Jetzt schnell noch einen Post, wenigstens einen, bevor der September ohne ein Lebenszeichen im Blog dahingeht. Der Alltag hat uns nach Urlaub und Schuleintritt also wieder. Wohlgemerkt ein neuer Alltag mit zwei Schulkindern. Das macht durchaus einen Unterschied, wie ich täglich feststelle. Was den "Pflegeaufwand" angeht, sind Kindergartenkinder nämlich in mancher Hinsicht durchaus anspruchsloser.
Nun jage ich also allmorgentlich zwei Kinder aus ihren Betten, die da gern noch liegengeblieben wären. Kind 3 müsste noch nicht, steht aber freiwillig auf, um sich gelegentlich als Sand im Getriebe der Schulpflichtigen-Routine zu betätigen.
Anziehen und Frühstücken klappen bei Nr 1 mittlerweile recht flott, erst beim Zähneputzen setzt anscheinend irgendeine Art stark verlangsamender Reibungseffekt ein, sodass es am Ende trotzdem ganz gewohnt knapp wird, nicht zu knapp, aber durchaus ein paar lautere antreibende Worte von Elternseite rechtfertigend.
Nr 2, natürlich weniger routiniert in Sachen Schulalltag, muss kontinuierlich motiviert werden. Vertieft man sich all zu sehr ins Herrichten der Frühstücksdosen und vergisst das, schafft man sich weitere Probleme, denn wehe die Zeit reicht nachher nicht fürs gewünschte Frühstück und die auserwählte Frisur des Tages ...
Die Brotdosen werden natürlich liebevoll gefüllt. Die eine möchte nur Obst, aber bitte verschiedenes, dazu ein Spießchen zum Aufpicken der Happen. Der andere nimmt meistens nur Möhren, aber bitteschön im Ganzen! Ab und zu darf ich eine Scheibe Brot dazupacken. Trocken. (Sollte jemand das zufällig sehen und sich wundern - nein, das ist keine Strafe, der will das so. Ist fast wie Nudeln ohne alles zu Mittag.)
Manchmal kommen sie auch auf neue Ideen - Käsespießchen bitte. Schuld ist der Kindergarten, aber dazu später. Jedenfalls schwillt die Mutterbrust geradezu vor Stolz, wenn Sohn die Küche betritt mit den Worten: "Mama, wir wollten doch mal wieder Käsespieß..." und ich schon die Trauben gewaschen habe und gerade mit dem großen Gouda in der Hand die Küche durchquere - Ha! Ich hab dran gedacht, bevor sie anfangen, tagelang zu quengeln. Vielleicht bin ich doch Supermum ... :-D
Wieso ich das dem Kindergarten zu verdanken habe? Nun, alljährlich zum Frühjahrs- und Herbstanfang gibt es dort ein gesundes Frühstückbuffet, natürlich bestehend aus Beiträgen der Eltern. Das ist grundsätzlich eine ganz tolle Sache, die Kinder freuen sich riesig drauf und präsentieren mit unbändigem Stolz, was sie "selbst" mitgebracht haben. Nur wird es immer schwieriger, sich etwas Gesundes, Leckeres und hübsch Präsentiertes einfallen zu lassen, da die Hygienebestimmungen für die Kitas immer härter werden. Eigentlich darf man fast nichts mehr, und um die schöne Tradition aufrechtzuerhalten, müssen schon allerhand Augen zugedrückt werden. Das hat dazu geführt, dass mittlerweile gefühlt mindestens 50 Prozent der Beiträge aus Käsespießchen bestehen. Da wir ja gerade den Herbstanfang feiern konnten, dürfte damit klar sein, wie die Kinder zu diesem Wunsch kommen. Und das, obwohl ich wohlweislich etwas anderes fürs Buffet kreiert habe. Was tut man nicht alles - wenn es sein muss auch um 5.00 Uhr morgens aufstehen, frische Vollkornwaffeln backen und auf hübschen Obstbecherchen drapieren - wirkt lecker wie ein Eisbecher.
Wenn die Kinder nach Hause kommen, höre ich mir jetzt doppelt Geschichten aus der Schule an. Ich genieße es, wenn mir gelegentlich ein paar Informationen über "Schön." und "Gut." hinaus zugestanden werden. Schulkindern muss man bekanntlich meistens jedes Wort über ihren "elternfreien" Alltag aus der Nase ziehen. Das ist bei uns nicht anders. Auf dem einen oder anderen Weg hört man aber doch so dies und das. Da gibt es Eifersuchtsdramen (Kind 2): Was für ein Dilemma, wenn man eine ganze Menge neuer Freundinnen gewonnen hat, mit denen man auch spielen will, und die Kindergartenfreunde in der Parallelklasse deswegen stocksauer sind und mehrere Tage nicht mehr mit einem reden. Außerdem gibt es neue Heiratsanwärter, die den "Verlobten" aus dem Kindergarten bisher aber nicht ausstechen konnten ... Unser erstes Schulmädchen fühlt sich jedenfalls rundum wohl in der Schule, beschwert sich nur gelegentlich, dass der Stoff ein bisschen langweilig, weil zu einfach ist.
Der Schuljunge langweilt sich nun schon seit der 1. Klasse so durch. Nicht, dass er notenmäßig die hellste Leuchte von allen wäre und alles ganz schnell fertig hätte. Er kapiert nur schnell und ist von den durchaus nötigen Übungen dann nur noch genervt. "Voll sinnlos", das alles. Trotzdem erzählt er schon mal stolz, dass er eine Aufgabe, die der Lehrer als schwer bezeichnet hatte, ganz leicht fand und schnell fertig war. Dann gibt er sogar von sich aus zu, im Matheunterricht nicht immer ganz aufmerksam gewesen zu sein, weils so leicht war. Wenn ich frage, ob er das erzählt, weil er dafür einen Eintrag oder sonst irgendein Problem bekommen hätte, verneint er. Er hätte es einfach nur erzählen wollen. (Wow!) Was er denn in dieser Zeit täte? Einfach so denken. Worüber würde er nachdenken? - "Hmmmm, wenn ich es mir recht überlege, denk ich eigentlich gar nix. Außer dem, was mein Gehirn so machen muss, damit ich lebe." Manchmal findet man das Nirwana anscheinend in der Schule.
