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Mittwoch, 1. Oktober 2014

Raffiniert gerafft zum MMM

Ich habe ein neues Lieblingsshirt - dieses:


Und ich trage es heute tatsächlich schon wieder, auch wenn das Foto vom vorletzten Wochenende stammt und mit dem Handy auf dem wunderschönen Gut Frohberg gemacht wurde. Ich denke mir, etwas Abwechslung von tristen schnell geknipsten Bildern vor der Wohnzimmertür kann nicht schaden. :-)
(Auch wenn ich noch mal hätte hier und da etwas zurechtzupfen sollen. Die Falten im Ärmelbereich sind eigentlich keine Dauererscheinung.)

Das Shirt ist eine "Raffinessa" von Elsterglück. Ich hatte es bei Frau "Mit Nadel und Faden" zunächst live und dann auch noch auf dem Blog bewundert. Und mir drängte sich sofort ein Stoff in die fürs Nähen reservierte Gehirnwindung, auf den ich im Nähstübchen schon länger ein heimliches Auge geworfen hatte. Kennt ihr das? Manche Schnitt-Stoff-Kombis wollen einfach mit unaufhaltsamer Macht genäht werden. ;-)

Zunächst hatte ich geplant, zu dem schönen gemusterten Jersey mit petrolfarbenem Grund einfach erikafarbene Ärmel zu kombinieren. Dann gefiel mir die Idee, zwischen Ärmel und Vorder- bzw. Rückenteil noch eine Paspel zu setzen. Ich durchwühlte also die Vorräte nach einem Jersey in einem passenden Farbton, entdeckte einen petrolfarbenen Rest von diesem Shirt und fand schließlich, dass petrolfarbene Ärmel und erikafarbene Paspeln und Raffbänder noch viel hübscher wären. Gedacht, genäht - heraus kam diese Raffinessa.

Vom Schnitt bin ich begeistert. Ein einfach zu nähendes Teil, das den Alltag wunderbar mitmacht und trotzdem nicht ganz alltäglich aussieht durch die schicken seitlichen Raffungen. Es passt alles, nur die Seitenlinie habe ich wieder, wie bei bisher jedem Oberteil, das ich genäht habe, etwas stärker tailliert, damit das Ganze perfekt an meine Kurven passt.
Einziger Kritikpunkt am E-Book ist für mich der selbst zu bastelnde Papierschnitt. Den hätte man etwas handlicher und papiersparender gestalten können, wenn die Teile nicht alle auf einem einzigen riesigen Bogen angeordnet wären, für den man schon ein ordentliches Stück Fußboden braucht. Für ein einfaches Shirt wäre das so nicht nötig. ;-) Dieses Handicap kann man aber in Kauf nehmen, wenn am Ende solche Lieblingsstücke dabei herausspringen.

Damit kann ich ein weiteres Herbstteil für mich zum MeMadeMittwoch schieben und mich auch gleich von den Werken der anderen Damen inspirieren lassen.

Mittwoch, 17. September 2014

MMM mit "Liv"

Mein erstes Herbstshirt des Jahres, ganz passend mit tanzenden Blättern:


Eine "Liv" von pattydoo aus einem Jersey von Lillestoff und Stretchjerseyresten von früheren Projekten. Ich mag das Shirt sehr und wurde auch schon mehrfach drauf angesprochen. Auf dem Foto wirkt es irgendwie formlos. Ich habe das Gefühl, das Muster schluckt im Bild die Form. Im Original gefällt's mir besser. Es sitzt gut, ein bisschen lässig, aber trotzdem figurbetont. Der Schnitt ist toll, sehr professionell. Ich habe nur die Seitenlinie geändert, aber das mache ich immer. Da scheine ich  einfach etwas kurviger zu sein als die Durchschnittsfrau. An der Länge habe ich nichts gemacht. Für ein Herbstshirt zu Hosen ist die an mir genau richtig.


Und da ist auch das kleine Urlaubsandenken, das ich schon erwähnte. Beim Kauf wusste ich das nicht, aber hier passt die Farbe des Samtbands einfach perfekt. Immer wieder schön, wenn Stoffe und Accessoires so zusammenfinden.

Und jetzt ab zum MMM. Mal schauen, was die anderen Damen heute tragen.

Donnerstag, 4. September 2014

RUMS mit "Raita"

Vor kurzem durfte ich wieder einmal probenähen - für Sophie von "Näähglück". Es ging um einen Wickelrock. Nun mag ich solche Röcke eigentlich nicht. Irgendwie kann ich mich nicht entspannen, wenn ich ständig befürchten muss, beim kleinsten Windhauch freier bekleidet dazustehen, als mir lieb ist.

Beim Modell "Raita" ist das allerdings etwas ganz anderes. Seine raffinierte Schnittführung sorgt dafür, dass der Rock in mehreren Lagen liegt - keine Chance für den Wind. Und das Ganze sieht dann auch noch außergewöhnlich und sehr schmeichelhaft an der Trägerin aus.

Hier ist mein erstes, aber ganz bestimmt nicht letztes Modell:


Ich habe einen leichten Jeansstoff und fertiges Blümchenschrägband aus einem ganz dünnen, weichen Material für meine "Raita" verwendet. Inspiriert vom Schrägbandmuster musste ich dann noch spontan mit Nähmaschine und Stickgarn zwei passende Blumen auf die "nackige" Vorderseite kritzeln. Wohlgemerkt am fertigen Rock, der dann doch recht ausladende Maße hat. Das dauerte noch mal so lange wie das Nähen. Selber schuld. :-) Aber der Aufwand hat sich gelohnt - ich liebe das Ergebnis.
Hier ist der Rock aus zwei Teilen zusammengesetzt. Man kann ihn aber auch je nach Muster, Stoffart und vorhandener Materialmenge in einem Stück oder in bis zu vier Teilen zuschneiden. Ich habe die kürzere von zwei Varianten gewählt. An Damen mit durchschnittlichem Höhenwachstum sollte der Saum dann knapp über dem Knie enden. Da ich eben etwas unterdurchschnittlich ausgefallen bin, bedeckt mein Rock gerade die Knie. Ich finde ihn genau richtig so, und auch ansonsten sitzt er perfekt.
Das Nähen ist nicht aufwändig und recht einfach, obwohl so einige Meter Schrägband befestigt werden müssen. Der Schnitt ist meiner Meinung nach also durchaus anfängertauglich, sofern man den Willen mitbringt, sich hartnäckig und geduldig mit Schrägband auseinanderzusetzen und sich an Knopflöchern zu versuchen.

