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Samstag, 16. Juni 2012

Der Käfer beim TÜV

Ja, auch noch ziemlich neue Käfer ohne Motor und Räder müssen ab und zu zur Funktionskontrolle. Bei unserem Käferchen war es um den 1. Geburtstag herum mal wieder Zeit. Damit es sich bei der Kinderärztin gleich an der Anmeldung im besten Licht präsentieren kann, bekam das Checkheft eine neue Hülle verpasst.


 (Der Stuhl, der immer mal wieder als Präsentationsfläche für kreative Werke herhalten darf, ist übrigens ganz echt shabby. Der wurde noch von meinem Großvater gestrichen und ist ein Lieblingsstück im Wohnzimmer.)

Eine neue Hose gabs auch noch. Für den Arztbesuch zwar weniger relevant, denn da will man den Nackedei begutachten, aber Hosen braucht man ja alle Tage wieder. :-)
Dafür konnte ich wieder ein kleines Stück von den Sterntaler-Vorräten abbauen - den wunderbar weichen Feincord (wenn auch noch genug davon übrig ist). Ich muss ja vor dem Stoffmarkt wenigstens ein bisschen guten Willen zeigen. ;-) In die Seitennaht musste ein Stückchen Käferwebband. Hier sieht man es gar nicht, aber, um mal zu beweisen, dass bei mir auch nicht immer alles perfekt ist, kann ich ja verraten, dass es nicht an dem Hosenbein gelandet ist, wo ich es eigentlich wollte. Und nach vorn zeigt auch nicht der große Käfer, wie geplant, sondern nur ein ganz winziger. Irgendwie schaffe ich es höchstens mal zufällig, die Seiteneinnäher so zu treffen, wie ich möchte. Aber sind wir nicht alle irgendwo ein bisschen verpeilt? :-D
Auf dem Po findet sich gut sichtbar das Label - damit der Käfervater sich nicht mehr beschweren kann, er wüsste bei diesen Hosen nie, wo hinten ist. :-)
Den Schnitt habe ich mir selbst aus irgendeinem Babyhosenschnitt zurechtgebastelt. Ich dachte mir so, ich mach zur Abwechslung mal eine gerade geschnittene Hose ohne Bündchen unten. Tja, sieht erstmal ganz nett aus, erweist sich aber mit der Zeit doch nicht als Erfolgsmodell. Denn beim Rumturnen gerät der Krabbelkäfer immer mit den Füßchen in den Saum und zieht sich so mit der Zeit auch die sonst gut sitzende Hose aus. Dann zieh ich eben doch noch einen Gummi rein ... Und beim nächsten Mal weiß ichs gleich besser.

Ach ja, der TÜV sollte ja hier das eigentliche Thema sein. Wir haben unseren Käfer mit Bravour durchbekommen. Mit 70 cm und 7900 g ist er zwar nicht gerade ein dicker Brummer. Aber da er topfit und rundum gesund und kein wählerischer Esser ist, ist das völlig in Ordnung so. Es wurde ihm bescheinigt, dass er "sehr agil" ist und ansonsten "alles so gut wie es sein muss und besser". Da kann man nur zufrieden sein.
Unsere Emilia ist eben ein flottes Käferchen. :-)

Dienstag, 8. Mai 2012

11 Monate ...

... und kein bisschen größer ... Na gut, ein kleines bisschen vielleicht schon. Aber viel kann es nicht sein, denn der geliebte Streifenbody in 62/68, den schon der große Bruder trug, passt noch ganz bequem. :-)


Aber es kommt ja nicht auf die Größe an, wenn man sonst topfit ist. Man sieht es schon im Gesichtchen, dass das Baby so langsam dem Kleinkind weicht, das schon erstaunlich viel kann und versteht.
Das Hochziehen und Stehen geht immer besser. Man kann sich auch schon mal trauen, mit einer Hand den sicheren Halt loszulassen oder sich vorsichtig an Möbelstücken passender Höhe entlangzuhangeln.
Die Fortbewegungstechnik in Bodennähe wurde leicht modifiziert - zu einem eidechsenartigen Gang, bei dem der Bauch nicht den Boden berührt und der irgendwie weder als Krabbeln noch als Robben bezeichnet werden kann. Jedenfalls sieht er lustig aus und man kommt auch flott vorwärts. :-)
Selbst hinsetzen klappt jetzt einwandfrei und ohne Hilfsmittel, gern auch mal nachts im Bett. ;-)
Beim Lächeln blitzen nun schon 6 Zähnchen hervor, 4 oben und zwei unten. Mit denen kann man auch sehr gut zubeißen. Apfelstücke mit Schale werden problemlos und gern weggeschnurpst. Auch sonst mag man alles probieren, was essbar aussieht oder auch nicht. Mamas Milchbar ist allerdings immer noch beliebt. Wenn's auch so kuschelig da ist ...
Kuscheln ist überhaupt eine wichtige Sache. Alle Familienmitglieder brauchen schließlich Liebe und werden immer wieder mit Umarmungen und "Eiii" mit dem Köpfchen umsorgt. Auch das gern mal zu Nachtstunden, die die geliebten Menschen zugegebenermaßen, so schön es ist, geliebt zu werden, lieber zum Schlafen nutzen würden. ;-)
Die genialen sprachlichen Zufallstreffer treten weiter häufig auf. So wurde kürzlich ein Holzspielzeug mit einem Entchen  spontan mit einem deutlichen: "Ah, Ente, gagag!" begrüßt. Komischerweise klappt sowas einmal und dann, wenn man es angestrengt versucht, nicht wieder. Macht nichts, wird alles noch.
Mit Beobachten und Nachahmen sind viele schon weit gekommen in der Welt. Also wird diese Methode intensiv und in vielen Bereichen angewandt.
Spielzeug braucht man eigentlich nicht. Und wenn, dann natürlich das der großen Geschwister. Ansonsten ist Mamas oder Papas Kram viel spannender. Und die eigenen Klamotten. Man kann ja mal versuchen, ob man das Shirt irgendwie an sich drankriegt, wenn man es an den Kopf hält. Mama macht das doch auch immer irgendwie so, oder? Bunte Ringelsocken sind auch toootal spannend.
Diese Tatsache sollte helfen, wenn es um ein passendes Geschenk zum 1. Geburtstag geht. Was macht man beim 3. Kind, wenn alles schon im Überfluss vorhanden ist, was so kleine Leute eventuell gebrauchen könnten? Bunte Socken verschenken! Wenn einer sich ehrlich drüber freut und lang damit beschäftigt, dann diese kleine Dame. :-)
Sollte jemand andere gute Ideen zu dem Thema haben, bin ich für Vorschläge sehr offen. Nur noch ein Monat - dann ist unser Baby keins mehr!

