante hatte ich mich denn auch gehalten, liegt mir nun mal näher. Und ich hatte geglaubt, mit den ohnehin manchmal seltsamen Ottobre-Beschreibungen käme ich in meiner Muttersprache wahrscheinlich immer noch am besten klar. Nun hatte ich aber zum Jahresbeginn gründlich aufgeräumt und konnte die deutschen Kopien nicht mehr finden. Man sollte einfach nicht aufräumen. Oder doch, denn dass ich mich an die englische Version halten musste, war mein Glück. Auf einmal war alles ganz klar und einfach! Jedenfalls die Theorie. Praktisch ist es eine ordentliche Fummelei, aber alles machbar.
Eins weiß ich nach dieser Aktion: Nie wieder werde ich guten Gewissens ein gefüttertes Kleid für 30 Euro beim Klamottenschweden auch nur anschauen können! Da steckt so viel Mühe drin, die nur menschliche, geschickte Hände aufbringen können. Bei diesem Preis kann der Aufwand nicht angemessen bezahlt worden sein.
Zum Kleid fehlte mir noch das passende Drunter für kühle Tage. Ein schlichtes Langarmshirt war schnell genäht. Dieses Mal nach einem Kaufshirt, das ganz gut sitzt. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem für mich perfekten Armausschnitt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, auch mit diesem Shirt nicht, aber es ist OK. Selber basteln traue ich mir nicht so recht zu. Die Armkugel perfekt auf den Ärmelausschnitt abzustimmen, dafür braucht man wohl etwas mehr Ahnung von der Theorie der Schnitterstellung. Ich werde weiterforschen.
Jetzt ist es aber Zeit für den bildlichen Erfolgsbeweis, schließlich soll das neue Outfit zum MMM wandern, und da will man Fakten sehen :-) :
Also bitte - Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) in Größe 38. Ein schlichtes Kleid mit eher lässigem als elegantem Sitz, ein hübsches Alltagsteil, wie ich finde. Änderungen: Ich habe es gekürzt und die Abnäher nach Bedarf versetzt und verlängert. Auch die Zierknopfleiste habe ich verändert. Laut Schnitt ist sie kontrastfarbig und länger mit eckigem Abschluss. Meine habe ich gerundet und mit einer kleinen unifarbenen Paspel abgesetzt. Die beiden Knöpfe spiegeln hier im Bild etwas. Eigentlich entspricht die Farbe exakt der von Paspel und Shirt.
In die Rückseite habe ich (mit Hilfe der Nähmädels) Abnäher eingefügt. Ich bin zu kurvig gebaut, um in einem rundum glatten Schnitt vorteilhaft auszusehen. Im rückwärtigen Bild erscheinen die Farben übrigens am realistischsten.
Bei uns schneit's nun endlich auch mal ein bisschen, da ist es mit schön belichteten Fotos in unserer Wohnung nicht so einfach ... Und auch sonst - aus irgendeinem Grund hat es mein Fotograf für gut befunden, mich in diesem Bild dezentral zu platzieren, aber man erkennt die Grundidee ... :-)
So, jetzt ab zum MMM, mein erstes gefüttertes Kleid stolz vorzeigen und stöbern, was die anderen Näherinnen so tragen.
Schon einige Zeit vor Weihnachten hatten wir uns mit Anne, Malou und Frauenoberbekleidung zu zwei produktiven Nähtreffen zusammengefunden. Wenn man schon mal drei erfahrene Näherinnen in greifbarer Nähe hat, kann man sich gut an ein bisher unversuchtes Projekt wagen. Ich nahm mir also ein Kleid mit Futter und nahtverdecktem Reißverschluss vor. Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) sollte es werden, schlicht und vielseitig. Die Stoffwahl fiel auf einen geblümten Feincord von einer Tauschparty und günstiges Futter vom Stoffmarkt - für die Premiere nicht das Beste, aber mit dem Potential, zu einem tragbaren Ergebnis zu führen.
Zuschnitt, Anpassung (Danke, Mädels, für perfekte Rückenabnäher!) und Nähen von Außen- und Futterseite waren bald erledigt. Auch der Reißverschluss saß ordentlich. Doch dann hakte es.
An der Stelle hätte das Futter ins Kleid gemusst - aber wie? Inzwischen saß ich mit dem Rätsel namens Ottobre-Anleitung wieder allein daheim, und ich hab's einfach nicht kapiert. Dank Weihnachtszeit war auch genug anderes zu tun. Also blieb das Kleid erstmal liegen.