Das E-Book "Raita" ist sehr sorgfältig erstellt und beschreibt umfassend, wie frau zu einem schönen und perfekt auf die Trägerin zugeschnittenen Wickelrock kommt. Da nicht jede Dame den Tabellenmaßen entspricht, wird ausführlich erklärt, wie der Schnitt bei verschiedenen Abweichungen zu ändern ist, damit am Ende alles passt. Erfolgserlebnisse sind also so gut wie garantiert, jedenfalls, so weit das E-Book dazu beitragen kann. ;-) Von mir eine klare Empfehlung für den Wickelrock "Raita".

Das E-Book ist online im Näähglück-Lädchen als Sofort-Download erhältlich. Für alle, die am liebsten durch Zuschauen lernen, zeigt Sophie noch in einem Video, wie "Raita" genäht wird.
Also ran - auch der Herbst hat schöne Tage und wozu gibt es schließlich schicke Stiefel. Außerdem gibts sooo viele schöne Stoffe ... Feincord, hach ja ... und und und ... :-)

So, und jetzt noch ab zu RUMS mit "Raita".

Donnerstag, 7. August 2014

RUMS mit maritimem Touch

RUMStag, und mein Blog hat mich wieder. Hier war es ruhig in letzter Zeit, dafür tobte sich das Leben live aus, in allen Facetten, die es zu bieten hat - traurig, froh, arbeitsintensiv ...

Derzeit gönnen wir uns und der Alltagsroutine eine Pause. Wir lassen die Tage langsam dahinplätschern, genießen ländliche Ruhe, frische Seeluft und Wellenrauschen. Der maritime Touch ist also durchaus in mehrfachem Sinne zu verstehen.
Dass ich intensiv an meiner Sommergarderobe gearbeitet habe, wurde in den letzten Posts schon unmissverständlich klar. Hiermit stelle ich zwei weitere neue Teile vor, praktisch noch kurz vor der Abfahrt unter der Nadel hervorgezogen, weil sich diese Kombi nun mal im Kopf festgesetzt hatte und ich sie für den Urlaub unbedingt haben musste.
Die verwendeten Schnittmuster sind absolut nichts Neues - Schnabelina-Röckli und tailliertes Summer Basic. Never change a winning team, vor allem, wenn's eilig ist. ;-) Dafür sind die Fotos mal was anderes. Freiluftkulisse und Action statt Pose vor der Wohnzimmertür. :-)

Einmal im schwungvollen Lauf im herrlichen großen Garten des Urlaubsdomizils. (Warum ich hier nur einen halben Kopf habe, darf man den Fotografen fragen. :-D )

Kleines Detail: die maritime Tüddelei. In der Seitennaht gibt's noch einen Webbandeinnäher mit Anker auf rotem Grund. Kann man erahnen, wenn man auf den Tragebildern genau hinschaut.

Und noch einmal Action pur, dafür passt das Outfit prima: Wenn man auf dem ersten Spaziergang im Urlaubsort gleich ins Stadtfest gerät, das richtig gute und gar nicht schlagerlastige Live-Musik bietet, kann man auch mal mitten auf der Straße mit dem Tochterkind Rock'n Roll tanzen. Yeah!

Materialien: Viskosejersey für's Shirt vom Stoffmarkt, Baumwollstretchjersey für den Rock und Ankerknopf vom Nähstübchen Emily.

Und jetzt ab damit zu RUMS.

Donnerstag, 24. Juli 2014

RUMS mit noch Meer Urlaubsgarderobe

Ans Meer solls dieses Mal gehen, und um dem Rechnung zu tragen, habe ich einen Streifenjersey aus den Vorräten gekramt und mir noch ein maritim angehauchtes Summer Basic genäht:



Aber nicht nur. Auf dem Stoffmarkt entdeckte ich einen nahezu zuckersüßen Stoff, der trotzdem spontan mein sein wollte. Leider gab es nur Abschnitte von 50 cm. Für ein Shirt musste also ein geteilter Schnitt her. Eigentlich dachte ich an "Pine Green" (Ottobre 5/2013), da die Zeitschrift schon mal da ist. Weil ich aber laut Messung die Unterbrustnaht um ganze 7 cm!?! hätte nach unten verlegen müssen, bin ich an der Änderung verzweifelt. Schließlich kann ich ja nicht einfach auch am Rückenteil alles um 7 cm nach unten verschieben. Ich war also ratlos, zumal die fragliche Naht auch noch geschwungen verlaufen soll und dann die Raffungen im Brustteil, die auch passen müssen ... Das war schlicht zu viel. ;-) Ich habe mir also kurzerhand Martha bestellt, mit ziemlich gerade verlaufender Unterbrustnaht. Da waren nur 2 cm Verschiebung nötig, jedenfalls sagte das das Maßband. Letztendlich habe ich aber festgestellt, dass ich einfach hätte drauflosnähen sollen. Die Verlängerung konnte ich nämlich beim Zusammennähen wieder rückgängig machen.


Natürlich habe ich wieder etwas am Schnitt gebastelt. Ich wollte einen V-Ausschnitt ohne Bündchen, also habe ich ihn mit Beleg genäht. Außerdem habe ich das Unterteil stark gekürzt, weil es ein Shirt werden sollte, das auch zu Röcken tragbar ist. Was am Ende herauskam, ist nicht ganz optimal, also ohne sofortigen Lieblingsstück-Appeal, aber trotzdem wird es wohl nicht im Schrank versauern. Ist OK. Und der Schnitt hat Potential. Damit kann ich sicher noch mehr anfangen.

Außerdem wurde die Kleiderauswahl für den Sommer noch durch einen Jeansrock aus eher dünnem Material ergänzt. Manchmal muss es schnell gehen, dann braucht man etwas, wozu man ein beliebiges Shirt aus dem Stapel greifen kann und es passt. :-)


Dem Rockschnitt liegt 120/Burda Style 2/2014 zugrunde, den ich schon einmal erfolgreich umgesetzt hatte. Ich habe mir einfach noch eine Kellerfalte reingebastelt.

Pläne und Ideen habe ich noch mehr. Mal sehen, was wird ...

Jetzt kommt diese Sammlung erstmal zu RUMS.