Montag, 9. April 2012

Hoch hinaus mit 10 Monaten

Jawoll, jetzt geht es los. Bemerkenswertes körperliches Höhenwachstum ist zwar nicht zu verzeichnen, aber das sind wir von unseren Mädels ja schon gewohnt. Und man kann auch als kleines Käferchen ganz schnell groß werden. Man muss sich nur ein bisschen strecken. Das tut Emilia nun. Seit ein paar Tagen setzt sie sich hin und steht mit Hilfsmitteln auch auf. Der Sessel ist besonders beliebt. An dem kann sie ausdauernd stehen, die Katze bewundern oder dem Papa wertvolle Expertenhinweise zur Programmiererei geben.


Auch sonst bemüht sich unser Jüngstes, die Babyzeit rasant hinter sich zu lassen. Im Mündchen blitzen nun endlich! zwei kleine Osterhasenzähnchen. Mit denen wird mit zunehmender Vorliebe "richtiges" Essen geknabbert. Und nicht nur bei den Mahlzeiten eifert man mündlich den Großen nach: Es wird begeistert und voller Ernsthaftigkeit geplappert. Wir haben ja schon länger den Verdacht, dass das Kind zu sprechen versucht und dabei ab und zu erstaunlich gut verständliche Zufallstreffer landet. Mittlerweile ist der Verdacht zur Gewissheit geworden. Neben "Wawawa!", "Jajaja!", "Papapapa!" und sonstigem Kauderwelsch bekommen wir hier und da auch ein ganz süßes "Hallo Papa!" zu hören. Außerdem "Teller", "Küche", "Waffawa, El, A-a-el" (=Raphael), "Lilla, Matida" (=Mathilda), "Lillill" (=Katze Lillabo) und andere weltbewegende Wörter. Nur eins sagt sie trotz intensiver Motivationsversuche nicht - "Mama"! Ich deute das mal so, dass ich so sicher und selbstverständlich zu ihrem Leben gehöre, dass eine Erwähnung schlicht nicht nötig ist. ;-)
Nicht nur für den Erwerb lebenswichtiger Fähigkeiten ist unser Baby jetzt sehr empfänglich. Auch jeglichen Quatsch lässt es sich gern beibringen. "Gib 5!" wird schon gut beherrscht, bei der Frage nach einem Hut setzt es sich irgendein Spielzeug auf den Kopf, an "Winkewinke" und anderen Tricks wird noch gearbeitet. Zur Zirkusnummer wird das Kind allerdings nicht verkommen, denn es startet die Aufführung nur, wenn es auch gerade Lust hat. :-D

Hach ja, so schnell werden die Kleinen groß, und gerade kommen so viele Veränderungen auf einmal, dass einem ganz schwindlig werden könnte. Aber es ist ja richtig so. Und das kleine Käferchen genießt sein Leben in vollen Zügen, ist begeistert von allem, was es zu seinem eigenen Erstaunen kann und freut sich darauf, dass es bald noch höher hinaus geht:

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Katz und Maus ...

... tummeln sich auf dem neuesten Höschen. Dieses Mal ohne "Model inside", da die Hose ein Geschenk für ein ganz frisch geschlüpftes Mäuschen werden soll. :-)


Hatte ich schon gesagt, dass ich diese Hosen jetzt liiieeebe?! Dieses Modell werd ich wohl noch mal für Emilia machen. Das ist dann schon eher was für die ja nun leider bald kommende kühle Jahreszeit. Genäht aus noch vorhandenem grauen Nicky aus der Restekiste bei Karstadt, rotem Bündchen sponsored by Mutti ;-) und Resten vom Katz-und-Maus-Jersey, den Tilda sich letzten Winter bei Emilys Nähstübchen für ihren Schal ausgesucht hatte.

Dienstag, 30. August 2011

Hey, was geht ab ...

... wir feiern den ganzen August. Das heißt, dieses Mal haben wir schon Ende Juli angefangen. Da ging es zum Feiern bis in die Stuttgarter Gegend, denn in der Familie meiner Schwester gabs gleich 3 Anlässe: 30. Geburtstag, 40. Geburtstag und 10. Hochzeitstag. Das schrie nach einer großen Familienversammlung mit Eltern und allen Geschwistern - 6 an der Zahl, teils mit Anhang. Da mein Schwesterherz auch zu den Kreativen gehört (Ellis Designer-Allerlei), wurde dort natürlich trotz knapper Zeit das eine oder andere gewerkelt. Passend zum Kleid brauchte ich noch ein paar Ohrringe. Da wurde mit vereinten Kräften dreier Schwestern in den Perlenvorräten gestöbert und zusammengestellt, verworfen und neu versucht, bis einige Entwürfe in die nähere Auswahl kamen. Da ich mich nicht ganz entscheiden konnte, wurden zwei davon realisiert. Und weil die grünen Perlen auch so schön sind, hab ich mir die noch erbettelt und einen Taschenbaumler gebastelt.

