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Montag, 15. Mai 2017

Bitte Meer!

Die Sonne wärmt endlich wieder und weckt die Urlaubssehnsucht auf. Strand, Meer, Muscheln und Steine sammeln ... Leider können wir uns in diesem Jahr auf all das mal nicht vorfreuen. Unser Küchenprojekt, im letzten Post schon erwähnt, verhindert das. Zeitliche und finanzielle Ressourcen sind nun einmal begrenzt. Also machen wir das Beste draus, freuen uns auf die neue Küche und stillen den Hunger nach Meer mit den maritimen Kleidungsstücken, denen noch ein Hauch vom letzten Urlaub anhaftet.


Emilia hatte Anfang Juni schon dieses Sommerkleidchen bekommen. Genäht frei nach Ottobre 3/2013. Dort gibts am Halsausschnitt noch einen Volant. Zum maritimen Jersey von Blaubeerstern passt so eine geknotete Minischluppe aber viel besser. Auf dem ersten Modelfoto gleich nach Fertigstellung, das leider etwas duster geraten war, reicht das gute Stück noch fast bis ans Knie, und hier, nur ein paar Wochen später im Juli ... Inzwischen ist es leider kein Kleid mehr und wird wohl zu 'nem anderen kleinen Mädchen umziehen.



Etwas war noch übrig von Streifen und Meer:


Noch gerade genug für ein Shirt fürs große Mädel. Ich habe wieder den selbst gebastelten Schnitt mit angeschnittenen Ärmeln und hinten leicht verlängertem Saum genommen und das Vorderteil längs geteilt. Auch hübsch, finde ich. Leider fototechnisch etwas mangelhaft, weil es nur für einen schnellen Handyknips reichte, bevor wir vor dem Regen fliehen mussten, der da schon bedrohlich über die Kieler Bucht heranzieht.

Doch es folgten noch heiterere Tage und damit schönere Bilder von der neuesten Strandmode für die junge Dame:


Aus Ankerjersey und rot-weißen Streifen wurde ein Princess Castle (Ottobre 4/2013). Nur die Taschen habe ich weggelassen, weil ich keine beulenden und zerrenden Steinsammlungen in Jerseykleidern mag. Und zu denen wäre es in dieser Umgebung unweigerlich gekommen. :-)


Sieht man ja, gesammelt wird schon fleißig. Nur müssen so eben andere, weniger mühevoll entstandene Behältnisse dafür herhalten.


Den Wickelausschnitt hält noch ein rotes Ankerknöpfchen zusammen, weils da war und passt. Rundum schön mit hohem Lieblingsstückpotential. In diesem Kleid kann man auch ein bisschen Strandstimmung genießen, wenn es dieses Jahr "nur" mit Oma und Opa zum Stausee geht.

Mit Nachträgen müsste es das, zumindest was Kindersachen angeht, eigentlich gewesen sein. Auf dass bald aktuelle Sommermodelle folgen ...

Sonntag, 9. Oktober 2016

Nicht nur Paris ist immer eine gute Idee

Jedenfalls, was Shirtdesigns angeht. Ansonsten kann ich das mangels Erfahrung nicht beurteilen, denn in Paris war ich noch nie. Aber darum geht es ja jetzt auch gar nicht. Ich möchte eigentlich einfach wieder ein paar Teile aus der Sommermädchengarderobe vorstellen.

Da wäre zum einen dieses Shirt, auf dem Paris durchaus eine Rolle spielt. Das große Mädchen ist in letzter Zeit ein großer Fan des Eiffelturms in jeder Form und Größe. Deswegen musste ich diesen digital bedruckten Jersey auch sofort mitnehmen, als er mir ins Auge fiel. Das ist genau der Stil, der dem Kind momentan gefällt. Oder zumindest einer aus einer ganzen Auswahl:


Eiffelturm und Rosenromantik auf einem Shirt, dessen Schnitt ich von einem Kaufshirt abgenommen habe. Die Ärmel sind einfach angeschnitten und der Saum ist hinten etwas länger als vorn.


Das Rückenteil wird geteilt zugeschnitten, sodass man am Rückensaum einen kleinen Schlitz einarbeiten kann. Für die Rückseite habe ich einen einfarbigen Jersey gewählt. Paris rundum wäre mir etwas überladen vorgekommen.


Nur ein Detail aus dem Musterstoff fand noch seinen Platz unterhalb des Nackens. Wenn man genau hinschaut, erkennt man eine nostalgische Postkarte darin.


Aus der  Nähe kann man dann auch wirklich erkennen, dass der Eiffelturm das schlichte Shirt schmückt. Diese Kombination aus üppigem Stoffdesign und einfachem Schnitt gefällt mir gut am Kind.

Aber, wie gesagt, nicht nur Paris ...
Weil's so schön ist, haben wir das gleiche Shirt noch mal in einem ganz anderen Style. Da war doch noch ein Rest Graffiti-Stoff vom Geburtstagsshirt des Bruders. Den hatte die junge Dame schon lange für sich reklamiert. Für ein Shirtvorderteil reichte der auch genau. Also noch mal in ganz cool:


Die passende Hose dazu ist eine simple "Tulip" (Ottobre 3/12) aus feinem Sommersweat.


