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Dienstag, 7. März 2017

Three Knights in Shining Armour

Mit einer Woche Verspätung nach diversen Geburtstagsfeierlichkeiten, Last-Minute-Nähen, Schulanmeldung, Kinderkrankheiten etc. wird es höchste Zeit für die Faschingsnachlese.

Unsere Kinder waren sich dieses Jahr absolut einig in ihrer schon fast erwachsenen und auf alle Fälle coolen Kostümwahl. Einerseits schön, andererseits auch ein bisschen langweilig. Ich wollte so gern noch mal ein Prinzessinnenkleid nähen. Ich habe gebettelt, gefleht, geschmeichelt ... Nein, hab ich nicht. Nur einen klitzekleinen Überredungsversuch muss ich tatsächlich zugeben. Hatte aber sowieso keinen Zweck. Die Großen wollten Sternenritter sein, also musste es für die Kleine auch ein Sternenritterkostüm sein. Da beißt die Maus keinen Faden ab, und so blieb mir nichts übrig, als selbst zu Schere, Nähmaschine und Zwirn zu greifen.


Ich wollte es mir ja gern möglichst einfach machen und nur den Teil nähen, der auch alltagstauglich ist. Männliche Sternenritter brauchen blaue Shirts, eine Hose und natürlich den Brustpanzer mit Logo. Ritterinnen tragen blaue Tuniken mit schrägem Saum, braune Leggins und ebenfalls die unvermeidliche Rüstung.
Hosen hat der Herr im Schrank. Leggins für die Damen wurden schnell gekauft, da Braun sonst nicht in unser Beuteschema gehört. Blieben Shirts und Brustpanzer. Erstere sind schnell genäht - das Raglanshirt und -kleid von Klimperklein sind schließlich wandelbar. Letztere ließen sich auch kaufen, jedenfalls fast. Einfache silberne Papprüstungen tun es prima, dachte ich. Nichts ist für die Ewigkeit, und Kinderkostüme schon gar nicht. Nur das Logo musste irgendwie noch drauf. Ein bisschen Ideenwälzen brachte mich schließlich auf blaue selbstklebende Hologrammfolie. Das Angebot des Bastelladens in der Stadt passte zum Glück zur Idee, so dass das realisierbar war. Jedenfalls für die größeren zwei der drei Orgelpfeifen.


Glücklicherweise hatte die Jüngste sich eine Winzigkeit später als die großen Vorbilder für das Kostüm entschieden, sodass erstmal nur zwei Papppanzer bestellt worden waren. "Passt unserm 4jährigen prima." hatte in den Bewertungen gestanden. Kleine Zitterpartie, ob auch ein 10jähriger noch reinpassen würde ... völlig unnötigerweise, wie schnell zu sehen war. Da muss es wohl 4jährige von gaaanz anderem Format geben ... Die Größeren können die Panzer mehr als bequem tragen. Das fünfjährige Minikind würde allerdings glatt durchrutschen. Da musste wohl oder übel doch die Nähmaschine ran. Besagtes Raglanshirt kann ja noch mehr, wenn es drauf ankommt. Ärmel verbreitert und Saum zur Achsel hin gerundet, Shirt gekürzt und abgerundet, Vorderteil und Ärmel gedoppelt und mit Volumenvlies gefüttert, Rückenteil bleibt ungefüttert. Das Ganze ist aus sehr dehnbarem Silberstoff (buttinette) und lässt sich so prima an- und ausziehen und bequem tragen, auch draußen über der Jacke, wenn es sein muss. Und es musste ... :-) Das Logo ist genau wie bei den Pappmodellen einfach aufgeklebt. Das hält wider Erwarten bombenfest und war die einzige Möglichkeit, da weder Aufbügeln noch Applizieren auf dem Foliendruck Optionen sind.

