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Mittwoch, 9. März 2016

MMM im bewährten Alltagskleid

Jetzt doch schnell noch - MMM:


Wieder nix Neues. Ein fast fertiges Kleid hängt schon in den Startlöchern, aber eben nur fast. Ich hoffe, mich bis zum nächsten MMM zum Fertigstellen der fehlenden Säume durchringen zu können. Bis dahin gibts eben wieder ein gut eingetragenes Kleid für alle Tage. Ein Pigeon Grey (Ottobre 5/2009, näher vorgestellt hier) aus irgendeinem angenehm weich fallenden Jersey, der wegen eines nicht näher bestimmbaren Kunstfaseranteils ein bisschen wärmt. Deswegen genau das Richtige für die ersten Frühlingssonnenstrahlen. Der Stoff ist, was auf Fotos nie erkennbar ist, eigentlich ganz fein dunkelblau und weiß gestreift und war ein sehr günstiges Stoffmarktschnäppchen. Nachdem das Teil nun schon seit über einem Jahr immer wieder getragen und gewaschen worden ist, muss ich sagen, dass Kauf und Mühe des Nähens sich mehr als gelohnt haben. Alles noch gut in Form und Abnutzungserscheinungen wie Pilling halten sich sehr in Grenzen. Eigentlich schade, dass man bei Stoffmarktbeute oft nicht genau weiß, was das eigentlich ist, das man da ergattert hat. :-)
Ach ja, eine Bemerkung zum Foto gehört ja mittlerweile schon dazu: Kind 2 hat fotografiert, deshalb die etwas schräge Perspektive. Ich denke, da gibts fotografisches Potential. Das Mädel wächst schließlich noch. :-D


Nebenbei möchte ich noch meine schööönen Ohrringe vorstellen. Rot mit Pünktchen wollte ich schon lange mal. Sie sind selbst zusammengebastelt. Die fröhlichen Punktperlen fanden als Urlaubsmitbringsel den Weg ans Ohr. Sie stammen vom Oldenburger Wallmuseum, das sich im Sommer an den meisten Wochenenden als bewohntes mittelalterliches slawisches Dorf präsentiert. Man kann dort stilecht gekleidete Menschen bei der Ausübung alter Handwerkstechniken beobachten und das eine oder andere aus traditioneller Herstellung erwerben, darunter auch bunte Glasperlen. Sie werden nach dem Muster original mittelalterlicher Funde gestaltet. Über die Vielfalt kann man nur staunen. Die Punkte verdanken wir den alten Friesen, die mir damit gleich sehr sympathisch werden. Auch ihre frische Farbauswahl in verschiedenen Rot- und Blautönen spricht mich sehr an. Ehrensache, dass ich auch noch blaue Pünktchenperlen habe. :-)

So, jetzt schnell zu den nähenden Mittwochsdamen. Da gibts um diese Zeit ganz sicher viel zu sehen ...

Mittwoch, 4. Februar 2015

Happy End zum MMM

Was lange währt, wird endlich - nun, wenn nicht perfekt, so doch zumindest gut tragbar.
Schon einige Zeit vor Weihnachten hatten wir uns mit Anne, Malou und Frauenoberbekleidung zu zwei produktiven Nähtreffen zusammengefunden. Wenn man schon mal drei erfahrene Näherinnen in greifbarer Nähe hat, kann man sich gut an ein bisher unversuchtes Projekt wagen. Ich nahm mir also ein Kleid mit Futter und nahtverdecktem Reißverschluss vor. Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) sollte es werden, schlicht und vielseitig. Die Stoffwahl fiel auf einen geblümten Feincord von einer Tauschparty und günstiges Futter vom Stoffmarkt - für die Premiere nicht das Beste, aber mit dem Potential, zu einem tragbaren Ergebnis zu führen.
Zuschnitt, Anpassung (Danke, Mädels, für perfekte Rückenabnäher!) und Nähen von Außen- und Futterseite waren bald erledigt. Auch der Reißverschluss saß ordentlich. Doch dann hakte es.
An der Stelle hätte das Futter ins Kleid gemusst - aber wie? Inzwischen saß ich mit dem Rätsel namens Ottobre-Anleitung wieder allein daheim, und ich hab's einfach nicht kapiert. Dank Weihnachtszeit war auch genug anderes zu tun. Also blieb das Kleid erstmal liegen.

Letztes Wochenende packte es mich dann wieder. Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinkriege! Ich suchte mir Kleiderteile und Ottobre herzu. Die Ottobre-Ausgabe hatte ich nachbestellt und nur noch auf Englisch bekommen, was ja kein Problem darstellt. Man hatte mir allerdings die Anleitungen als Kopie auf Deutsch mitgeschickt. An die Variante hatte ich mich denn auch gehalten, liegt mir nun mal näher. Und ich hatte geglaubt, mit den ohnehin manchmal seltsamen Ottobre-Beschreibungen käme ich in meiner Muttersprache wahrscheinlich immer noch am besten klar. Nun hatte ich aber zum Jahresbeginn gründlich aufgeräumt und konnte die deutschen Kopien nicht mehr finden. Man sollte einfach nicht aufräumen. Oder doch, denn dass ich mich an die englische Version halten musste, war mein Glück. Auf einmal war alles ganz klar und einfach! Jedenfalls die Theorie. Praktisch ist es eine ordentliche Fummelei, aber alles machbar.
Eins weiß ich nach dieser Aktion: Nie wieder werde ich guten Gewissens ein gefüttertes Kleid für 30 Euro beim Klamottenschweden auch nur anschauen können! Da steckt so viel Mühe drin, die nur menschliche, geschickte Hände aufbringen können. Bei diesem Preis kann der Aufwand nicht angemessen bezahlt worden sein.

