Heute zum etwas trüben Mittwoch gibt es sonnige Bilder vom Sonntag. Denn da habe ich eine meiner Marlys getragen, die es noch nicht in die Dokumentation geschafft hat. Und ein Fotograf war auch zur Hand. Ich probiere jetzt 'nen neuen Trick aus bei der Knipserei (jedenfalls, wenn das Wetter es zulässt): Einfach laufen und dabei viele Bilder schießen lassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas dabei ist, wo ich möglichst wenig blöd gucke, mich nicht allzu komisch bewege und das Kleidungsstück einigermaßen vorteilhaft aussieht. :-) So gehts doch:
I'm walking ...
Die Marly diente wieder nur als Grundschnitt und wurde nach Bedarf abgewandelt. Den wunderschönen, blau-weiß gemusterten Lillestoff, der mich irgendwie an altes Porzellan erinnert, wollte ich durch einfarbige Details etwas "beruhigen". Also habe ich aus dem passendsten Jersey, den ich finden konnte, Ausschnitt- und Ärmelbündchen und ein Unterbrustband zugeschnitten. Dem Rockteil habe ich eine A-Linie verpasst und die Abnäher nicht genäht, sondern nur als Falten gelegt. Das Ergebnis ist ein hübsches, aber auch sehr bequemes Sommerkleid, das gern ausgeführt wird. Liegt neben dem Look auch am Stoff, der ganz herrlich weich ist und trotzdem kaum ausbeult. Gekauft hatte ich ihn schon im vorletzten Urlaub bei nellirabelli in Oldenburg/Holstein, und zwar den Rest vom Ballen. Vor dem letzten Urlaub wollte ich mir dann genau dieses Kleid draus nähen, um es noch mitzunehmen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Blümchen beim besten Willen, egal, wie man alles dreht, nicht für die Ärmel reichen würden. Ärmellos wäre eine Option gewesen. Aber wie es so ist, wenn man sich einmal was in den Kopf gesetzt hat ... Ich habs erstmal frustriert zur Seite gelegt. Dann kam der Urlaub und damit der obligatorische Besuch im Stofflädchen - und dort wartete tatsächlich noch ein 50cm-Röllchen von genau dem Jersey auf mich. Perfekt, Kleid gerettet. Und hier isses nun.
Ich schicke es jetzt zum MMM und bin schon gespannt, in welchen selbst gezauberten Sachen die anderen Nähdamen den alltäglichen Mittwoch feiern. :-)
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Mittwoch, 31. Mai 2017
Mittwoch, 24. Mai 2017
MMM: V-Tunika
Mittwoch! Also muss ein Post mit Selbstgenähtem für mich her. Die schon erwähnte V-Tunika zu zeigen steht ja sowieso noch aus. Und ich hab doch tatsächlich schon gestern dran gedacht, dass auf Dienstag Mittwoch folgt und mich am Abend vorsorglich ablichten lassen. Fotografin war Kind 2. Sie macht das gar nicht schlecht und hat auch Lust dazu. Ich glaube, ich muss ihr mal ein bisschen "Unterricht" in Sachen Kamerabenutzung geben, dann könnte das richtig gut werden. Einstweilen arbeitet Freund GIMP am Ende noch etwas mit, um die Fotos weitestmöglich zu perfektionieren. :-)
Und hier ist nun das gute Stück, ganz authentisch nach einem langen Tag zu Hause, auf dem Rad und im Garten. Unspektakulär schlicht und bequem macht es alles mit und passt mit den Dreiviertelärmeln für warme und auch kühlere Tage.
Grundlage war der V-Shirt-Schnitt aus dem schon vorgestellten Buch "Nähen macht glücklich" mit ähnlichem Größenpatchwork wie beim Frauenoberteil. Das Rockteil habe ich mit meiner geliebten "Marly" als Vergleichsmuster dranimprovisiert. Passt genau, auch wenn es auf dem Foto ein bisschen komisch auf der Hüfte hängt. Man kennt das ja, irgendwas ist immer nicht richtig zurechtgezupft, was man natürlich erst bemerkt, wenn man die Fotos in Ruhe auf dem Computer betrachtet und es draußen inzwischen dunkel ist. Egal, Authentizität zählt. ;-)
Der Jersey mit den stilisierten Blüten stammt von Buttinette. Er ist fein glatt und eher dünn. An der Qualität gibts nichts zu meckern. Die Tunika wurde jetzt schon mehrfach gewaschen und Form und Farbe bleiben, wie sie sein sollen. Um bei dem glatten Schnitt einen gewissen "Nachthemdlook" zu vermeiden, habe ich eine einfache kleine Applikation auf den Rock genäht. Mehr brauchts nicht für ein praktisch schönes Alltagsstück. Davon will ich mehr - in Variationen natürlich, sonst wirds ja langweilig. :-)
Das Ganze geht jetzt schnell zum MMM und ich freue mich schon auf die anderen Damen in selbstgemachten Lieblingsstücken.
Und hier ist nun das gute Stück, ganz authentisch nach einem langen Tag zu Hause, auf dem Rad und im Garten. Unspektakulär schlicht und bequem macht es alles mit und passt mit den Dreiviertelärmeln für warme und auch kühlere Tage.
Grundlage war der V-Shirt-Schnitt aus dem schon vorgestellten Buch "Nähen macht glücklich" mit ähnlichem Größenpatchwork wie beim Frauenoberteil. Das Rockteil habe ich mit meiner geliebten "Marly" als Vergleichsmuster dranimprovisiert. Passt genau, auch wenn es auf dem Foto ein bisschen komisch auf der Hüfte hängt. Man kennt das ja, irgendwas ist immer nicht richtig zurechtgezupft, was man natürlich erst bemerkt, wenn man die Fotos in Ruhe auf dem Computer betrachtet und es draußen inzwischen dunkel ist. Egal, Authentizität zählt. ;-)
Der Jersey mit den stilisierten Blüten stammt von Buttinette. Er ist fein glatt und eher dünn. An der Qualität gibts nichts zu meckern. Die Tunika wurde jetzt schon mehrfach gewaschen und Form und Farbe bleiben, wie sie sein sollen. Um bei dem glatten Schnitt einen gewissen "Nachthemdlook" zu vermeiden, habe ich eine einfache kleine Applikation auf den Rock genäht. Mehr brauchts nicht für ein praktisch schönes Alltagsstück. Davon will ich mehr - in Variationen natürlich, sonst wirds ja langweilig. :-)
Das Ganze geht jetzt schnell zum MMM und ich freue mich schon auf die anderen Damen in selbstgemachten Lieblingsstücken.
Mittwoch, 17. Mai 2017
MMM: Das Frauenoberteil
Ja, wirklich, anders kann man das eigentlich nicht nennen. Mein neuestes selbstgenähtes Stück ist weder Bluse noch Shirt, oder eigentlich beides. Also der Einfachheit halber eben ein Oberteil. Und ich bin offensichtlich eine Frau, aber das ist nicht der einzige Grund für den Namen. Es sind nämlich auch Frauen drauf, ziemlich viele sogar. Man muss halt ein bisschen genauer hinschauen:
Gerade das hat mir an dem Stoff (Viskosewebware) gefallen, dieses irgendwie künstlerisch-weibliche Motiv für den zweiten Blick. Und mein Farbspektrum trifft er auch. Deswegen bin ich auf dem letzten Stoffmarkt extra noch einmal zur ersten Reihe zurückgegangen, um ihn dann doch mitzunehmen. Zumal er perfekt mit dem feinen, glatten unifarbenen Jerseyrest harmonieren würde, den ich noch zu Hause hatte und den ich schon für einen Testlauf mit diesem Modell verplant hatte.
Zum Geburtstag hatte ich vom besten Ehemann ein Nähbuch (damit kann man nix falsch machen :-) ) bekommen - Nähen macht glücklich. Autorin ist die Inhaberin der Marke "Blutsgeschwister". Diese war mir bis dato nur von einem Lederwarengeschäft her ein Begriff, wo mir die hübschen, ziemlich bunten Taschen ins Auge gefallen waren. Wenn man so ein Buch schon mal hat, muss man natürlich auch danach nähen. Zuerst wurde ein Shirt mit V-Ausschnitt probiert, das ich allerdings zur Tunika umgebastelt und noch nicht fotografiert habe.
Und dann war da dieses Teil, im Buch ganz passend als "Mischwesen" betitelt. Das Vorderteil sollte aus fließend fallender Webware zugeschnitten werden, der Rest aus Jersey. Irgendwie gefiel mir die Idee, wenn auch gleich klar war, dass ich den absolut taillenlosen Schnitt für mich würde ändern müssen, um mich einigermaßen vorteilhaft in Szene zu setzen. Und noch einige weitere Änderungen waren nötig. Das Buch enthält ein paar nette Basic-Schnittmuster. Die Modelle sind da in einem Stil umgesetzt, den ich irgendwie mit individualistisch-coolen Berlinerinnen verbinde. :-) Ein bisschen retro, ein bisschen romantisch, ein bisschen bunt und irgendwie ganz eigen. Für einige Stücke werden im Buch Vorhänge und ähnliches recycelt. Eine gute Idee und hübsch anzusehen, vom Stil her nur nicht ganz meins. Was aber nicht problematisch ist, wenn es sich um einfache Schnitte handelt. Aus denen kann man viel machen.
Dann ist da noch die Passform, die schon eher zum Problem wird, wenn sie eben nicht passt. Die Schnittmuster werden in zwei Größen geboten: S/M und L/XL. Ich bewege mich mit meinen Maßen munter im gesamten da vorkommenden Spektrum, wenn ich am Schnitt messe. Die Kleidungsstücke passen ohne Änderung wohl am besten sehr breitschultrigen und schmalhüftigen Damen mit extrem dünnen Unterarmen. Da ich die klassische Sanduhrfigur habe, haut das so nicht hin. Von Ausschnitt bis Achselhöhle habe ich die kleine Größe gewählt. Und wie man sieht, dürfte der Schulterbereich ruhig noch etwas schmaler ausfallen. Dann bin ich im Brustbereich flott zum Maximum übergegangen, wobei der Abnäher noch vertieft und verlegt werden musste. Im Taillenbereich wird nach einigem Rumprobieren am "lebenden Modell" das Minimum jetzt weit unterschritten, während über die Hüfte wieder Maximalmaß erreicht wird. Damit fällt das Blusenshirt an der Stelle genau so, wie es sein sollte, ein kleines bisschen locker, enger dürfte es echt nicht sein. Wie man sich das an jemandem vorstellen kann, der tatsächlich die für L/XL in der Maßtabelle angegebenen 112cm Hüftumfang (bei denen ich noch lange nicht bin ;-) ) erreicht, frage ich mich ... Bei den Ärmeln ist es ähnlich. Oben fallen sie weit. Also kleine Größe. Nach unten hin laufen sie so schmal zu, dass ich zu Größe L/XL plus etwas eigener Nahtzugabe übergegangen bin, da ich es nicht mag, wenn Jersey sich sehr dehnen muss. Besonders bei gemusterten Stoffen wirkt das gar nicht schön. So, wie ich sie zugeschnitten habe, liegen die Ärmel dicht an meinem Arm an. Hm, hab ich vielleicht besonders dicke Unterarme? Dass ich keine zarte Elfe bin, ist mir klar, aber an dieser Stelle ist mir das in meiner bisherigen Nähkarriere noch nicht aufgefallen. :-)
Ich habe leider auch noch ein paar richtige Fehler im Buch gefunden. Schon beim V-Ausschnitt funktionierte die Schrittfolge nicht wie beschrieben und Anleitung und Fotos stimmten nicht überein. Und beim Mischmodell soll man erst den vorderen Beleg mit Abstand zum Ausschnitt feststeppen und dann die Schulternähte so schließen, dass die Naht zwischen Vorderteil und Beleg gefasst wird. Das ist in dieser Reihenfolge schlicht unmöglich. Gut, dass mir das aufgefallen war, bevor ich treudoof Schritt für Schritt die Anleitung befolgt habe. :-) Schade eigentlich, ein Anfänger verzweifelt so natürlich an dem Buch. Dabei bietet es durchaus auch ein paar nützliche grundlegende Infos zu Stoffen und Nähtechniken. Tja, am Ende geht eben doch nichts über das gute alte Burda-Nähbuch. ;-)
Zurück zu mir und meinem Frauenoberteil. Zunächst fand ich es etwas gewöhnungsbedürftig, weil es eben mal was anderes ist, als was ich sonst so trage. Inzwischen liebe ich es. Es ist bequem und schön luftig und fällt sehr schön weich. Das heißt, dass es in Bewegung noch besser aussieht als starr aufs Foto gebannt. Mein zweifelnder Blick ist also nicht dem Blusenshirt geschuldet, sondern der Tatsache, dass mein Sohn mich mittels Stativ und Kabelauslöser fotografiert, ohne sehen zu können, was er vor der Linse hat, und ich mich frage, ob dabei wohl ein brauchbares Bild rauskommen wird. Ob das jetzt eins ist oder nicht, mag jeder selbst beurteilen. :-D
Viel Text zu einem einfachen Stück. Ging mir halt dazu durch den Kopf, und ich selber schätze solche Informationen zu Schnittmustern und Büchern, die mich interessieren. Man lese das Ganze, oder eben nicht. :-)
Ich werde jetzt schnell noch beim MMM vorbeischauen und sehen, was ich heute für Anregungen bei den anderen selbsteingekleideten Damen finden kann.