Montag, 21. Juli 2014

Dresdner Nähbloggerinnen im Internaht

Das ist tatsächlich kein Schreibfehler. Viele DresdnerInnen, die sich in der hiesigen kreativen Nähszene auskennen, dürften davon schon gehört haben. Allen anderen stelle ich hiermit das "Internaht" mit h vor:

Im Mittelpunkt steht ein schlicht-schönes kleines Ladenatelier mit dem ursprünglichen Charme des alten Gebäudes, das vor allem liebevoll genähte Kinderkleidung in einem ganz eigenen geradlinigen und kindgerechten Stil zur Schau stellt. Die meisten Stücke werden aus GOTS-zertifizierten Biostoffen hergestellt. Neben fertigen Kleiderträumchen gibt es auch Meterware zu kaufen, was die Selbermacher unter uns natürlich besonders interessieren dürfte. Neben Nähmaterial könnte auch das Kursangebot im "Internaht" die locken, die am liebsten selber werkeln.

An diesen anziehenden (im wahrsten Sinne des Wortes :-) ) Ort im Stadtteil Dresden Plauen lud Annett Winkelmann, die Frau hinter dem Label, die Dresdner Nähbloggerinnen am letzten Freitag ein. Uns erwartete ein herzlicher Empfang inklusive Sekt und Bionade, Gratis-Päckchen zum Selbervernähen!, einer Vorstellung der Person, Arbeitsweise und des Arbeitsplatzes von "Frau Internaht", interessanten Gesprächen und für einige auch nur zu verführerischen käuflichen Stoffballen und Restetüten. ;-)
Dabei waren dieses Mal Amberlight Label, Näähglück by Sophie KääriäinenResize genadelt, Kuddelmuddel, Stoffverzückt, Schau'n wir mal, Strategchen, Friemeleien, Ranunkelchen und Regina vom Königinnenreich, die zur Feier ihres Geburtstages noch ein paar kulinarische Köstlichkeiten auftischte.

Der Blick hinter die Kulissen war eine interessante und dank der sehr sympatischen Ladeninhaberin rundum angenehme Erfahrung. Heutzutage hört man nur zu oft von Unternehmen, die auf Kosten von Mitarbeitern und Kunden ins Unendliche wachsen, Profite maximieren und soziale, qualitative und ökologische Gesichtspunkte dabei völlig ignorieren. Gut, dass es auch Gegenmodelle gibt, von denen alle am Geschäft Beteiligten profitieren. "Internaht" soll ein überschaubares Unternehmen bleiben, das den Menschen hinter dem Label ein Leben innerhalb des persönlichen "Wohlführkorridors" ermöglicht und den Kunden erstklassige Qualität bietet - nicht mehr und nicht weniger. Wer also guten Gewissens Kleidung kaufen möchte und etwas Besonderes sucht, ist im "Internaht" genau richtig.

Sollte jemand Interesse an den schönen Dingen von "Internaht" haben, jedoch nicht das Glück Dresdner zu sein, besteht auch die Möglichkeit, online zu bestellen. Shops bei Dawanda und Etsy sowie ein eigener Internetshop laden dazu ein.


Ich durfte den wunderschönen Doubleface-Interlock hier im Bild mit nach Hause nehmen und bin im Kopf schon am Tüfteln, was man draus machen könnte, damit die Besonderheit des Stoffs auch richtig zur Geltung kommt. Man könnte natürlich einfach ungesäumte Schals basteln, aber das wär ja dann doch etwas langweilig ... mein Hirn arbeitet noch dran ... Ergebnisse werde ich präsentieren. :-)

Und jetzt noch schnell was aus der eigenen Nähwerkstatt, sonst komm ich nicht mehr hinterher mit den Posts, da ich momentan mehr nähe als blogge. Zum Julitreffen der Nähbloggerinnen erschien ich in einem neuen luftigen Sommeroutfit, von dem die anwesenden "Kolleginnen" meinten, dass es quasi mein angezogener Blogname sei:

(Heute nur ein Notfoto kurz vorm Abmarsch zum Gottesdienst - bevor das Outfit wieder zerknüllt und verschwitzt aussieht. Den gehetzt-entnervten Kopf (dank mehreren heulenden Kindern zur Abmarschzeit :-p) erspare ich den Bloglesern. Ist besser so. Neeeiiin, hier herrscht definitiv nicht immer Friede, Freude Eierkuchen. ;-) )

Dann hats ja zum Anlass gepasst, wenn auch unbeabsichtigt. :-) Der Rock ist mein erstes Schnabelina-Röckli. Und da die Schnitt-Figur-Kompatibilität erst getestet werden musste, kam dafür ein günstiger Stoffmarkt-Coupon unter die Schere. Das Ergebnis erwies sich als Erfolgsmodell, in dem ich mich gerade bei den herrschenden hochsommerlichen Temperaturen sehr wohl fühle. Das wippt so fröhlich-luftig um die Beine, dass ich davon unbedingt noch mehr brauche. Eine Premiere für mich war auch der wellige Rollsaum. Zufällig war ich, während der Röckli-Schnitt schon auf dem Tisch lag, über den Blog von Mira auf ein Tutorial gestoßen, wie man dieses hübsche Extra mit einer normalen Nähmaschine hinbekommt. Sah einfach aus, wurde probiert, war einfach, aber laaangwierig am weiten Rocksaum, und ist prima geworden. Spricht fast nichts dagegen, das wieder zu machen. Es sei denn, es käme eine Overlockmaschine dazwischen, die es flotter schafft. ;-)
Das Oberteil ist wieder ein bewährtes selbst zurechttailliertes Summer Basic (Ottobre 2/2013). Den türkisfarbenen Viskosejersey hab ich in der "Für mich-Kiste" zufällig gefunden. Seine Existenz in meinen Vorräten hatte ich schon vergessen. Wie gut, dass er da war, bot sich perfekt für ein passendes Shirt zum Rock an. So ein überraschender Fund hat auch was. :-) Stammt wohl von einem länger zurückliegenden Stoffmarkt.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Mein MMM Nr 1 - mit entbeultem Summer Basic

Heute passt es mal - ich habe für mich genäht und es ist Mittwoch. Zeit für meinen ersten MMM, würde ich sagen. Deswegen auch immer noch kein Gartenpost. :-)