Letztes Wochenende packte es mich dann wieder. Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinkriege! Ich suchte mir Kleiderteile und Ottobre herzu. Die Ottobre-Ausgabe hatte ich nachbestellt und nur noch auf Englisch bekommen, was ja kein Problem darstellt. Man hatte mir allerdings die Anleitungen als Kopie auf Deutsch mitgeschickt. An die Variante hatte ich mich denn auch gehalten, liegt mir nun mal näher. Und ich hatte geglaubt, mit den ohnehin manchmal seltsamen Ottobre-Beschreibungen käme ich in meiner Muttersprache wahrscheinlich immer noch am besten klar. Nun hatte ich aber zum Jahresbeginn gründlich aufgeräumt und konnte die deutschen Kopien nicht mehr finden. Man sollte einfach nicht aufräumen. Oder doch, denn dass ich mich an die englische Version halten musste, war mein Glück. Auf einmal war alles ganz klar und einfach! Jedenfalls die Theorie. Praktisch ist es eine ordentliche Fummelei, aber alles machbar.
Eins weiß ich nach dieser Aktion: Nie wieder werde ich guten Gewissens ein gefüttertes Kleid für 30 Euro beim Klamottenschweden auch nur anschauen können! Da steckt so viel Mühe drin, die nur menschliche, geschickte Hände aufbringen können. Bei diesem Preis kann der Aufwand nicht angemessen bezahlt worden sein.
Zum Kleid fehlte mir noch das passende Drunter für kühle Tage. Ein schlichtes Langarmshirt war schnell genäht. Dieses Mal nach einem Kaufshirt, das ganz gut sitzt. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem für mich perfekten Armausschnitt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, auch mit diesem Shirt nicht, aber es ist OK. Selber basteln traue ich mir nicht so recht zu. Die Armkugel perfekt auf den Ärmelausschnitt abzustimmen, dafür braucht man wohl etwas mehr Ahnung von der Theorie der Schnitterstellung. Ich werde weiterforschen.
Jetzt ist es aber Zeit für den bildlichen Erfolgsbeweis, schließlich soll das neue Outfit zum MMM wandern, und da will man Fakten sehen :-) :
Also bitte - Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) in Größe 38. Ein schlichtes Kleid mit eher lässigem als elegantem Sitz, ein hübsches Alltagsteil, wie ich finde. Änderungen: Ich habe es gekürzt und die Abnäher nach Bedarf versetzt und verlängert. Auch die Zierknopfleiste habe ich verändert. Laut Schnitt ist sie kontrastfarbig und länger mit eckigem Abschluss. Meine habe ich gerundet und mit einer kleinen unifarbenen Paspel abgesetzt. Die beiden Knöpfe spiegeln hier im Bild etwas. Eigentlich entspricht die Farbe exakt der von Paspel und Shirt.
In die Rückseite habe ich (mit Hilfe der Nähmädels) Abnäher eingefügt. Ich bin zu kurvig gebaut, um in einem rundum glatten Schnitt vorteilhaft auszusehen. Im rückwärtigen Bild erscheinen die Farben übrigens am realistischsten.
Bei uns schneit's nun endlich auch mal ein bisschen, da ist es mit schön belichteten Fotos in unserer Wohnung nicht so einfach ... Und auch sonst - aus irgendeinem Grund hat es mein Fotograf für gut befunden, mich in diesem Bild dezentral zu platzieren, aber man erkennt die Grundidee ... :-)
So, jetzt ab zum MMM, mein erstes gefüttertes Kleid stolz vorzeigen und stöbern, was die anderen Näherinnen so tragen.
Mittwoch, 28. Januar 2015
I' MMM Back!
Na ja, ein bisschen zumindest. Ich langweile euch jetzt nicht mit unseren nähtechnisch unfruchtbaren Alltagsgeschichten der letzten Wochen. Ich schätze, hier sieht's nicht anders aus als bei vielen anderen. Stattdessen zeige ich mein Mittwochsshirt, gestern abend schnell genäht, endlich mal wieder. Eine schlichte Langarm-Liv, das perfekte alltägliche Outfit für einen Vormittag bei Kinderarzt und HNO. :-p
Der Schnitt ist, wie gesagt, Liv von Pattydoo, mit der wie üblich verschmälerten Taille. So sitzt sie lässig bequem aber nicht schlabberweit. Der verwendete Jersey von Swafing stammt vom Stoffmarkt, die unifarbenen Reste für Hals- und Hüftbündchen aus den Tiefen der Stoffvorräte.
