Dienstag, 28. Mai 2013

Das war mal voll für'n ...

... Kinderpopo. :-D


Heute gehen die beiden Großen auf den jährlichen großen Kindertagsausflug mit dem Kindergarten. Dazu gehören unbedingt eine Rundfahrt mit der Straßenbahn und Picknick im Grünen. Zum Glück regnet's heute nicht mehr. Aber feucht ist es schon noch von unten. Ich denke, das kleine Handtuch, das die Kinder zu solchen Anlässen immer zum Sitzen dabei haben sollen, bringt in dem Fall nicht viel Bequemlichkeit mit sich. Also hab ich mich gestern abend noch hingesetzt und meinen beiden ganz persönliche Mini-Picknickdecken genäht. Unten beschichtete Baumwolle, in der Mitte ein Stück Fleecedecke und obendrauf Baumwollstoffe mit applizierter Namensstickerei.
Die Freude war heute morgen groß, als sie ihre Sitzgelegenheiten entdeckten. Und jetzt hoffe ich, dass sie ganz viel Spaß haben und von oben und unten trocken bleiben. :-)

Sonntag, 26. Mai 2013

Einfach Alltag ...

... es läuft so vor sich hin, mal besser, mal nicht so toll für mich, aber immer mit den üblichen Notwendigkeiten: Waschen, Kochen, Putzen, Garten - vor und wieder zurück. Und zwischendurch Ausruhen, wenn's geht und der Kopf das braucht. Zeit und Kraft für den spaßigen Teil bleiben irgendwie nie übrig. Abends fall ich auf dem Sofa um ...

Zwischendurch gibts dann die kleinen Lichtblicke, die auch die alltäglichsten Tage erinnerungswürdig machen. Wie etwa folgendes Gespräch unter Männern:
"Du Papa, wenn's früher noch keine Computer gab, wie kam man da eigentlich ins Internet?"
"Na, ohne Computer gab's doch auch noch kein Internet."
"Ah, das hab ich mir fast gedacht!"

Oder der Nachmittag, an dem die Kinder beim Zusammenrechen nach dem Rasenmähen beschlossen, aus unserm Garten (320 m² :-D ) einen Pferdehof zu machen:
Raphael, der gern schon mal das für die Schulzeit in Aussicht gestellte Taschengeld verplant, versprach Tilda, ihr zum Geburtstag ein Pferd zu kaufen. Großzügig ist er jedenfalls. Dann überlegte er weiter: "Oder ich schenk dir gleich ein Mama-Pferd und ein Papa-Pferd. Hach, wär das niedlich, wenn hier lauter so kleine Pferdchen rumspringen würden! Und wir könnten dann ja auch welche verkaufen." Tilda: "Ooooch nöööö! Keine Pferde verkaufen!" Raphael: "Doch nur, wenn es zu viele werden. Und dann könnten wir ja auch Reitstunden anbieten, so für Leute, die einfach mal ausprobieren wollen, wie's so ist auf nem Pferd." Man sieht, er denkt schon ernsthaft über die Finanzierung nach.
Tilda plante die Futterbeschaffung und erklärte mir mit wichtig erhobenem Zeigefinger: "Ein paar kleine Beete können wir ja lassen für die Kinder und die Erwachsenen. Wir brauchen aber gaaanz viel Heu. Und Karotten, viiiieeele Karotten." Dann setzte sie hinzu: "Mama, ich wünsch mir wirklich ein eigenes Pferd. Genau so stell ich mir nämlich mein Leben vor." Ah ja. Ich sagte erstmal nichts weiter dazu, weil ich es für ein Spiel hielt. Für Mathilda war es das aber offenbar nicht.
Abends im Bett wurde dem Tildchen dann klar, dass das mit dem eigenen Pferd im Garten nicht wirklich geht, und es gab bittere Tränen. Als ich ihr vorsichtig beibrachte, dass das arme Pferdchen traurig wäre und gar nicht genug Platz hätte in dem kleinen Garten, schluchzte sie zum Erbarmen. "A...a...aber ihich geh doch auch ihimmer mit dem Pony auf die Festwiese." Es tat mir so leid, mir standen selber die Tränen in den Augen. Dass manche Träume sterben müssen, gehört eben zum Leben dazu. Traurig ist's trotzdem.
Aber für die Kinder ist ja noch nicht aller Tage Abend. Wer weiß, was noch kommt. So schön, wie sie schon gemeinsam planen, erfüllen sie sich eines Tages vielleicht doch mit vereinten Kräften einen großen Traum. Muss ja nicht unbedingt ein Pferdehof im Garten sein. ;-)