Langer Rede kurzer Sinn - 3 Sternenritter zogen am Faschingsdienstag zufrieden los in Schule und Kindergarten und kamen glücklich zurück, weil sie auch als solche erkannt und für cool befunden worden waren. Wobei Kind 3 etwas mehr zu erklären hatte. Schließlich lesen Kindergartenkinder noch nicht so viel. Aber auch da gibts das eine oder andere Mädel mit großen Brüdern. :-)


Auf Shirt und Tuniken habe ich noch einmal das Sternenritter-Logo appliziert. So steigt der Coolnessfaktor in den Augen der Kinder immens, man kann den Panzer auch mal ablegen, wenn er unbequem wird, und trotzdem sind die Teile alltagstauglich.
Mathildas Tunika ist ein Raglankleid (134), das ich zum Saum hin etwas verschmälert und natürlich abgeschrägt habe. Bei Emilias Tunika (110) habe ich den Shirtschnitt als Grundlage genommen und verlängert, da das Kleid in den kleineren Größen noch nicht figurangepasst geschnitten ist.


Bei Raphael tat es der Shirtschnitt unverändert. Allerdings stelle ich wieder mal fest, dass der junge Mann sehr lange Arme hat. Während es die Hosen in 134 grad noch tun, gibts beim Shirt schon in 140 keine Zuwachsreserve mehr. An das neue Lieblingsteil werde ich wohl früher oder später noch Ärmelbündchen anbauen müssen ...

So weit zu diesem Thema ... Als nächstes sollte dann Frühlingsgarderobe aktuell werden, hoffe ich doch.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Hommage á Degas - oder einfach Fasching

An Edgar Degas' berühmte Ballerinas musste ich jedenfalls denken, als ich den wesentlichen Teil unserer Mädchenkostüme so hängen sah:


Farblich jedenfalls. Die sehr prosaischen Rockbügel passen natürlich nicht so richtig ins impressionistische Bild. Wobei Degas ja wohl auch eher Realist als Impressionist war ... Vielleicht passt es doch irgendwie. :-)

Man sieht, wonach unseren Mädels in diesem Jahr der Sinn stand: Ballerinas mussten es sein, mit richtigen Tutus natürlich. Ich komme solchen Wünschen sehr gern entgegen. Wahrscheinlich ist das irgendeine Art Projektion oder so. Ich war immer sehr gern Mädchen und so ein Traum aus Tüll - ich hätte mich wohl nicht eingekriegt vor Begeisterung. Bei uns mussten es alte Gardinen tun. Sie taten's damals auch ausreichend. Aber jetzt kann ich nähen, und ich hab Töchter, an denen ich mich austoben kann. Allerdings glaube ich, dass da nicht viel zu projizieren ist. Die lieben den Mädchenkram einfach genau wie ich. Sollen sie, und mit Vergnügen. Die werden sich schon trauen, trotzdem Informatikerin oder Automechanikerin zu werden, sollte das denn am Ende ihr eigentliches Talent sein ... :-D