Nach dem ersten Testshirt nach dem lässig-beuligen Summer Basic-Schnitt (Ottobre 2/2013) hatte ich beschlossen, mir noch so ein Shirt zu nähen. Der runde Ausschnitt hat genau das richtige Maß für meinen Geschmack und auch die angeschnittenen Ärmel finde ich sehr hübsch. Allerdings waren im Unterbrustbereich ein paar Veränderungen fällig. So ein locker nach unten fallendes Shirt steht mir mit meiner klassischen Sanduhrfigur doch nicht ganz so gut. Etwas Taille zu zeigen ist günstiger. Basteln war also angesagt, Beulen ab, Taille rein. Genäht, noch mal abgenäht, ein bisschen aufgehübscht und am Ende konnte ich das überziehen:


 So ist es gut, finde ich. Passt und hat genau die richtige Länge, um die Proportionen günstig aussehen zu lassen. (Kaufshirts sind eigentlich immer etwas zu lang, vor allem wenn ich Röcke dazu tragen will.)
So viele Falten, wie hier auf dem Foto eingefangen sind, schlägt das Shirt unter der Brust eigentlich gar nicht. Sitzt, Farbe ist schön, alles geworden wie vorgestellt - ein neues Lieblingteil.


In den Blümchenjersey hatte ich mich im Nähstübchen verguckt, habe ihn aber dummerweise nicht sofort mitgenommen. Als ich dann wusste, dass ich ihn wirklich will (Manchmal muss ich drüber schlafen, vor allem, wenn es für mich sein soll.), war nur noch ein 20cm-Abschnitt zu bekommen. Doch auch damit kann man was anfangen, wie man sieht. :-)
Der einfarbige Teil besteht aus einem sehr feinen, glatten und elastischen Baumwolljersey. Rundum angenehm.

So, jetzt verlinke ich zum ersten Mal ein Nähwerk beim Me Made Mittwoch. Dort steht heute die Frage, welche Eigenkreationen im Urlaubskoffer landen. Also das neue Shirt auf alle Fälle. Und ansonsten sollen in den nächsten Tagen noch ein paar Sachen entstehen. In meinem Kleiderschrank herrscht gerade Ebbe, kaum noch was drin, was ich mag. Deswegen bin ich jetzt mal dran, wenn ich zum Nähen komme. :-)

Samstag, 21. Juni 2014

Nähblogger, Overlocker und das "Beulenshirt"

3. Freitag im Monat - Zeit für das Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen. Geplant war ein Abend zum Thema Overlock. Der fand, dieses Mal in etwas kleinerem Rahmen, im traumhaften Nähzimmer bei Kerstin von Mit Nadel und Faden statt.

Eine Overlockmaschine hatte ich nicht dabei. Es waren aber genug andere da und die Ohren habe ich trotzdem aufgesperrt. Bei mir steht nämlich seit einiger Zeit auch so ein Teil rum. Anders kann man es nicht bezeichnen. Denn leider habe ich damit noch nichts fabriziert außer mehr oder weniger zufriedenstellenden Probenähten, wobei weniger überwiegt. Ich kam zu der Maschine quasi wie die Jungfrau zum Kinde. Meine Mama hat sie sich in einem allseits bekannten Discounter gekauft, ein paar wenige Nähte damit genäht, war eines Tages irgendwie genervt von dem Aufwand und brachte sie kurzerhand zu mir, weil ich ja viel mehr nähe. Da war sie nun und ich brauchte einige Zeit und die moralische Unterstützung einer erfahrenen Freundin, um mich zur Auseinandersetzung mit der Overlockmaschine zu überwinden. Wir fädelten verschiedene Farben ein, um zu sehen, wo wir an der Einstellung eventuell schrauben sollten. Irgendwann waren wir so weit, dass das Maschinchen akzeptable Nähte produzierte. Sehr schön. Optimistisch fädelte ich überall weißes Garn ein (Anknoten und Durchziehen funktioniert nicht, wir haben wirklich ALLES versucht.) und wollte nun gern ein Shirt zusammennähen. Aber denkste. Mit dem weißen Garn war bei aller Mühe keine ordentliche Naht hinzukriegen. Alles viel zu locker und die Fadenspannung schon auf höchster Stufe. Hmpf. Da steht sie nun wieder rum. Ich denke ja, dass es am Garn liegt. Die Discountmaschine strebt nach Höherem und lehnt das Garn ab, das mit ihr zusammen gekauft wurde. Die anderen Farben kamen nämlich teilweise aus anderen Quellen und machten einen qualitativ besseren Eindruck. Und mit denen hatte es ja geklappt. Also brauche ich neues Garn in den Farben, die mir wirklich was nützen. Und bis dahin ...

Beim Nähbloggertreffen konnte ich dank Malou erstmal eine andere Maschine ausprobieren. Auch eins der günstigen Modelle (W6), aber um Längen besser als meine Dauerleihgabe. Damit konnte man sogar mit etwas Gefühl gezielt Kurven nähen und sie machte nicht halb so viel Krach. Hat schon was, Shirtnähte so ruckzuck und ohne Probleme durchzurattern. Hach ja, Weihnachten kommt ja noch dieses Jahr ... ;-)

Als Probestück zum Overlocken hatte ich mir das Summer Basic (Ottobre 2/2013) zugeschnitten. Seit ich die Zeitschrift habe, überlege ich, ob mir dieses so herrlich schnell und einfach zu nähende Shirt stehen könnte. Da es am Körper ziemlich locker fällt, war ich mir nicht sicher. In letzter Zeit habe ich es in verschiedenen Varianten zum Beispiel bei ReSiZe-genadelt und Life ist colourful gesehen, die alle die seitlichen "Beulen" etwas zweifelhaft fanden und auf verschiedene Art individuell behandelt haben. Ich dachte mir also auch, wenns nicht geht, könnte ich sie immer noch wegrationalisieren, und habe das Shirt testweise erstmal nach dem Originalschnitt genäht. Die Stoffwahl fiel auf einen sehr weich und locker fallenden Viskosejersey in feinen pink-weißen Streifen, ein Schnäppchen vom Stoffmarkt, ideal für Projekte mit zweifelhaftem Ausgang. ;-)
So sieht das "beulige" Ergebnis aus:


Und so an der Frau:


Ich finde: Kann man machen, muss man aber nicht. :-) Dieses Shirt wird so bleiben. Es ist auf alle Fälle sehr angenehm zu tragen und aus dem fließenden Stoff fällt es am Körper ganz akzeptabel. Der Ausschnitt und die angeschnittenen Ärmel gefallen mir sehr gut. Unter der Brust hätte ich es für mich aber doch gern etwas figurnäher. Ich denke, da werde ich für weitere Versuche noch mal etwas am Schnitt basteln ...