Gerade das hat mir an dem Stoff (Viskosewebware) gefallen, dieses irgendwie künstlerisch-weibliche Motiv für den zweiten Blick. Und mein Farbspektrum trifft er auch. Deswegen bin ich auf dem letzten Stoffmarkt extra noch einmal zur ersten Reihe zurückgegangen, um ihn dann doch mitzunehmen. Zumal er perfekt mit dem feinen, glatten unifarbenen Jerseyrest harmonieren würde, den ich noch zu Hause hatte und den ich schon für einen Testlauf mit diesem Modell verplant hatte.
Zum Geburtstag hatte ich vom besten Ehemann ein Nähbuch (damit kann man nix falsch machen :-) ) bekommen - Nähen macht glücklich. Autorin ist die Inhaberin der Marke "Blutsgeschwister". Diese war mir bis dato nur von einem Lederwarengeschäft her ein Begriff, wo mir die hübschen, ziemlich bunten Taschen ins Auge gefallen waren. Wenn man so ein Buch schon mal hat, muss man natürlich auch danach nähen. Zuerst wurde ein Shirt mit V-Ausschnitt probiert, das ich allerdings zur Tunika umgebastelt und noch nicht fotografiert habe.
Und dann war da dieses Teil, im Buch ganz passend als "Mischwesen" betitelt. Das Vorderteil sollte aus fließend fallender Webware zugeschnitten werden, der Rest aus Jersey. Irgendwie gefiel mir die Idee, wenn auch gleich klar war, dass ich den absolut taillenlosen Schnitt für mich würde ändern müssen, um mich einigermaßen vorteilhaft in Szene zu setzen. Und noch einige weitere Änderungen waren nötig. Das Buch enthält ein paar nette Basic-Schnittmuster. Die Modelle sind da in einem Stil umgesetzt, den ich irgendwie mit individualistisch-coolen Berlinerinnen verbinde. :-) Ein bisschen retro, ein bisschen romantisch, ein bisschen bunt und irgendwie ganz eigen. Für einige Stücke werden im Buch Vorhänge und ähnliches recycelt. Eine gute Idee und hübsch anzusehen, vom Stil her nur nicht ganz meins. Was aber nicht problematisch ist, wenn es sich um einfache Schnitte handelt. Aus denen kann man viel machen.
Dann ist da noch die Passform, die schon eher zum Problem wird, wenn sie eben nicht passt. Die Schnittmuster werden in zwei Größen geboten: S/M und L/XL. Ich bewege mich mit meinen Maßen munter im gesamten da vorkommenden Spektrum, wenn ich am Schnitt messe. Die Kleidungsstücke passen ohne Änderung wohl am besten sehr breitschultrigen und schmalhüftigen Damen mit extrem dünnen Unterarmen. Da ich die klassische Sanduhrfigur habe, haut das so nicht hin. Von Ausschnitt bis Achselhöhle habe ich die kleine Größe gewählt. Und wie man sieht, dürfte der Schulterbereich ruhig noch etwas schmaler ausfallen. Dann bin ich im Brustbereich flott zum Maximum übergegangen, wobei der Abnäher noch vertieft und verlegt werden musste. Im Taillenbereich wird nach einigem Rumprobieren am "lebenden Modell" das Minimum jetzt weit unterschritten, während über die Hüfte wieder Maximalmaß erreicht wird. Damit fällt das Blusenshirt an der Stelle genau so, wie es sein sollte, ein kleines bisschen locker, enger dürfte es echt nicht sein. Wie man sich das an jemandem vorstellen kann, der tatsächlich die für L/XL in der Maßtabelle angegebenen 112cm Hüftumfang (bei denen ich noch lange nicht bin ;-) ) erreicht, frage ich mich ... Bei den Ärmeln ist es ähnlich. Oben fallen sie weit. Also kleine Größe. Nach unten hin laufen sie so schmal zu, dass ich zu Größe L/XL plus etwas eigener Nahtzugabe übergegangen bin, da ich es nicht mag, wenn Jersey sich sehr dehnen muss. Besonders bei gemusterten Stoffen wirkt das gar nicht schön. So, wie ich sie zugeschnitten habe, liegen die Ärmel dicht an meinem Arm an. Hm, hab ich vielleicht besonders dicke Unterarme? Dass ich keine zarte Elfe bin, ist mir klar, aber an dieser Stelle ist mir das in meiner bisherigen Nähkarriere noch nicht aufgefallen. :-)
Ich habe leider auch noch ein paar richtige Fehler im Buch gefunden. Schon beim V-Ausschnitt funktionierte die Schrittfolge nicht wie beschrieben und Anleitung und Fotos stimmten nicht überein. Und beim Mischmodell soll man erst den vorderen Beleg mit Abstand zum Ausschnitt feststeppen und dann die Schulternähte so schließen, dass die Naht zwischen Vorderteil und Beleg gefasst wird. Das ist in dieser Reihenfolge schlicht unmöglich. Gut, dass mir das aufgefallen war, bevor ich treudoof Schritt für Schritt die Anleitung befolgt habe. :-) Schade eigentlich, ein Anfänger verzweifelt so natürlich an dem Buch. Dabei bietet es durchaus auch ein paar nützliche grundlegende Infos zu Stoffen und Nähtechniken. Tja, am Ende geht eben doch nichts über das gute alte Burda-Nähbuch. ;-)
Zurück zu mir und meinem Frauenoberteil. Zunächst fand ich es etwas gewöhnungsbedürftig, weil es eben mal was anderes ist, als was ich sonst so trage. Inzwischen liebe ich es. Es ist bequem und schön luftig und fällt sehr schön weich. Das heißt, dass es in Bewegung noch besser aussieht als starr aufs Foto gebannt. Mein zweifelnder Blick ist also nicht dem Blusenshirt geschuldet, sondern der Tatsache, dass mein Sohn mich mittels Stativ und Kabelauslöser fotografiert, ohne sehen zu können, was er vor der Linse hat, und ich mich frage, ob dabei wohl ein brauchbares Bild rauskommen wird. Ob das jetzt eins ist oder nicht, mag jeder selbst beurteilen. :-D
Viel Text zu einem einfachen Stück. Ging mir halt dazu durch den Kopf, und ich selber schätze solche Informationen zu Schnittmustern und Büchern, die mich interessieren. Man lese das Ganze, oder eben nicht. :-)
Ich werde jetzt schnell noch beim MMM vorbeischauen und sehen, was ich heute für Anregungen bei den anderen selbsteingekleideten Damen finden kann.
Mittwoch, 11. Januar 2017
MMM - Lieblingsstück 2016
Die Nähdamen vom MMM führen heute ihre Top-Hits des vergangenen Jahres vor, und da möchte ich mich gern wieder einmal einreihen. Der Dauerbrenner in meinem Kleiderschrank ist nicht ein einziges Stück, sondern viel mehr ein Schnitt - Marly von schnittquelle. Ich habe davon inzwischen sage und schreibe 5 Varianten auf der Stange hängen. Und dabei wirds wohl nicht bleiben. Der Schnitt ist so optimal für mich geeignet, dass ich immer wieder danach greife und fröhlich dran rumbastle, denn auch dafür bietet er sich an. Durch Unterbrustnaht und -abnäher und Abnäher im Rücken lässt sich der Schnitt mit recht wenig Aufwand prima an die eigenen Kurven anpassen. Außerdem kann man durch die Teilung auch schön mit verschiedenen Rockformen experimentieren. Der Ausschnitt lässt sich ebenfalls variieren ... unendliche Möglichkeiten, dazu ruckzuck umzusetzen. Perfekt für mich, wo ich doch dazu neige, immer mal noch schnell über Nacht ein neues Kleidungsstück zu brauchen. ;-)
Zuerst zeige ich das neueste Kleid aus der Reihe - mein Weihnachtskleid und tatsächlich auch das, was ich am heutigen MMM wieder trage. Ich glaube, es hing noch nie im Schrank:
Die Rückseite wurde, abgesehen von den individuellen Anpassungen, nach dem Originalschnitt genäht. Dem Vorderrock habe ich ein paar Zentimeter Breite zugefügt und eine Kellerfalte gelegt. Der Ausschnitt ist mit Beleg gearbeitet, weil ich das an einem eher "feinen" Kleid schicker finde als Bündchen oder Einfassband. Am Saum habe ich 6cm zugegeben, damit aus dem Kassak ein Kleid wird (jedenfalls für mich :-) ).
Das Material ist ein Jaquard von Stoff und Stil - ein Traum. Ich hatte mich schon im Katalog in das Design verliebt. Und als ich im Urlaub in das Paradies in Lübeck tatsächlich live betreten konnte, wurde das Geburtstagsgeld dafür auf den Kopp gehauen. :-) Baumwollmix, nicht zu fest und nicht zu labberig, gut zu verarbeiten, gut zu tragen, schick, aber nicht zu sehr, wunderbar.
Im Sommer entstanden gleich mehrere verschiedene Marly-Adaptionen. Eine sommerlich gemusterte fehlt mir noch in der Fotodokumentation. Aber es gibt ja noch zwei:
Einmal in Blau aus Viskosejersey (billiger Test-Rest). Hier habe ich statt Abnähern einfach mal nur Falten in das Rockteil gelegt, und zwar vorn und hinten. Die Form hat mich überzeugt, das blaue Kleid ist trotzdem kein Lieblingsstück an sich, weil der Jersey einfach nichts verzeiht. Der zeichnet alles ab. :-p Außerdem pillt er. Angenehm zu tragen ist er trotzdem, kommt also bei großer Hitze gern daheim zum Einsatz.
Dann ist da noch dieses Modell. In Lieblingspetrol ja schon mal prädestiniert für einen der vorderen Plätze. Wurde dann auch oft und noch lange in den Herbst hinein getragen. Hier habe ich einen weiteren Rock ohne Abnäher angesetzt und am Ausschnitt und unter der Brust gemusterte Einsätze reingebastelt.
Noch einem kleinen verspielten Detail konnte ich nicht ganz wiederstehen:
Auch die armen Einzelstücke aus der Knopfkiste brauchen schließlich ein nettes Zuhause. :-)
Die erste Marly ist schon mal beim MMM erschienen und soll hier der Ordnung halber auch erwähnt werden. Zu den Allroundtalenten gehört sie auf alle Fälle:
Dann war da noch ein tolles schickes Sommerkleid nach Stoff und Stil-Schnitt, das es bisher nicht auf ein akzeptables Foto geschafft hat. Wird nachgeholt, versprochen. Wenn es wärmer ist.
Dieses Jahr müssten wohl mal wieder Oberteile im großen Stil drankommen. Da fehlts momentan im Schrank. Also ein Hoch auf die vorhandenen Lieblingsstücke und auf zu neuen Taten!
Und jetzt lasse ich mich noch von den anderen Lieblingssachen beim MMM inspirieren.
Zuerst zeige ich das neueste Kleid aus der Reihe - mein Weihnachtskleid und tatsächlich auch das, was ich am heutigen MMM wieder trage. Ich glaube, es hing noch nie im Schrank:
Die Rückseite wurde, abgesehen von den individuellen Anpassungen, nach dem Originalschnitt genäht. Dem Vorderrock habe ich ein paar Zentimeter Breite zugefügt und eine Kellerfalte gelegt. Der Ausschnitt ist mit Beleg gearbeitet, weil ich das an einem eher "feinen" Kleid schicker finde als Bündchen oder Einfassband. Am Saum habe ich 6cm zugegeben, damit aus dem Kassak ein Kleid wird (jedenfalls für mich :-) ).
Das Material ist ein Jaquard von Stoff und Stil - ein Traum. Ich hatte mich schon im Katalog in das Design verliebt. Und als ich im Urlaub in das Paradies in Lübeck tatsächlich live betreten konnte, wurde das Geburtstagsgeld dafür auf den Kopp gehauen. :-) Baumwollmix, nicht zu fest und nicht zu labberig, gut zu verarbeiten, gut zu tragen, schick, aber nicht zu sehr, wunderbar.