Ich hatte schon einen Plan, wie ich die Tutus nähen wollte. Sie sollten auf alle Fälle gefüttert sein, damit sie nicht an der Strumpfhose hängen bleiben. Bei der Recherche nach der optimalen Tüllmenge stieß ich auf dieses Tutorial: How to Make a Tutu. Das war in etwa das, was ich mir auch gedacht hatte. Also hielt ich mich an die Anleitung - alle Tüllbahnen mit der Kräuselnaht aneinanderreihen und dann schieben, schieben, schieben, bis auf die richtige Länge, so dass das Ganze noch über den Po passt. Jerseybund oben dran, Gummi rein, fertig. Wobei, so einfach war's dann doch nicht. Das waren am Ende 14 Meter Tüll am Stück und mir ist beim Zusammenschieben beinah der Arm abgefallen. :-) Auch das Dranbasteln des Bunds hat mich Nerven gekostet. Man muss ihn erst rechts auf rechts von außen annähen und dann nach innen klappen und auch da befestigen. Das so hinzukriegen, dass man alles erfasst hat, was man will, aber das Futter nicht aus Versehen hochrafft und einnäht ... bei der Fülle nicht so einfach. Ich hab ein paar Mal getrennt. Außerdem die Herausforderung, die Innenseite so festzustecken, dass der Bund nicht in sich verdreht ist. Die schon angenähte Außenseite ist ja gedehnt, die zu steckende Innenseite aber noch nicht ... :-p Letztendlich ist es einigermaßen gelungen. Man muss das aber echt zweimal machen - beim zweiten Mal wird nämlich alles besser. Dann ist man bezüglich der Tücken vorgewarnt, kann sich zum Beispiel am Bund gleichmäßige Abstände auf beiden Seiten markieren, das Futter immer gut glattziehen beim Nähen ... Und schon gehts viel schneller.
Ich hatte als erstes Mathildas Tutu nach Anleitung genäht und war begeistert über das herrlich fluffig-wolkige Ergebnis. Ich dachte mir aber auch, dass das so an Emilia doch etwas viel wäre - Kind so breit wie hoch. Weniger dicht wollte ich den Tüll aber auch nicht haben. Also habe ich eine etwas andere Methode beim Zusammensetzen und Kräuseln der Tüllbahnen verwendet. Ich habe die Bahnen immer zur Hälfte überlappen lassen. So konnte ich sie am Ende auch gleich zum Ring schließen und dann in der Runde kräuseln. Das Ganze ließ sich etwas besser handhaben, war ja auch nur noch halb so lang. Und der Effekt war wie erhofft - einen Ticken weniger ausladend als beim ersten Exemplar (auch wenn man das wegen der unterschiedlichen Länge auf den Bildern nicht so empfindet).
Die Satinschleifen mussten unbedingt dran, weil die Mädels das Bild zu oben erwähntem Tutorial gesehen hatten und ihre Tutus nun genau so und nicht anders wollten.
Die technischen Details: Ich habe jeweils 10 Bahnen vom 1,40m breit liegenden Tüll verarbeitet. Für Mathilda (ca. 1,20 groß)  45cm, für Emilia (ca 1m groß) 35cm breit. Dafür bot sich ein günstiger 10m-Ballen Tüll von Buttinette an.

Oberteile mussten natürlich auch sein. Da ich es mag, wenn ein Teil der Kostüme noch alltagstauglich ist, haben wir uns gegen Bodys und für einfache Shirts entschieden. Das gefällt auch den Mädels, denn so können sie ein Stück des Kostüms mit in die weniger "tollen" Tage nehmen.
Um den Look zu komplettieren, gab es außerdem passende selbst gestrickte Ballerina-Stulpen. Praktischerweise wärmen die ganz nebenbei, denn Ballerinas können ansonsten natürlich nur sehr feine Strumpfhosen tragen.
Aber jetzt schaut euch die Damen endlich mal an:

Voilá, Mademoiselle Emilia! Sie tanzt im Ballett "Dornröschen", daher musste es viel Rosa sein, außerdem ein mit Röschen beklebter Haarreifen  und geschminkte Wangen für den ausreichend rosigen Look.



Ihr Shirt ist ein Mr Bear (Ottobre 6/13). Damit es schön schmal wird, habe ich Gr. 98 zugeschnitten, obwohl ich meistens eher 104 wähle, die Ärmel und den Saum aber entsprechend verlängert. Wie so oft fällt Ottobre reichlich aus. Es wäre auch ohne Verlängerung gegangen. Macht nix, passt es eben länger. Den Ausschnitt habe ich für ein kleines interessantes Detail am glatten Shirt mit zwei offenen Streifen als Bündchen versäubert, die sich etwas rollen.



