Da kam doch vor ein paar Tagen ein randvolles Päckchen bei mir an - zum Probevernähen. Die liebe Absenderin war wieder einmal Frau
Blaubeerstern. Auf ihrer neuen Serie "Fuchs and friends" geht es frisch-fröhlich-waldig zu. Wieder ein wunderschönes Design, wie ich finde. Lebendig, aber nicht zu niedlich - kurzum, noch für einen coolen 6jährigen geeignet, trotz der Tierchen, die Stoffe und Webbänder bevölkern. Und auch die Mädels sind begeistert. Mathilda mag besonders das Grün und Emilias Herz haben die Eulen erobert. Aber bevor ich noch weiter schwärme, zeige ich erstmal, wovon ich hier spreche:
Webbänder, Velouraufbügler und Jerseys dürfen verarbeitet werden. Besonders toll finde ich ja die "Handmade"-Bänder, aus denen man sich Einnäher für verschiedene Richtungen zurechtschneiden kann.
Tierisch waldiger Jersey, hier in Grün, dazu die passenden Streifen.
Und auch auf blauem Grund tummeln sich "Fuchs and friends". Diesen Jersey habe ich zuerst angeschnitten und für Raphael ein Shirt genäht. Für die Ehre des Probenähens habe ich mich mal richtig ins Zeug gelegt und die Faulheit überwunden - das heißt, Zwillingsnadel statt des Pseudo-Coverlockstichs, den ich sonst so gern nutze. ;-) Auch der Ausschnitt ist eine Premiere. Die Einfassung mit Jerseyband hatte ich vorher nie probiert. Weil der Jersey sowohl quer als auch längs sehr gut dehnbar ist, habe ich es gewagt, das Einfassband quer zu den Streifen zuzuschneiden. So kommt das Muster schön zur Geltung und - passt, auch über den Dickschädel ;-) unseres Sohnes. (Puh, ums Auftrennen herumgekommen. ;-) ) Der Schnitt ist "Whirlwind Indian", Ottobre 2/2012, in 122 für ein bisschen Zuwachsreserve.
Ein Seiteneinnäher mit Eule ...
... und auf dem Ärmel ein Stück Webband - das reicht an Tüddelei, wir wollen ja keine Überbevölkerung riskieren. ;-)
Das technische Fazit zur Probenäherei: Hochwertige Jerseys, die sich angenehm verarbeiten lassen. Auch nach der ersten Wäsche sind die Stoffe noch gut in Form und die Farben frisch. Sie sind gut dehnbar, ohne labberig zu werden. Diese Jerseys haben eine etwas schwerere, dickere Qualität als der Tatütata-Stoff (der auch völlig in Ordnung ist, nur eben etwas sommerlich leichter und deswegen widerspenstiger ;-)). Deswegen rollen sie sich nicht ganz so schnell an den Rändern und lassen sich nach dem Bügeln gut zuschneiden. Es wird also ein Vergnügen sein, den Rest auch noch zu verarbeiten. Da wird eine ganze Familienkollektion draus. :-) Wenn die Mädels auch versorgt sind, werde ich mich dann mal um Modelfotos bemühen. Vielleicht kommt ja die Sonne für ein Weilchen raus für diesen Anblick. :-)