Ideal wäre das Summer Basic wohl für größere Frauen, und es funktioniert auch nur aus ganz weichen Stoffen. Baumwolljersey ist zu steif, damit kämen wirklich nur die Beulen groß raus. :-)
Dieser Schnitt hat für mich also Potential im oberen Bereich, die typischen Kurven müssen aber weg. Es muss also eigentlich doch ein ganz anderes Shirt werden. :-)

Montag, 31. März 2014

Nähbloggercafé im März: Let's Rock!

Jetzt schnell noch gebloggt - bevor der März dahinscheidet und wir uns gedanklich schon mit der nächsten Näh-, Werkel-, Quatschrunde auseinandersetzen können. :-)

Diesen Monat wollten wir mal richtig produktiv werden, viele Nähmaschinen rattern lassen, Tipps und Tricks voneinander mitnehmen und echte Ergebnisse sehen. Den Raum dazu stellte uns die Dresdner Baptistengemeinde zur Verfügung. Das erklärte Ziel war, dass jede der teilnehmenden Nähdamen mit einem neuen Rock nach Hause geht.  Zunächst war gemeinsames Nähen nach dem gleichen Schnitt angedacht. Die Idee wurde dann aber doch wieder fallengelassen, weil wir nun mal nicht alle gleich gebaut sind und demzufolge auch nicht in den gleichen Sachen gut aussehen und uns wohlfühlen. Also brachte jede ihren Schnitt mit, ein paar anderweitig werkelnde Näherinnen gesellten sich auch noch dazu und es wurde wieder ein schöner und für mich außergewöhnlich produktiver Abend.


Zwar musste ich die Nähmaschine mangels Mitfahrgelegenheit dann doch zu Hause lassen, aber das war wahrscheinlich auch besser so. Denn wie ich mich kenne, nähe ich bei mangelnder Konzentration- man kann es nicht anders sagen - einen Haufen Mist zusammen. Und volle Aufmerksamkeit für die Näherei kann man einfach nicht erwarten, wenn so viele kreative Weiber sich sammeln und jede was Interessantes zu erzählen hat, diese und jene Nähfrage durch den Raum schwirrt, man Problemlösungen diskutiert, zwischendurch noch die mitgebrachten kulinarischen Beiträge entsprechend gewürdigt werden müssen ... :-) Da sind selbst bei den multitaskingfähigsten Frauen bald alle Kanäle besetzt. Und ich zähle mich nicht zu diesen. ;-)
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe immerhin meinen Rock erfolgreich zugeschnitten. Und das ist schon mal ein großer Schritt, für mich immer die höchste Hürde. Wenn ich einmal die fertigen Teile in der Hand habe, kann ich gar nicht mehr anders als sie zusammenzunähen (was ich in den vergangenen Tagen Stück für Stück erledigt habe). Dank Malou wurde auch ein Knoten im Hirn gelöst, der sich beim Zuschneiden bildete und mir allein daheim bestimmt länger zu schaffen gemacht hätte. So entschlüsselten wir gemeinsam erst die Anleitung und fanden dann eine Lösung, die zwar nicht ganz anleitungsgerecht, aber passend zum verarbeiteten Stoff sein würde.
Malou hat mich auch dazu inspiriert, meinem einfachen Rock (Burda Style 2/2014, Modell 120) noch ein paar heimliche Pünktchen zu verpassen. Niemand wird sie sehen, aber ich weiß, dass sie da sind. ;-) Der Baumwollstoff im Bund erfüllt allerdings auch einen praktischen Zweck, hoffe ich. Anders als Futterstoff, den ich zuerst verwenden wollte, flutscht er nicht so. Ich denke also, dass der Rock beim Laufen bleibt, wo er ist, und ich ihn nicht immerfort zurechtdrehen muss, wie das bei anderen durchaus vorkommt.


Apropos "einfacher Rock" - so einfach, wie er aussieht, war er für mich dann doch nicht. Immerhin ist das mein erstes gefüttertes Kleidungsstück und die Oberkante des Reißverschlusses hat einige Versuche gebraucht. Ob ich es jetzt richtig gemacht habe, weiß ich nicht. Aber das Ergebnis ist zumindest akzeptabel. Der Reißverschluss selber sollte eigentlich ein nahtverdeckter sein. Ich habe ihn auch nach dieser Methode eingenäht. Allerdings habe ich keinen echten Nahtreißverschluss bekommen und warten wollte ich nicht. Also musste ein einfacher herhalten und ich habe noch eine Steppnaht neben den Reißverschluss gesetzt, damit er sich möglichst bedeckt hält, was sonst nicht gegeben wäre. Eine Kreuzung aus nahtverdeckt und verdeckt also sozusagen. Sieht aber OK aus. Schwarzer Cord verzeiht vieles. ;-)

Heute abend wurde das gute Stück fertig. Also bitteschön, ein Foto mit Rock. Nicht das dollste, aber es musste ja gemacht werden, bevor April ist. Und dabei musste ich quer durchs Zimmer schauen statt in die Kamera, auf meinen Sohn nämlich, der dazu motiviert werden musste, in den Schlafanzug zu schlüpfen. Wenn es schon nicht perfekt ist, hat das Foto wenigstens was zu erzählen. :-)


Der Rock ist gut tragbar, finde ich. Und erstaunlicherweise passte er in Gr. 38 ganz ohne Änderungen, von der Länge mal abgesehen. Er war als Minirock gedacht und daraus wurde mit wenigen Zentimetern Verlängerung an mir ein knapp knielanges Exemplar. :-)

Der geblümte Breitcord war ein Geschenk aus den Vorräten einer Freundin. Viskosefutterstoff vom Nähstübchen Emily. Das Restchen Pünktchenstoff aus der Schnippselkiste stammt wohl ebenfalls von dort.

Welche Näherinnen dieses Mal beim Nähbloggercafé dabei waren und was die Damen so erlebt und produziert haben, kann in den Beiträgen der anderen Bloggerinnen über Dresden näht gut nachvollzogen werden.

Donnerstag, 20. März 2014

RUMS Nr 1 - Hurra!

Da wollte ich doch schon lange mal mitmachen. Und jetzt fiel mir gerade auf, dass Donnerstag ist, ich mein neuestes Selbstgenähtes trage und sowieso noch ein Foto am lebenden Modell zeigen wollte. Passt ja, nix wie ab damit zu RUMS!