Und dann fehlte ja noch die Deko für die Feier. Die ganze Story ist bei Elli nachzulesen, Bilder gibts da auch. Ich habe unter Aufbietung der letzten Kräfte die Tischläufer genäht. (Hach, die alte Pfaff-Maschine ist schon ein Schätzchen, hätte ich beinah mitgenommen. ;-)) Da Käferchen bei Nacht recht unruhig und ich dementsprechend müde war, sind sie irgendwie am Ende 5 cm schmaler rausgekommen als geplant. Aber da ja niemand den Plan kannte ... ;-) Schön sah's trotzdem aus, viel besser als die nackigen Tische. War eine schöne Feier, und so ganz nebenbei haben wir damit auch noch eine Gratisparty zu unserem 6. Hochzeitstag bekommen. :-)

Und wo ich mich schon mal in greifbarer Nähe einer Stickmaschine befand, habe ich das auch noch genutzt und mir eine Lok auf grünen Grund sticken lassen (Stickdatei von hier). Daraus wurde dann ein Kissenbezug für unser Geburtstags-Wichtelkind im Augustkinder 2008-Forum. Der kleine Mann ist ein riesengroßer Eisenbahnfan und liebt sein Kissen mit integrierter Wimpelkette inzwischen schon. Den Namen hab ich noch per Hand gestickt, da es doch allzu schnell wieder Zeit war, den Heimweg anzutreten.

Ein paar Tage nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub im Schwabenland hatte dann der Mann unseres Hauses Geburtstag. Große kreative Ergüsse waren zeitlich nicht drin zu dem Anlass. Aber wenigstens eine Karte habe ich ihm aus zwei Buttons, Scrapbookingblumen und einem Stückchen Satinband schnell gebastelt:
Die Orden hat er wirklich verdient - unentbehrlich sowohl im Job als auch zu Hause. :-)

Am 18. August stand dann der nächste Geburtstag in der Familie an: Mathilda wurde 3 Jahre alt. Wie die Zeit rennt!
So wartete der Geburtstagstisch auf sie. Im Vordergrund ihr Geburtslicht von der Hebamme.

Die Kuchen ganz nach ihren Wünschen. Eine Mohn-Orangentorte in Etagen, unbedingt mit Schokoküssen. Das hatte sie in einer Zeitschrift entdeckt und genau so bestellt. Da unsere etwas kleiner ausfiel, als im Rezept angegeben, blieb auch noch Teig für den obligatorischen Frühstückskuchen mit Smarties übrig - zum Geburtstag darf man das. ;-) Ganz wichtig auch die Kuchendeko: Es sollte ihr geliebtes "Hoppelchen" drauf sein, ein Standardschnuffeltier von C&A, das sie seit ihrer Geburt begleitet. Ich finde, ich habs ziemlich gut getroffen. :-)

Am Geburtstagsmorgen wurde natürlich das Entern des Geburtstagstisches sehnlich erwartet und nach der Freigabe wurden die Geschenke fröhlich ausgepackt. Dabei half Raphael dem Geburtstagskind mit großer Begeisterung.
Zu den Geschenken gehörte dieses Kleidchen - meine erste Oona (in 86/92). Entstanden vor allem als Testmodell für ein geplantes Projekt, für das ich wissen wollte, wie der Schnitt ausfällt. Eher reichlich, wie ich feststellen konnte.
Klein-Tilda ist sichtlich begeistert vom neuen Outfit im Päckchen. Sie sieht auch sehr süß drin aus. Aber das zeige ich ein anderes Mal. Der Post wird schon lang genug. ;-)

Die Möglichkeit zum Kreativwerden ergab sich auch noch aus den Geschenken. Unser Forumswichtel hatte für Mathilda tolle Aquarellstifte eingepackt. Sie und Raphael hatten großen Spaß dran, die gleich auszuprobieren.
Besonders Klasse finde ich ja die Gästeliste, die Raphael für den Nachmittag erstellt hat. Sie ist mit Klebeband befestigt und da sollte sich jeder eintragen, der zu Besuch kommen würde: :-)
Es kamen denn auch einige Gäste und wir konnten bei herrlichem heißem Sommerwetter im Garten feiern.

Am Samstag hieß es dann schon wieder feiern - Schuleintritt bei Freunden. Klar, dass die kleine Schulanfängerin ein Geschenk zum Start in den neuen Lebensabschnitt haben sollte. Die üblichen Schulutensilien sind meist schon besorgt oder von der Verwandtschaft gewünscht. Damit braucht man also nicht zu kommen. Aber was anziehen muss man ja auch in der Schule, also dachte ich mir, sorge ich mal dafür - mit der nächsten Oona in Gr. 122/128:
Passt und gefällt.

Eine Woche nach diesem Ereignis folgte das nächste: 60. Geburtstag einer Tante. Dafür bekam Emilia ein neues Outfit:
Kleid von burda, Kombination von Gr. 56 und 62. Emilia wächst längenmäßig nun doch ganz langsam in Richtung 62, bleibt dabei aber ziemlich schmal. So wird das Kleidchen wohl noch eine ganze Weile passen. Für Gr. 56 ist in der Maßtabelle ein Brustumfang von 45 cm angegeben, Emilchen kommt auf zarte 37. :-)
Hose nach dem bewährten Jodhpur-Schnitt aus der Ottobre.

Ein Geschenk ist zum Geburtstag natürlich auch wieder nötig, also gab's ein Utensilo als kreative Hülle für's Blumentransportgefäß.

So, wie man sieht, war im August viel zu tun. Einige der Feiern fanden nicht in der Nähe statt und involvierten neben der Herstellung von Kleidung und Geschenken noch das Packen des Familienhausrats, Waschen von extra Wäsche etc. . Daher dieses Mal der Endlospost für den ganzen Monat. In Zukunft werde ich mich wieder um übersichtliche Einzelposts bemühen, obwohl der Bedarf an gewerkelten Sachen nicht abreißt ... ;-)

Donnerstag, 11. August 2011

Schnullergeschichten

Das ist jetzt Emilias Schnuller:
Ich weiß, der ist nicht schön. Mir gefallen ja viel besser die Plastikdinger mit Silikonsauger. Die sehen immer nett und sauber aus. Und auf denen, die ich für unser Käferchen ausgesucht hatte, sind soo süße Schneckchen, Blümchen und Erdbeerchen drauf!