Überhaupt ergänzen sich die beiden Großen prima im Alltag. Die Unterhaltungen sind Gold wert und sollten eigentlich öfter aufgenommen werden. Manchmal erhascht man nur Teile eines Gesprächs und hört sich plötzlich selber reden. Als irgendein Spiel nicht gleich so lief, wie es sollte, meinte Raphael: "Ach, so weit hab ich jetzt nicht gedacht." Darauf Mathilda im allerschönsten Mama-Tonfall und wahrscheinlich wieder mit erhobenem Zeigefinger: "So weit MUSS man aber denken, wenn man ein echter Experte sein will!" Ja ja, wenn die zwei es zusammen anpacken, muss es ja was werden ... :-D

"Verstehste, Raphael, so isses halt."

Wenn schon keine Ponys, gibt es doch allerhand kleinere Tiere im Garten zu beobachten. Als beim Umdrehen eines Steins ein Ameisennest zutage kam, hockten die Kinder fasziniert davor und beobachteten, wie die flinken kleinen Krabbler ihre Eier und Larven in Sicherheit brachten. Irgendwann stellte Raphael fest: "Das sind ja gelbe Ameisen. Sowas hab ich noch nie gesehen. Na ja, vielleicht werden die ja öfter von der Katze angepinkelt." Ich glaube ja, dass er mit dieser Theorie dem hübschen rot-weißen Katerchen, das uns regelmäßig im Garten besucht, Unrecht tut.

Schön auch, wenn schon das kleine Emilchen anfängt im Garten zu helfen. Um sie vom Quatschmachen abzuhalten, bot ich ihr an, mit zu "jäten". Sie hatte richtig Spaß dabei und lernte sogar, was Wurzeln sind, und dass Löwenzahn große Wurzeln hat, weswegen sie den nicht aus der Erde gezogen kriegt. Das Thema fand sie so faszinierend, dass ich ihr bei jedem Pflänzchen, das ich ausjätete, die Wurzel zeigen musste. Sie nahm es mir dann mit höflichem "Danke!" ab und platzierte es im Unkrauteimer. Wirklich jedes Pflänzchen. Dauerte etwas länger so. Aber was solls, wenn's dem Kind Freude macht. Das Highlight war allerdings der Moment, als mir die kleine Gärtnerin strahlend einen zappelnden Regenwurm entgegenhielt und fragte: "Essen?" Zum Glück hat sie gefragt. Das rettete dem Wurm wohl das Leben. 

 "Auf geht's, den Garten umbuddeln!"

Emilia kann einem aber nicht nur ein Lächeln entlocken, wenn sie fröhlich ist. Sogar Ärger ist im Kleinformat richtig niedlich. Neuerdings mault sie immer, wenn ihr etwas gegen den Strich geht: "Mennooo!" Dazu die allerfeinste Schmollschnute. Man muss schon aufpassen, dass sie sich noch ernst genommen fühlt mit ihren Problemchen.
Als es neulich regnete und wir es eilig hatten, musste sie mal wieder im Kinderwagen sitzen. Das mag sie gar nicht mehr. Aber es ging nicht anders. Und dann musste auch noch der doofe Regenschutz drüber. Emilia quittierte das mit anhaltend lautem Gebrüll und wütendem Strampeln. Als sie sich nach einer Weile beruhigt hatte, versuchte ich, sie etwas aufzumuntern. Ein bisschen Quatsch, Grinsen, Kaspern - keine Reaktion. "Kannst du denn nicht mehr lächeln? Lächle doch mal!" (Zugegeben, ein dämlicher Versuch, aber was tut man nicht alles ...) Kind: "Nein!" Mama: "Warum kannst du denn nicht mehr lächeln?" Emilia mit finsterem Blick: "Sauer!"
OK, das war eine klare Ansage. Da weiß man doch, woran man ist. Also einfach in Ruhe lassen, bis der Ärger sich von selber legt. (Und heimlich in sich hineinlächeln, weil die Ansage so herrlich trocken aus dem süßen Mündchen kam. ;-) )

"Mennooo!"