Natürlich geht nichts ohne einen Ballerinaknoten, sei er auch noch so klein. :-)

Et voilá, Mademoiselle Mathilda! Sie gehört zum Ensemble von "Schwanensee". Das ist ja eine ziemlich traurige Geschichte. Vielleicht schaut die Schwanenballerina deshalb so ernst:


Ein Konglomerat verschiedener Blautöne, bei dem der kleine Perfektionist im Kopf schon wieder leise murrt: "So richtig Ton in Ton wärs schöner gewesen ..." Ruhe da drinnen! Das ist schön genug, und man muss beim Material ja nehmen, was man kriegt. :-)


Ihr Shirt ist ein an ihr schon mehrfach bewährtes Roundabout (Ottobre 1/12), das hier leicht tailliert, aber nach unten nicht ausgestellt zugeschnitten wurde. Für das gewisse Etwas, das das Shirt auch ohne Ballerinazubehör nicht langweilig aussehen lässt, habe ich mal wieder einen Stempel geschnitzt (eigener Entwurf). Die Schwanenprinzessin wurde mit Textilfarbe für dunkle Textilien gedruckt (die leider wohl inzwischen etwas fest geworden war. Deswegen mit Pinsel nachbearbeitet. Den leichten, fedrigen Look finde ich aber letztendlich gar nicht schlecht.) und verziert mit etwas dezentem Glitzer (ein Stift für Textilien).


Ballerinafrisur und Haarreifen sind selbstverständlich. Passend zur Schwanenprinzessin natürlich mit weißen Federn garniert.


Und da sieht man es - sie kann auch lächeln, ein ganz kleines bisschen. Ich glaube, nach ihrem morgendlichen Schwimmunterricht war die Schwanenballerina einfach müde. Bei der Faschingsparty mit Freunden war sie trotzdem sehr vergnügt, kann ich allen versichern, die die traurige kleine Tänzerin jetzt schon bedauern. :-)

Die uns kennen, fragen sich jetzt sicher, wo der junge Mann im Haus abgeblieben ist. Ganz einfach - bei der Oma. Da er lieber dort ist, als im Hort Fasching zu feiern, brauchte er kein Kostüm. Er hat einfach sein über alles geliebtes Kirk-Shirt mitgenommen und zu Feier des Tages getragen. Und nicht nur an dem einen Tag, wie ich ihn kenne. Für ihn ist das nämlich auch ein absolut akzeptables Alltagsshirt. Ich sag da nichts dazu, wenn's glücklich macht ... ;-)

Das war nun Fasching 2016. Nach dem Fasching ist vor dem Fasching - die Kinder planen schon wieder Kostüme ...

Montag, 16. Februar 2015

Des Rätsels Lösung - Stars in Action

Tatatataaa - Vorhang auf für die Faschingsstoffe in ihrer wahren Bestimmung. :-) Danke an alle, die sich den Spaß gemacht haben mitzuraten, was wohl aus ihnen werden wird. Wie man sieht, waren die richtigen Lösungen alle dabei: Eiskönigin Elsa, ihre kleine Schwester Anna und Captain Kirk von Star Trek.

Wie kriegt man bloß ein Foto hin, auf dem 3 Kinder gleichzeitig nett gucken, eine attraktive Körperhaltung zeigen und nicht zu sehr zappeln?  Das ist unser bestes. :-)
Draußen zu fotografieren war übrigens die Idee der Kinder. Ich habe sie keineswegs gezwungen, in dem Aufzug in der Kälte zu posieren. Sie waren völlig überzeugt davon, dass sie auf gar keinen Fall frieren würden. So so ... Lange waren wir nicht draußen. :-)

Und jetzt noch ein paar (viele) Eindrücke von unserem Kostümshooting:

 Der Weltraum, unendliche Weiten ...

 Ein Phaser muss schon sein. Man weiß ja nie, wem man da draußen begegnet. Natürlich nur auf Betäubung gestellt ... ;-)

 Die Magie der Eiskönigin ...

 Eiskalte Schönheit.

 La Diva.

 Geh weg, lass mich allein ...

Aber Elsa, warum spielst du nicht mehr mit mir?

 Schöne warme Kleider, denn gleich geht's auf den Nordberg ...

 So ist Anna, süß, lieb und auch ein bisschen frech ...

 Ich schaff das und hol meine Elsa zurück!

Wahre Schwesterliebe schmilzt jedes Eis!