Im Sommer entstanden gleich mehrere verschiedene Marly-Adaptionen. Eine sommerlich gemusterte fehlt mir noch in der Fotodokumentation. Aber es gibt ja noch zwei:
Einmal in Blau aus Viskosejersey (billiger Test-Rest). Hier habe ich statt Abnähern einfach mal nur Falten in das Rockteil gelegt, und zwar vorn und hinten. Die Form hat mich überzeugt, das blaue Kleid ist trotzdem kein Lieblingsstück an sich, weil der Jersey einfach nichts verzeiht. Der zeichnet alles ab. :-p Außerdem pillt er. Angenehm zu tragen ist er trotzdem, kommt also bei großer Hitze gern daheim zum Einsatz.
Dann ist da noch dieses Modell. In Lieblingspetrol ja schon mal prädestiniert für einen der vorderen Plätze. Wurde dann auch oft und noch lange in den Herbst hinein getragen. Hier habe ich einen weiteren Rock ohne Abnäher angesetzt und am Ausschnitt und unter der Brust gemusterte Einsätze reingebastelt.
Noch einem kleinen verspielten Detail konnte ich nicht ganz wiederstehen:
Auch die armen Einzelstücke aus der Knopfkiste brauchen schließlich ein nettes Zuhause. :-)
Die erste Marly ist schon mal beim MMM erschienen und soll hier der Ordnung halber auch erwähnt werden. Zu den Allroundtalenten gehört sie auf alle Fälle:
Dann war da noch ein tolles schickes Sommerkleid nach Stoff und Stil-Schnitt, das es bisher nicht auf ein akzeptables Foto geschafft hat. Wird nachgeholt, versprochen. Wenn es wärmer ist.
Dieses Jahr müssten wohl mal wieder Oberteile im großen Stil drankommen. Da fehlts momentan im Schrank. Also ein Hoch auf die vorhandenen Lieblingsstücke und auf zu neuen Taten!
Und jetzt lasse ich mich noch von den anderen Lieblingssachen beim MMM inspirieren.
Mittwoch, 16. März 2016
MMM mit Marly
Geschafft - ein neues Kleid kann zum MMM präsentiert werden. Und das bei Tageslicht! Gestern fand sich praktischerweise ein Schwesterherz zu einem spontanen Foto bereit. Aber es bleibt die alte Frage: Was mache ich dabei bloß mit diesen Händen, die immer so unmotiviert rumhängen, wenn sie nichts zu tun haben?
Na ja, eigentlich auch egal, hängen sie halt rum. Es geht ja schließlich ums Kleid. :-)
Dieses ist, jedenfalls grundlegend, eine Marly von Schnittquelle. Der Schnitt stellt eigentlich ein Kassak dar. Aber das hat ja, was mich angeht, nicht viel zu sagen. 3 cm Verlängerung, und schon ist es ein angemessen langes Kleid. Länger wärs auch nicht gegangen, denn genau das und keinen Zentimeter mehr gab der Stoffrest her, den ich bei Stoff Fischer aus dem Restekorb gezogen hatte. 90 cm auf 1,45 m Breite waren es und dafür kein Schnäppchen. Aber ich hatte mich eben sofort in den Stoff verliebt - angenehm im Griff (Das Schildchen weist es als Mischung aus PE, V, BW, EL aus.) und schlicht mit einem gewissen Etwas. Eben das, was ich mag. So sieht das aus der Nähe aus:
Grau mit winzigen Einsprengseln in vielen bunten Farben. Das heißt, was immer man daraus macht, passt wirklich zu allem. Ein echtes Brot-und-Butter-Teil. Mir schwebte nach dem Kauf sofort ein schlichtes ärmelloses Kleid mit Teilung unter der Brust vor. Dank Frau Frauenoberbekleidung konnte ich die Marly live testen und für gut befinden. Beim Nähen mit meinem etwas stabileren Material wurden dann noch ein paar Änderungen fällig. Den Brustabnäher musste ich um 1cm vertiefen und auch am vorderen Unterteil kleine Abnäher einfügen. Außerdem mussten für ein ärmelloses Kleidungsstück natürlich die Armlöcher vertieft werden. Arm- und Halsausschnitte habe ich mit innenliegenden Bändern eingefasst. Wenn ich den Schnitt wieder nähe, werde ich alle Abnäher noch ein wenig zur Mitte hin versetzen. Damit könnte der Sitz perfektioniert werden. Aber auch so, wie das Kleid jetzt ist, ist es prima. Der Stoff ist ein Alltagsheld. Das Teil kann tagelang getragen werden, ohne dass es mehr als minimale Sitzfalten und -beulen bildet. Die schlichte Marly kann man schick oder alltäglich stylen und ohne oder mit Kurz- oder Langarmshirt drunter tragen, dazu beliebig Strickjacken drüberschichten, und mit einer schmalen Hose kombiniert würde es wahrscheinlich auch gehen.
Momentan mag ich es mit Langarmshirts, hier ein selbst genähtes, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe.
Fertig, ab damit zum MMM. Mal sehen, was es dort heute bei den anderen Damen zu entdecken gibt.
Na ja, eigentlich auch egal, hängen sie halt rum. Es geht ja schließlich ums Kleid. :-)
Dieses ist, jedenfalls grundlegend, eine Marly von Schnittquelle. Der Schnitt stellt eigentlich ein Kassak dar. Aber das hat ja, was mich angeht, nicht viel zu sagen. 3 cm Verlängerung, und schon ist es ein angemessen langes Kleid. Länger wärs auch nicht gegangen, denn genau das und keinen Zentimeter mehr gab der Stoffrest her, den ich bei Stoff Fischer aus dem Restekorb gezogen hatte. 90 cm auf 1,45 m Breite waren es und dafür kein Schnäppchen. Aber ich hatte mich eben sofort in den Stoff verliebt - angenehm im Griff (Das Schildchen weist es als Mischung aus PE, V, BW, EL aus.) und schlicht mit einem gewissen Etwas. Eben das, was ich mag. So sieht das aus der Nähe aus:
Grau mit winzigen Einsprengseln in vielen bunten Farben. Das heißt, was immer man daraus macht, passt wirklich zu allem. Ein echtes Brot-und-Butter-Teil. Mir schwebte nach dem Kauf sofort ein schlichtes ärmelloses Kleid mit Teilung unter der Brust vor. Dank Frau Frauenoberbekleidung konnte ich die Marly live testen und für gut befinden. Beim Nähen mit meinem etwas stabileren Material wurden dann noch ein paar Änderungen fällig. Den Brustabnäher musste ich um 1cm vertiefen und auch am vorderen Unterteil kleine Abnäher einfügen. Außerdem mussten für ein ärmelloses Kleidungsstück natürlich die Armlöcher vertieft werden. Arm- und Halsausschnitte habe ich mit innenliegenden Bändern eingefasst. Wenn ich den Schnitt wieder nähe, werde ich alle Abnäher noch ein wenig zur Mitte hin versetzen. Damit könnte der Sitz perfektioniert werden. Aber auch so, wie das Kleid jetzt ist, ist es prima. Der Stoff ist ein Alltagsheld. Das Teil kann tagelang getragen werden, ohne dass es mehr als minimale Sitzfalten und -beulen bildet. Die schlichte Marly kann man schick oder alltäglich stylen und ohne oder mit Kurz- oder Langarmshirt drunter tragen, dazu beliebig Strickjacken drüberschichten, und mit einer schmalen Hose kombiniert würde es wahrscheinlich auch gehen.
Momentan mag ich es mit Langarmshirts, hier ein selbst genähtes, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe.
Fertig, ab damit zum MMM. Mal sehen, was es dort heute bei den anderen Damen zu entdecken gibt.
Mittwoch, 17. Februar 2016
MMM - Schon auf Sommer eingestellt
Wie schon letzte Woche sitze ich auch diese wieder gemütlich warm im Schwimmbad und schaue aktuell keinem Frosch, sondern einem (hoffentlich) angehenden Seepferdchen beim Plantschen zu. Größeres Kind, etwas ferienfreundlichere Zeit, sonst alles wie gehabt.
Auch unser Großer muss noch mal ran. Das Zeugnis des letzten Jahres bescheinigte ihm, dass er 12m geschwommen sei und sich doch bitte bemühen solle, bald zu den Frühschwimmern zu gehören. Das heißt, Eltern bemüht euch gefälligst, das Kind so weit zu bringen. Wir tun, was wir können und schauen mal, was sich mit einem Kurs machen lässt, wo ein ängstliches und motorisch nicht gerade hochbegabtes Kind nicht angeschrien wird für seine Unzulänglichkeiten. Im Schulunterricht scheint das nach wie vor übliche Praxis zu sein, entgegen meiner Hoffnung, dass sich seit meinen Kindheitserfahrungen in dem Bereich etwas getan hätte.
Im Schwimmkurs sieht's gut aus. Der Lehrer ermutigt die Kinder freundlich und mit viel Humor. Unser kleiner Angsthase (Mutters Kind ;-) ) ist zwar immer noch vorsichtig und zögerlich, aber viel zuversichtlicher, als wir es gewohnt waren, wenn Schwimmen drohte. Er macht alles mit, so gut er kann. Was am Ende der Woche dabei rausspringt, werden wir sehen. Die Übung hat in keinem Fall geschadet.
Und nun zu etwas völlig anderem - meinem Schwimmbadoutfit. :-)
Das muss natürlich schön luftig sein, auch wenn der Blick aufs Außenthermometer gerade doch noch einmal winterliche Temperaturen zeigt. Also ist Zwiebellook angesagt. Hier die innere Schicht:
Mich packte gestern spontan die Lust, mir ein Shirt zu nähen. Schon länger wollte ich einen Ausschnitteinsatz aus einem anderen Stoff ausprobieren. Also wurde in den Kisten gewühlt, ein aquafarbener Stoffmarktkauf, ein Lillestoffrest mit Blättermuster und ein paar dunkelpetrolfarbene Überbleibsel gefunden und das alles zu einer Liv (Pattydoo) zusammengemixt. Für den Einsatz habe ich einfach um den Ausschnitt einen 5cm breiten Streifen aus dem Schnittmuster geschnitten. Vorher natürlich Markierungen quer über die Schnittlinie angebracht. Wenn man die übernimmt, wird das Einsetzen einfacher. In der Einsatznaht habe ich noch einen petrolfarbenen Jerseystreifen mitgefasst, der sich dann zur Paspel rollt. Diese offenen Streifen gefallen mir gerade. Den Ausschnittabschluss bildet ein ganz schmales Jerseybündchen. Über den unteren Saumabschluss war ich mir zunächst unschlüssig. Eigentlich war ein einfacher Saum geplant. Da ich das Shirt aber nicht allzu kurz haben wollte und nicht gerade mit Beinen bis zu den Schultern gesegnet bin, ergaben sich bei dieser hellen Shirtfarbe unvorteilhafte Proportionen. Also doch Trick 17: Shirt kürzen, dunkles Bündchen unten dran und schon haben wir ausgeglichene Proportionen und angenehme Länge zusammengebracht.
Ich mag das Teil, es wird im Sommer nicht im Schrank versauern. Auch wenn ich hier wieder sehe, dass ich am Armausschnitt endlich etwas arbeiten sollte.
Ach übrigens, ich kratze mich nicht an den Beinen. Ich habe einfach nur ein unglaubliches Talent, für Fotos total dämlich dazustehen. Wenn ich schon nicht ganz dumm aus der Wäsche gucke, dann wenigstens das ... Ein besseres Foto gibts nicht. :-D
Über die Sommer-Liv kommt heute wieder das unvermeidliche Wardrobe Basic. Das passt einfach am besten zu den meisten meiner Sachen. Momentan steckt in Wirklichkeit sogar noch ein Kaufpullover zwischen Shirt und Jacke. Es ist wirklich kalt. Jetzt schneit's auch noch. Aber bitte bis maximal Ende Februar. Dann reicht's, Frühling her!
Jetzt schiebe ich mein sommerliches Winteroutfit zum MMM und lasse mich von den anderen Nähdamen inspirieren. Unglaublich, was man da alles Tolles entdecken kann. Unzählige Schnittmuster möchte ich auch gern nähen ... Nur machen müsste man's. ;-)
Auch unser Großer muss noch mal ran. Das Zeugnis des letzten Jahres bescheinigte ihm, dass er 12m geschwommen sei und sich doch bitte bemühen solle, bald zu den Frühschwimmern zu gehören. Das heißt, Eltern bemüht euch gefälligst, das Kind so weit zu bringen. Wir tun, was wir können und schauen mal, was sich mit einem Kurs machen lässt, wo ein ängstliches und motorisch nicht gerade hochbegabtes Kind nicht angeschrien wird für seine Unzulänglichkeiten. Im Schulunterricht scheint das nach wie vor übliche Praxis zu sein, entgegen meiner Hoffnung, dass sich seit meinen Kindheitserfahrungen in dem Bereich etwas getan hätte.