Dank einem meiner kleinen Ausbrüche aus dem Alltag - dem monatlichen Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen - sind immerhin wenigstens zwei ganz einfache Jerseymützen für meine beiden Mädels entstanden. Birnen für die Birnchen, sozusagen. :-) Emilia hatte sich im Lieblingsstoffladen spontan in den Jersey verliebt, und so kam er eben mit für die sowieso dringend benötigte dünne Mütze, die auch unter den Fahrradhelm passt. Die größere junge Dame des Hauses schloss sich dem Wunsch der kleinen an, und beim Fachsimpeln im Weltcafé fand sich dann auch die Gelegenheit zum Zuschneiden. Zusammengenäht sind die bewährten klimperkleinschen Minutenmützen dann wirklich ratzfatz. Noch auf jedes Modell schnell ein anderes Webbandlabel genäht, um morgendliche Verwirrungen beim Anziehen zu vermeiden und fertig.


Cooles Posen lernt man am besten von den Großen.


Und weiter im Alltag ... Jetzt geh ich erstmal auf dem Sofa umfallen. :-)

Samstag, 11. Mai 2013

Besser ...

Vielen Dank für die vielen lieben Wünsche! Diagnose ist keine in Sicht. Doch es geht besser, wenn auch nicht perfekt. All zu viel Action ist noch nicht drin und ich werde schnell müde. Aber ich kann mich wieder raustrauen. Das ist ja schon mal was. Also wird erstmal wieder vorsichtig gegärtelt, denn wenn ich bis Ende des Monats nicht das meiste in den Beeten habe, wird das nix mehr dieses Jahr. Heute sind Bohnen und Wickensamen in die Erde gewandert. Ans Umgraben für das geplante Bauerngärtchen hab ich mich noch nicht getraut. Inzwischen wächst schon wieder da Unkraut, wo ich schon mal freie Fläche hatte. Zum Heulen eigentlich. Dort einfach irgendwie provisorische Beete anlegen will ich aber nicht. Sonst wird das nie was mit dem Plan. Das zieh ich dieses Jahr durch, und wenn ich notfalls am Ende erstmal nur Gründünger anbauen kann ... :-)

Die Nähenergie ist noch nicht so recht wieder da. Ich muss mir endlich die aktuelle Ottobre besorgen, vielleicht packt mich dann wieder die Inspiration, die stärker ist als Müdigkeit. Hier liegen noch ein Stückchen maritimer Stoff, Stickdateien, ein Schnittmuster und ein paar Webbänder von der lieben Frau Blaubeerstern, die so gern in Designbeispiele umgewandelt sein möchten ... ;-)

Sonntag, 5. Mai 2013

Alles steht still

Krank ... Damit ich nicht im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder "aus den Latschen kippe", muss ich viel liegen. Und das Allerdümmste an der Sache: Trotz diverser Besuche in Arztpraxis und Krankenhaus weiß bisher keiner so richtig, warum und was man dagegen tun könnte.
Ich hoffe sehr, dass sich das bald ändert. Kein schöner Zustand - draußen ist Frühling und ich liege im Bett. Wenn das so weiter geht, wird in unserm Gärtchen dieses Jahr einfach mal fast gar nichts wachsen, außer Unkraut. :-( Und ich hatte mich so drauf gefreut, dort ein bisschen was zu schaffen.
Und außerdem ist ja sowieso immer reichlich zu tun, überall, wo man hinschaut. Und ich kann so wenig machen. Zum aus der Haut fahren ist das! Wie gut, dass es Mutti/Oma gibt, die einspringt, wenn sonst nichts mehr geht!

So viel als kleines Lebenszeichen. Wer ein paar Minuten zum Daumen drücken übrig hat, kann gern mal an uns denken. Ich hätte gern entweder eine klare Diagnose und ein hilfreiches Mittel gegen die Symptome. Oder noch lieber, dass der Spuk auf Nimmerwiedersehen verschwindet ...

Dienstag, 23. April 2013

Gartenzeit!

Endlich, nach wochenlanger Frühlingshoffnung, die Schnee und Eis zum Trotz immer größer wurde, war es nun vor kurzem so weit: Der Frost hat die Erde losgelassen. Es kann gegraben, gepflanzt und die Entspannung nach der Gartenarbeit bei angenehmen Temperaturen genossen werden. Und das tun wir denn auch in unserm Gärtchen.