Außerdem passen die auch ganz bequem und ohne Drücken wie vorgesehen in die ach so praktische Schnullerbox. (Wer die nicht kennt, die kostet keine zwei Euro und ist total nützlich. Da drin kann man nämlich den tröstenden "Mama- oder Papaersatz" nicht nur aufbewahren, sondern auch ruckzuck in der Mikrowelle sterilisieren.)
Ja, es könnte so schön sein mit uns und den Schnullern. Nur eins spielt da nicht mit, und das ist die Hauptperson in der Geschichte - unser Baby.
Emilia kann sich mit den Standardschnullern einfach nicht anfreunden. Am liebsten mag sie zum gemütlichen Nuckeln oder zum Trost in jeder misslichen Lage Mamas Brust. Als Ersatz kann sie zur Not auch Papas Daumen akzeptieren. Nun stehen gerade diese zwei Dinge nicht in jeder Situation zur Verfügung bzw. sind sie auch nicht unbegrenzt belastbar. (Papas Daumen schälten sich schon.) Wenn man also die Hoffnung auf einen im wahrsten Sinne des Wortes nicht personengebundenen Trosthelfer nicht aufgeben will, muss man sich noch mal Gedanken machen. Dabei fielen mir (trotz Stilldemenz! ;-) ) diese komischen weichen Latexschnuller ein, die ich hier und da schon gesehen und immer ganz scheußlich gefunden hatte. Aber was tut man nicht alles, wenn's helfen könnte ... Ein Besuch eines einschlägigen "Babyfachmarktes" stand sowieso an, und dort wurde dann besagtes Utensil erworben.
Und was soll ich sagen, das Ding, von uns zum Dank für seine Hilfe liebevoll auf einen eigenen Namen ("Der hässlichste Schnuller der Welt" :-) ) getauft, entpuppte sich als Erfolgsmodell! Den Teil des Tröstens, der direkt über den Mund läuft, kann es uns nun öfter abnehmen. Das funktioniert 1a, solange man das Teil festhält. Emilia hat die Technik noch nicht ganz raus und verliert den Schnuller öfter oder zieht ihn sich mit den fuchtelnden Händchen selbst aus dem Schnütchen. Und schwupp, liegt er unten und muss wieder gesäubert werden.

Da das auf die Dauer kein akzeptabler Zustand ist, bekam das Käferchen heute ein stilechtes Schnullerband genäht. Teilweise leider unter Protest, aber man kann ein sattes, sauberes, nicht alleingelassenes und einfach nur müdes Kind doch nicht nur schleppen, oder? So würde ja nie irgendwas ...

Am Clip ist das Band mit einem herkömmlichen Knopf befestigt, weil ich die Käferprozession nicht mit gleich zwei KamSnaps unterbrechen wollte. Abnehmbar sollte das nicht waschbare Teil aber sein, da so ein Schnullerband ja wohl zum Ansabbern prädestiniert ist. Außerdem kann man den eventuell störenden harten Clip so auch entfernen, wenn der Schnuller zum Einschlafen im Bett genutzt wird.
Emilia hat sich zum neuen Accessoire noch nicht geäußert, aber ich find's praktisch und der Käfervater auch. :-)

Die Anregung, für unser Käferchen ein Schnullerband selbst zu machen, kam von amberlight. Bei ihr gibts ein Tutorial für eine cliplose Variante. Auch schön, aber für unsere Bedürfnisse fand ich mit Clip praktischer.

Samstag, 6. August 2011

Baby on the road

So, wir sind wieder da. Am Mittwoch sind wir aus unserem dieses Jahr wegen des ausgedehnten Babyurlaubs recht kurz ausgefallenen Urlaub "auswärts" zurückgekehrt. Eine Woche lang haben wir meine Schwester und ihre Familie im schönen Schwabenland besucht. Für Emilia war es die erste Autofahrt. Zum Glück hatte sie kein Problem damit. Wärme und das gleichmäßige Motorengeräusch schläfern schön ein und so befand sie sich auf der Fahrt meistens im Land der Träume. Gut so, da gibts für so kleine Menschlein wohl mehr zu sehen, als sie aus ihrer Babyschale heraus erspähen könnten. Und wenn sie Hunger meldete, wurde natürlich sofort Pause gemacht zum Trinken, Wickeln und mal frei Strampeln. Für letztere Tätigkeiten hatte sie vor dem Aufbruch in die wilde und nicht immer blitzsaubere Welt der Autobahnen noch ein praktisches Accessoire genäht bekommen: ihre eigene Minipicknickdecke für die Wickeltasche.

Eine Seite besteht aus weichem Stoff, die andere aus Wachstuch. Dazwischen befindet sich eine Schicht Fleece, um für eine weiche und warme Unterlage in jeder Situation zu sorgen. So kann man an der Raststätte gemütlich eine Bewegungspause auf dem Tisch einlegen, während Opa dem großen Bruder vorliest, und sich auch mal gefahrlos auf Tantes gutem Ledersofa wickeln lassen. :-) Und auch in fremden Wickelräumen ist die eigene Unterlage ganz angenehm.

Auch die großen Geschwister waren auf der Fahrt übrigens fast unheimlich brav. Kein Gequengel, kein endloses "Wann sind wir endlich da?", kein Geheul. Stattdessen Gesang, Freude an jedem Windrad und sonstigen Entdeckungen in der Landschaft, Spielen, Malen, Bücher gucken und - das Allerbeste - herrlichste Phantasiegeschichten von Mathilda: "Da kam ein böser Büffel, der hat mich mit seinen Hörnern in den Bauch gepiekt. Und da hab ich gestörbt. Aber da hab ich mich wieder ganz gemacht. Und da hab ich den voll abgepufft! Ich hab nämlich eine neue Pistole ... Und da kam noch ein böser Büffel, mit Hörnern biiis zu den Wolken ... Aber der Büffel ist in den Wald gerannt und hat sich in den Baumkronen versteckt! ..." Als Mathilda mal Langeweile androhte, brauchte der Papa bloß nach Details der Büffelgeschichte zu fragen, schon war unsere Alleinunterhalterin wieder voll in Fahrt und von Langeweile keine Rede mehr. Papa: "Wie ist denn der Büffel in die Baumkrone gekommen?" - "Na mit ner Leiter!" - "Und wo hatte er die her?" - "Na gekauft!" - "Und von welchem Geld?" - "Das Geld hat der Büffel ganz böse an einer Kasse geklaut! Und da kam die Polizei, aber der Büffel ist abgehaun in den Wald und hat sich in den Baumkronen versteckt! Und da konnte die Polizei den nicht fangen!" - "War dem Büffel nicht langweilig? Was hat der denn den ganzen Tag auf dem Baum gemacht?" - "Na mit dem Geld gespielt!" Klar, was sonst? :-D Beim Erzählen wurde Mathildchen immer lauter und begeisterter von ihrer eigenen Phantasie, trug alles vor wie die reinste Wahrheit und lachte selber über ihre tolle Geschichte. Sooo süß. Da hält man schon eine Weile Stau aus.
Raphael muss ähnlich amüsant gewesen sein. Da wir nun aber zu fünft nicht mehr in ein kleines Auto passen, fuhr er bei Oma und Opa mit und unterhielt die.
Was bin ich stolz auf unsere Musterkinder. Lange Autofahrten mit Kindern könnten auch ganz anders aussehen, habe ich gehört ... :-)