Am Nachmittag werden natürlich noch zweimal Hausaufgaben kontrolliert, Lesen geübt (Nein, nicht in der Fibel, das ist viel zu einfach. Wir lesen Bilderbücher aller Art.), Malfolgen gepaukt ... Letzteres ist natürlich auch "Voll sinnlos!" Sohnemann hat die Sache schließlich grundsätzlich kapiert. Auf "5x7" antwortet er: "Die Hälfte von 70". Das geht schneller, als das endgültige Ergebnis auszurechnen, zeugt vom tieferen Verständnis der Zahlenwelt, hilft einem aber in einer in begrenzter Zeit fertigzustellenden Arbeit leider nicht weiter. Also brüllt man so lange "wieso" und "voll sinnlos", bis man mit einer 1 nach Hause kommt und doch verlegen zugeben muss, dass Übung Geschwindigkeit bringt. Im Großen und Ganzen läufts in der Schule momentan zufriedenstellend. Wir unterschreiben bisher Einsen und ignorieren erfolgreich Vieren in Sport. Was soll man mit denen auch sonst anfangen ...
Der junge Herr hat's momentan überhaupt nicht einfach in der Welt. Was die alles für sinnlose Anforderungen an ihn stellt: Aufräumen, Hausaufgaben, gelegentlich frische Klamotten und täglich frische Socken und Unterwäsche, Duschen, Haarewaschen, rechtzeitig Schlafengehen, morgens Aufstehen, ordentlich! Zähneputzen, und nicht nur abends sondern morgens auch noch ... "Wieso? Was soll das? Voll sinnlos!" Da hör ich die Vorpubertät aber ganz laut trampeln ...
Das Kindergartenkind probt weiterhin den Aufstand. Da es aber abgesehen von den üblichen Konfliktsituationen auch sehr lieb und lustig ist ("Mama, raucht der Opa?" - "Nein, wieso?" - "Na, weil der so Falten hat, die kriegt man doch vom Rauchen."), gleicht sich alles irgendwann wieder aus. Sind ja sowieso alles nur Phasen, wissen wir ja ...
Tja, so läufts im Moment. Zwischenzeitlich waren wir dank Telefon- und Internetstörung mehrere Tage lang förmlich von der Zivilisation abgeschnitten. Auch mal eine selten gewordenen Erfahrung.
Nebenher haben wir (gemalert hab ich allein) noch quasi bei laufendem Betrieb das Schlafzimmer umgeräumt und renoviert. Der Mann im Haus wünschte dringend einen größeren Arbeitsplatz. Woanders ließ er sich nicht integrieren. Aber dazu später mehr, denn der Computerarbeitsplatz ist dann ja quasi auch mein neuer ganz real greifbarer "Bloggerspace" ...
Genäht? Nix. Wann denn? Wird auch wieder.
Chacka, geschafft, der Septemberpost ...
Mittwoch, 30. September 2015
Mittwoch, 26. August 2015
Cool Country Girl im Chino Mini
Vor einiger Zeit sprach mich Do von Prachtkinder an, ob ich Lust hätte, ihr neues E-Book probezunähen. Es handelte sich um ein Kinderröckchen. Da meine beiden Damen nie genug von Kleidern &Co. bekommen können und das fragliche Modell einen netten Eindruck machte, sagte ich sofort zu - umso lieber, da ich die Frau hinter "Prachtkinder" über die Dresdner Nähbloggerinnen schon live kennenlernen durfte.
Schnell landete der Chino Mini auf dem Nähtisch, zunächst Größe 116 fürs große Mädchen. Heraus kam ein Röckchen mit sportlichem Touch, dem dennoch das Mädchenhafte nicht abgeht. Hübsch, praktisch, vielseitig, sparsam im Stoffverbrauch und noch dazu leicht und schnell zu nähen. Das perfekte Teil für aktive kleine Damen.
Je nach Stoffwahl und "Tüddelei" kann man mit so einem schlichten Schnitt ganz unterschiedliche Eindrücke erzielen. Wir haben uns fürs Erste für den coolen Country Look entschieden. Da ist der Beweis - es muss nicht immer gleich ein Dirndl sein:
Zuerst soll der Chino Mini für sich wirken: Eingifftaschen, ein angedeuteter Reißverschlussschlitz und süße Bundfalten machen das Besondere am Schnitt aus. Der Rest ist, was man selbst draus macht. Und dafür lässt die schlichte Grundidee reichlich Spielraum. Durch das Bauchbündchen sitzt er ganz bequem. Wir haben in das Bündchen zusätzlich ein Gummiband eingezogen, da solche Röcke erfahrungsgemäß an unserem Kind so besser sitzen bleiben, wo sie sollen. Unser Modell ist aus einem leichten, nicht dehnbaren Jeans genäht und - für den ländlichen Touch - mit selbst geschnitzten Margeriten-Stempeln bedruckt und mit karierten Knöpfen verziert.
Und nun präsentiert natürlich unser "Country Girl" sein neuestes cooles Outfit. Seht selbst, könnte man so nicht prima "in style" über den Bauernhof stiefeln? :-)
Zum sportlich-ländlichen Röckchen sollte es eine ganz bestimmte Bluse sein, die der Kleiderschrank nicht hergab. Also wurde sie schnell noch genäht: Hannah von Farbenmix, damit sie nicht zu wuchtig wird zum schmalen Rock in Größe 98/104 am Kind, das eigentlich 116 trägt. Der Schnitt fällt absolut nicht knapp aus. :-) Dass das passen würde, haben wir natürlich vorher an einer vorhandenen, ähnlich geschnittenen Bluse abgemessen. Die Knopfleiste mit dunkelblauen Hemdenknöpfchen ist einfach nur aufgesetzt.