Ich habe große Pläne. Fürs Gemüse soll ein kleiner quadratischer Bauerngarten entstehen. Dazu hat mich die April/Mai-Ausgabe der Landidee inspiriert. Was ich dort entdeckt habe, sieht nach einem guten System aus, das mir hilft, meine vielen Ideen und Wünsche zu ordnen und sinnvoll Gemüse anzubauen. Und hübsch ist es auch noch. Allerdings ist es noch ein gutes Stück Arbeit bis dahin. Ein bislang verwildertes Stück muss umgegraben und entkrautet werden. Und das natürlich so schnell wir möglich, denn da man dieses Jahr erst so spät anfangen konnte, ist nicht viel Zeit für Vorbereitungen, bis die günstige Sä- und Pflanzzeit vorüber ist. Puh ... Aber wir arbeiten tapfer dran. Außerdem sollen im Zuge dieses Projekts viele der Betonkanten, die irgendein Vorpächter reichlich zwischen den Beeten verteilt hat, etwas Schönerem weichen. Immer Stück für Stück ... Ich hoffe, wir schaffen das. Denn es gibt ja noch mehr zu tun.

Immerhin sind die Kinder alle seit der letzten Saison ein bisschen älter und minimal vernünftiger geworden, so dass die Chancen, den Garten in eine einigermaßen kontrollierte Wildnis zu verwandeln, steigen. :-) Die Großen werkeln jetzt gern mit Werkzeugen, Stöcken und sonstigen Holzresten oder drehen selbständig ihre Fahrradrunden durch die Gartenanlage. Und auch beim Stöbern im Garten gibts einiges zu entdecken. Als Raphael neulich einen Stein umdrehte und darunter ein wildes Ameisengewimmel fand, rief er ganz begeistert aus: "Guck doch mal da, da tobt das Leben!" :-)
Emilia steht dem Konzept von Wegen, auf denen man laufen darf, und Beeten, die nicht zu betreten sind, leider noch nicht sehr offen gegenüber. Da müssen wir uns wohl was einfallen lassen, wenn ein paar Pflanzen überleben sollen ...

Bei all der unbedingt nötigen Arbeit habe ich mir auch eine kleine Freude gegönnt und ein Beet mit Hornveilchen bepflanzt. Jedenfalls denke ich, dass es welche sind. Oder doch ganz kleine Stiefmütterchen? Ist auch egal. Ich habe sie ja wegen der wunderschönen Farben gekauft, die kleinen freundlichen Gesichter des Frühlings. Keins ist wie das andere, und alle so hübsch!


Sonntag, 14. April 2013

(K)ein weltbewegendes Ereignis

2 kleine Ärmchen um meinen Hals, ein fester Drücker und dazu zwei Wörtchen: "Mama piiieeeb!" Der erste Zweiwortsatz. Vielleicht nicht weltbewegend, aber herzerwärmend. Und wer weiß, was das kleine Wesen, das sich jetzt bei uns mit Liebe, Erfahrungen und täglich neuen Fähigkeiten volltankt, später noch mit dieser Welt anstellt ...