Das Lächeln ist etwas bemüht geraten (ob das daran liegt, dass Kind Nr 3 die Nacht zum Tage machte ...?). Aber was solls, dafür lacht die Sonne um so strahlender.


Daten und Fakten noch mal in Kürze: Modell "Friday Evening" (Ottobre 5/13), oben 36, unten 38. Jerseys by Blaubeerstern, erstanden im Nähstübchen Emily.

Mittwoch, 19. März 2014

Friday Evening goes Spring

Als ich den Wetterbericht für morgen sah - nämlich Sonne satt und schon fast frühsommerliche Temperaturen - traf mich ein Motivationsschub und ich schnappte mir zwei Stoffe, die ich mir schon vor längerer Zeit gegönnt hatte, um sie in ein Kleid für mich zu verwandeln. Im Kopf wars schon fertig, ich musste es ja "nur" noch umsetzen. Das war auch nicht all zu schwierig, denn es sollte das dritte Exemplar des bewährten "Friday Evening" (Ottobre 5/13) werden. Allerdings musste ich dann doch den kompletten Schnitt noch einmal kopieren, denn dank "Infekt-Diät" durfte es eine Größe weniger sein als bisher.

Schon komisch, wie das läuft mit solchen Sachen. Kind kommt morgens ins mütterliche Bett geklettert, weckt einen durch einen gezielten Schwall genau ins Dekolleté und möchte am liebsten schon zu Mittag wieder ein komplettes Menu, nix Schonkost oder so. Mühsam dazu gebracht, wenigstens etwas halbwegs Magenschonendes zu akzeptieren, futtert es mit gutem Appetit und nichts deutet auf den morgendlichen Zwischenfall hin. Mütter halten ja meistens lange durch und sind die einzigen, die auf der Infektwelle schwimmen statt mittendrin. Aber wenn sie doch mal untergehen, dann gründlich. Dann gibts zwei Wochen Bauchschmerzen bei jedem Bissen, egal was. Also wird lieber meistens gar nichts außer Tee eingefüllt. Trotzdem müssen die Kinder, die zwar wesentlich fitter als Mama, aber doch nicht ganz kindergartentauglich sind, bekocht und beschäftigt werden. Da schleppt man sich eben nach draußen, auch wenn man trotz herrlichstem Sonnenschein friert. Und das Ganze beschert einem dann einen historischen Tiefstand auf der Waage. Genauer gesagt, hab ich die Zahl da wohl noch nie gesehen. Die muss irgendwann aktuell gewesen sein, als mein Gewicht mich noch herzlich wenig interessierte. ;-)
Etwas richtig Passendes zu nähen, ist jedenfalls in der Situation nicht die schlechteste Idee. Da ich noch nie klapperdürr war, ist es jetzt nicht so, dass es schlimm wäre, das neue Gewicht ein Weilchen zu halten ... ;-)

Hier ist es also, Friday Evening Nr 3:


Da hängt es etwas unmotiviert und unförmig auf dem Bügel und sieht irgendwie furchtbar breit aus. Das liegt aber nur daran, dass ich so kurz bin. 36/38 ist ja jetzt nicht allzu riesig. :-) Am lebenden Modell wärs schöner, aber das ist heute leider nicht drin. Sobald die Faktoren Tageslicht, Zeit und Fotograf einmal gleichzeitig auftreten, wird ein Foto nachgereicht.
Die Ärmel habe ich dieses Mal auf frühlingshaft knappe 3/4Länge gekürzt und ein kontrastfarbenes Jerseybündchen dazugebastelt. Am Ausschnitt wurde auch ein Bündchen angefügt. Und da ich fand, dass die Punkte im unteren Bereich noch mal auftauchen müssten, damit es ein ausgewogenes Bild ergibt, habe ich noch zwei größere Kreisblumen appliziert. Nichts Kompliziertes also, aber genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mir gefällts und ich freue mich schon drauf, die fröhlichen Blumen von der Sonne bescheinen zu lassen.

Aus den letzten Jerseyresten wurde noch ein Loop, und damit ist wieder ein kleines Plätzchen in der "Für mich"-Kiste freigeworden.


Die Stoffe wurden von Blaubeerstern entworfen und im Nähstübchen Emily erstanden.

Dienstag, 7. Januar 2014

"Friday Evening" am Heiligabend

Wie angekündigt, möchte ich nun auch noch voller Stolz mein eigenes Weihnachtskleid präsentieren. Am mittlerweile sicher weithin bekannten Weihnachtskleid-Sew-Along habe ich mich wieder nicht beteiligt. Eigentlich wollte ich das gern mal machen. Das wäre aber etwas eintönig geworden. Denn die Vorgehensweise war wieder ganz die für mich typische. Der Stoff liegt schon seit Oktober da. So lange weiß ich auch schon, was daraus werden soll. Und diese Idee trage ich dann mit mir herum, bis ich kurz vor knapp in Aktionismus ausbreche oder die Hoffnung auf ein neues Kleid zum Heiligabend angesichts der vielen weit nötigeren Arbeiten vor dem Ereignis wieder einmal fahren lasse. Dieses Jahr dann doch mal ersteres. Und ich musste nicht mal hetzen. :-)

Und da ist es, mein zweites "Friday Evening" (Ottobre 5/13) nach dem bewährten Erstversuch vom Herbst:



Wie schon erwähnt, nur schnell vor Abmarsch zum Weihnachtsgottesdienst fotografiert. Deswegen trug das einzige brauchbare Foto vom Kleid leider ein Gesicht von mir, das ich nicht so gern der Öffentlichkeit preisgeben wollte. Was solls, hab ich halt ein schöneres draufgebastelt. Ist irgendwie besser als kopflos. :-D

Den im Original ganz einfachen Schnitt habe ich wieder für mich angepasst: Die Ärmel wurden verlängert von 3/4 auf leichte Überlänge. Aufgrund meiner (mangelnden ;-) ) Größe ist Kleidung von der Stange nämlich bei mir immer so, also bin ich es gewohnt und finde es im Winter sehr angenehm. Im Rücken habe ich wieder, wie schon beim ersten Modell, zwei Abnäher eingefügt, und dieses Mal dann auch noch zwei vorn unter der Brust. Da der gewählte Stoff nicht ganz so weich fallend und dehnbar ist, sitzt das Kleid so schöner.
Das Material ist ein kuschelig aufgerauter Strickstoff aus Baumwolle mit Irgendwas. Letzterer nicht näher definierter Zusatz sorgt jedenfalls dafür, dass das Kleid auch nach längerem Tragen noch recht gut in Form ist. Und der wunderbar weiche Griff führt dazu, dass meine ganze Familie im wahrsten Sinne des Wortes sehr an mir hängt, wenn ich mein "Friday Evening" trage. :-)

Hiermit ist übrigens endlich der Geburtstagsgutschein vom Ehemann in etwas Tragbares nur für mich umgewandelt. Neben dem Kleid reichte er noch für einen Loop, der mich jetzt schon seit längerem so gut wie täglich begleitet und noch nicht gezeigt wurde:


Innen samtiger Nicki in dunklem Petrol, außen sehr feiner Cord. Passt in dieser Farbkombi praktischerweise momentan zu den meisten meiner Sachen.