Unser Chino Mini hat schon fast die ganze Sommersaison miterlebt, wird liebend gern und oft getragen und sieht auch an kühleren Tagen mit Leggins schick aus. Es wird nicht bei dem einen bleiben, denn ich bin sicher, dass sich mit dem Rock auch prima Herbst- und Winteroutfits für kleine Schulmädchen kombinieren lassen.
Wenn unser Chino Mini euch zu eigenen Ideen inspiriert hat - der Schnitt ist hier erhältlich. Weitere kreative Umsetzungen könnt ihr hier bewundern.
Schnitt: CHINO MINI von PRACHTKINDER, Hannah von Farbenmix
Stoffe: Stoffmarkt Holland
Knöpfe: kariert - Buttinette, dunkelblau - Secondhand
Spitze: langgehütete Vorräte :-)
Schnell landete der Chino Mini auf dem Nähtisch, zunächst Größe 116 fürs große Mädchen. Heraus kam ein Röckchen mit sportlichem Touch, dem dennoch das Mädchenhafte nicht abgeht. Hübsch, praktisch, vielseitig, sparsam im Stoffverbrauch und noch dazu leicht und schnell zu nähen. Das perfekte Teil für aktive kleine Damen.
Je nach Stoffwahl und "Tüddelei" kann man mit so einem schlichten Schnitt ganz unterschiedliche Eindrücke erzielen. Wir haben uns fürs Erste für den coolen Country Look entschieden. Da ist der Beweis - es muss nicht immer gleich ein Dirndl sein:
Zuerst soll der Chino Mini für sich wirken: Eingifftaschen, ein angedeuteter Reißverschlussschlitz und süße Bundfalten machen das Besondere am Schnitt aus. Der Rest ist, was man selbst draus macht. Und dafür lässt die schlichte Grundidee reichlich Spielraum. Durch das Bauchbündchen sitzt er ganz bequem. Wir haben in das Bündchen zusätzlich ein Gummiband eingezogen, da solche Röcke erfahrungsgemäß an unserem Kind so besser sitzen bleiben, wo sie sollen. Unser Modell ist aus einem leichten, nicht dehnbaren Jeans genäht und - für den ländlichen Touch - mit selbst geschnitzten Margeriten-Stempeln bedruckt und mit karierten Knöpfen verziert.
Und nun präsentiert natürlich unser "Country Girl" sein neuestes cooles Outfit. Seht selbst, könnte man so nicht prima "in style" über den Bauernhof stiefeln? :-)
Lässig im Sonnenschein.
Modisch mit Half Tuck. So zeigt der Rock sich in voller Pracht. Eigentlich kein Grund, sich geheimnisvoll zu geben.
In dem Outfit kann man ruhig Gesicht zeigen.
Auch von hinten nicht unansehnlich.
Sportliche Ambitionen werden vom Chino Mini nachweislich nicht gebremst.
Unser Chino Mini hat schon fast die ganze Sommersaison miterlebt, wird liebend gern und oft getragen und sieht auch an kühleren Tagen mit Leggins schick aus. Es wird nicht bei dem einen bleiben, denn ich bin sicher, dass sich mit dem Rock auch prima Herbst- und Winteroutfits für kleine Schulmädchen kombinieren lassen.
Wenn unser Chino Mini euch zu eigenen Ideen inspiriert hat - der Schnitt ist hier erhältlich. Weitere kreative Umsetzungen könnt ihr hier bewundern.
Schnitt: CHINO MINI von PRACHTKINDER, Hannah von Farbenmix
Stoffe: Stoffmarkt Holland
Knöpfe: kariert - Buttinette, dunkelblau - Secondhand
Spitze: langgehütete Vorräte :-)
Dienstag, 25. August 2015
Schulmädchenchic
Wie versprochen - heute gibt's Bilder von unserer Schulanfängerin im feinen Kleid und mit Zuckertüte.
Auf zur Schule! Gleich geht's zum ersten Mal mit dem Ranzen auf dem Rücken los. Im Hintergrund stehen die Geschwister zur seelischen und moralischen Unterstützung bereit. Der ältere Bruder ist immerhin schon schulerfahren und so eine kleine Schwester zu haben, hilft auf alle Fälle, sich schon mächtig groß zu fühlen. ;-)
Der erste offizielle Gang zur Schule. Noch ist der Ranzen recht ungewohnt. Deswegen auch die etwas steife Armhaltung. :-) Ziemlich verloren sieht das Kind hinter seinem Schulgepäck aus. Wir haben schon den kleinsten Ranzen ausfindig gemacht, der noch ein sinnvolles Volumen für die nächsten Jahre aufweist. Jetzt muss das Mädel reinwachsen. Schafft sie schon.
Schnell sind Einführungsveranstaltung und erste Stunde in der Klasse überstanden und das frischgebackene Schulkind hat sich seine Zuckertüte verdient. Dass die seinen Geschmack trifft, sieht man deutlich.