Interessant finde ich, wie sehr die Kostümwahl der echten Persönlichkeit der Kinder entspricht. Da ist unser kleiner Wissenschaftler, dessen großes Ziel es ist, eines Tages den Warp-Antrieb und das Beamen zu erfinden.
Dann haben wir unsere Schönheit und Diva, die sehr genau weiß, was sie will, auch im wahren Leben sehr zurückhaltend ist und es einem oft schwer macht zu erraten, was in ihr vorgeht, obwohl ein liebevolles, anhängliches Herz in ihrer Brust schlägt.
Und nicht zuletzt gibt es unsere Mini-"Anna", den kleinen Sonnenschein, der jeden mit seinem Charme besticht, mit seinen Gefühlen nicht hinter dem Berg hält und sich herzlich und voller Erbarmen um jeden kümmert, der in Schwierigkeiten ist.
Ich hätte auch kein Problem damit gehabt, zwei Elsas auszustatten, aber die Frage stellte sich nie. Tochterkind 2 wollte nie etwas anderes sein als Anna, und das, obwohl Elsa das Kleid mit dem vielen Glitzer hat. :-) Dass die beiden Mädels mit ihren Verkleidungswünschen so absolut im Trend liegen, dass sie wahrscheinlich nur zwei unter vielen "Eiskönigin"-Figuren sein werden, macht gar nichts, denn so selbst benäht sind sie trotzdem unverwechselbar.

Und noch ein paar "technische Daten":
Captain Kirk: Shirt - Baumwollinterlock und silbernes Kunstleder von Buttinette, Bündchen aus dem Vorrat, goldenes (Geschenk-)Band aus dem Bastelgeschäft, Schnittmuster Raglanshirt von klimperklein, Hose aus dem Kleiderschrank, Haargel von dm. :-)
Eiskönigin Elsa: Lurex-Jersey, Synthetikjersey, Paillettentüll von Buttinette, Schneeflocken zum Aufbügeln ein Geschenk von der lieben Schuhpeg (das hier perfekt passt, vielen herzlichen Dank!), Applikatorglitzersteine aus dem Vorrat, Schneeflockenhaarschmuck selbst zusammengebastelt aus Weihnachtsdeko und dem, was es bei dm in Weiß gab. Schnittmuster Rock: Schnabelina-Röckli stark verändert und angepasst. Schnittmuster Shirt: beliebiges schmales Langarmshirt entsprechend zurechtgeschnitten.
Prinzessin Anna: blaues, schwarzes und pinkfarbenes Polyestergewebe von Buttinette, goldfarbenes Satinschrägband und Bommelborte von Karstadt, Stoffmalfarben aus dem Bastelgeschäft, Applikatorglitzersteine, Herzknöpfe und Häkchen aus dem Vorrat. Schnittmuster Rock: angepasstes Schnabelina-Röckli, Schnittmuster Oberteil und Cape: selbst gebastelt. Langarmshirt aus dem Kleiderschrank.

So, ich bin glücklich fix und fertig, die Kinder können morgen wunschgemäß auftreten und ich sage nur eins: ohne die Overlockmaschine wäre ich komplett verzweifelt, aber so hat's Spaß gemacht.

Den Post kann ich ja sowohl zu den Meitlisache also auch zu Made4Boys schicken. Da schaue einfach jeder die Bilder an, von denen er sich angesprochen fühlt. ;-)

Freitag, 13. Februar 2015

Kleines Faschingsrätsel

Was momentan so unter den Nadeln landet, soll natürlich bis Dienstag ein Faschingskostüm werden. Oder vielmehr 3 Kostüme.

Hier ein kleiner Blick auf das, was bei mir gerade zurechtgestutzt und durch die Maschinen gejagt wird. Wer Lust hat, darf gern mal raten, was oder wer am Ende dabei rauskommen soll. :-)

 Fürs große Mädchen.

 Fürs kleine Mädchen.

Für den jungen Mann.

Kleiner Tipp: Die Mädels liegen voll im allgemeinen Trend des Jahres, der große Bruder hat sich für einen unverwüstlichen spacigen Klassiker entschieden.

So, ich geh dann mal wieder an die Arbeit ...