Zum Kleid fehlte mir noch das passende Drunter für kühle Tage. Ein schlichtes Langarmshirt war schnell genäht. Dieses Mal nach einem Kaufshirt, das ganz gut sitzt. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem für mich perfekten Armausschnitt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, auch mit diesem Shirt nicht, aber es ist OK. Selber basteln traue ich mir nicht so recht zu. Die Armkugel perfekt auf den Ärmelausschnitt abzustimmen, dafür braucht man wohl etwas mehr Ahnung von der Theorie der Schnitterstellung. Ich werde weiterforschen.

Jetzt ist es aber Zeit für den bildlichen Erfolgsbeweis, schließlich soll das neue Outfit zum MMM wandern, und da will man Fakten sehen :-) :


Also bitte - Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) in Größe 38. Ein schlichtes Kleid mit eher lässigem als elegantem Sitz, ein hübsches Alltagsteil, wie ich finde. Änderungen: Ich habe es gekürzt und die Abnäher nach Bedarf versetzt und verlängert. Auch die Zierknopfleiste habe ich verändert. Laut Schnitt ist sie kontrastfarbig und länger mit eckigem Abschluss. Meine habe ich gerundet und mit einer kleinen unifarbenen Paspel abgesetzt. Die beiden Knöpfe spiegeln hier im Bild etwas. Eigentlich entspricht die Farbe exakt der von Paspel und Shirt.


In die Rückseite habe ich (mit Hilfe der Nähmädels) Abnäher eingefügt. Ich bin zu kurvig gebaut, um in einem rundum glatten Schnitt vorteilhaft auszusehen. Im rückwärtigen Bild erscheinen die Farben übrigens am realistischsten.
Bei uns schneit's nun endlich auch mal ein bisschen, da ist es mit schön belichteten Fotos in unserer Wohnung nicht so einfach ... Und auch sonst - aus irgendeinem Grund hat es mein Fotograf für gut befunden, mich in diesem Bild dezentral zu platzieren, aber man erkennt die Grundidee ... :-) 

So, jetzt ab zum MMM, mein erstes gefüttertes Kleid stolz vorzeigen und stöbern, was die anderen Näherinnen so tragen.

Mittwoch, 5. November 2014

MMM - Ein Kleidchen für so Tage ...

... wie sie wohl (fast?) jede Frau kennt. Ihr wisst schon, der Bauch fühlt sich aufgebläht an, seinen Hintern mag man noch weniger als sonst, außerdem müssen aus dringenden Überlebensgründen mindestens ein Cappuccino und eine Tafel Schokolade dezent untergebracht werden ... ;-)
Figurbetont passt nicht zu solchen Tagen. Eher was Gemütliches, Schlabberiges. Aber ganz doof aussehen muss man dabei nun auch nicht. (Reicht, wenn man sich so fühlt.) Jogginganzug ist keine Lösung. :-D
Mein Kleid für alle Fälle ist dieses:


Pigeon Grey, Ottobre 5/2009. Das ist mal wieder so ein Stück, das mir live an mir besser gefällt als auf dem Foto. Es sitzt nicht perfekt, aber gut genug. Trotzdem ist der Kampf mit diesem Schnitt noch nicht zu Ende. Ich hatte das Modell schon einmal genäht. Damals waren noch ein paar verspätete Schwangerschaftskilos übrig, und die Messungen ergaben, dass ich Größe 40 nähen sollte. Untenrum eigentlich sogar noch etwas mehr, aber das muss bei diesem Schnitt nicht berücksichtigt werden. Tja, das Ergebnis fiel definitiv zu groß aus. An den Seiten etwas enger genäht, war es aber zumindest tragbar. Nun also der nächste Versuch, ein paar Kilochen weniger auf den Rippen, trotzdem, ich traue mich nicht, zu klein zu nähen. Also Größe 38 zugeschnitten, mit 1 cm Nahtzugabe, an den Ärmeln nach unten hin ohne NZ, da ich die viel zu weit fand. Außerdem die Original-3/4-Ärmel verlängert. Nach intensiver Betrachtung der zugeschnittenen Teile die Seiten und Ärmel mit 2cm NZ genäht. Und es könnte enger sein, natürlich. :-p Abnähen funktionierte nicht, durch die Raffungen ziehen sich die Nähte dann ganz komisch nach innen. Diese Lösung verworfen, wird's halt getragen, wie's ist. Ich fühle mich wohl drin, vor allem an so Tagen ...
Und beim nächsten Mal dann eben doch 36.


Ich mag an diesem Schnitt die extra eingesetzte, breite Ausschnittblende. Das gibt dem Ganzen eine schickere Note als ein Shirtausschnitt mit Bündchen. Hier habe ich sie mit drei kleinen roten Knöpfchen verziert, um etwas Farbe ins Spiel zu bringen. An der hochangesetzten Taille wiederholt sich das Thema durch eine Jerseyschleife, die durch einen größeren Knopf gehalten wird.

Das Material, ein Schnäppchen zu Testzwecken, stammt von einem weiter zurückliegenden Stoffmarkt. Mir gefiel einfach das feine Streifenmuster in Marine und Weiß. Was "es" ist, weiß ich nicht. Es fällt auf alle Fälle weich und fließend, ist aber nicht so leicht wie ein reiner Viskosejersey. Mein Gefühl sagt, dass wohl ein Synthetikanteil drin steckt. Trotzdem trägt sich der Stoff angenehm, wärmt sogar ein bisschen an kühleren Tagen. Genau richtig für den Herbst also. Wie er sich nach mehrmaligem Waschen verhält, wird sich zeigen.

Und jetzt mach ich mich auf zum MMM mit meinem Kleid für alle Fälle. Mal schauen, wonach den anderen Teilnehmerinnen heute so ist ...