Und hier noch ein Blick aufs Kleidchen. Leider habe ich kein besseres Foto, denn hier steht das kleine Fräulein etwas verschroben da, so dass das Kleid irgendwie zu groß wirkt. Eigentlich bin ich mit der Passform ziemlich zufrieden, zumal ich extra vorher ein Probestück angefertigt hatte. Der Schnitt ist "Chopin" (Ottobre 3/10), etwas weniger tüllig und glänzend gestaltet als im Heft vorgeschlagen. Wir wollten kein Ballkleid, sondern eins, das etwas öfter getragen werden kann und trotzdem schick ist. Ich habe Größe 116 genäht und es fällt, wie von etwas älteren Ottobremodellen gewohnt, nicht gerade schmal aus. Finde ich gut so, denn dieser Schnitt dürfte noch ein ganzes Stück Längenwachstum mitmachen. 116 wäre auch die momentane Kaufgröße. Ich vermute aber, die wird sich demnächst nach oben bewegen. An der Strumpfhose erkennt man leider unser derzeitiges Größendilemma. (Ich hasse Doppelgrößen!) Kind hat wohl lange schmale Beine. Denn 110/116 passt nicht mehr, da muss ständig gezupft und gezogen und der Rock nach oben gerafft werden. Geht also gar nicht. 122/128 muss sein, die schlägt nur leider nach kurzer Zeit Falten. Grrr ... Aber na ja, der Schönheit hat's wohl keinen Abbruch getan. :-)
Und noch einmal von hinten. Was war ich stolz auf mich: Nahtverdeckter Reißverschluss in 3-schichtigem Kleid, und alles traf sich wo es sollte. Er ging auch problemlos auf und zu. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir dringend los mussten. Plötzlich klemmte er sehr hartnäckig. Gaah! Der Kindsvater hat ihn dann mit einem beherzten Zug doch noch zubekommen. Alles schön, bis zum Nachmittag im Garten - kaputt! Ich weiß nicht, ob ich an einer Stelle doch ungünstig genäht habe oder einen schlechten Reißverschluss erwischt hatte (war ein teurer aus dem dunkelblauen Kaufhaus). Ist im Nachhinein auch egal. Ich hab mich sehr geärgert, die ganze Mühe umsonst! Inzwischen habe ich's halbwegs überwunden und sage mir, dass uns von allen möglichen Horrorszenarien die mildeste Variante getroffen hat. Nicht auszudenken, wenn das vor dem Losgehen passiert wäre oder das Mädel während der Veranstaltung auf einmal mit offenem Reißverschluss dagesessen hätte ... Gestern habe ich das Unglücksteil herausgetrennt und muss die Sache jetzt möglichst schnell reparieren. Fototermin ... Hoffentlich trifft sich wieder alles so fein. Leider klappt's ja oft nicht, wenn es gerade dringend ist. Aber man könnte ja auch mal Glück haben ...
Verwendete Stoffe: Baumwollpopeline und Viskosefutter vom Nähstübchen Emily.
Auf zur Schule! Gleich geht's zum ersten Mal mit dem Ranzen auf dem Rücken los. Im Hintergrund stehen die Geschwister zur seelischen und moralischen Unterstützung bereit. Der ältere Bruder ist immerhin schon schulerfahren und so eine kleine Schwester zu haben, hilft auf alle Fälle, sich schon mächtig groß zu fühlen. ;-)
Der erste offizielle Gang zur Schule. Noch ist der Ranzen recht ungewohnt. Deswegen auch die etwas steife Armhaltung. :-) Ziemlich verloren sieht das Kind hinter seinem Schulgepäck aus. Wir haben schon den kleinsten Ranzen ausfindig gemacht, der noch ein sinnvolles Volumen für die nächsten Jahre aufweist. Jetzt muss das Mädel reinwachsen. Schafft sie schon.
Schnell sind Einführungsveranstaltung und erste Stunde in der Klasse überstanden und das frischgebackene Schulkind hat sich seine Zuckertüte verdient. Dass die seinen Geschmack trifft, sieht man deutlich.
Und hier noch ein Blick aufs Kleidchen. Leider habe ich kein besseres Foto, denn hier steht das kleine Fräulein etwas verschroben da, so dass das Kleid irgendwie zu groß wirkt. Eigentlich bin ich mit der Passform ziemlich zufrieden, zumal ich extra vorher ein Probestück angefertigt hatte. Der Schnitt ist "Chopin" (Ottobre 3/10), etwas weniger tüllig und glänzend gestaltet als im Heft vorgeschlagen. Wir wollten kein Ballkleid, sondern eins, das etwas öfter getragen werden kann und trotzdem schick ist. Ich habe Größe 116 genäht und es fällt, wie von etwas älteren Ottobremodellen gewohnt, nicht gerade schmal aus. Finde ich gut so, denn dieser Schnitt dürfte noch ein ganzes Stück Längenwachstum mitmachen. 116 wäre auch die momentane Kaufgröße. Ich vermute aber, die wird sich demnächst nach oben bewegen. An der Strumpfhose erkennt man leider unser derzeitiges Größendilemma. (Ich hasse Doppelgrößen!) Kind hat wohl lange schmale Beine. Denn 110/116 passt nicht mehr, da muss ständig gezupft und gezogen und der Rock nach oben gerafft werden. Geht also gar nicht. 122/128 muss sein, die schlägt nur leider nach kurzer Zeit Falten. Grrr ... Aber na ja, der Schönheit hat's wohl keinen Abbruch getan. :-)
Und noch einmal von hinten. Was war ich stolz auf mich: Nahtverdeckter Reißverschluss in 3-schichtigem Kleid, und alles traf sich wo es sollte. Er ging auch problemlos auf und zu. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir dringend los mussten. Plötzlich klemmte er sehr hartnäckig. Gaah! Der Kindsvater hat ihn dann mit einem beherzten Zug doch noch zubekommen. Alles schön, bis zum Nachmittag im Garten - kaputt! Ich weiß nicht, ob ich an einer Stelle doch ungünstig genäht habe oder einen schlechten Reißverschluss erwischt hatte (war ein teurer aus dem dunkelblauen Kaufhaus). Ist im Nachhinein auch egal. Ich hab mich sehr geärgert, die ganze Mühe umsonst! Inzwischen habe ich's halbwegs überwunden und sage mir, dass uns von allen möglichen Horrorszenarien die mildeste Variante getroffen hat. Nicht auszudenken, wenn das vor dem Losgehen passiert wäre oder das Mädel während der Veranstaltung auf einmal mit offenem Reißverschluss dagesessen hätte ... Gestern habe ich das Unglücksteil herausgetrennt und muss die Sache jetzt möglichst schnell reparieren. Fototermin ... Hoffentlich trifft sich wieder alles so fein. Leider klappt's ja oft nicht, wenn es gerade dringend ist. Aber man könnte ja auch mal Glück haben ...
