Dienstag, 1. Dezember 2015

Püppi braucht ein Kleid!

Jawohl, nachdrücklich und natürlich über Nacht. In der Kita stand mal wieder der Spielzeugtag an. Das Kindergartenmädchen verkündete am Vortag, es würde Puppenwagen und Baby Lina mitnehmen. Das Baby bräuchte dafür aber unbedingt noch ein Kleid, denn es hätte ja keins. Punkt. Das vorhandene Hosen-Outfit tut's einfach nicht mehr.

Was macht man da als Mama? Ich weiß, es gibt so Worte wie "nein" und "basta". Ich hätte mir die Nachtarbeit also ersparen können. Aber es macht ja auch Spaß. Also wird genäht. An sich sind Puppensachen ja auch eine der schönsten Methoden zur Resteverwertung. Und weil sich aus der Schnippselkiste größentechnisch gerade ein grüner Kord und dazu graugrundiger Autostoff fürs Kleid anboten, musste auch noch ein Shirt her, weil das vorhandene so gar nicht dazu passen würde. Und dann muss man zu einem Kleid natürlich auch Strumpfhosen oder wenigstens Leggins haben. Also noch eine Kuschelleggins fürs Baby. Dann ist zwar die halbe Nacht vorbei, aber Lina (39cm groß) ist für den Spielzeugtag gerüstet:


Das Shirt ist eine leicht vergrößerte Variante (105%) des Klimperklein-Freebooks, der Schnitt für die Leggins stammt von Liebeling und wurde im Original ausgedruckt und nur an den Beinen verlängert. Den Schnitt fürs Hängerkleidchen habe ich selbst gebastelt. Es ist im oberen Bereich mit einem Beleg verstürzt. Die Socken gingen zum Glück noch, sonst hätte ich am Ende noch stricken "müssen". Und Mütze, Schal und Jacke aus dem Fundus kamen auch zum Einsatz. Schließlich war es kalt draußen. :-)

Wo wir schon mal dabei sind, in diesem Jahr lief uns noch ein Püppchen mit akutem Bekleidungsnotstand über den Weg, dessen Rettung hier noch nicht dokumentiert wurde. An unserem Urlaubsort, den wir unter anderem so mögen, weil sich da alles findet, was Kinderherzen begehren, verliebte sich Kind 3 ausgerechnet in ein Puppenkind, das im Laufe der Zeit wohl schon von so einigen "Mamas" umhegt wurde und seine eigenen, passenden Sachen anscheinend seit langem abgetragen hatte. Das Arme konnten wir natürlich nicht so lassen. Da ich im Urlaub immer Häkelnadeln dabei habe und Baumwollgarn leicht überall zu bekommen ist, wurde dem Püppchen ein nostalgisches Häkeloutfit verpasst, das, so finde ich, ziemlich gut zu ihm passt:

Ohne "Drunter" geht gar nix. Nichts ist schlimmer als hosenlose Puppenkinder. Also gab's zuerst ein Unterhöschen.

Ohne "Drüber" kommt man aber auch nicht weit. Also bekam das Puppenfräulein noch ein Kleid, dazu feine Ballerina-Schühchen und einen schicken Sonnenhut ...
 
... ganz elegant mit Blume. Jetzt ist Püppchen schick, muss weder frieren noch sich schämen und wartet sicher schon sehnsüchtig darauf, dass das nette kleine Mädchen wiederkommt, das es so liebevoll adoptiert hat.

Ja, so ein Job als Puppenmama will schon ernst genommen werden. Da kommt wohl noch einige Handarbeit auf mich zu, wenn ich erst mal wirklich Oma werde ... :-D

Kommentare:

  1. Damit kannst du ganz sicher rechnen!
    Mir macht es allerdings auch furchtbar Spaß, dieses Fummelzeug!
    Das Häkeloutfit ist ja scharf! ;-)
    LG
    Astrid

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  2. Wie schön! Ich habe mich bisher erfolgreich um solche Aufgaben gedrückt, denn am Ende liegt das "Baby" meistens nackt rum, damit es alle 3 Minuten gewickelt werden kann :-) Das macht die 2jährige Puppenmama dann aber ganz enthusiastisch und "ihren Fähigkeiten entsprechend"!

    LG
    Anne

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