Stoffe alle vom Nähstübchen Emily.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Friday Evening

So heißt das Modell aus der aktuellen Ottobre Woman, das ich zuletzt für mich genäht habe. Es eignet sich aber auch ganz hervorragend für Montagvormittag, Mittwochnachmittag oder sonst jeden Wochentag. Mit Stiefeln und warmer Strumpfhose definitiv ein Lieblingsstück für den Herbst, ich brauche unbedingt noch eins von der Sorte:

 Der Raglanschnitt sitzt sehr gut, nur am Rücken musste ich Abnäher einfügen, um das Kleid optimal an meine Kurven anzupassen. Den Strickstoff habe ich vor einer Weile aus der Wühlkiste im großen dunkelblauen Kaufhaus in der Stadt gekramt, ein richtig großer "Rest" für € 10. Ich dachte mir, für den Preis kann man sich mal an einem neuen Material ausprobieren. Fazit: Ist eigentlich auch nicht komplizierter zu verarbeiten als Jersey. Aus den Abkürzungen zur Stoffzusammensetzung bin ich nicht schlau geworden. Es ist wahrscheinlich was Synthetisches, trägt sich aber trotzdem angenehm.

Noch etwas habe ich beim Zuschneiden des Kleides gelernt: Auch wenn man die Ärmel, um das Streifenmuster exakt gleich platziert zu bekommen, nicht doppelt gelegt zuschneidet, sollte man zwei verschiedene!!! herstellen. Zwei Mal in der gleichen Richtung aufgelegt wird das nix, da kann man sich noch so ausdauernd wundern und alles ratlos hin und her drehen. :-D Wie gut, wenn man ein ausreichend großes Stück Stoff hat ...

Zum ersten Mal ausgeführt wurde das Kleid stilecht am Freitagabend zum Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen im Königinnenreich. Wie immer war's ein schöner Abend mit ein paar Leckereien für den Magen, netten Gesprächen und kleinen Werkeleien.
Ich habe mir die Filzblumen vorgenommen, die ich im September beim jährlichen Frauenwochenende meiner Gemeinde hergestellt hatte. Martina Keyn (Keyn design) stellte Wissen und Material zur Verfügung, und wer Lust hatte, konnte sich mit bunter Wolle, Seife und Wasser austoben. Ich entschied mich dafür, eine größere Platte zu filzen, aus der ich dann mehrere Blüten ausschneiden konnte. Einige schnitt ich in eine Blütenform mit einzelnen Blättern, andere gefielen mir als leicht unregelmäßige Kreise mit Farbverlauf schon so gut, dass ich sie nicht weiter behandeln wollte. Nur etwas räumlich ausgeformt wurden sie noch. Von diesen habe ich mir nun beim Quatschen mit den Nähbloggerinnen nebenbei eine Blüte zum Anstecker verarbeitet:


Die Herbstgarderobe ist also gewachsen und soll das auch noch weiter tun. Aber es sieht so aus, als müsste ich dafür auf grauere Tage warten. Der strahlende Sonnenschein zieht uns doch eher nach draußen.

Sonntag, 22. September 2013

Herbststimmung ...

... macht sich mit den kühleren Temperaturen und den langsam aber sicher farbenfroher werdenden Blättern breit. Das heißt, es wird auch Zeit für Herbststimmung im Kleiderschrank. Meiner verlangt nach ein paar neuen Lieblingsstücken. Und die aktuelle Ottobre Woman bietet einige Modelle, die mich spontan angesprochen haben: "Näh mich!". Also habe ich angefangen. Wie könnte es anders sein, zunächst mit "Autumn Mood" in Tunikaform. Das ziemlich farbenfrohe Ergebnis sollte auch grauen Herbsttagen etwas entgegensetzen können:

Kein Meilenstein der Fotografie, aber dafür mal mit Kopf. :-D Und das Nähwerk wurde immerhin festgehalten, bevor es schon wieder in die Waschmaschine wandern muss. Es ist nämlich sehr weich und bequem, so dass ich es natürlich gleich anziehen musste. Das wiederum heißt, dass es ständig der Gefahr ungewaschener Kinderfinger und -schnuten ausgesetzt ist. Manchmal schafft man es einfach nicht, rechtzeitig auszuweichen. ;-)

Ich habe mir den Schnitt noch ein klein wenig verlängert, so dass ich das Teil auch als Kleid tragen kann, wenn mir danach ist. Außerdem habe ich im Rücken eine Veränderung vorgenommen, die man hier nicht sehen kann. Weil bei mir zwischen Po und Rücken im Taillenbereich eine etwas höhere Diskrepanz herrscht, als für den Durchschnitt vorgesehen, gibt es über dem Po gern eine locker hängende Beule, wenn ich nicht möchte, dass das Kleidungsstück überall knalleng sitzt. Die ideale Lösung in dem Fall sind natürlich Abnäher. Aber die wollte ich hier nicht. Ich habe einfach innen an der fraglichen Stelle ein Stückchen Gummiband gedehnt angenäht. Das ergibt eine kleine Raffung, mildert das Problem und sieht gar nicht so dumm aus, finde ich.

Das nächste Teil für die Herbstgarderobe liegt schon fast fertig da. Aber da müssen wirklich Abnäher rein. Und zu denen kann ich mich wohl erst morgen aufraffen ...