Verwendete Stoffe: Baumwollpopeline und Viskosefutter vom Nähstübchen Emily.
Montag, 24. August 2015
Hallo Schule!
Hier kommt Mathilda! Jetzt ist es amtlich - wir haben unser zweites Schulkind!
Damit ist auch erklärt, warum nach dem Urlaub im Blog unheimliche Ruhe herrschte. Die Nähmaschine ratterte dafür um so lauter. Eigentlich hatte ich alles vor dem Urlaub fertig haben wollen. Aber wie es so ist, zumindest bei mir ...
Abschiedsgeschenk für die Erzieherin und Schuleintrittskleid blieben dann doch für die letzte heiße Phase. Nebenher wurde der Garten noch partyfein gemacht. Dafür hatten wir zwar super tatkräftige Hilfe von Schwägerin und Familie, so dass ich nur 10 Leute bekochen musste, aber zumindest das kam eben doch dazu zum Arbeitspensum. Und dann wollte das angehende Schulkind ja 4 Tage vor dem ganz großen Ereignis auch schnell noch 7 werden. Den Computer konnte ich also nur links liegen lassen, gaaanz weit ...
Nun aber los in die Aufholjagd - zuerst mit der Zuckertüte für unsere Schulanfängerin:
(Fotos im Schlafzimmer. Wo sonst kann man die heimlich und in Ruhe machen? :-) )
Die Zuckertüte ist zwar im Großen und Ganzen eine Überraschung, Motivwünsche dürfen aber ganz unverbindlich geäußert werden. Und dann sieht Nähmama mal, was sich machen lässt. :-) Unser angehendes Schulmädchen stellte sich passend zum Ranzen ein Rosenbäumchen vor. Außerdem sollten möglichst Käfer vorkommen. Oooookaaay ... Ein paar Mal drüber schlafen, Nähstübchen gründlich durchstöbern und los ...
Rosenbäumchen im Topf haben wir.
Zum Verschließen gibts ein genähtes Stoffband, das am Ende eine Art Blätter bildet, und ein Filzband mit verschieden großen Häkelrosen.
Auf der Rückseite landete spontan ein röschenverziertes Herz, weils da noch so nackig aussah.
Am Rosenstämmchen (ein Stück braunes Satinband) ist ein Namensschild "angebunden". Das Schild wurde mit Volumenvlies gefüttert, damit es schön plastisch wirkt.
Und dann haben wir da noch diesen kleinen Gesellen am Pünktchenhimmel über dem Bäumchen. Irgendwie musste ja wenigstens ein Käfer untergebracht werden.
Die Applikationen habe ich nach Tilda-Art doppelt gearbeitet, durch ein Loch in der Rückseite gewendet und von Hand aufgenäht - für den plastischen Effekt. Perfektionismus lässt grüßen. Irgendwie dachte mein Kopf, dass es so viel schöner wäre als platt mit Zickzack appliziert. Und dann konnte ich nicht anders. :-D
Da ja in zwei Jahren bei uns eine weitere Zuckertüte gebraucht wird und es sich so noch lohnt, habe ich dieses Jahr beschlossen, mir den Schnitt vom Nähstübchen Emily zuzulegen. So passt es ohne Tüftelei und spart Zeit. Das klappte auch tatsächlich wunderbar. Nur an der oberen Kante war mir der Schnitt etwas kurz. Ich glaube allerdings, dass das am Rohling liegt. Ich verwende nämlich nicht die ganz dünnen einfachen Papprohlinge, sondern die zusätzlich "farbig" umklebten, nur eben in Weiß. Die sind etwas stabiler, aber so wohl auch ein klein wenig dicker. Das Längenproblem war leicht zu lösen - einen doppelt geklappten Rand aus einfarbigem Stoff angenäht, schon passte es und sah außerdem noch besser aus als ohne. Alles gut.
Wenn dann auch der offizielle Fototermin in der Schule vorbei ist, wird die Zuckertüte natürlich zum Kuschelkissen umfunktioniert. Von der vielen Liebesmüh hat das Schulmädel also hoffentlich noch ganz lange etwas.
Leider kann ich den Augenblick nicht zeigen, als Mathilda mich mit ihrer Zuckertüte in der wartenden Elternmenge entdeckte, denn da steht sie mitten in ihrer Klasse. Aber ich kann euch sagen - die Sonne ging auf! Kind glücklich, Mama glücklich. Fotos von der stolzen Schulanfängerin in voller Ausstattung folgen natürlich demnächst.
Damit ist auch erklärt, warum nach dem Urlaub im Blog unheimliche Ruhe herrschte. Die Nähmaschine ratterte dafür um so lauter. Eigentlich hatte ich alles vor dem Urlaub fertig haben wollen. Aber wie es so ist, zumindest bei mir ...
Abschiedsgeschenk für die Erzieherin und Schuleintrittskleid blieben dann doch für die letzte heiße Phase. Nebenher wurde der Garten noch partyfein gemacht. Dafür hatten wir zwar super tatkräftige Hilfe von Schwägerin und Familie, so dass ich nur 10 Leute bekochen musste, aber zumindest das kam eben doch dazu zum Arbeitspensum. Und dann wollte das angehende Schulkind ja 4 Tage vor dem ganz großen Ereignis auch schnell noch 7 werden. Den Computer konnte ich also nur links liegen lassen, gaaanz weit ...