Im Schwimmkurs sieht's gut aus. Der Lehrer ermutigt die Kinder freundlich und mit viel Humor. Unser kleiner Angsthase (Mutters Kind ;-) ) ist zwar immer noch vorsichtig und zögerlich, aber viel zuversichtlicher, als wir es gewohnt waren, wenn Schwimmen drohte. Er macht alles mit, so gut er kann. Was am Ende der Woche dabei rausspringt, werden wir sehen. Die Übung hat in keinem Fall geschadet.
Und nun zu etwas völlig anderem - meinem Schwimmbadoutfit. :-)
Das muss natürlich schön luftig sein, auch wenn der Blick aufs Außenthermometer gerade doch noch einmal winterliche Temperaturen zeigt. Also ist Zwiebellook angesagt. Hier die innere Schicht:
Mich packte gestern spontan die Lust, mir ein Shirt zu nähen. Schon länger wollte ich einen Ausschnitteinsatz aus einem anderen Stoff ausprobieren. Also wurde in den Kisten gewühlt, ein aquafarbener Stoffmarktkauf, ein Lillestoffrest mit Blättermuster und ein paar dunkelpetrolfarbene Überbleibsel gefunden und das alles zu einer Liv (Pattydoo) zusammengemixt. Für den Einsatz habe ich einfach um den Ausschnitt einen 5cm breiten Streifen aus dem Schnittmuster geschnitten. Vorher natürlich Markierungen quer über die Schnittlinie angebracht. Wenn man die übernimmt, wird das Einsetzen einfacher. In der Einsatznaht habe ich noch einen petrolfarbenen Jerseystreifen mitgefasst, der sich dann zur Paspel rollt. Diese offenen Streifen gefallen mir gerade. Den Ausschnittabschluss bildet ein ganz schmales Jerseybündchen. Über den unteren Saumabschluss war ich mir zunächst unschlüssig. Eigentlich war ein einfacher Saum geplant. Da ich das Shirt aber nicht allzu kurz haben wollte und nicht gerade mit Beinen bis zu den Schultern gesegnet bin, ergaben sich bei dieser hellen Shirtfarbe unvorteilhafte Proportionen. Also doch Trick 17: Shirt kürzen, dunkles Bündchen unten dran und schon haben wir ausgeglichene Proportionen und angenehme Länge zusammengebracht.
Ich mag das Teil, es wird im Sommer nicht im Schrank versauern. Auch wenn ich hier wieder sehe, dass ich am Armausschnitt endlich etwas arbeiten sollte.
Ach übrigens, ich kratze mich nicht an den Beinen. Ich habe einfach nur ein unglaubliches Talent, für Fotos total dämlich dazustehen. Wenn ich schon nicht ganz dumm aus der Wäsche gucke, dann wenigstens das ... Ein besseres Foto gibts nicht. :-D
Über die Sommer-Liv kommt heute wieder das unvermeidliche Wardrobe Basic. Das passt einfach am besten zu den meisten meiner Sachen. Momentan steckt in Wirklichkeit sogar noch ein Kaufpullover zwischen Shirt und Jacke. Es ist wirklich kalt. Jetzt schneit's auch noch. Aber bitte bis maximal Ende Februar. Dann reicht's, Frühling her!
Jetzt schiebe ich mein sommerliches Winteroutfit zum MMM und lasse mich von den anderen Nähdamen inspirieren. Unglaublich, was man da alles Tolles entdecken kann. Unzählige Schnittmuster möchte ich auch gern nähen ... Nur machen müsste man's. ;-)
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Mittwoch, 27. Januar 2016
MMM mit Neuem und Altbewährtem
Heute raffe ich mich, wenn auch spät, dann doch mal wieder auf zum Sprung in den MeMadeMittwoch. Da der Mann krank und daheim ist, können die Kinder nicht Amok laufen, während ich hinter verschlossener Schlafzimmertür hocke. ;-)
Von letzteren sind auch zwei krank, aber irgendwie immer noch voller Energie zum Toben oder Streiten. Wie machen Kinder das bloß immer? Für kurze Zeit sind sie völlig hinüber, fiebern, jammern und husten einem zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Gesicht. Dann geht das Fieber, Husten und Schnupfen bleiben allerdings, sodass der Kindergartenbesuch außer Frage steht. In diesem Zustand wird Kind zwar schnell müde, ist aber nur äußerst mühevoll zum Schlafen zu bewegen, spielt und kaspert lieber, bis ihm etwas gegen den Strich geht (was so ungefähr aller 3 Minuten der Fall ist), dann heult es fürchterlich um kurze Zeit später den gleichen Zyklus von vorn zu beginnen. Natürlich unterbrochen von den Phasen, in denen es wegen Meinungsverschiedenheiten mit den Sorgeberechtigten einen richtigen Wutanfall bekommt, der noch etwas lauter und natürlich auch länger ausfällt. Ausgeprägte Erziehungsresistenz beschreibt meine Sichtweise des Zustands ziemlich gut. Das Kind sieht das wohl etwas anders. Puuh ... Am Ende eines solchen Tages können Freud und Leid ganz eng beieinander liegen, vor allem, wenn ein kleines, süßes, blondgelocktes Mädchen ankommt, einem liebevoll die Ärmchen um den Hals schlingt und dabei zärtlich säuselt: "Weißte Mama, ich mag dich, aber leider bist du manchmal so fies." Ähm *nach Luft schnapp* - Was soll man dazu sagen?
Mein Immunsystem hat sich wohl angesichts hartnäckiger Hustenattacken von außen gedacht: "Och komm, machen wir ihnen die Freude und lassen ein paar Viren rein. So'n kleiner Schlagabtausch kann ja nicht schaden ... oh Mist, die sind stärker, als die aussehen ... Sch...husten!" Tja, so langsam, aber wirklich nur langsam gewinnen die Abwehrtruppen wieder die Oberhand. Ich hoffe, die lassen sich nicht noch auf ein Duell mit den Durchfallviren vom anderen Kind ein ...
Jetzt bin ich aber irgendwie mächtig vom Thema abgekommen. MMM, das wollte ich eigentlich. Also, ich trage heute, und dieses Mal wirklich tagesaktuell, Kleid und Strickjacke, die neu, weil noch nicht hier vorgestellt worden sind. Altbewährtes ist trotzdem dabei, denn es handelt sich wieder um meinen Lieblingskleiderschnitt Ella von Pattydoo.
So lümmele ich heute noch leise vor mich hin hustend zu Hause herum und stricke:
Natürlich nicht in Stiefeletten. Die hab ich nur an, weil ich wohl oder übel gleich einkaufen muss. Die Strickjacke muss ich noch ausziehen, denn bei 15 °C Januartemperatur wird das so zu warm unterm Mantel. Die Jacke ist eine Miette, vielfach bei anderen Bloggerinnen bewundert, im Urlaub mal in Angriff genommen und Anfang dieses Jahres endlich fertigbekommen. Das allein ist für mich ein Grund, ein bisschen stolz auf mich zu sein. Schließlich ist das erst das zweite gestrickte Kleidungsstück meines Lebens, das ich nicht nur angefangen habe. :-) Das Jäckchen besteht aus billiger Synthetikwolle. Ich musste ja erstmal probieren, ob das was Brauchbares wird mit mir und dem Stricken wirklich tragbarer Kleidung. Geworden ist es, war auch nicht schwer. Nur etwas groß geraten ist das Teil. Nun gut, aller Anfang ... Für zu Hause ist es ganz gemütlich. Und ich weiß jetzt, wie es geht und was ich gern anders hätte. Zum Beispiel einen engeren Ausschnitt und einen etwas längeren Saum. So habe nämlich immer das Gefühl, dass ein kleiner Streifen vom Rücken frei liegt, der auch noch gewärmt werden sollte. Was ich an dieser Jacke liebe, ist die Technik - Raglan von oben. So hat man das Gefühl, dass man das Stück nicht mühsam Teil für Teil zusammenstoppelt und irgendwie nie fertig wird, sondern es wächst einem von Anfang an das ganze erkennbare Kleidungsstück unter den Händen. So lässt es sich auch gut anpassen. Diese neue Strickerfahrung hat die Lust auf mehr geweckt. Also habe ich mit etwas Internetrecherche und Rumprobiererei inzwischen schon eine zweite Jacke fertig, der allerdings noch die Knöpfe fehlen. Die ist schon viel besser ausgefallen. Garn für eine NOCH bessere Strickjacke 3.0 liegt bereits da. Mal sehen, bei welcher Versionsnummer ich angekommen bin, bis ich bis ins letzte Detail zufrieden bin ... :-)
Ein Foto vom Tage gibt es heute zwar, allerdings habe ich vergessen, das Kleid auch mal ohne Jacke fotografieren zu lassen. Also doch noch ein mieses älteres Blitzfoto. :-p
Ella in Gr. D (38) mit 3/4-Ärmeln und einem Ausschnitt mit innen liegender Bandversäuberung, der irgendwo zwischen der engen und der weiten Variante im Schnittmuster liegt. Das Material ist irgendeine Mischung, die ich schon länger daliegen hatte. Da der Stoff nur querelastisch ist, habe ich dieses Mal einen Brustabnäher in die Ella eingefügt. Der tut dem Sitz im Ärmelbereich zusammen mit den bei der Vorversion vorgenommenen Änderungen sehr gut. Immerhin ist die altbekannte Falte jetzt schon fast weg (je nachdem, wie ich dastehe). :-) So ist das Kleid angenehm zu tragen, durchaus wärmend und so knitterfrei, dass es schnell zum Alltagshelden avanciert. Sein Debüt hat es allerdings ganz festlich als mein Weihnachtskleid gegeben, mit schmalem schwarzem Gürtel und Granatschmuck dazu. Mit rotem Gürtel und Blümchenohrringen kombiniert hat es mich ins Theater begleitet. ("Drei Männer im Schnee" von Kästner im Kleinen Haus hier in Dresden. Durfte überraschend meinen Vater begleiten. Hat man auch nicht alle Tage. War toll! Würde ich durchaus ein zweites Mal anschauen.)
Zurück zum Kleid - wie man sieht, wieder ein vielseitiges Lieblingsteil.
Das nächste wird aber keine Ella, ich reiß mich ganz sehr zusammen. Ich hab doch so viele schöne Schnittmuster ... :-D
Und jetzt ab damit zum MMM. Und mal schauen, wer sich dort heute noch präsentiert.
Von letzteren sind auch zwei krank, aber irgendwie immer noch voller Energie zum Toben oder Streiten. Wie machen Kinder das bloß immer? Für kurze Zeit sind sie völlig hinüber, fiebern, jammern und husten einem zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Gesicht. Dann geht das Fieber, Husten und Schnupfen bleiben allerdings, sodass der Kindergartenbesuch außer Frage steht. In diesem Zustand wird Kind zwar schnell müde, ist aber nur äußerst mühevoll zum Schlafen zu bewegen, spielt und kaspert lieber, bis ihm etwas gegen den Strich geht (was so ungefähr aller 3 Minuten der Fall ist), dann heult es fürchterlich um kurze Zeit später den gleichen Zyklus von vorn zu beginnen. Natürlich unterbrochen von den Phasen, in denen es wegen Meinungsverschiedenheiten mit den Sorgeberechtigten einen richtigen Wutanfall bekommt, der noch etwas lauter und natürlich auch länger ausfällt. Ausgeprägte Erziehungsresistenz beschreibt meine Sichtweise des Zustands ziemlich gut. Das Kind sieht das wohl etwas anders. Puuh ... Am Ende eines solchen Tages können Freud und Leid ganz eng beieinander liegen, vor allem, wenn ein kleines, süßes, blondgelocktes Mädchen ankommt, einem liebevoll die Ärmchen um den Hals schlingt und dabei zärtlich säuselt: "Weißte Mama, ich mag dich, aber leider bist du manchmal so fies." Ähm *nach Luft schnapp* - Was soll man dazu sagen?
Mein Immunsystem hat sich wohl angesichts hartnäckiger Hustenattacken von außen gedacht: "Och komm, machen wir ihnen die Freude und lassen ein paar Viren rein. So'n kleiner Schlagabtausch kann ja nicht schaden ... oh Mist, die sind stärker, als die aussehen ... Sch...husten!" Tja, so langsam, aber wirklich nur langsam gewinnen die Abwehrtruppen wieder die Oberhand. Ich hoffe, die lassen sich nicht noch auf ein Duell mit den Durchfallviren vom anderen Kind ein ...