Freitag, 1. Juli 2011

Ein buntes Stück Stoff ...

... ist heute mein bester Freund, hat aber nichts mit Nähen zu tun. :-)


Ja, wir leben noch. Der Alltag verändert sich aber schon ziemlich mit dem neuen kleinen Familienmitglied. So sind die Zeiten, die man mit zwei freien Händen am Computer mit Bloggen verbringen kann, arg knapp. Von der Nähmaschine ganz zu schweigen.
Heute ging für Emilia mal gar nix ohne Mama. Wie gut, dass es Tragetücher gibt! Damit ist man zwar wieder ungefähr auf dem Stand wie vor der sehnlich erwarteten Entkugelung, hat aber immerhin beide Hände frei, um, wenn man schon mal ausnahmsweise nicht stillt, eine annehmbare Mahlzeit für die größeren Familienmitglieder bereitzustellen. Oder sich eine trotzende fast 3jährige unter den Arm zu klemmen, die brüllend auf dem Fußweg sitzt und weder allein bleiben noch den großen Bruder mit vom Kindergarten abholen und auch sonst gar nichts will. Fürs Laufrad ist dann die andere Hand noch verfügbar.
:-p
Nein, es ist natürlich nicht immer so. Die Großen können auch beide ganz lieb und verständig sein. Und Mathilda hat immerhin beschlossen, dass es doch nicht so schlimm ist, wenn nur noch das Baby eine Windel kriegt. Seit gestern hat sie sogar raus, wann sie Bescheid sagen muss, damit sie es rechtzeitig aufs Klo schafft. Was sie mit den Worten "Ich muss mal für kleine Mädchen pullern!" tut. Die Redewendung hat sie heute entdeckt. Als der Opa meinte, er ginge mal "für kleine Jungs", fragte sie mit staunend aufgerissenen Augen, wo denn die kleinen Jungs wären. :-) Als ich ihr erklärte, was es damit auf sich hat, hat sie gleich die neue Erkenntnis richtig angepasst in ihren Sprachschatz integriert. Was könnte auch passender sein in ihrer Situation. :-D

Bei uns herrscht, wie man sieht, weiterhin fröhliches Familienleben, momentan eben teils turbulent, teils durch ausgiebige Stillpausen geprägt. (Es soll ja Babys geben, die nach 5 Minuten fertig sind. Was meine persönliche Erfahrung betrifft, könnte das auch nur ein Gerücht sein ... ;-) ) Bin schon gespannt, wann ich es zum ersten Mal wieder an die Nähmaschine schaffe. Und der ausführliche Geburtsbericht steht ja auch noch aus. Darin kämpfe ich mich, wenn ich wach genug bin, Satz für Satz vorwärts. Eines Tages wird er hier erscheinen ... :-)

Donnerstag, 9. Juni 2011

Landung geglückt!

Das Junikäferchen hat an einem wirklich wunderschön himmelblau-sommerbunten Morgen das Licht der Welt erblickt!

EMILIA JOHANNA wurde am 8.6.2011 um 6.39 Uhr mit 3440 g, 50 cm Länge und 35 cm Kopfumfang geboren.

Als Sternleguckerin hat sie der Käfermama ein gutes Stück Arbeit abverlangt. Trotzdem war es eine schöne Hausgeburt für die ganze Familie. Ein genauerer Bericht für alle Interessierten folgt, wenn die Erschöpfung nachgelassen und die Sitzbereitschaft wieder zugenommen hat. ;-)


Dienstag, 7. Juni 2011

Käferchen ist gestartet ...

... treibt sich momentan aber noch im Himmelblau rum, bevor es endgültig auf der sommerbunten Erde landet. :-)
Letzte Nacht hat's den Klassiker gebracht: Blasensprung zu Gewitterbegleitung. Nach dieser Vorlage hätte ich damit gerechnet, um die jetzige Zeit unser Junikäferchen entweder schon im Arm zu halten oder doch in absehbarer Zeit über die Zielgerade zu schnaufen. Aber nein. Diese kleinen Krabbelchen sind doch immer wieder für eine Überraschung gut, auch beim dritten Mal wieder. :-)
Die Hebamme hat eine Nacht sehr gut bei uns geschlafen und ist jetzt erst noch mal nach Hause gefahren. Hier tut sich nämlich rein gar nix. Keine Wehen, und das Käferchen hat seine offene Wohnungstür wieder halbwegs mit dem Köpfchen abgedichtet, sich so gemütlich es geht eingerichtet und pennt bei gesunden, kräftigen Herztönen friedlich vor sich hin. :-)
All zu lange kann es das ja nun aber nicht mehr betreiben, denn spätestens morgen früh muss es wegen Zugluft ausziehen! Bin nur froh, dass ich den Auszug zu Hause erwarten kann. Aus dem Krankenhaus würden sie wohl ein Auslaufmodell wie mich nicht mehr rauslassen und ich müsste mich jetzt da langweilen ...