Nun aber los in die Aufholjagd - zuerst mit der Zuckertüte für unsere Schulanfängerin:
(Fotos im Schlafzimmer. Wo sonst kann man die heimlich und in Ruhe machen? :-) )
Die Zuckertüte ist zwar im Großen und Ganzen eine Überraschung, Motivwünsche dürfen aber ganz unverbindlich geäußert werden. Und dann sieht Nähmama mal, was sich machen lässt. :-) Unser angehendes Schulmädchen stellte sich passend zum Ranzen ein Rosenbäumchen vor. Außerdem sollten möglichst Käfer vorkommen. Oooookaaay ... Ein paar Mal drüber schlafen, Nähstübchen gründlich durchstöbern und los ...
Rosenbäumchen im Topf haben wir.
Zum Verschließen gibts ein genähtes Stoffband, das am Ende eine Art Blätter bildet, und ein Filzband mit verschieden großen Häkelrosen.
Auf der Rückseite landete spontan ein röschenverziertes Herz, weils da noch so nackig aussah.
Am Rosenstämmchen (ein Stück braunes Satinband) ist ein Namensschild "angebunden". Das Schild wurde mit Volumenvlies gefüttert, damit es schön plastisch wirkt.
Und dann haben wir da noch diesen kleinen Gesellen am Pünktchenhimmel über dem Bäumchen. Irgendwie musste ja wenigstens ein Käfer untergebracht werden.
Die Applikationen habe ich nach Tilda-Art doppelt gearbeitet, durch ein Loch in der Rückseite gewendet und von Hand aufgenäht - für den plastischen Effekt. Perfektionismus lässt grüßen. Irgendwie dachte mein Kopf, dass es so viel schöner wäre als platt mit Zickzack appliziert. Und dann konnte ich nicht anders. :-D
Da ja in zwei Jahren bei uns eine weitere Zuckertüte gebraucht wird und es sich so noch lohnt, habe ich dieses Jahr beschlossen, mir den Schnitt vom Nähstübchen Emily zuzulegen. So passt es ohne Tüftelei und spart Zeit. Das klappte auch tatsächlich wunderbar. Nur an der oberen Kante war mir der Schnitt etwas kurz. Ich glaube allerdings, dass das am Rohling liegt. Ich verwende nämlich nicht die ganz dünnen einfachen Papprohlinge, sondern die zusätzlich "farbig" umklebten, nur eben in Weiß. Die sind etwas stabiler, aber so wohl auch ein klein wenig dicker. Das Längenproblem war leicht zu lösen - einen doppelt geklappten Rand aus einfarbigem Stoff angenäht, schon passte es und sah außerdem noch besser aus als ohne. Alles gut.
Wenn dann auch der offizielle Fototermin in der Schule vorbei ist, wird die Zuckertüte natürlich zum Kuschelkissen umfunktioniert. Von der vielen Liebesmüh hat das Schulmädel also hoffentlich noch ganz lange etwas.
Leider kann ich den Augenblick nicht zeigen, als Mathilda mich mit ihrer Zuckertüte in der wartenden Elternmenge entdeckte, denn da steht sie mitten in ihrer Klasse. Aber ich kann euch sagen - die Sonne ging auf! Kind glücklich, Mama glücklich. Fotos von der stolzen Schulanfängerin in voller Ausstattung folgen natürlich demnächst.
Dienstag, 11. August 2015
Blau am Meer
Noch ein letzter Gruß vom Meer mit drei weiteren Urlaubsteilen, die vor der Fahrt genäht wurden (absolut alkoholfreies Blau! :-D):
Wieder ein "ent-wickelter" Raita-Rock aus Baumwollpopeline mit Futter und dieses mal einseitig verdecktem Reißverschluss. Den Stoff habe ich schräg zum Fadenverlauf zugeschnitten, damit er an den Seiten nicht steif absteht. diese Sommer-Strand-Farben strahlten mir sofort entgegen, als ich im Restekorb bei Stoff Fischer wühlte.
Zum Rock fehlten mir noch passende Shirts. Also mussten zwei in sommerlichen Blautönen her. Hier ein Summer Basic (Ottobre 2/13). Den Schnitt hatte ich mir schon letztes Jahr passend gekürzt und tailliert. Aus dem etwas festeren, leicht melierten Baumwolljersey fällt es reichlich aus. Na ja, am sonnigen Strand darf es gern etwas luftiger sein. Am Ausschnitt setzt eine Reihe türkis gestreifter Knöpfchen einen kleinen Akzent.
Das türkisfarbene Shirt sollte eigentlich eine Raffinessa werden. War es anfangs auch. Entweder lag es am Stoff oder an der Kombination mit dem Rock - es sah sehr suboptimal aus. Die Raffung kam also wieder weg, es wurde gekürzt und stärker tailliert und so passt es. Mit der Ärmelpartie bin ich hier nicht wirklich zufrieden. Sie schlägt Falten und fühlt sich eng an und sieht auch so aus, obwohl sie das überhaupt nicht ist. Das Shirt sieht zwar OK aus, man steht ja nicht dauerhaft still in Pose, aber noch mal werde ich für mich wohl kein Raglanshirt mit kurzem Arm nähen. Irgendwie passt das nicht an mich. Der einzige an mir wirklich bequeme Raglanschnitt überhaupt ist bisher sowieso nur "Friday Evening" (Ottobre 5/13), der an den Schultern Abnäher hat. Sollte mir wieder nach Raglan sein, bastle ich damit.
So, das war's aus dem Norden, leider. Ab morgen schwitzen wir wieder mit im schönen Dresden und fangen schon mal an, uns auf nächstes Jahr zu freuen ...
Wieder ein "ent-wickelter" Raita-Rock aus Baumwollpopeline mit Futter und dieses mal einseitig verdecktem Reißverschluss. Den Stoff habe ich schräg zum Fadenverlauf zugeschnitten, damit er an den Seiten nicht steif absteht. diese Sommer-Strand-Farben strahlten mir sofort entgegen, als ich im Restekorb bei Stoff Fischer wühlte.