Samstag, 14. September 2013

Sommerliche Nachlese

Irgendwann im Juli hatte ich von meinem Sommerrock berichtet, den ich so gern fertig nähen wollte. Nur fehlte leider das Band zum Saumabschluss, das ich mir so fest eingebildet hatte. Wenige Tage später war es da. Ich nähte es auch an. Und dann ... dann tat ich das:

 Alles wieder ab! Die Kombination aus den Blümchen und Pünktchen gefiel mir immer noch sehr, aber das Schrägband machte die Saumkante so steif, dass der Rock in alle Richtungen abstand wie ein lustiges Kinderröckchen. Das war's dann also doch nicht, aus dem Alter bin ich raus. ;-)
Ich fand jedoch immer noch, dass der Rock einen hübschen Abschluss bräuchte, um nicht zu altbacken zu wirken. Ich habe mich, um den steifen Saum zu vermeiden, für eine hauchdünne schwarze Kunstfaserspitze entschieden. So gefällt mir's jetzt:

Da ich plötzlich in etwas unattraktiver Umgebung vom Fotografen überfallen wurde, gibts hier nur ein kopfloses Foto. :-)
Der Schnitt stammt aus "Meine Nähmode" (Simplicity) 1/2012, Modell 39. Ich fand den schwingenden Saum hübsch, musste am Schnitt aber einiges zurechtbasteln. Das ist allerdings auch kein Wunder. Er besteht aus nur 2 Schnittteilen - Mittelteil und Seitenteil, für vorn und hinten gleich. Nun bin ich dummerweise (und die meisten Frauen wohl genauso, nehme ich an ;-) ) alles andere als vorn und hinten gleich. Das konnte ohne Anpassung nicht klappen. Keine Ahnung, ob das mal jemand ausprobiert hat. Ein Foto von dem Modell wird in der Zeitschrift jedenfalls nicht gezeigt. Trotzdem war's hinzukriegen und ein recht hübscher Rock ist dabei rausgekommen. Nebenbei mein erster mit einseitig verdecktem Reißverschluss. Dann wäre als nächste Herausforderung eigentlich mal ein nahtverdeckter fällig ... :-)

Sonntag, 24. Februar 2013

Pigeon Grey

Genau. So schön kann Grau klingen. Nicht trübes Winterhimmelgrau, nicht schweres Schneematschgrau, sondern luftig flatterhaftes, freundliches Taubengrau. So heißt mein neues Kleid - Modell "Pigeon Grey", Ottobre 5/2009. Und ich finde, so sieht es auch aus. Was nicht zuletzt den Punkten zu verdanken ist. :-)


Eigentlich ist es als Strickkleid gedacht. Ich habe es aber in Erwartung des Frühlings und weil Jersey vom Stoffmarkt einfach günstiger ist als Strick ;-), erstmal aus Jersey genäht. Ich bin immer noch dabei, herauszufinden, wie ich mit Ottobre-Schnittmustern für mich umgehen muss. Das ist nämlich irgendwie ein bisschen kompliziert. Kaufsachen trage ich momentan in 40, ab und zu auch 38. Wenn ich meine Maße mit der Ottobre-Tabelle vergleiche, komme ich auf eine gute 40. Im grausamen Licht der Wahrheit betrachtet teilweise sogar eher auf die 42. Da ich gern Schnitte wähle, die etwas gnädig über die Stellen hinweggehen, die nach dem dritten Kind nicht mehr ganz so aussehen, wie zur Hochzeit ;-), zeichne ich mir also allerbester Hoffnung die 40 ab. Zuschneiden, nähen - alles klappt so weit prima, sogar der doppelt genähte, extra eingesetzte Ausschnitt passt in seine Öffnung. :-) Aaaber - das Ganze könnte kleiner sein. Ich habe also von den Seiten wieder einiges weggenommen. Auch den Schultern würde ein Zentimeter weniger nicht schaden, aber die gehen schon auch so. Warum?
Ich mag den Schnitt sehr, auf alle Fälle ein absolutes Wohlfühlteil. Und tragen werde ich mein graues Pünktchenmodell. Aber ich denke, ich probiere das Ganze dann doch noch mal in der 38 aus ...

Montag, 10. September 2012

Dieses war der erste ...

... Versuch. :-)

Eine Shelly für mich. (Im Hintergrund noch die Dokumentation des Schaffensprozesses - Steckdosenleiste für die Nähmaschine und die Schneidematte an der Wand. :-D )

Nachdem ich sie nun schon seit einiger Zeit überall in der Welt der nähenden Bloggerdamen bewundert hatte, musste ich es endlich mal selbst ausprobieren. Zum Glück gibts ja gerade noch ein paar spätsommerliche Tage, um die Shelly auszuführen. Denn ich wollte ja unbedingt erstmal den weiten Ausschnitt nähen, bevor ich mich dann noch am Schalkragen versuche.
Damit habe ich auch schon erfolgreich ein Stück des "Meins"-Stapels vom Stoffmarkt abgebaut und in den Kleiderschrank transferiert. Statt "echtem" Bündchen habe ich Streifenjersey verarbeitet. Ich finde ja, dass Körperteile, von denen schon von Natur aus genug da ist, nicht noch extra betont werden müssen. Deswegen wurde der unten angesetzte Streifen auf Körpermaß zugeschnitten statt als engeres Bündchen. ;-)
Ich finde meinen Versuch Nr. 1 hübsch und durchaus tragbar. Trotzdem sind ein paar Verbesserungen beim nächsten Mal fällig. Am Oberkörper kann es dann wohl doch Größe S werden, da sitzts jetzt ein bisschen reichlich. Für den Rest gehe ich dann eben elegant zur M über. ;-) Bei den Ärmeln habe ich das Gefühl, der Schnitt ist nicht optimal ausgeformt. Das liegt sicher daran, dass die Ärmel im Bruch zugeschnitten werden und die Armausschnitte für vorn und hinten gleich sind, also nicht ganz körpergerecht. Aber na ja, dafür ist es ein günstiges e-book. Ich könnte es jedenfalls nicht besser. Und da man sehr selten ganz still steht, so dass ein Betrachter den Sitz der Kleidung bis ins Detail begutachten könnte, kann man darüber wohl hinwegsehen. Ich freu mich schon auf weitere Versuche. Vielleicht sogar noch diese Woche, denn bis Donnerstag darf ich mal wieder ausprobieren, wie es war, nur ein Kind zu haben - die beiden "Großen" machen Urlaub bei Oma und Opa und haben da hoffentlich gaaanz viel Spaß! Hach, komisch isses schon ... ;-)