Dienstag, 4. März 2014

Tomröschen und die schwedischen Gardinen

Wer soll das sein, und wer wird hier eingesperrt? Also, eingesperrt wird schon mal niemand. Aber jetzt mal ganz der Reihe nach ...

Wie jedes Jahr winkt natürlich auch 2014 wieder eine Faschingsfeier im Kindergarten und neuerdings ja auch in der Schule. Zunächst dachte ich, ich hätte nicht viel zu tun, denn Pilot und Prinzessin vom letzten Jahr passen noch. Aber dann wurde ja auch das Kleinste noch ein Kindergartenkind und brauchte ein Kostüm. Als was wollte sich die Minidame verkleiden? Selbstverständlich als "Tessin", wie die große Schwester.

Ich beschloss, dem kleinen Tochterkind ein Röckchen statt eines Kleidchens zu nähen, denn das würde lange passen und im Verkleidungsfundus nützlich sein. Weil ich (zum Glück ;-) ) kein Schnäppchen liegen lassen kann, hatte ich im Stofflager einen leicht durchsichtigen, zart schimmernden rosa Stoff, vor längerer Zeit aus dem dunkelblauen Kaufhaus für 3 €/m mitgenommen. Außerdem fielen mir zum Thema Prinzessin auch gleich die Tüllgardinen ein, die nach der Umgestaltung der Kinderzimmer nicht mehr gebraucht wurden. Die kamen dereinst sehr günstig vom schwedischen Möbelhaus, daher also die schwedischen Gardinen. :-) Und sie bieten wirklich jede Menge Material. Daraus lässt sich schon ein Kleinmädchentraum zaubern. Ist auch gar nicht schwer, man braucht nur etwas Ausdauer für meterweise Raffnähte.
Also nähen, nähen, nähen, raffen, raffen, wieder nähen, außen Rosa, innen Tüll, Bund oben dran, Gummi einziehen, fertig zur Anprobe.


Anprobiert wurde denn auch, und zwar so lange und intensiv, dass ich das Kostüm gleich zum ersten Mal waschen konnte. Auch der große Bruder musste natürlich die Tauglichkeit seines Pilotenoutfits noch mal überprüfen. Und weil sie nun schon mal so fein waren, heirateten Pilot und Prinzessin spontan auf einem englischen Schloss. Dazu brauchten sie dringend sowohl ein Lämmchen, als auch einen Wal, und mussten das Kinderzimmer aufwändig umgestalten (ähem ...). Aber süß sind se eben doch: :-)



Die rosa Bluse fand sich passenderweise in den rausgewachsenen Sommersachen der großen Schwester. Und nicht dass etwa jemand denkt, das edle Fräulein hätte keinen kostbaren Glitzerschmuck, um das Outfit zu toppen! :-)

Nun wäre eine Prinzessin, wie jeder weiß, nicht komplett ohne Kopfschmuck. Bei den ganz kleinen Damen gestaltet sich die Sache mit Haarreifen und Krönchen allerdings etwas schwierig. Also bekam unser Prinzesschen ein Gummihaarband mit Blümchen verziert und wurde kurzerhand zum Dornröschen erklärt:

 Und da kommt das "Tomröschen" ins Spiel. Die kleine Dame behauptet nämlich, dass sie das wäre. "Dornröschen" ist wohl, zumindest was die sprachliche Ausführung betrifft, eine schwierige Rolle. :-)

Damit war die kleine Maus faschingsfein ausgestattet. Aber die Arbeit war noch nicht getan. Denn angesichts des vielen Tülls kam das größere Töchterchen auf die Idee, dass es eigentlich gern eine Braut mit Schleier wäre, wo sein Kleid doch sowieso einen Rest von Mamas Brautkleid enthält. Das war nun nicht allzu schwer hinzukriegen. Tüllgardine über den runden Esstisch drapiert, große Schneidematte als Gewicht drauf, einmal die Runde rum geschnitten, fertig ist der Schleier. Der wurde nicht ganz mittig gefaltet, auf eine Haarspange geklebt und mit etwas Tüddeldü aus dem Bastelladen verschönert:


Und heute morgen rückten wir dann mit Kleidersack im Kindergarten an und mussten unsere beiden Hübschen schnell herrichten für die große Party. Da alles ruckzuck gehen musste, also nur ein paar schnelle Schnappschüsse aus dem Kindergartenflur:

"Tomröschen", ohne Glitzerkette, o wei!, die dann selbstverständlich noch angelegt wurde. :-) Man glaubt gar nicht, wie süß das live aussieht, wenn das Mädel so winzig klein in seinem Bauschröckchen durch die Gegend flitzt ...


Und die kleine Brautprinzessin von allen schönen Seiten. :-) Gewachsen ist sie doch ein ganzes Stück seit letztem Jahr. Von "bis zu den Füßen" kann beim Kleid nicht mehr die Rede sein ...

Dienstag, 12. Februar 2013

Lady and Gentleman ...

brechen zum Ball auf:
Lady Mathilda ist elegant gekleidet und zur Feier des Tages mit dem edelsten Schmuck herausgeputzt.

Doch auch der stolze Pilot kann sich sehen lassen, findet auf alle Fälle die Prinzessin. Aber was sag ich - das ist nicht nur ein einfacher Pilot. Flugkapitän natürlich! An den 4 Streifen am Ärmel ist der Rang deutlich zu erkennen. (Als Manschetten an ein dunkelblaues Hemd angebastelt - Ich mag Kostüme, die danach größtenteils alltagstauglich sind. ;-) )

 Die Mütze entstand nach dem Eddie-Cap-Tutorial. Drauf gestoßen bin ich bei Mit Nadel und Faden.
Genäht aus einfachem dunkelblauem Baumwollstoff, allerdings mit einem festeren Vlies verstärkt für den nötigen Stand. Das geflügelte Logo wurde von einer alten Hose abgetrennt und recycelt.

 Seht euch den stolzen Flugkapitän an! Der weiß, wer er ist. Und an seine Prinzessin lässt er so schnell keinen anderen ran. Die lässt sich den Schutz des großen Bruders aber sichtlich gern gefallen. :-D

Dann hoffen wir auf einen erfolgreichen rauschenden Ballvormittag.

Der Flugkapitän passt auch mal wieder hier her: Made4Boys

Donnerstag, 7. Februar 2013

Lady Mathilda ...

... begehrt auf den Ball zu gehen, in einem Kleid, das einer Königin würdig wäre - "bis zu den Füßen". So kam es, dass ihre treusorgende Mutter die gut gefüllten Truhen durchwühlte und einen edlen dunkelroten Pannesamt hervorkramte, den sie dereinst für ein irgendwann kommendes rauschendes Fest günstig auf dem Markte erstanden hatte. Auch fiel ihr ein auf das Feinste mit Perlen und Pailletten besticktes Stück Satin in die Hände, das einstmals bei der Änderung ihres eigenen Brautkleides übrig geblieben war. Zur Nachtstunde noch mühte sich die Mutter und nähte gar fleißig, wiewohl sie das rutschige Samtzeugs gar manches Mal verfluchte.
Schließlich durfte sie den Lohn der Mühen ernten - die junge Lady Mathilda gebärdete sich überglücklich ob des fertigen Ballkleides: "Das ist schöner als Rosa!" :-D Sollte ein Prinz den Ball mit seiner Anwesenheit beehren, wird er wohl, sobald er die wunderschöne kleine Lady in ihrem Kleide erblickt, nur noch Augen für sie haben ...



Genäht sehr frei nach "Lucky Cat" aus der aktuellen Ottobre. Größe 110 (104 hätte auch gereicht, aber vielleicht passt es so noch nächstes Jahr.)

Am Dienstag gibt's dann Fotos von der jungen Lady im Balloutfit. Jetzt muss die treusorgende Mutter erstmal noch den Piloten einkleiden, der die Dame zum Ball begleiten wird. :-)

Dienstag, 21. Februar 2012

Hej und Harhar!