Zum Rock fehlten mir noch passende Shirts. Also mussten zwei in sommerlichen Blautönen her. Hier ein Summer Basic (Ottobre 2/13). Den Schnitt hatte ich mir schon letztes Jahr passend gekürzt und tailliert. Aus dem etwas festeren, leicht melierten Baumwolljersey fällt es reichlich aus. Na ja, am sonnigen Strand darf es gern etwas luftiger sein. Am Ausschnitt setzt eine Reihe türkis gestreifter Knöpfchen einen kleinen Akzent.
Das türkisfarbene Shirt sollte eigentlich eine Raffinessa werden. War es anfangs auch. Entweder lag es am Stoff oder an der Kombination mit dem Rock - es sah sehr suboptimal aus. Die Raffung kam also wieder weg, es wurde gekürzt und stärker tailliert und so passt es. Mit der Ärmelpartie bin ich hier nicht wirklich zufrieden. Sie schlägt Falten und fühlt sich eng an und sieht auch so aus, obwohl sie das überhaupt nicht ist. Das Shirt sieht zwar OK aus, man steht ja nicht dauerhaft still in Pose, aber noch mal werde ich für mich wohl kein Raglanshirt mit kurzem Arm nähen. Irgendwie passt das nicht an mich. Der einzige an mir wirklich bequeme Raglanschnitt überhaupt ist bisher sowieso nur "Friday Evening" (Ottobre 5/13), der an den Schultern Abnäher hat. Sollte mir wieder nach Raglan sein, bastle ich damit.
So, das war's aus dem Norden, leider. Ab morgen schwitzen wir wieder mit im schönen Dresden und fangen schon mal an, uns auf nächstes Jahr zu freuen ...
Mittwoch, 5. August 2015
Maritimer Mittwoch
Der MMM macht Sommerpause, und wir haben auch Urlaub. Trotzdem, oder gerade deshalb nehme ich den Mittwoch mal wieder zum Anlass, Genähtes für mich zu zeigen. Das Urlaubsoutfit schlechthin - mein neues maritimes Lieblingskleid vor passender Kulisse:
Schnitt, wie könnte es anders sein, wieder Ella von Pattydoo. Ich habe zur Abwechslung die Variante mit Taillenband gewählt. So hat es quasi schon einen eingebauten "Gürtel" und man muss bei warmem Wetter kein Extra-Accessoire tragen. Dieses Mal habe ich Größe E zugeschnitten statt der D bei der letzten Ella. So sitzt sie insgesamt etwas luftiger, was mir für so ein Sommer-Freizeitkleid gut gefällt. Nur an der Armkugel könnte etwas weniger Stoff sein. Das war aber auch bei der kleineren Variante schon der Fall. Da müsste ich Armausschnitt und Ärmel ändern, was ich mir bisher nicht so recht zutraue.
Hier sieht man mich in die Sonne blinzeln und kann das hübsche maritime Muster aus der Nähe bewundern. :-)
Und hier der Beweis, dass das Kleid auch bei einer frischen Seebrise noch eine gute Figur macht - also so gut, wie eben möglich. ;-)
Stoffe, wie so oft: Nähstübchen Emily (Die Anker konnte ich als "Stoff der Woche" günstiger ergattern.)
Und falls jemand jetzt gern genau diese Kulisse für eigene maritime Kreationen hätte: Man findet sie im Yachthafen von Heiligenhafen in Ostholstein.
Kleiner Nachtrag, weil ich hier so öffentlich verkünde, dass wir im Urlaub sind: Unsere Wohnung wird von einer gefährlichen Raubkatze bewacht. Nee, Quatsch, aber das Mini-Raubtier erhält anwesende Dauerbetreuung. Sorry, keine leere unbeobachtete Wohnung bei uns. :-p
Schnitt, wie könnte es anders sein, wieder Ella von Pattydoo. Ich habe zur Abwechslung die Variante mit Taillenband gewählt. So hat es quasi schon einen eingebauten "Gürtel" und man muss bei warmem Wetter kein Extra-Accessoire tragen. Dieses Mal habe ich Größe E zugeschnitten statt der D bei der letzten Ella. So sitzt sie insgesamt etwas luftiger, was mir für so ein Sommer-Freizeitkleid gut gefällt. Nur an der Armkugel könnte etwas weniger Stoff sein. Das war aber auch bei der kleineren Variante schon der Fall. Da müsste ich Armausschnitt und Ärmel ändern, was ich mir bisher nicht so recht zutraue.
Hier sieht man mich in die Sonne blinzeln und kann das hübsche maritime Muster aus der Nähe bewundern. :-)
Und hier der Beweis, dass das Kleid auch bei einer frischen Seebrise noch eine gute Figur macht - also so gut, wie eben möglich. ;-)
Stoffe, wie so oft: Nähstübchen Emily (Die Anker konnte ich als "Stoff der Woche" günstiger ergattern.)
Und falls jemand jetzt gern genau diese Kulisse für eigene maritime Kreationen hätte: Man findet sie im Yachthafen von Heiligenhafen in Ostholstein.
Kleiner Nachtrag, weil ich hier so öffentlich verkünde, dass wir im Urlaub sind: Unsere Wohnung wird von einer gefährlichen Raubkatze bewacht. Nee, Quatsch, aber das Mini-Raubtier erhält anwesende Dauerbetreuung. Sorry, keine leere unbeobachtete Wohnung bei uns. :-p
Mittwoch, 22. Juli 2015
Ent-wickelter Rock und ver-knotetes Shirt zum MMM
Immer kurz vorm Urlaub fällt mir ein, dass ich eigentlich gar nichts habe, das ich gern in den Koffer packen würde. Also müssen neue Klamotten her. Nähmarathon ist angesagt. Zwei Röcke und ein Shirt sind schon entstanden. Noch einige Schnittmuster liegen auf dem Tisch. Ich hab gut zu tun, würde ich sagen.