Es bleibt also spannend, auch bei eingegrenzter Fragestellung: 7. oder 8. Juni? :-)

Montag, 6. Juni 2011

Sommer für's Sofa

Ja ja, immer noch nichts Neues zum Thema Käferchen. Wir tun hier und da ein paar winzige Schrittchen in Richtung Geburt, aber so richtig losgehen mag's nicht. Was macht frau, um die ätzende Wartezeit etwas zu überbrücken? Nähen natürlich. Am besten was, was ruckzuck zugeschnitten ist und nicht allzu viel Chaos verursacht. Ich wollte doch schon länger gern ein Set Wechselbezüge für die Sofakissen haben. Die hab ich dann also gestern abend mal kurz entschlossen produziert:


Was sommerlich Blumiges und freundlich Frisches sollte es werden. Dank meiner zahlreichen Vorräte an Reststücken aus der schwedischen Wühlkiste war das auch leicht umzusetzen. Sieht doch gemütlich aus. Sollte wieder ein Grund mehr für's Junikäferchen sein, doch mal die Außenwelt in Augenschein zu nehmen. ;-)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Kein Kind zum Kindertag ...

... gab es bei uns. Der 1. Juni ist vorübergegangen und Käferchen wuselt immer noch in seiner Verpackung rum. Heute ist leider Feiertag, sonst könnte ich mal einen Ausflug zum Schweden machen, sämtliche Gänge ablaufen und die Zimtschneckenvorräte aufkaufen. Vielleicht würde das helfen. Immerhin wurde Raphael nach einer ausführlichen Ikeatour überraschend noch 8 Tage vor Schlüpftermin geboren. :-)

Ach Mensch, meinetwegen könnt's ja drin bleiben, solange es ihm Spaß macht. Wenn ich nur nicht so schrecklich müde und gereizt wäre und der Kreislauf ein bissel besser im Kreis laufen würde ... Und dann ist ja da noch die Sache mit der Hebammenrufbereitschaft ...

Als kleinen Lichtblick zu der Jammerei gibts einen bunten Blumengruß aus dem Garten:


Vorgestern vor dem Regen noch reingeholt. Ein Spaziergang zum Garten kann ja nicht schaden, denn jeder Gang könnte schlank machen, falls das Laufen Wehen auslöst ... ;-)
Aber auch ganz abgesehen davon macht so ein bunt gemischter Strauß mir immer wieder Freude. :-)

Montag, 30. Mai 2011

Für die kleinen "Großen" ...

... habe ich gestern noch eine Überraschung hergestellt. Die sollen sie kriegen, wenn das Junikäferchen geschlüpft ist, als Geschwistergeschenk, auch wenn sie natürlich wissen, dass das Baby nicht wirklich was mitbringen kann. :-)

Ich freue mich sehr, dass ich das noch hingekriegt habe. Zeitweise dachte ich gestern schon, ich schaffe es nicht mehr bis morgen, geschweige denn in den Juni hinein. Hier und da häuften sich schon ein paar fiese Wehen, noch nicht die "Jetzt geht's richtig los"-Sorte, aber schon welche, bei denen man stinkig wird, wenn man nicht kurz in Ruhe gelassen wird. Ich habe mein Bestes getan, sie durch viel Liegen zu beruhigen. Abends habe ich mich dann doch noch an die Nähmaschine gesetzt, und das scheint auch irgendwie meditativ zu wirken. :-)

Hier ist das Arbeitsergebnis: Neue Bezüge für die Kuschelkissen. Und ja, ihr seht richtig - Rosa auch für Raphael. :-) Er findet die Farbe einfach toll, auch wenn seine sonstigen Interessen durch und durch jungenhaft sind.
Dem kommt dieser Stoff natürlich voll entgegen. (zum Vergrößern aufs Bild klicken) Zu verdanken habe ich ihn der lieben Claudia von den Dresdner Nähbloggerinnen. Beim ersten Treffen kam die Sprache darauf, dass unser Sohn neben Autos auch Rosa liebt, beides in Kombination aber nicht zu bekommen ist. Da fiel Claudia zum Glück ein, dass genau so etwas in ihren Vorräten schlummert und bei ihr keine Verwendung findet. Kurze Zeit später traf dann ein Päckchen bei mir ein. Die Kinder waren beim Öffnen dabei, schnappten sich gleich jeder in Stück Stoff und trugen ihn selig mit sich herum. Ich musste ihnen ihre Eroberung dann unter Protest wieder abnehmen, da ich ja vorhatte, irgendwann noch mal was draus zu machen, das sie dann nutzen dürfen. Das ist hiermit geschehen. Und ich denke, damit kann ich dem hoffentlich (ab morgen gern jederzeit ;-) ) eintretenden Geschwisterglück noch ein kleines Krönchen aufsetzen. ;-)

Samstag, 28. Mai 2011

Kurze Meldung

Ich bin noch da und auch immer noch kugelig. Allerdings kommen schon öfter ein paar Wehen, Junikäferchen guckt meinem Gefühl nach schon fast mit der Nase raus und laut Hebamme sieht der Gesamtbefund schon gut geburtsbereit aus. Das ist ja sehr schön, aber bis mindestens Dienstag soll die Madame doch noch drin bleiben!

Zu allem Überfluss ist auch noch der Käfervater krank geworden. Wäre schon schön, wenn wir den wieder fit kriegen würden, bevor es losgeht. Das Einkaufen hat er mir trotzdem verboten, weil Laufen nun mal bei mir ganz gut Wehen anregt. So ist er jetzt doch selbst losgezogen, unter anderem um meine Colavorräte aufzustocken. Das Zeug trinke ich sonst gar nicht. Aber momentan hilft es mir ganz gut, wenigstens eine gewisse Restenergie aufrecht zu erhalten. Soll ja auch während der Geburt gelegentlich ganz hilfreich sein. ;-)