Natürlich habe ich wieder ein kleines Extra eingebaut für den persönlichen Touch. Das Halsbündchen ist etwas breiter als ich es sonst zuschneide. Da hinein habe ich mit ein paar Zentimetern Abstand zwei kleine Metallösen gedrückt und ein Schleifchen durchgezogen. Wobei dieses Satinband noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich hätte lieber eine dünne Kordel. Die wird bei Gelegenheit noch besorgt.
Wie man im Detailfoto erkennen kann, gehen schlichte Shirts jetzt wirklich schnell - wunderschöne Overlocknähte dank Weihnachtsgeschenk. So macht das Spaß. Ich hoffe, ich komme dazu, die Maschine in nächster Zeit auch mit ordentlich Arbeit zu füttern. Ich glaube, sie langweilt sich schon etwas.
Und jetzt ab zum MMM mit dem ersten Teil im neuen Jahr.
Der Schnitt ist, wie gesagt, Liv von Pattydoo, mit der wie üblich verschmälerten Taille. So sitzt sie lässig bequem aber nicht schlabberweit. Der verwendete Jersey von Swafing stammt vom Stoffmarkt, die unifarbenen Reste für Hals- und Hüftbündchen aus den Tiefen der Stoffvorräte.
Natürlich habe ich wieder ein kleines Extra eingebaut für den persönlichen Touch. Das Halsbündchen ist etwas breiter als ich es sonst zuschneide. Da hinein habe ich mit ein paar Zentimetern Abstand zwei kleine Metallösen gedrückt und ein Schleifchen durchgezogen. Wobei dieses Satinband noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich hätte lieber eine dünne Kordel. Die wird bei Gelegenheit noch besorgt.
Wie man im Detailfoto erkennen kann, gehen schlichte Shirts jetzt wirklich schnell - wunderschöne Overlocknähte dank Weihnachtsgeschenk. So macht das Spaß. Ich hoffe, ich komme dazu, die Maschine in nächster Zeit auch mit ordentlich Arbeit zu füttern. Ich glaube, sie langweilt sich schon etwas.
Und jetzt ab zum MMM mit dem ersten Teil im neuen Jahr.
Mittwoch, 5. November 2014
MMM - Ein Kleidchen für so Tage ...
... wie sie wohl (fast?) jede Frau kennt. Ihr wisst schon, der Bauch fühlt sich aufgebläht an, seinen Hintern mag man noch weniger als sonst, außerdem müssen aus dringenden Überlebensgründen mindestens ein Cappuccino und eine Tafel Schokolade dezent untergebracht werden ... ;-)
Figurbetont passt nicht zu solchen Tagen. Eher was Gemütliches, Schlabberiges. Aber ganz doof aussehen muss man dabei nun auch nicht. (Reicht, wenn man sich so fühlt.) Jogginganzug ist keine Lösung. :-D
Mein Kleid für alle Fälle ist dieses:
Pigeon Grey, Ottobre 5/2009. Das ist mal wieder so ein Stück, das mir live an mir besser gefällt als auf dem Foto. Es sitzt nicht perfekt, aber gut genug. Trotzdem ist der Kampf mit diesem Schnitt noch nicht zu Ende. Ich hatte das Modell schon einmal genäht. Damals waren noch ein paar verspätete Schwangerschaftskilos übrig, und die Messungen ergaben, dass ich Größe 40 nähen sollte. Untenrum eigentlich sogar noch etwas mehr, aber das muss bei diesem Schnitt nicht berücksichtigt werden. Tja, das Ergebnis fiel definitiv zu groß aus. An den Seiten etwas enger genäht, war es aber zumindest tragbar. Nun also der nächste Versuch, ein paar Kilochen weniger auf den Rippen, trotzdem, ich traue mich nicht, zu klein zu nähen. Also Größe 38 zugeschnitten, mit 1 cm Nahtzugabe, an den Ärmeln nach unten hin ohne NZ, da ich die viel zu weit fand. Außerdem die Original-3/4-Ärmel verlängert. Nach intensiver Betrachtung der zugeschnittenen Teile die Seiten und Ärmel mit 2cm NZ genäht. Und es könnte enger sein, natürlich. :-p Abnähen funktionierte nicht, durch die Raffungen ziehen sich die Nähte dann ganz komisch nach innen. Diese Lösung verworfen, wird's halt getragen, wie's ist. Ich fühle mich wohl drin, vor allem an so Tagen ...