Jetzt bin ich aber irgendwie mächtig vom Thema abgekommen. MMM, das wollte ich eigentlich. Also, ich trage heute, und dieses Mal wirklich tagesaktuell, Kleid und Strickjacke, die neu, weil noch nicht hier vorgestellt worden sind. Altbewährtes ist trotzdem dabei, denn es handelt sich wieder um meinen Lieblingskleiderschnitt Ella von Pattydoo.
So lümmele ich heute noch leise vor mich hin hustend zu Hause herum und stricke:
Natürlich nicht in Stiefeletten. Die hab ich nur an, weil ich wohl oder übel gleich einkaufen muss. Die Strickjacke muss ich noch ausziehen, denn bei 15 °C Januartemperatur wird das so zu warm unterm Mantel. Die Jacke ist eine Miette, vielfach bei anderen Bloggerinnen bewundert, im Urlaub mal in Angriff genommen und Anfang dieses Jahres endlich fertigbekommen. Das allein ist für mich ein Grund, ein bisschen stolz auf mich zu sein. Schließlich ist das erst das zweite gestrickte Kleidungsstück meines Lebens, das ich nicht nur angefangen habe. :-) Das Jäckchen besteht aus billiger Synthetikwolle. Ich musste ja erstmal probieren, ob das was Brauchbares wird mit mir und dem Stricken wirklich tragbarer Kleidung. Geworden ist es, war auch nicht schwer. Nur etwas groß geraten ist das Teil. Nun gut, aller Anfang ... Für zu Hause ist es ganz gemütlich. Und ich weiß jetzt, wie es geht und was ich gern anders hätte. Zum Beispiel einen engeren Ausschnitt und einen etwas längeren Saum. So habe nämlich immer das Gefühl, dass ein kleiner Streifen vom Rücken frei liegt, der auch noch gewärmt werden sollte. Was ich an dieser Jacke liebe, ist die Technik - Raglan von oben. So hat man das Gefühl, dass man das Stück nicht mühsam Teil für Teil zusammenstoppelt und irgendwie nie fertig wird, sondern es wächst einem von Anfang an das ganze erkennbare Kleidungsstück unter den Händen. So lässt es sich auch gut anpassen. Diese neue Strickerfahrung hat die Lust auf mehr geweckt. Also habe ich mit etwas Internetrecherche und Rumprobiererei inzwischen schon eine zweite Jacke fertig, der allerdings noch die Knöpfe fehlen. Die ist schon viel besser ausgefallen. Garn für eine NOCH bessere Strickjacke 3.0 liegt bereits da. Mal sehen, bei welcher Versionsnummer ich angekommen bin, bis ich bis ins letzte Detail zufrieden bin ... :-)
Ein Foto vom Tage gibt es heute zwar, allerdings habe ich vergessen, das Kleid auch mal ohne Jacke fotografieren zu lassen. Also doch noch ein mieses älteres Blitzfoto. :-p
Ella in Gr. D (38) mit 3/4-Ärmeln und einem Ausschnitt mit innen liegender Bandversäuberung, der irgendwo zwischen der engen und der weiten Variante im Schnittmuster liegt. Das Material ist irgendeine Mischung, die ich schon länger daliegen hatte. Da der Stoff nur querelastisch ist, habe ich dieses Mal einen Brustabnäher in die Ella eingefügt. Der tut dem Sitz im Ärmelbereich zusammen mit den bei der Vorversion vorgenommenen Änderungen sehr gut. Immerhin ist die altbekannte Falte jetzt schon fast weg (je nachdem, wie ich dastehe). :-) So ist das Kleid angenehm zu tragen, durchaus wärmend und so knitterfrei, dass es schnell zum Alltagshelden avanciert. Sein Debüt hat es allerdings ganz festlich als mein Weihnachtskleid gegeben, mit schmalem schwarzem Gürtel und Granatschmuck dazu. Mit rotem Gürtel und Blümchenohrringen kombiniert hat es mich ins Theater begleitet. ("Drei Männer im Schnee" von Kästner im Kleinen Haus hier in Dresden. Durfte überraschend meinen Vater begleiten. Hat man auch nicht alle Tage. War toll! Würde ich durchaus ein zweites Mal anschauen.)
Zurück zum Kleid - wie man sieht, wieder ein vielseitiges Lieblingsteil.
Das nächste wird aber keine Ella, ich reiß mich ganz sehr zusammen. Ich hab doch so viele schöne Schnittmuster ... :-D
Und jetzt ab damit zum MMM. Und mal schauen, wer sich dort heute noch präsentiert.
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Mittwoch, 9. Dezember 2015
MMM im Lieblingskleid
Spät kommt er, aber er kommt - mal wieder ein Beitrag zum Me Made Mittwoch. Ich hab was Neues, und auch wieder nicht, denn es ist nun schon zum vierten Mal die Ella von Pattydoo geworden. Ich kann nichts dafür, das ist einfach mein Kleid. ;-)
Vor einer Woche ergab sich wieder einmal ein netter Vormittagsnähtreff mit Malou und Frauenoberbekleidung. Das kommende Weihnachtsfest bestimmte die Schnittauswahl. Es wurden teils Weihnachts- teils sozusagen Vorweihnachtskleider zugeschnitten. Bei mir war's letzteres. Denn ich möchte auch zu Weihnachten eine Ella, hatte mir aber vorgenommen, bevor ich sie aus dem "guten" Stoff zuschneide, mein Armausschnittproblem an diesem Schnittmuster anzugehen und ein Testkleid mit Änderung zu nähen.
Also bastelte ich ein bisschen an Armausschnitt und Ärmel und schnitt dann mutig zu wie sonst auch, mit leicht verlängertem Vorderteil (wegen der Oberweite) und etwas verlängertem Rock, und zwar aus Courtelle-Jersey von Stoff und Stil. Mit der Overlock-Maschine war das Kleid schnell zusammengetackert.
Ich probierte es an und dachte: "Na toll, ein Nachthemd."
Aus diesem Stoff fiel das Teil deutlich größer aus als sonst und der recht schwere Rock zog die Taillennaht zu weit nach unten. Eigentlich war's überall zu lang, wo es nur zu lang sein kann. Das lässt sich zum Glück ändern. An der Taille etwas raus, Rock kürzer, Ärmel auch. Die Weite ist OK, so wirkt das Kleid etwas lässiger als die ganz körpernahe Variante. Die Änderung am Ärmel ist dadurch zwar nicht zu erkennen, aber ich denke, bei einem weniger elastischen Stoff wird sie sich schon positiv bemerkbar machen.
Und da ist die Ella in Antik-Blau (Zum Glück hab ich Fotos vom Sonntag, als es im Treppenhaus noch Sonne gab. Heute wär's hoffnungslos gewesen.):
Für etwas Wärme und einen weniger blassen Akzent am Hals habe ich mir noch einen Loop zum Kleid genäht. Dunkelblau mit weißen Pünktchen, sehr synthetisch, fällt aber schön. Aus der Restekiste beim dunkelblauen Kaufhaus:
Und da ich Dreiviertelärmel mag, es draußen aber doch etwas wärmer brauche, habe ich mir noch ein Paar Armstulpen gestrickt:
So viel von mir zum MMM, jetzt stöbere ich noch mal bei den anderen Nähdamen.
Vor einer Woche ergab sich wieder einmal ein netter Vormittagsnähtreff mit Malou und Frauenoberbekleidung. Das kommende Weihnachtsfest bestimmte die Schnittauswahl. Es wurden teils Weihnachts- teils sozusagen Vorweihnachtskleider zugeschnitten. Bei mir war's letzteres. Denn ich möchte auch zu Weihnachten eine Ella, hatte mir aber vorgenommen, bevor ich sie aus dem "guten" Stoff zuschneide, mein Armausschnittproblem an diesem Schnittmuster anzugehen und ein Testkleid mit Änderung zu nähen.
Also bastelte ich ein bisschen an Armausschnitt und Ärmel und schnitt dann mutig zu wie sonst auch, mit leicht verlängertem Vorderteil (wegen der Oberweite) und etwas verlängertem Rock, und zwar aus Courtelle-Jersey von Stoff und Stil. Mit der Overlock-Maschine war das Kleid schnell zusammengetackert.
Ich probierte es an und dachte: "Na toll, ein Nachthemd."
Aus diesem Stoff fiel das Teil deutlich größer aus als sonst und der recht schwere Rock zog die Taillennaht zu weit nach unten. Eigentlich war's überall zu lang, wo es nur zu lang sein kann. Das lässt sich zum Glück ändern. An der Taille etwas raus, Rock kürzer, Ärmel auch. Die Weite ist OK, so wirkt das Kleid etwas lässiger als die ganz körpernahe Variante. Die Änderung am Ärmel ist dadurch zwar nicht zu erkennen, aber ich denke, bei einem weniger elastischen Stoff wird sie sich schon positiv bemerkbar machen.
Und da ist die Ella in Antik-Blau (Zum Glück hab ich Fotos vom Sonntag, als es im Treppenhaus noch Sonne gab. Heute wär's hoffnungslos gewesen.):
Für etwas Wärme und einen weniger blassen Akzent am Hals habe ich mir noch einen Loop zum Kleid genäht. Dunkelblau mit weißen Pünktchen, sehr synthetisch, fällt aber schön. Aus der Restekiste beim dunkelblauen Kaufhaus:
Und da ich Dreiviertelärmel mag, es draußen aber doch etwas wärmer brauche, habe ich mir noch ein Paar Armstulpen gestrickt:
So viel von mir zum MMM, jetzt stöbere ich noch mal bei den anderen Nähdamen.
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Dienstag, 11. August 2015
Blau am Meer
Noch ein letzter Gruß vom Meer mit drei weiteren Urlaubsteilen, die vor der Fahrt genäht wurden (absolut alkoholfreies Blau! :-D):
Wieder ein "ent-wickelter" Raita-Rock aus Baumwollpopeline mit Futter und dieses mal einseitig verdecktem Reißverschluss. Den Stoff habe ich schräg zum Fadenverlauf zugeschnitten, damit er an den Seiten nicht steif absteht. diese Sommer-Strand-Farben strahlten mir sofort entgegen, als ich im Restekorb bei Stoff Fischer wühlte.
Zum Rock fehlten mir noch passende Shirts. Also mussten zwei in sommerlichen Blautönen her. Hier ein Summer Basic (Ottobre 2/13). Den Schnitt hatte ich mir schon letztes Jahr passend gekürzt und tailliert. Aus dem etwas festeren, leicht melierten Baumwolljersey fällt es reichlich aus. Na ja, am sonnigen Strand darf es gern etwas luftiger sein. Am Ausschnitt setzt eine Reihe türkis gestreifter Knöpfchen einen kleinen Akzent.
Das türkisfarbene Shirt sollte eigentlich eine Raffinessa werden. War es anfangs auch. Entweder lag es am Stoff oder an der Kombination mit dem Rock - es sah sehr suboptimal aus. Die Raffung kam also wieder weg, es wurde gekürzt und stärker tailliert und so passt es. Mit der Ärmelpartie bin ich hier nicht wirklich zufrieden. Sie schlägt Falten und fühlt sich eng an und sieht auch so aus, obwohl sie das überhaupt nicht ist. Das Shirt sieht zwar OK aus, man steht ja nicht dauerhaft still in Pose, aber noch mal werde ich für mich wohl kein Raglanshirt mit kurzem Arm nähen. Irgendwie passt das nicht an mich. Der einzige an mir wirklich bequeme Raglanschnitt überhaupt ist bisher sowieso nur "Friday Evening" (Ottobre 5/13), der an den Schultern Abnäher hat. Sollte mir wieder nach Raglan sein, bastle ich damit.
So, das war's aus dem Norden, leider. Ab morgen schwitzen wir wieder mit im schönen Dresden und fangen schon mal an, uns auf nächstes Jahr zu freuen ...
Wieder ein "ent-wickelter" Raita-Rock aus Baumwollpopeline mit Futter und dieses mal einseitig verdecktem Reißverschluss. Den Stoff habe ich schräg zum Fadenverlauf zugeschnitten, damit er an den Seiten nicht steif absteht. diese Sommer-Strand-Farben strahlten mir sofort entgegen, als ich im Restekorb bei Stoff Fischer wühlte.
Zum Rock fehlten mir noch passende Shirts. Also mussten zwei in sommerlichen Blautönen her. Hier ein Summer Basic (Ottobre 2/13). Den Schnitt hatte ich mir schon letztes Jahr passend gekürzt und tailliert. Aus dem etwas festeren, leicht melierten Baumwolljersey fällt es reichlich aus. Na ja, am sonnigen Strand darf es gern etwas luftiger sein. Am Ausschnitt setzt eine Reihe türkis gestreifter Knöpfchen einen kleinen Akzent.