Schlafen kann ich nicht mehr ordentlich. Aller gefühlter 10 Minuten ruft das stille Örtchen, dann kann ich wieder auf der einen Seite nicht mehr liegen und muss den mühsamen Umwälzungsprozess in Angriff nehmen, dann schnarcht der verschnupfte Mann neben mir im Bett und meistens kommt auch noch irgendwann mitten in der Nacht ein Kind unter meine Decke geschlüpft, das die ohnehin schon mangelnde Bequemlichkeit weiter einschränkt und morgens die Nacht früher beendet, als mir lieb ist. Kein Wunder, dass ich einfach nur müüüüde bin ... Am liebsten würde ich mich jetzt bis Dienstag ins Bett legen und schlafen, sooft es nur geht. Und dann tue ich alles dafür, dass es schnell losgeht. :-)

Ihr merkt es schon - ich hab es satt und bin definitiv geburtsreif. Wenn es so weit ist, werde ich gern den umfangreichen Bauch gegen das kuschelige Käferchen im Arm eintauschen. :-D Wann wird das wohl passieren? Das ist sooo spannend, denn selbst wenn alle Anzeichen auf Geburt stehen, kann man damit noch gut 2 bis 3 Wochen rumlaufen, wie ich aus Erfahrung weiß ... Bitte niiiicht! ;-)

So, und hier noch ein Bild von mir und dem integrierten Junikäferchen für alle, die das so dringend sehen wollten :-) :
Hm, es ginge noch eindrucksvoller. Ich sollte noch mal eins im Stehen und im Vollprofil machen lassen. Aber heute war ich zu müde. ;-)

Montag, 23. Mai 2011

Meins!

Heute habe ich mal in eigener Sache gearbeitet. Der Kullerbauch kann im Bett auch für die letzten Tage noch gut eine Stütze gebrauchen. Ein Kissen war noch vorhanden, aber kein hübscher Bezug. Stattdessen aber Stoffreste, die schon lange mal verarbeitet sein wollten. Also hier ein paar Stücke zurechtgeschnippelt, da zusammengenäht - und das ist dabei rausgekommen:

Ein Kissenbezug in 40x80, hier die Vorderansicht.

Der gestreifte Teil schaut als breitere Paspel unter dem geblümten Mittelteil hervor.

Pst, die Rückseite ist ziemlich zusammengestückelt, weil von keinem Stoff mehr genug da war, um sie im Ganzen daraus zuzuschneiden. Aber das muss man ja keinem verraten, dann könnte man es auch für volle Absicht halten. ;-)

Stoffe: Lavendelfarbene Meterware wurde vor ein paar Jahren beim Schweden erstanden, ebenso der Blumenstoff (Rest aus der Wühlkiste). Streifenstoff von Emilys Nähstübchen.

Abgesehen vom neuen Kissen hat sich heute auch sonst ein bisschen was verändert im Schlafzimmer. Die Nähecke ist umgezogen, damit ich noch rankomme, wenn Junikäferchens Schaukelbettchen seinen Platz einnimmt. Das steht in Einzelteilen bereit und wartet darauf, dass sich morgen der Käfervater dran betätigt. Ansonsten muss nur noch das Fenster geputzt und das Bett frisch bezogen werden, dann ist zumindest dieses Zimmer empfangsbereit. :-)
1. bis 7. Juni ... ich sag's nur noch mal fürs Käferchen, damit es den Plan nicht aus den Augen verliert ... :-D

Sonntag, 22. Mai 2011

Verschenkt ...

... wurde gestern noch mal ein Utensilo. Man kann ja nicht immer nur Zaubertäschchen auf den letzten Drücker machen. ;-) Der Anlass ist altbekannt: Finanzieller Beitrag zu einem Gemeinschaftsgeschenk und das Gefühl, trotzdem nicht mit ganz leeren Händen vor dem "Geburtstagskind" (in diesem Fall 60jährig :-D ) stehen zu wollen.

Stoffe vom Schweden, Knopf echt Vintage aus ererbten Beständen.

Ansonsten war ich auch heute nicht (den ganzen Tag) faul, obwohl das gewitterschwüle Wetter dem Kreislauf zu schaffen macht. Die Aufräumarbeiten im Schlafzimmer schreiten schrittweise voran. Heute wurden sämtliche Vorhänge gekürzt, die vorher in Überlänge genutzt wurden, so aber nervten. Sie harrten schon seit längerem frisch gewaschen dieser Nähaktion und hängen zu meiner Freude jetzt endlich wieder ordnungsgemäß an ihren Stangen. Leider fühlt mein Körper sich nicht so stark an wie der ihm innewohnende Nestbautrieb. Ich käme gern schneller vorwärts, denn das Junikäferchen krabbelt heute so eindringlich am Ausgang rum, dass ich fürchte, es will jeden Moment ausfliegen! Dabei würde mir am besten ein Termin zwischen dem 1. und dem 7. Juni passen. Bis dahin sollte ich alles zu meiner Zufriedenheit fertig bekommen und außerdem hätte in dem Zeitraum "unsere" allerbeste Hebamme Rufbereitschaft.
Wer also zwischen eigenen Näh- und Bastelarbeiten mal die Däumchen frei hat - bitte mal kurz kräftig für uns drücken! :-)

Mittwoch, 11. Mai 2011

Wenn Junikäferchen ausfliegen wollen ...

... kann man sich nicht ganz drauf verlassen, dass sie gepunktete Flügelchen dafür mitbringen. Ein gemütliches Transportmittel sollte schon bereitstehen. Und da die angebotenen natürlich (zumindest in annehmbaren Preislagen ;-) ) Massenware sind, ist ein bisschen Individualisierungsarbeit angebracht. Deswegen gibts jetzt für unser Käferchen eine einmalige Kinderwagenausstattung:


Da für uns der Einzug eines 4. Käfers nicht unbedingt ausgeschlossen ist, haben wir uns beim Gefährt für schlichtes Marineblau mit etwas hellem Grau entschieden. Man weiß ja nicht, was noch kommt. ;-) Die Tragetasche ist mit kuscheligem weißen Stoff gefüttert. Sicher sehr gemütlich für ein Herbst- oder Winterbaby. Unser Sommerkind würde darauf aber sicher ganz schnell ins Schwitzen geraten, wie wohl auch unter dem warmen und winddichten "Deckel" an den meisten Tagen der kommenden Wochen. Aber das ist ja alles kein Problem - dagegen kann man nähen. :-)

Jetzt ist das kuschelige Käferbehältnis sommertauglich ausgestattet mit einer Art Matratze, einem kleinen flachen "Kissen" (das bei Spuckattacken schnell ausgewechselt ist - der Stoff war sowieso übrig) und vor allem natürlich einer weichen aber nicht zu warmen Decke. Alles ist aus Baumwollstoffen genäht und mit Baumwollvlies gefüttert.