So, da sind sie, meine frech-wild-wunderbaren Fasnachtsnarren! Ich find sie einfach nur zum Knutschen - aber nein, geht ja nicht, sonst verschmieren wir doch Bart und Sommersprossen! :-D


Ich wünsche ihnen heute ganz viel Spaß bei ihrer Faschingsparty im Kindergarten!

Montag, 20. Februar 2012

Seid frech und wild und wunderbar ...

... morgen im Kindergarten! Wir leben hier zwar nicht gerade in einer Karnevalshochburg, aber so ein bisschen gefeiert wird trotzdem. Unsere Kinder haben natürlich ihre Wünsche, wer sie gern mal wären, und haben bei Mama entsprechende Bestellungen aufgegeben. Und Mama näht - und neuerdings stickt sie auch. :-)

Raphael möchte auf einem Piratenschiff anheuern. Dafür braucht er die richtige Kopfbedeckung. Schnitt für ein Bandana im Netz aufgetrieben, aber perfektioniert - alle Nähte schön sauber abgesteppt und das Ganze komplett gedoppelt, gestickte Piratenflagge appliziert. Bestimmt mag er das auch im Sommer noch als Sonnenschutz tragen. Ein ganz wichtiger Teil der Bestellung war die Augenklappe. Die sieht nicht ganz so gefährlich aus wie üblich. Liegt wahrscheinlich am Pünktchenmuster. :-D Aber ganz schwarzen Stoff hab ich einfach nicht im Vorrat. Egal, ich habs mit der Stickerei wieder etwas ausgeglichen und so passt es ganz gut zu nem süßen Nachwuchspiraten. Das rote Dings daneben ist ein original Piratenbauchband, einfach ein Jerseyschlauch. Das muss er nicht binden und es kann auch nicht ins Klo hängen. ;-) Dafür kann man perfekt den Säbel drin unterbringen. Das Witzigste am ganzen Outfit ist wohl die Hose. Sie fand sich abgeschabt und mit Loch noch in den Tiefen von Raphaels Kleiderschrank - in Gr. 86. Aktuell ist 110, aber da der Windelpo mittlerweile verschwunden ist, passt sie noch ziemlich gut, jedenfalls in der Weite. Die musste nur noch etwas ausgefranst werden. Und auf Raphaels Verlangen hin geflickt. Er war der Meinung, dass er zwar eine ausgefranste Hose gut tragen könnte, aber auf keinen Fall mit Loch. :-D

Und Tilda? Na, in wen wird die sich wohl damit verwandeln?
Pippi Langstrumpf solls sein. Passt perfekt, klein und frech wie sie ist. :-) Das Höschen entstand nach einem Schnitt aus der Ottobre 3/2010 . Auch das kann im Sommer weiter getragen werden. Die ganze Arbeit soll sich ja lohnen. Dazu dachte ich eigentlich an an eine gelbe Amelie. Aber dann kam die neue Ottobre und damit der absolut perfekte Pippi-Langstrumpf-Schnitt. Hose und Schürze in Kombination sind vielleicht etwas auffällig, ;-) aber zu ner anderen Hose ist das Schürzchen auch nach dem Fasching noch schick, finde ich.

Morgen gehts aber erstmal mit beiden Outfits in den Kindergarten. Dann gibts auch Bilder von den frechen, wilden, wunderbaren kleinen Abenteurern in voller Montur.


Donnerstag, 18. Februar 2010

Recht und Ordnung ...




herrschen bei uns zu Hause. Zumindest zum Fasching. :-) Hier zeigt sich Raphael in seinem schnell gebastelten Polizisten-Kostüm. Leider war er immer noch krank und konnte gar nicht im Kindergarten feiern. Na ja, da er es noch nicht kannte, war er nicht all zu traurig und hat eben mit Pistole und Handschellen seine Familie beschützt. Mathilda hat sich zur Feier des Tages ein bisschen geschminkt - mit Hilfe eines Schokopfannkuchens (oder -berliners, wie der Rest der Welt das wohl nennt ;-) ).