Das türkisfarbene Shirt sollte eigentlich eine Raffinessa werden. War es anfangs auch. Entweder lag es am Stoff oder an der Kombination mit dem Rock - es sah sehr suboptimal aus. Die Raffung kam also wieder weg, es wurde gekürzt und stärker tailliert und so passt es. Mit der Ärmelpartie bin ich hier nicht wirklich zufrieden. Sie schlägt Falten und fühlt sich eng an und sieht auch so aus, obwohl sie das überhaupt nicht ist. Das Shirt sieht zwar OK aus, man steht ja nicht dauerhaft still in Pose, aber noch mal werde ich für mich wohl kein Raglanshirt mit kurzem Arm nähen. Irgendwie passt das nicht an mich. Der einzige an mir wirklich bequeme Raglanschnitt überhaupt ist bisher sowieso nur "Friday Evening" (Ottobre 5/13), der an den Schultern Abnäher hat. Sollte mir wieder nach Raglan sein, bastle ich damit.
So, das war's aus dem Norden, leider. Ab morgen schwitzen wir wieder mit im schönen Dresden und fangen schon mal an, uns auf nächstes Jahr zu freuen ...
Mittwoch, 5. August 2015
Maritimer Mittwoch
Der MMM macht Sommerpause, und wir haben auch Urlaub. Trotzdem, oder gerade deshalb nehme ich den Mittwoch mal wieder zum Anlass, Genähtes für mich zu zeigen. Das Urlaubsoutfit schlechthin - mein neues maritimes Lieblingskleid vor passender Kulisse:
Schnitt, wie könnte es anders sein, wieder Ella von Pattydoo. Ich habe zur Abwechslung die Variante mit Taillenband gewählt. So hat es quasi schon einen eingebauten "Gürtel" und man muss bei warmem Wetter kein Extra-Accessoire tragen. Dieses Mal habe ich Größe E zugeschnitten statt der D bei der letzten Ella. So sitzt sie insgesamt etwas luftiger, was mir für so ein Sommer-Freizeitkleid gut gefällt. Nur an der Armkugel könnte etwas weniger Stoff sein. Das war aber auch bei der kleineren Variante schon der Fall. Da müsste ich Armausschnitt und Ärmel ändern, was ich mir bisher nicht so recht zutraue.
Hier sieht man mich in die Sonne blinzeln und kann das hübsche maritime Muster aus der Nähe bewundern. :-)
Und hier der Beweis, dass das Kleid auch bei einer frischen Seebrise noch eine gute Figur macht - also so gut, wie eben möglich. ;-)
Stoffe, wie so oft: Nähstübchen Emily (Die Anker konnte ich als "Stoff der Woche" günstiger ergattern.)
Und falls jemand jetzt gern genau diese Kulisse für eigene maritime Kreationen hätte: Man findet sie im Yachthafen von Heiligenhafen in Ostholstein.
Kleiner Nachtrag, weil ich hier so öffentlich verkünde, dass wir im Urlaub sind: Unsere Wohnung wird von einer gefährlichen Raubkatze bewacht. Nee, Quatsch, aber das Mini-Raubtier erhält anwesende Dauerbetreuung. Sorry, keine leere unbeobachtete Wohnung bei uns. :-p
Schnitt, wie könnte es anders sein, wieder Ella von Pattydoo. Ich habe zur Abwechslung die Variante mit Taillenband gewählt. So hat es quasi schon einen eingebauten "Gürtel" und man muss bei warmem Wetter kein Extra-Accessoire tragen. Dieses Mal habe ich Größe E zugeschnitten statt der D bei der letzten Ella. So sitzt sie insgesamt etwas luftiger, was mir für so ein Sommer-Freizeitkleid gut gefällt. Nur an der Armkugel könnte etwas weniger Stoff sein. Das war aber auch bei der kleineren Variante schon der Fall. Da müsste ich Armausschnitt und Ärmel ändern, was ich mir bisher nicht so recht zutraue.
Hier sieht man mich in die Sonne blinzeln und kann das hübsche maritime Muster aus der Nähe bewundern. :-)
Und hier der Beweis, dass das Kleid auch bei einer frischen Seebrise noch eine gute Figur macht - also so gut, wie eben möglich. ;-)
Stoffe, wie so oft: Nähstübchen Emily (Die Anker konnte ich als "Stoff der Woche" günstiger ergattern.)
Und falls jemand jetzt gern genau diese Kulisse für eigene maritime Kreationen hätte: Man findet sie im Yachthafen von Heiligenhafen in Ostholstein.
Kleiner Nachtrag, weil ich hier so öffentlich verkünde, dass wir im Urlaub sind: Unsere Wohnung wird von einer gefährlichen Raubkatze bewacht. Nee, Quatsch, aber das Mini-Raubtier erhält anwesende Dauerbetreuung. Sorry, keine leere unbeobachtete Wohnung bei uns. :-p
Mittwoch, 22. Juli 2015
Ent-wickelter Rock und ver-knotetes Shirt zum MMM
Immer kurz vorm Urlaub fällt mir ein, dass ich eigentlich gar nichts habe, das ich gern in den Koffer packen würde. Also müssen neue Klamotten her. Nähmarathon ist angesagt. Zwei Röcke und ein Shirt sind schon entstanden. Noch einige Schnittmuster liegen auf dem Tisch. Ich hab gut zu tun, würde ich sagen.
Natürlich will ich nicht warten, bis wir tatsächlich im Urlaub sind, bevor die neuen Sachen ausgeführt werden. Man kann die ja auch daheim schon mal eintragen. :-)
Heute also:
Obenrum Shirt Liv (Pattydoo) mit selbst gebasteltem Knotenausschnitt. Untenrum Rock Raita (Näähglück), aber ent-wickelt. Mir gefällt die A-Linie des Rocks sehr gut, für den Wickelrock war aber nicht genug Stoff da. Also habe ich ein Vorder- und ein Rückteil aus dem Schnitt extrahiert und einen einfachen Rock mit Reißverschluss daraus gemacht.
Den Ausschnitt mit dem geknoteten Bündchen hatte ich so ähnlich an einer Frau im Supermarkt gesehen, Kaufshirt wahrscheinlich. Immer mal wieder unauffällig hingelinst, wie das gemacht sein könnte, ein bisschen getüftelt - et voilá! Das Dreieck könnte noch etwas sauberer genäht sein. Ich hätte von Anfang an Stickvlies unterlegen sollen ... Aber so ist es durchaus akzeptabel. Sieht man beim Tragen eh kaum. Der Ausschnitt hätte etwas weiter sein können. Das breite Bündchen hat ihn stärker zusammengezogen, als ich gedacht hätte. Na ja, beim nächsten Mal. Ist auf alle Fälle gut tragbar so. Gefällt mir, der Knoten.
Das Grün des Rocks ist eigentlich gar nicht meine Farbe. Ich hatte einen halben Meter Rest aus ner Wühlkiste gegraben und dabei eigentlich an die Kinder gedacht. Irgendwie gefielen mir die fröhlichen Blumen aber doch zu gut. Außerdem kommt ja mein geliebtes Petrol im Muster vor. Also wurde so lange gebastelt, bis aus dem Stückchen noch ein Rock für mich wurde. Der Bund ist einfach mit Schrägband versäubert (endlich Schrägbandformer ausprobiert - tolles Teil, keine verbrannten Finger mehr beim Bügeln :-) ). Der Reißverschluss wurde beidseitig verdeckt eingenäht. Für was anderes hätte die Nahtzugabe nicht gereicht. Am Saum habe ich aus dem Passendsten, das sich in den Vorräten fand, eine Art breite Paspel angesetzt, schräg zugeschnitten. Damit kam eine gerade akzeptable Länge zustande.
Der Rock ist gefüttert, das finde ich auch bei Hitze sehr angenehm. Schön, wenn beim Aufstehen nix peinlich verschwitzt und zerknüllt am Hintern klebt. :-)
Fazit: angenehmes Sommeroutfit, darf in den Koffer.
Material: Viskosejersey und bedruckte Webware von Stoff Fischer, Futter und Reißverschluss vom Nähstübchen Emily
Das ganze geht heute natürlich zum MMM. Mal schauen, worin die anderen Nähdamen heute schwitzen. Zumindest bei uns bleibt einem gar nichts anderes übrig, da kann man an- oder ausziehen was man will. ;-)
Natürlich will ich nicht warten, bis wir tatsächlich im Urlaub sind, bevor die neuen Sachen ausgeführt werden. Man kann die ja auch daheim schon mal eintragen. :-)
Heute also:
Obenrum Shirt Liv (Pattydoo) mit selbst gebasteltem Knotenausschnitt. Untenrum Rock Raita (Näähglück), aber ent-wickelt. Mir gefällt die A-Linie des Rocks sehr gut, für den Wickelrock war aber nicht genug Stoff da. Also habe ich ein Vorder- und ein Rückteil aus dem Schnitt extrahiert und einen einfachen Rock mit Reißverschluss daraus gemacht.
Den Ausschnitt mit dem geknoteten Bündchen hatte ich so ähnlich an einer Frau im Supermarkt gesehen, Kaufshirt wahrscheinlich. Immer mal wieder unauffällig hingelinst, wie das gemacht sein könnte, ein bisschen getüftelt - et voilá! Das Dreieck könnte noch etwas sauberer genäht sein. Ich hätte von Anfang an Stickvlies unterlegen sollen ... Aber so ist es durchaus akzeptabel. Sieht man beim Tragen eh kaum. Der Ausschnitt hätte etwas weiter sein können. Das breite Bündchen hat ihn stärker zusammengezogen, als ich gedacht hätte. Na ja, beim nächsten Mal. Ist auf alle Fälle gut tragbar so. Gefällt mir, der Knoten.
Das Grün des Rocks ist eigentlich gar nicht meine Farbe. Ich hatte einen halben Meter Rest aus ner Wühlkiste gegraben und dabei eigentlich an die Kinder gedacht. Irgendwie gefielen mir die fröhlichen Blumen aber doch zu gut. Außerdem kommt ja mein geliebtes Petrol im Muster vor. Also wurde so lange gebastelt, bis aus dem Stückchen noch ein Rock für mich wurde. Der Bund ist einfach mit Schrägband versäubert (endlich Schrägbandformer ausprobiert - tolles Teil, keine verbrannten Finger mehr beim Bügeln :-) ). Der Reißverschluss wurde beidseitig verdeckt eingenäht. Für was anderes hätte die Nahtzugabe nicht gereicht. Am Saum habe ich aus dem Passendsten, das sich in den Vorräten fand, eine Art breite Paspel angesetzt, schräg zugeschnitten. Damit kam eine gerade akzeptable Länge zustande.
Der Rock ist gefüttert, das finde ich auch bei Hitze sehr angenehm. Schön, wenn beim Aufstehen nix peinlich verschwitzt und zerknüllt am Hintern klebt. :-)
Fazit: angenehmes Sommeroutfit, darf in den Koffer.
Material: Viskosejersey und bedruckte Webware von Stoff Fischer, Futter und Reißverschluss vom Nähstübchen Emily
Das ganze geht heute natürlich zum MMM. Mal schauen, worin die anderen Nähdamen heute schwitzen. Zumindest bei uns bleibt einem gar nichts anderes übrig, da kann man an- oder ausziehen was man will. ;-)
Mittwoch, 17. Juni 2015
Nähen nach Hormondiktat oder MMM mit Liv
Klingt komisch, ist aber so: Ich glaube, meine Hormone diktieren, was ich nähe. Ich gehöre zu den Frauen, die die jeweilige Hormonlage ziemlich intensiv erleben. :-p Da gibt es wunderbare Tage, an denen man sich schön fühlt, jung und selbstbewusst und voller Energie. An solchen Tagen näht man sich eine figurbetonte, schwingende Ella, mit fröhlichen großen Punkten. Man zieht sie an und findet sich so unwiderstehlich, dass man sich sogar für alberne Modelfotos nicht zu doof ist. :-D
Und dann gibt es die anderen Tage. Die, an denen man sich all seiner Schönheitsmängel sehr bewusst ist. An denen man sich lieber dezent im Hintergrund hält und eigentlich sowieso am liebsten gleich im Bett bliebe. Falls man sich überhaupt zum Nähen aufraffen kann und einen der Berg des eigentlich zu Erledigenden nicht völlig deprimiert, näht man sich an solchen Tagen eine Liv (Pattydoo). Was will man machen, mit nix im Schrank, das man grad mag, wird der Tag auch nicht besser. Eine Liv also, die Taillierung mal lieber nicht so stark wie sonst, also nahezu nach Schnitt statt an die eigenen Kurven angepasst, und aus ganz weichem, fließendem Viskosejersey. Ein ganz schlichtes Shirt zum Wohlfühlen für alle Tage. Mit kleinen Pünktchen, der Lichtblick muss zumindest sein. So kürzlich hier geschehen.