Nach dem ersten Geburtstag war es vorbei mit den monatlichen Neuigkeiten vom Junikäferchen. Irgendwann wird das ja auch langweilig, vor allem für all jene, die nicht die begeisterten Eltern sind. ;-)
Aber jetzt ist es mal wieder Zeit für ein Update. Junikäferchen ist fröhlich wie immer, weiß schon sehr gut Bescheid in seiner Welt und tut, was es kann, um den Großen nachzueifern. Tisch decken zum Beispiel.
Bisher kam Nr. 3 in Sachen verbaler Kommunikation nicht nach den Geschwistern. Die konnten in dem Alter (22 Monate) schon in vollständigen und für jeden verständlichen Sätzen sprechen. Aber macht ja nichts. Jedes hat seine Spezialitäten. Die Kommunikation klappt auch mit wenigen undeutlichen Worten und Zeichensprache, zumal Mama als Übersetzerin ja meistens greifbar ist. Und die Geschwister verstehen sich sowieso irgendwie, auch ohne Worte.
Momentan scheint die Sprache gerade aktuell zu sein im internen Entwicklungsplan. Täglich kommen neue Wörter dazu. Was interessant und brauchbar klingt, wird durch permanente Wiederholung geübt und auch behalten, und die Deutlichkeit nimmt zu. Ganz neu sind die ersten Kombinationsversuche. Da kommen amüsante Äußerungen zustande. Wenn man "Papa komm, der Tisch ist gedeckt und das Essen fertig." noch nicht kann, tut es auch ein nachdrückliches, aus vollem Hals gebrülltes "Papaaaa, Tella datsch!" (datsch = fertsch, Sächsisch für fertig :-D ). Schadet doch nicht, mit Dialekt aufzuwachsen, soll ja die gleichen Hirnstrukturen ausbilden wie Zweisprachigkeit. Beste Voraussetzungen also. :-)
"Fertsch" ist auch ein nützliches Wort für eine weitere "Baustelle" - die Windel loswerden. Emilia hat selber damit angefangen, wollte plötzlich ständig aufs Klo und hatte die Sache mit dem großen Geschäft schon richtig gut im Griff. Für zwei Wochen dachten wir, die Windel hätte bald ausgedient. Fast ein Jahr früher als bei den Geschwistern, wär ja toll. 
Aber Emilia bekam wohl Angst vor der eigenen Courage. "Hilfe, ich werd groß!" oder so. Nachdem sie sich vor kurzem noch sehr selbstbewusst als "Dau" (Frau :-) ) bezeichnete, besteht sie momentan darauf, ein Baby zu sein, möchte ganz viel kuscheln, die Windel voll ausnutzen und betrachtet neidvoll die Schnuller der Babys, die sie sieht. Dabei wollte sie nie einen, als sie tatsächlich ein Baby war. :-) Einen Schnuller führen wir jetzt, wo fast alle Zähnchen da sind, natürlich nicht mehr ein. Aber so ein kleines Kuschelchen darf sie gern noch ein Weilchen sein. Und die Windel, na ja, ich versuche, sie davon zu überzeugen, dass die Sache mit dem Klo doch richtig super ist. Aber wenn sie noch etwas länger braucht, üben wir uns halt in Geduld und Windeln wechseln. ;-)
Das Käferchen wächst natürlich auch immer mal wieder ein Stückchen und kann dann praktischerweise neu benäht werden, wenn im Kleiderschrank was fehlt. Zu den Großen seines Alters wird's aber wohl nie gehören, ganz wie die Mama. :-) Momentan sind wir bei Kleidergröße 80 und Schuhgröße 21. Klein und handlich. Aber aufs Köpfchen kommts an, und daran fehlt's nicht. Auch auf dem Köpfchen tut sich was. Blonde Löckchen sprießen. Hinten geht sogar schon ein Spängchen rein, wenn die kleine Schwester unbedingt mal gestylt werden möchte wie die große. In Anbetracht dieser Entwicklungen besteht Anlass zur Hoffnung, dass auch vorn irgendwann Platz für rosa Glitzerdinger sein wird. ;-)

Also alles prima mit dem Junikäferchen. Und dass es sich ausgerechnet "Mama piiieeeb!" als ersten Satz ausgesucht hat, ist natürlich absolut perfekt. Ich dich auch, Süße! :-D

Freitag, 12. April 2013

Wie funktioniert ein Äquatorsimulator?

Sorry, ich habe keine Ahnung, da müsst ihr schon Raphael fragen. Der hat sowas. :-)
Unser Großer erzählt uns immer mal wieder Geschichten aus "seiner Welt". Ja, irgendwo gleich hinterm Mars hat er eine eigene Welt. Die ist viel unpraktischer, komplizierter, weniger vernünftig durchdacht, aber auch um Welten fantasievoller, gemütlicher, kreativer, bedürfnisgerechter und überhaupt viel unkonventioneller eingerichtet als unsere langweilige Erwachsenenwelt, und vor allem ANDERS. Ab und zu, besonders, wenn er sich über die doofe Elternwelt ärgert, bekommen wir zu hören, wie es bei ihm so ist. Ob ich da gern leben würde, weiß ich wirklich nicht. Wahrscheinlich eher nicht ... Auch wenn es dort auf alle Fälle immer interessant zugeht und keiner einen unnötigen Handgriff tun muss, wie etwa Aufräumen oder so ... :-D
Und das Wetter gibt's nach Wunsch. Zur Zeit schneit es dort niemals (bis zum nächsten schneefreien Weihnachtsfest auf unserer Erde wahrscheinlich ;-) ). Raphaels Welt simuliert nämlich den Äquator, sie ist also sozusagen ein "Äquatorsimulator". (O-Ton Raphael) Feine Sache, immer warm da. Dann macht auch das bisschen Regen nix aus. Wäsche raushängen muss ja dort keiner ...

Herrlich, so viel Fantasie, oder? Was wohl aus einem Kind wird, das sich liebend gern seine eigenen Gedanken über die Einrichtung der Welt macht und mit 6 ganz lässig Wörter wie "Äquatorsimulator" drauf hat? Vielleicht ein Ingenieur, der Dinge möglich macht, von denen wir heute nur träumen können ... Mal sehen.