Natürlich will ich nicht warten, bis wir tatsächlich im Urlaub sind, bevor die neuen Sachen ausgeführt werden. Man kann die ja auch daheim schon mal eintragen. :-)
Heute also:
Obenrum Shirt Liv (Pattydoo) mit selbst gebasteltem Knotenausschnitt. Untenrum Rock Raita (Näähglück), aber ent-wickelt. Mir gefällt die A-Linie des Rocks sehr gut, für den Wickelrock war aber nicht genug Stoff da. Also habe ich ein Vorder- und ein Rückteil aus dem Schnitt extrahiert und einen einfachen Rock mit Reißverschluss daraus gemacht.
Den Ausschnitt mit dem geknoteten Bündchen hatte ich so ähnlich an einer Frau im Supermarkt gesehen, Kaufshirt wahrscheinlich. Immer mal wieder unauffällig hingelinst, wie das gemacht sein könnte, ein bisschen getüftelt - et voilá! Das Dreieck könnte noch etwas sauberer genäht sein. Ich hätte von Anfang an Stickvlies unterlegen sollen ... Aber so ist es durchaus akzeptabel. Sieht man beim Tragen eh kaum. Der Ausschnitt hätte etwas weiter sein können. Das breite Bündchen hat ihn stärker zusammengezogen, als ich gedacht hätte. Na ja, beim nächsten Mal. Ist auf alle Fälle gut tragbar so. Gefällt mir, der Knoten.
Das Grün des Rocks ist eigentlich gar nicht meine Farbe. Ich hatte einen halben Meter Rest aus ner Wühlkiste gegraben und dabei eigentlich an die Kinder gedacht. Irgendwie gefielen mir die fröhlichen Blumen aber doch zu gut. Außerdem kommt ja mein geliebtes Petrol im Muster vor. Also wurde so lange gebastelt, bis aus dem Stückchen noch ein Rock für mich wurde. Der Bund ist einfach mit Schrägband versäubert (endlich Schrägbandformer ausprobiert - tolles Teil, keine verbrannten Finger mehr beim Bügeln :-) ). Der Reißverschluss wurde beidseitig verdeckt eingenäht. Für was anderes hätte die Nahtzugabe nicht gereicht. Am Saum habe ich aus dem Passendsten, das sich in den Vorräten fand, eine Art breite Paspel angesetzt, schräg zugeschnitten. Damit kam eine gerade akzeptable Länge zustande.
Der Rock ist gefüttert, das finde ich auch bei Hitze sehr angenehm. Schön, wenn beim Aufstehen nix peinlich verschwitzt und zerknüllt am Hintern klebt. :-)
Fazit: angenehmes Sommeroutfit, darf in den Koffer.
Material: Viskosejersey und bedruckte Webware von Stoff Fischer, Futter und Reißverschluss vom Nähstübchen Emily
Das ganze geht heute natürlich zum MMM. Mal schauen, worin die anderen Nähdamen heute schwitzen. Zumindest bei uns bleibt einem gar nichts anderes übrig, da kann man an- oder ausziehen was man will. ;-)
Natürlich will ich nicht warten, bis wir tatsächlich im Urlaub sind, bevor die neuen Sachen ausgeführt werden. Man kann die ja auch daheim schon mal eintragen. :-)
Heute also:
Obenrum Shirt Liv (Pattydoo) mit selbst gebasteltem Knotenausschnitt. Untenrum Rock Raita (Näähglück), aber ent-wickelt. Mir gefällt die A-Linie des Rocks sehr gut, für den Wickelrock war aber nicht genug Stoff da. Also habe ich ein Vorder- und ein Rückteil aus dem Schnitt extrahiert und einen einfachen Rock mit Reißverschluss daraus gemacht.
Den Ausschnitt mit dem geknoteten Bündchen hatte ich so ähnlich an einer Frau im Supermarkt gesehen, Kaufshirt wahrscheinlich. Immer mal wieder unauffällig hingelinst, wie das gemacht sein könnte, ein bisschen getüftelt - et voilá! Das Dreieck könnte noch etwas sauberer genäht sein. Ich hätte von Anfang an Stickvlies unterlegen sollen ... Aber so ist es durchaus akzeptabel. Sieht man beim Tragen eh kaum. Der Ausschnitt hätte etwas weiter sein können. Das breite Bündchen hat ihn stärker zusammengezogen, als ich gedacht hätte. Na ja, beim nächsten Mal. Ist auf alle Fälle gut tragbar so. Gefällt mir, der Knoten.
Das Grün des Rocks ist eigentlich gar nicht meine Farbe. Ich hatte einen halben Meter Rest aus ner Wühlkiste gegraben und dabei eigentlich an die Kinder gedacht. Irgendwie gefielen mir die fröhlichen Blumen aber doch zu gut. Außerdem kommt ja mein geliebtes Petrol im Muster vor. Also wurde so lange gebastelt, bis aus dem Stückchen noch ein Rock für mich wurde. Der Bund ist einfach mit Schrägband versäubert (endlich Schrägbandformer ausprobiert - tolles Teil, keine verbrannten Finger mehr beim Bügeln :-) ). Der Reißverschluss wurde beidseitig verdeckt eingenäht. Für was anderes hätte die Nahtzugabe nicht gereicht. Am Saum habe ich aus dem Passendsten, das sich in den Vorräten fand, eine Art breite Paspel angesetzt, schräg zugeschnitten. Damit kam eine gerade akzeptable Länge zustande.
Der Rock ist gefüttert, das finde ich auch bei Hitze sehr angenehm. Schön, wenn beim Aufstehen nix peinlich verschwitzt und zerknüllt am Hintern klebt. :-)
Fazit: angenehmes Sommeroutfit, darf in den Koffer.
Material: Viskosejersey und bedruckte Webware von Stoff Fischer, Futter und Reißverschluss vom Nähstübchen Emily
Das ganze geht heute natürlich zum MMM. Mal schauen, worin die anderen Nähdamen heute schwitzen. Zumindest bei uns bleibt einem gar nichts anderes übrig, da kann man an- oder ausziehen was man will. ;-)
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