Und heute wird die neue Liv auch getragen, denn für die beschwingte Lieblingsella ist es mir zu kalt, und außerdem ... Ihr wisst, was ich meine. ;-)
Ein bisschen mehr Taille hätte es dann vielleicht doch wieder sein können, aber da der Stoff so fließend fällt, ist es OK so. Sieht sowieso bei jeder Bewegung anders aus. Und so muss man sich wenigstens keine Gedanken über eventuell ausbeulende Gürtelschnallen und anderes machen. Weich und bequem ist diese Liv auf alle Fälle, und herrlich vielseitig. Zu diesem bläulichen Dunkelgrau kann ich mich nach Lust und Laune mit fast allen vorhandenen Ohrringen, Ketten und Tüchern austoben. Ich mag das Teil. Ist das nächstbeste zum Tag im Bett. :-D
Viskosejersey vom Stoffmarkt, Schnitt "Liv" von Pattydoo in 38
Jetzt schicke ich die Liv noch zum MMM und freue mich drauf, zu schauen, wonach den anderen Damen heute so ist.
Und dann gibt es die anderen Tage. Die, an denen man sich all seiner Schönheitsmängel sehr bewusst ist. An denen man sich lieber dezent im Hintergrund hält und eigentlich sowieso am liebsten gleich im Bett bliebe. Falls man sich überhaupt zum Nähen aufraffen kann und einen der Berg des eigentlich zu Erledigenden nicht völlig deprimiert, näht man sich an solchen Tagen eine Liv (Pattydoo). Was will man machen, mit nix im Schrank, das man grad mag, wird der Tag auch nicht besser. Eine Liv also, die Taillierung mal lieber nicht so stark wie sonst, also nahezu nach Schnitt statt an die eigenen Kurven angepasst, und aus ganz weichem, fließendem Viskosejersey. Ein ganz schlichtes Shirt zum Wohlfühlen für alle Tage. Mit kleinen Pünktchen, der Lichtblick muss zumindest sein. So kürzlich hier geschehen.
Und heute wird die neue Liv auch getragen, denn für die beschwingte Lieblingsella ist es mir zu kalt, und außerdem ... Ihr wisst, was ich meine. ;-)
Ein bisschen mehr Taille hätte es dann vielleicht doch wieder sein können, aber da der Stoff so fließend fällt, ist es OK so. Sieht sowieso bei jeder Bewegung anders aus. Und so muss man sich wenigstens keine Gedanken über eventuell ausbeulende Gürtelschnallen und anderes machen. Weich und bequem ist diese Liv auf alle Fälle, und herrlich vielseitig. Zu diesem bläulichen Dunkelgrau kann ich mich nach Lust und Laune mit fast allen vorhandenen Ohrringen, Ketten und Tüchern austoben. Ich mag das Teil. Ist das nächstbeste zum Tag im Bett. :-D
Viskosejersey vom Stoffmarkt, Schnitt "Liv" von Pattydoo in 38
Jetzt schicke ich die Liv noch zum MMM und freue mich drauf, zu schauen, wonach den anderen Damen heute so ist.
Mittwoch, 3. Juni 2015
Germany's Next Not-Model zum MMM
Wieder mal was Neues im Kleiderschrank. Ich trage zwar mittlerweile meistens mindestens irgendein selbstgenähtes Teil, weil mir die einfach die liebsten sind, aber immer wieder die selben will ja keiner sehen. MMM kommt also nur in Frage, wenn ich Zuwachs in der Garderobe vorzuweisen habe. Heute ist dem so und ich geselle mich zu den nähenden Mittwochsdamen.
Allerdings muss ich zugeben, ich schummele ein bisschen. Was ihr hier zu sehen bekommt, ist eigentlich eine Samstagsfrau. Ich denke, es wird mir nachgesehen. Dafür gibts immerhin mal was anderes als die ewig langweiligen Schnellschüsse vor der Wohnzimmertür.
Draußen, bei Sonne und fotografiert vom Schwesterherz, das sich diesbezüglich als etwas talentierter erweist als der sonst zum Knipsen verdonnerte Mann. ;-)
Die harten Fakten: wieder eine Ella von Pattydoo, Größe 38, aus einem etwas stärkeren Viskosejersey. Den Rock habe ich um 7cm verlängert. Am Oberteil habe ich auch ein bisschen gebastelt. Da ich bei der Verteilung der Oberweite ganz gut bedacht wurde, kann ich da etwas Stoff zusätzlich gebrauchen, damit die Taillennaht vorn an der richtigen Stelle sitzt. Ich habe also das Vorderteil 2 cm länger zugeschnitten. Diese Mehrlänge habe ich dann im Brustbereich verteilt, indem ich an dieser Stelle das Rückenteil über ein paar Zentimeter gedehnt angenäht habe. Verständlich? Funktioniert jedenfalls gut. Ich LIEBE dieses Kleid und fühle mich rundum wohl drin. Das bin ich. Genau so.
Und wenn man so entspannt ist, und dann auch noch unter Schwestern, kommt man auf die albernsten Ideen. Ich zeig euch das. Wie die Kinder, so die Mutter ... :-)
So ein langer Bootssteg bietet sich ja geradezu als Catwalk an, nicht wahr. Da kann man ja mal so tut als ob ...
OK, ich versuch das mal. Hilfe, ich hab keine Ahnung. Von Natur aus bin ich nicht gerade mit Modelqualitäten gesegnet. Und die einschlägig bekannten TV-Formate sind mir auch zu ... Na ja, lassen wir das. Wie geht das noch mal? Arme mehr oder weniger hängen lassen und mit den Beinen so komisch überkreuz einherschreiten ...
Allerdings muss ich zugeben, ich schummele ein bisschen. Was ihr hier zu sehen bekommt, ist eigentlich eine Samstagsfrau. Ich denke, es wird mir nachgesehen. Dafür gibts immerhin mal was anderes als die ewig langweiligen Schnellschüsse vor der Wohnzimmertür.
Draußen, bei Sonne und fotografiert vom Schwesterherz, das sich diesbezüglich als etwas talentierter erweist als der sonst zum Knipsen verdonnerte Mann. ;-)
Die harten Fakten: wieder eine Ella von Pattydoo, Größe 38, aus einem etwas stärkeren Viskosejersey. Den Rock habe ich um 7cm verlängert. Am Oberteil habe ich auch ein bisschen gebastelt. Da ich bei der Verteilung der Oberweite ganz gut bedacht wurde, kann ich da etwas Stoff zusätzlich gebrauchen, damit die Taillennaht vorn an der richtigen Stelle sitzt. Ich habe also das Vorderteil 2 cm länger zugeschnitten. Diese Mehrlänge habe ich dann im Brustbereich verteilt, indem ich an dieser Stelle das Rückenteil über ein paar Zentimeter gedehnt angenäht habe. Verständlich? Funktioniert jedenfalls gut. Ich LIEBE dieses Kleid und fühle mich rundum wohl drin. Das bin ich. Genau so.
Und wenn man so entspannt ist, und dann auch noch unter Schwestern, kommt man auf die albernsten Ideen. Ich zeig euch das. Wie die Kinder, so die Mutter ... :-)
So ein langer Bootssteg bietet sich ja geradezu als Catwalk an, nicht wahr. Da kann man ja mal so tut als ob ...
OK, ich versuch das mal. Hilfe, ich hab keine Ahnung. Von Natur aus bin ich nicht gerade mit Modelqualitäten gesegnet. Und die einschlägig bekannten TV-Formate sind mir auch zu ... Na ja, lassen wir das. Wie geht das noch mal? Arme mehr oder weniger hängen lassen und mit den Beinen so komisch überkreuz einherschreiten ...
Und vor allem ernst gucken, so richtig eingebildet und unnahbar muss das aussehen. Kann ich das?
Also an den Händen müssen wir auf alle Fälle noch arbeiten. Und eeernst gucken!
Ernst bleiben!
Hallo, eeeernst jetzt!
ERNST! So wird das nix ...
Lieber schnell mal drehen, kann ja nicht schaden und hilft vielleicht, den nötigen Ernst der Lage doch noch ... Neee, hilft nicht ...
Pruuust!
Da geht sie hin, die Modelwürde, aber mit Schwung!
Hihihihihi! Kicher ... Lach ...
OK, ich kann das nicht. Gut, dass wir's getestet haben. War auf alle Fälle lustig. :-D
Und zum Schluss noch mal ganz brav mit Jäckchen gegen den kühlen Wind. Jäckchen Second Hand.
Wie gesagt, das ist MEIN Kleid. Ella ist einfach perfekt für mich. Ob das schlimm ist, wenn ich noch ganz viele davon ... Ich hätte da diverse Ideen ...
Dieses geht jetzt jedenfalls erstmal zum MeMadeMittwoch.
Mittwoch, 15. April 2015
Kleidsamer MMM
Ich habe ein neues Lieblingskleid - Ella von pattydoo. So muss ein Kleid für mich sein: beschwingt, unkompliziert, zeigen, was schön ist, über einiges gnädig hinweggehen. ;-)
Und in dem Kleid schwinge ich mich heute in den sonnigen Mittwoch. Es geht mal wieder zu einem Kunstkurs, wie im letzten Jahr schon mein Geburtstagsgeschenk.
Ich habe Größe 38 genäht, die gut passt. Den Rock habe ich leicht verlängert, bei weiten Röcken habe ich den Saum gern unter dem Knie.
Sollte mir's ein bisschen kühl werden, kommt mein Wardrobe Basic (Ottobre 5/13) drüber. (Das hier wieder irgendwie unförmig aussieht und mir immer noch live besser gefällt als auf Fotos.)
Und ab zum MMM mit dem Mittwochsoutfit.
Und in dem Kleid schwinge ich mich heute in den sonnigen Mittwoch. Es geht mal wieder zu einem Kunstkurs, wie im letzten Jahr schon mein Geburtstagsgeschenk.
So sieht's aus. Die bräunlich-graue Farbe ist jetzt nicht unbedingt mein Favorit. Hier ging's um Material. Den Stoff habe ich im Sonderangebot (im großen dunkelblauen Kaufhaus in der Stadt) gekauft, um den Schnitt günstig zu testen. Er hat einen recht hohen Viskoseanteil, ist dünn mit einem kühlen Tragegefühl und trotzdem nicht labberig. Für einen Hauch Farbe habe ich auf die Schulterpartie des amerikanischen Ausschnitts kleine petrolfarbene Knöpfchen genäht (Recycling von einer in Auflösung begriffenen Strickjacke). Ansonsten gibts ja noch petrolfarbene Ohrringe, Tücher, Stoffblümchen ... :-)
Ich habe Größe 38 genäht, die gut passt. Den Rock habe ich leicht verlängert, bei weiten Röcken habe ich den Saum gern unter dem Knie.
Sollte mir's ein bisschen kühl werden, kommt mein Wardrobe Basic (Ottobre 5/13) drüber. (Das hier wieder irgendwie unförmig aussieht und mir immer noch live besser gefällt als auf Fotos.)
Und ab zum MMM mit dem Mittwochsoutfit.
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Donnerstag, 5. Februar 2015
RUMS mit "Wardrobe Basic"
Ich war, was das Nähen angeht, wirklich fleißig in letzter Zeit. Sogar für RUMS ist noch ein neues Stück übrig. Wardrobe Basic (Ottobre 5/2013) heißt es und ist für mich tatsächlich ein echtes Basicteil, das meinem Kleiderschrank noch gefehlt hat. Bei kühlen Temperaturen trage ich am liebsten Lang- oder Dreiviertelarmshirts und eine (Strick-)Jacke darüber. Ich habe schon diverse gekaufte im Schrank hängen. Die werden auch getragen, aber keine davon ist wirklich optimal in jeder Hinsicht - Länge, Farbe, Bundweite. Oder sie passen zu Hosen, sehen aber zu Röcken nicht gut aus. Wie es eben so ist, irgendwas ist immer.
Jetzt habe ich mir also selbst eine Jacke genäht, und die kommt meinen Ansprüchen schon sehr entgegen. Da ist sie erstmal zur Betrachtung, bevor ich mich weiter darüber auslasse:
Ganz mein Stil, schlicht und und eher ein bisschen schick als sportlich, obwohl es eine ganz bequeme, alltagstaugliche Sweatjacke ist. Ottobre schlägt gewalkten Wollstrick dafür vor, ich mag ein Material mit hohem Baumwollanteil aber lieber. Der vernähte Sweat ist recht dick und innen kuschelig angeraut. Das macht die Jacke perfekt für die momentane Wetterlage. Man kann ja doch gerade so halbwegs glauben, dass Winter ist.