Und beim nächsten Mal dann eben doch 36.
Ich mag an diesem Schnitt die extra eingesetzte, breite Ausschnittblende. Das gibt dem Ganzen eine schickere Note als ein Shirtausschnitt mit Bündchen. Hier habe ich sie mit drei kleinen roten Knöpfchen verziert, um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. An der hochangesetzten Taille wiederholt sich das Thema durch eine Jerseyschleife, die durch einen größeren Knopf gehalten wird.
Das Material, ein Schnäppchen zu Testzwecken, stammt von einem weiter zurückliegenden Stoffmarkt. Mir gefiel einfach das feine Streifenmuster in Marine und Weiß. Was "es" ist, weiß ich nicht. Es fällt auf alle Fälle weich und fließend, ist aber nicht so leicht wie ein reiner Viskosejersey. Mein Gefühl sagt, dass wohl ein Synthetikanteil drin steckt. Trotzdem trägt sich der Stoff angenehm, wärmt sogar ein bisschen an kühleren Tagen. Genau richtig für den Herbst also. Wie er sich nach mehrmaligem Waschen verhält, wird sich zeigen.
Und jetzt mach ich mich auf zum MMM mit meinem Kleid für alle Fälle. Mal schauen, wonach den anderen Teilnehmerinnen heute so ist ...
Figurbetont passt nicht zu solchen Tagen. Eher was Gemütliches, Schlabberiges. Aber ganz doof aussehen muss man dabei nun auch nicht. (Reicht, wenn man sich so fühlt.) Jogginganzug ist keine Lösung. :-D
Mein Kleid für alle Fälle ist dieses:
Pigeon Grey, Ottobre 5/2009. Das ist mal wieder so ein Stück, das mir live an mir besser gefällt als auf dem Foto. Es sitzt nicht perfekt, aber gut genug. Trotzdem ist der Kampf mit diesem Schnitt noch nicht zu Ende. Ich hatte das Modell schon einmal genäht. Damals waren noch ein paar verspätete Schwangerschaftskilos übrig, und die Messungen ergaben, dass ich Größe 40 nähen sollte. Untenrum eigentlich sogar noch etwas mehr, aber das muss bei diesem Schnitt nicht berücksichtigt werden. Tja, das Ergebnis fiel definitiv zu groß aus. An den Seiten etwas enger genäht, war es aber zumindest tragbar. Nun also der nächste Versuch, ein paar Kilochen weniger auf den Rippen, trotzdem, ich traue mich nicht, zu klein zu nähen. Also Größe 38 zugeschnitten, mit 1 cm Nahtzugabe, an den Ärmeln nach unten hin ohne NZ, da ich die viel zu weit fand. Außerdem die Original-3/4-Ärmel verlängert. Nach intensiver Betrachtung der zugeschnittenen Teile die Seiten und Ärmel mit 2cm NZ genäht. Und es könnte enger sein, natürlich. :-p Abnähen funktionierte nicht, durch die Raffungen ziehen sich die Nähte dann ganz komisch nach innen. Diese Lösung verworfen, wird's halt getragen, wie's ist. Ich fühle mich wohl drin, vor allem an so Tagen ...
Und beim nächsten Mal dann eben doch 36.
Ich mag an diesem Schnitt die extra eingesetzte, breite Ausschnittblende. Das gibt dem Ganzen eine schickere Note als ein Shirtausschnitt mit Bündchen. Hier habe ich sie mit drei kleinen roten Knöpfchen verziert, um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. An der hochangesetzten Taille wiederholt sich das Thema durch eine Jerseyschleife, die durch einen größeren Knopf gehalten wird.
Das Material, ein Schnäppchen zu Testzwecken, stammt von einem weiter zurückliegenden Stoffmarkt. Mir gefiel einfach das feine Streifenmuster in Marine und Weiß. Was "es" ist, weiß ich nicht. Es fällt auf alle Fälle weich und fließend, ist aber nicht so leicht wie ein reiner Viskosejersey. Mein Gefühl sagt, dass wohl ein Synthetikanteil drin steckt. Trotzdem trägt sich der Stoff angenehm, wärmt sogar ein bisschen an kühleren Tagen. Genau richtig für den Herbst also. Wie er sich nach mehrmaligem Waschen verhält, wird sich zeigen.
Und jetzt mach ich mich auf zum MMM mit meinem Kleid für alle Fälle. Mal schauen, wonach den anderen Teilnehmerinnen heute so ist ...
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