Für Rand und Rückseite musste nach Herstellung der größeren Decke noch mal Stoff nachgekauft werden. Dabei habe ich dieses Mal den Rotton gewählt, um allzu vielen Fragen im Stil von "Mädchen oder Junge?" vorzubeugen. Das kennen wohl viele Mamas: dunkelblauer Kinderwagen, ein Kind, das nicht von Kopf bis Fuß in Rosa gehüllt ist - und schon gehts los. Bei manchen der Babygucker hilft ja nichts gegen die obligatorische Frage. Aber manchmal bringen relativ eindeutige Hinweise in der Ausstattung doch was. :-D

So, wieder ist was geschafft und wir können weiter drauf warten, die neuen Accessoires mit Käferchen zu fotographieren, das von den eifrigen Vorbereitungen, die alle seiner winzigen Person gelten, gar nichts ahnt und sich höchstens über die komischen Motorengeräusche wundert, die es öfter zu hören bekommt. :-)

Montag, 2. Mai 2011

Uuuuund ... fertig!

Junikäferchens Decke ist geschafft! Und ich muss sagen, ich bin selber begeistert. ;-) Würde ich dieses Teil irgendwo im Laden entdecken, wäre das garantiert etwas, wovor ich seufzend stünde, weil ich sofort verliebt und das gute Stück viiiel zu teuer wäre. :-)


Ich liebe diese Stoffe, die Farben, die fröhlich, aber trotzdem irgendwie sanft nostalgisch wirken und überhaupt die Tatsache, dass das Ganze selbst und mit Liebe für unser froh erwartetes Baby gemacht ist, inklusive Handarbeit an den Herzapplikationen. Ich hoffe, dass das Junikäferchen seine persönliche Decke später genauso lieben wird.

Freitag, 29. April 2011

Zwischenstand ...

... und fast schon Endstand! Bin gestern gut vorwärts gekommen. Ja, ich gebe es zu, Raphael durfte am Nachmittag "Willi wills wissen" gucken. Ich Rabenmutter! ;-) (Na ja, nur zum Teil, es ging ihm irgendwie nicht so gut und er war sehr müde nach dem Kindergarten, so dass Rausgehen sowieso keine passende Option war. Zumal am Himmel ziemlich finstere Wolken drohten und wir mit Regen rechneten.) Tilda ist gern beim Nähen dabei und beschäftigt sich mit dem Zerschnipseln von Stoff- und Fadenresten und Ähnlichem. Außerdem passt sie gern auf die Nähmaschine auf, wenn ich am Bügelbrett stehe. :-)

Der Stand von gestern Mittag: Lauter aus Quadraten zusammengesetzte Streifen. Dann wird's erst richtig spannend. Es muss gebügelt werden, und dann zeigt es sich, ob Naht auf Naht trifft beim Zusammensetzen. Ich hab's bis auf ein Millimeterchen hier und da ziemlich gut hingekriegt.

Und so weit bin ich dann gestern Abend noch gekommen: Fast fertig! Eigentlich schon eine vollwertige Decke. Jetzt fehlen nur noch ein paar Applikationen auf den größeren hellblauen Feldern, die ich nach Tilda-Art doppelt arbeiten und per Hand aufnähen will, damit sie etwas plastisch wirken. Deswegen kann ich das auch ganz zum Schluss machen. Das ist eine schöne Arbeit für Sofaabende. Davon kommen ja noch ein paar, bis das Käferchen raus darf.

Mein Fazit bisher: hat viel Spaß gemacht, mache ich wieder. Es sind noch Stoffreste da, vielleicht wird da draus gleich noch eine Decke in halber Größe, die für ein Minisommerbaby in der Softtragetasche des Kinderwagens passt. Später könnte die ja dann ein Puppenbaby erben.

Die Stoffe stammen aus der Free-Spirit-Kollektion, hier bei Karstadt erhältlich. Gefüttert ist die Decke mit dünnem Volumenvlies aus Baumwolle. Die Vorgehensweise habe ich mir in diesem Buch erlesen: Wilhelm, Laura: Designbuch Nähen. Kreative Nähideen mit Stil. frechverlag, Stuttgart 2009

Donnerstag, 28. April 2011

Ich habe einen Plan ...

... der jetzt schon länger in meinem Kopf keimt. Auch der Stoff liegt schon seit einiger Zeit bereit. Und jetzt nimmt er endlich Form an:

Eine Decke für's Junikäferchen soll's werden. Wie man sieht, wird es auch höchste Zeit, dass ich damit zurande komme, denn das, was da so vorwitzig von unten ins Bild ragt, ist das Käferchen in seiner Lieferverpackung. Mir ist aus dieser Perspektive kein Foto mehr gelungen, in das es sich nicht hineingedrängt hätte. Und dann dachte ich mir, wieso auch nicht, so wird die Situation doch anschaulich illustriert. :-D

Vor ein paar Tagen habe ich einen Plan gezeichnet. Gestern abend konnte ich mich dann erstaunlicherweise trotz suboptimaler Nachtruhe noch dazu aufraffen, die vielen bunten Flicken zuzuschneiden, aus denen dann ein hoffentlich gelungenes Ganzes entsteht. So aneinandergelegt geben die Einzelstücke schon mal einen ersten Eindruck von dem, was ich mir ungefähr vorstelle. Jetzt bin ich selber gespannt, was am Ende dabei rauskommt. Schwierig scheint mir die Umsetzung ja nicht zu sein. Aber man muss sehr genau arbeiten. Ich werde mein Bestes geben und hoffe auf ein ähnlich schönes Ergebnis wie die Patchworkarbeiten, die ich auf anderen Blogs immer wieder bewundere.
Ich werde über die weiteren Entwicklungen berichten. :-)