Geschlossen wird sie mit 3 Häkchen und Ösen. Im Original ist nur eines vorgesehen, das war mir aber zu wenig. Außerdem habe ich die Tiefe der Falten in der Taille etwas reduziert. Angegeben sind 7 mm, dann sitzt die Jacke aber sehr figurnah. Das scheint, nach den Fotos in der Ottobre zu urteilen, auch gewollt zu sein. Mir wäre es aber nicht bequem genug, da ich eben nicht immer nur dünne Blusen darunter tragen möchte.
In dunklem Petrol passt das Wardrobe Basic prima zu meiner sonstigen Garderobe. Ist klar, wenn man die Wahl hat. Hier sieht man die Jacke zur im Herbst genähten Raffinessa.
Auch zum gestern gezeigten Kleid mit Langarmshirt ist es ein schön passender und wärmender Kombipartner.
Ich kann mir gut vorstellen, nach diesem Schnitt noch einmal zu nähen. Das ist wieder einer dieser Fälle, wo mir die Fotos nicht so gut gefallen wie der Anblick im Spiegel.
Jetzt schicke ich mein Jäckchen noch zu RUMS und bin mal neugierig, was die anderen "Weiber" für sich gewerkelt haben.
Jetzt habe ich mir also selbst eine Jacke genäht, und die kommt meinen Ansprüchen schon sehr entgegen. Da ist sie erstmal zur Betrachtung, bevor ich mich weiter darüber auslasse:
Ganz mein Stil, schlicht und und eher ein bisschen schick als sportlich, obwohl es eine ganz bequeme, alltagstaugliche Sweatjacke ist. Ottobre schlägt gewalkten Wollstrick dafür vor, ich mag ein Material mit hohem Baumwollanteil aber lieber. Der vernähte Sweat ist recht dick und innen kuschelig angeraut. Das macht die Jacke perfekt für die momentane Wetterlage. Man kann ja doch gerade so halbwegs glauben, dass Winter ist.
Geschlossen wird sie mit 3 Häkchen und Ösen. Im Original ist nur eines vorgesehen, das war mir aber zu wenig. Außerdem habe ich die Tiefe der Falten in der Taille etwas reduziert. Angegeben sind 7 mm, dann sitzt die Jacke aber sehr figurnah. Das scheint, nach den Fotos in der Ottobre zu urteilen, auch gewollt zu sein. Mir wäre es aber nicht bequem genug, da ich eben nicht immer nur dünne Blusen darunter tragen möchte.
In dunklem Petrol passt das Wardrobe Basic prima zu meiner sonstigen Garderobe. Ist klar, wenn man die Wahl hat. Hier sieht man die Jacke zur im Herbst genähten Raffinessa.
Auch zum gestern gezeigten Kleid mit Langarmshirt ist es ein schön passender und wärmender Kombipartner.
Ich kann mir gut vorstellen, nach diesem Schnitt noch einmal zu nähen. Das ist wieder einer dieser Fälle, wo mir die Fotos nicht so gut gefallen wie der Anblick im Spiegel.
Jetzt schicke ich mein Jäckchen noch zu RUMS und bin mal neugierig, was die anderen "Weiber" für sich gewerkelt haben.
Mittwoch, 4. Februar 2015
Happy End zum MMM
Was lange währt, wird endlich - nun, wenn nicht perfekt, so doch zumindest gut tragbar.
Schon einige Zeit vor Weihnachten hatten wir uns mit Anne, Malou und Frauenoberbekleidung zu zwei produktiven Nähtreffen zusammengefunden. Wenn man schon mal drei erfahrene Näherinnen in greifbarer Nähe hat, kann man sich gut an ein bisher unversuchtes Projekt wagen. Ich nahm mir also ein Kleid mit Futter und nahtverdecktem Reißverschluss vor. Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) sollte es werden, schlicht und vielseitig. Die Stoffwahl fiel auf einen geblümten Feincord von einer Tauschparty und günstiges Futter vom Stoffmarkt - für die Premiere nicht das Beste, aber mit dem Potential, zu einem tragbaren Ergebnis zu führen.
Zuschnitt, Anpassung (Danke, Mädels, für perfekte Rückenabnäher!) und Nähen von Außen- und Futterseite waren bald erledigt. Auch der Reißverschluss saß ordentlich. Doch dann hakte es.
An der Stelle hätte das Futter ins Kleid gemusst - aber wie? Inzwischen saß ich mit dem Rätsel namens Ottobre-Anleitung wieder allein daheim, und ich hab's einfach nicht kapiert. Dank Weihnachtszeit war auch genug anderes zu tun. Also blieb das Kleid erstmal liegen.
Letztes Wochenende packte es mich dann wieder. Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinkriege! Ich suchte mir Kleiderteile und Ottobre herzu. Die Ottobre-Ausgabe hatte ich nachbestellt und nur noch auf Englisch bekommen, was ja kein Problem darstellt. Man hatte mir allerdings die Anleitungen als Kopie auf Deutsch mitgeschickt. An die Variante hatte ich mich denn auch gehalten, liegt mir nun mal näher. Und ich hatte geglaubt, mit den ohnehin manchmal seltsamen Ottobre-Beschreibungen käme ich in meiner Muttersprache wahrscheinlich immer noch am besten klar. Nun hatte ich aber zum Jahresbeginn gründlich aufgeräumt und konnte die deutschen Kopien nicht mehr finden. Man sollte einfach nicht aufräumen. Oder doch, denn dass ich mich an die englische Version halten musste, war mein Glück. Auf einmal war alles ganz klar und einfach! Jedenfalls die Theorie. Praktisch ist es eine ordentliche Fummelei, aber alles machbar.
Eins weiß ich nach dieser Aktion: Nie wieder werde ich guten Gewissens ein gefüttertes Kleid für 30 Euro beim Klamottenschweden auch nur anschauen können! Da steckt so viel Mühe drin, die nur menschliche, geschickte Hände aufbringen können. Bei diesem Preis kann der Aufwand nicht angemessen bezahlt worden sein.
Zum Kleid fehlte mir noch das passende Drunter für kühle Tage. Ein schlichtes Langarmshirt war schnell genäht. Dieses Mal nach einem Kaufshirt, das ganz gut sitzt. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem für mich perfekten Armausschnitt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, auch mit diesem Shirt nicht, aber es ist OK. Selber basteln traue ich mir nicht so recht zu. Die Armkugel perfekt auf den Ärmelausschnitt abzustimmen, dafür braucht man wohl etwas mehr Ahnung von der Theorie der Schnitterstellung. Ich werde weiterforschen.
Jetzt ist es aber Zeit für den bildlichen Erfolgsbeweis, schließlich soll das neue Outfit zum MMM wandern, und da will man Fakten sehen :-) :
Also bitte - Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) in Größe 38. Ein schlichtes Kleid mit eher lässigem als elegantem Sitz, ein hübsches Alltagsteil, wie ich finde. Änderungen: Ich habe es gekürzt und die Abnäher nach Bedarf versetzt und verlängert. Auch die Zierknopfleiste habe ich verändert. Laut Schnitt ist sie kontrastfarbig und länger mit eckigem Abschluss. Meine habe ich gerundet und mit einer kleinen unifarbenen Paspel abgesetzt. Die beiden Knöpfe spiegeln hier im Bild etwas. Eigentlich entspricht die Farbe exakt der von Paspel und Shirt.
In die Rückseite habe ich (mit Hilfe der Nähmädels) Abnäher eingefügt. Ich bin zu kurvig gebaut, um in einem rundum glatten Schnitt vorteilhaft auszusehen. Im rückwärtigen Bild erscheinen die Farben übrigens am realistischsten.
Bei uns schneit's nun endlich auch mal ein bisschen, da ist es mit schön belichteten Fotos in unserer Wohnung nicht so einfach ... Und auch sonst - aus irgendeinem Grund hat es mein Fotograf für gut befunden, mich in diesem Bild dezentral zu platzieren, aber man erkennt die Grundidee ... :-)
So, jetzt ab zum MMM, mein erstes gefüttertes Kleid stolz vorzeigen und stöbern, was die anderen Näherinnen so tragen.
Schon einige Zeit vor Weihnachten hatten wir uns mit Anne, Malou und Frauenoberbekleidung zu zwei produktiven Nähtreffen zusammengefunden. Wenn man schon mal drei erfahrene Näherinnen in greifbarer Nähe hat, kann man sich gut an ein bisher unversuchtes Projekt wagen. Ich nahm mir also ein Kleid mit Futter und nahtverdecktem Reißverschluss vor. Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) sollte es werden, schlicht und vielseitig. Die Stoffwahl fiel auf einen geblümten Feincord von einer Tauschparty und günstiges Futter vom Stoffmarkt - für die Premiere nicht das Beste, aber mit dem Potential, zu einem tragbaren Ergebnis zu führen.
Zuschnitt, Anpassung (Danke, Mädels, für perfekte Rückenabnäher!) und Nähen von Außen- und Futterseite waren bald erledigt. Auch der Reißverschluss saß ordentlich. Doch dann hakte es.
An der Stelle hätte das Futter ins Kleid gemusst - aber wie? Inzwischen saß ich mit dem Rätsel namens Ottobre-Anleitung wieder allein daheim, und ich hab's einfach nicht kapiert. Dank Weihnachtszeit war auch genug anderes zu tun. Also blieb das Kleid erstmal liegen.
Letztes Wochenende packte es mich dann wieder. Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinkriege! Ich suchte mir Kleiderteile und Ottobre herzu. Die Ottobre-Ausgabe hatte ich nachbestellt und nur noch auf Englisch bekommen, was ja kein Problem darstellt. Man hatte mir allerdings die Anleitungen als Kopie auf Deutsch mitgeschickt. An die Variante hatte ich mich denn auch gehalten, liegt mir nun mal näher. Und ich hatte geglaubt, mit den ohnehin manchmal seltsamen Ottobre-Beschreibungen käme ich in meiner Muttersprache wahrscheinlich immer noch am besten klar. Nun hatte ich aber zum Jahresbeginn gründlich aufgeräumt und konnte die deutschen Kopien nicht mehr finden. Man sollte einfach nicht aufräumen. Oder doch, denn dass ich mich an die englische Version halten musste, war mein Glück. Auf einmal war alles ganz klar und einfach! Jedenfalls die Theorie. Praktisch ist es eine ordentliche Fummelei, aber alles machbar.
Eins weiß ich nach dieser Aktion: Nie wieder werde ich guten Gewissens ein gefüttertes Kleid für 30 Euro beim Klamottenschweden auch nur anschauen können! Da steckt so viel Mühe drin, die nur menschliche, geschickte Hände aufbringen können. Bei diesem Preis kann der Aufwand nicht angemessen bezahlt worden sein.
Zum Kleid fehlte mir noch das passende Drunter für kühle Tage. Ein schlichtes Langarmshirt war schnell genäht. Dieses Mal nach einem Kaufshirt, das ganz gut sitzt. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem für mich perfekten Armausschnitt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, auch mit diesem Shirt nicht, aber es ist OK. Selber basteln traue ich mir nicht so recht zu. Die Armkugel perfekt auf den Ärmelausschnitt abzustimmen, dafür braucht man wohl etwas mehr Ahnung von der Theorie der Schnitterstellung. Ich werde weiterforschen.
Jetzt ist es aber Zeit für den bildlichen Erfolgsbeweis, schließlich soll das neue Outfit zum MMM wandern, und da will man Fakten sehen :-) :
Also bitte - Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) in Größe 38. Ein schlichtes Kleid mit eher lässigem als elegantem Sitz, ein hübsches Alltagsteil, wie ich finde. Änderungen: Ich habe es gekürzt und die Abnäher nach Bedarf versetzt und verlängert. Auch die Zierknopfleiste habe ich verändert. Laut Schnitt ist sie kontrastfarbig und länger mit eckigem Abschluss. Meine habe ich gerundet und mit einer kleinen unifarbenen Paspel abgesetzt. Die beiden Knöpfe spiegeln hier im Bild etwas. Eigentlich entspricht die Farbe exakt der von Paspel und Shirt.
In die Rückseite habe ich (mit Hilfe der Nähmädels) Abnäher eingefügt. Ich bin zu kurvig gebaut, um in einem rundum glatten Schnitt vorteilhaft auszusehen. Im rückwärtigen Bild erscheinen die Farben übrigens am realistischsten.
Bei uns schneit's nun endlich auch mal ein bisschen, da ist es mit schön belichteten Fotos in unserer Wohnung nicht so einfach ... Und auch sonst - aus irgendeinem Grund hat es mein Fotograf für gut befunden, mich in diesem Bild dezentral zu platzieren, aber man erkennt die Grundidee ... :-)
So, jetzt ab zum MMM, mein erstes gefüttertes Kleid stolz vorzeigen und stöbern, was die anderen Näherinnen so tragen.
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