Die Front ziert ein hippes B-Girl. Gar so schwierige Moves hat unser Girl noch nicht drauf. Aber vielleicht bringt der manchmal breakende Onkel ihm die noch bei?


Einstweilen kann man sich ja schon mal bei dem Versuch, etwas Hopper-Coolness an den Tag zu legen, ganz gut amüsieren.


Damit ist wieder ein Teil der "Sommerschulden" im Blog abgegolten. :-) Vielleicht tut so ein Rückblick auf sonnigere Tage auch ganz gut, wenn der Blick aus dem Fenster so düster ist wie bei uns heute. Da war's doch plötzlich Herbst ...

Einen schönen Start in die Woche euch allen!

Mittwoch, 17. Februar 2016

MMM - Schon auf Sommer eingestellt

Wie schon letzte Woche sitze ich auch diese wieder gemütlich warm im Schwimmbad und schaue aktuell keinem Frosch, sondern einem (hoffentlich) angehenden Seepferdchen beim Plantschen zu. Größeres Kind, etwas ferienfreundlichere Zeit, sonst alles wie gehabt.
Auch unser Großer muss noch mal ran. Das Zeugnis des letzten Jahres bescheinigte ihm, dass er 12m geschwommen sei und sich doch bitte bemühen solle, bald zu den Frühschwimmern zu gehören. Das heißt, Eltern bemüht euch gefälligst, das Kind so weit zu bringen. Wir tun, was wir können und schauen mal, was sich mit einem Kurs machen lässt, wo ein ängstliches und motorisch nicht gerade hochbegabtes Kind nicht angeschrien wird für seine Unzulänglichkeiten. Im Schulunterricht scheint das nach wie vor übliche Praxis zu sein, entgegen meiner Hoffnung, dass sich seit meinen Kindheitserfahrungen in dem Bereich etwas getan hätte.
Im Schwimmkurs sieht's gut aus. Der Lehrer ermutigt die Kinder freundlich und mit viel Humor. Unser kleiner Angsthase (Mutters Kind ;-) ) ist zwar immer noch vorsichtig und zögerlich, aber viel zuversichtlicher, als wir es gewohnt waren, wenn Schwimmen drohte. Er macht alles mit, so gut er kann. Was am Ende der Woche dabei rausspringt, werden wir sehen. Die Übung hat in keinem Fall geschadet.

Und nun zu etwas völlig anderem - meinem Schwimmbadoutfit. :-)
Das muss natürlich schön luftig sein, auch wenn der Blick aufs Außenthermometer gerade doch noch einmal winterliche Temperaturen zeigt. Also ist Zwiebellook angesagt. Hier die innere Schicht:


Mich packte gestern spontan die Lust, mir ein Shirt zu nähen. Schon länger wollte ich einen Ausschnitteinsatz aus einem anderen Stoff ausprobieren. Also wurde in den Kisten gewühlt, ein aquafarbener Stoffmarktkauf, ein Lillestoffrest mit Blättermuster und ein paar dunkelpetrolfarbene Überbleibsel gefunden und das alles zu einer Liv (Pattydoo) zusammengemixt. Für den Einsatz habe ich einfach um den Ausschnitt einen 5cm breiten Streifen aus dem Schnittmuster geschnitten. Vorher natürlich Markierungen quer über die Schnittlinie angebracht. Wenn man die übernimmt, wird das Einsetzen einfacher. In der Einsatznaht habe ich noch einen petrolfarbenen Jerseystreifen mitgefasst, der sich dann zur Paspel rollt. Diese offenen Streifen gefallen mir gerade. Den Ausschnittabschluss bildet ein ganz schmales Jerseybündchen. Über den unteren Saumabschluss war ich mir zunächst unschlüssig. Eigentlich war ein einfacher Saum geplant. Da ich das Shirt aber nicht allzu kurz haben wollte und nicht gerade mit Beinen bis zu den Schultern gesegnet bin, ergaben sich bei dieser hellen Shirtfarbe unvorteilhafte Proportionen. Also doch Trick 17: Shirt kürzen, dunkles Bündchen unten dran und schon haben wir ausgeglichene Proportionen und angenehme Länge zusammengebracht.
Ich mag das Teil, es wird im Sommer nicht im Schrank versauern. Auch wenn ich hier wieder sehe, dass ich am Armausschnitt endlich etwas arbeiten sollte.
Ach übrigens, ich kratze mich nicht an den Beinen. Ich habe einfach nur ein unglaubliches Talent, für Fotos total dämlich dazustehen. Wenn ich schon nicht ganz dumm aus der Wäsche gucke, dann wenigstens das ... Ein besseres Foto gibts nicht. :-D


Über die Sommer-Liv kommt heute wieder das unvermeidliche Wardrobe Basic. Das passt einfach am besten zu den meisten meiner Sachen. Momentan steckt in Wirklichkeit sogar noch ein Kaufpullover zwischen Shirt und Jacke. Es ist wirklich kalt. Jetzt schneit's auch noch. Aber bitte bis maximal Ende Februar. Dann reicht's, Frühling her!

Jetzt schiebe ich mein sommerliches Winteroutfit zum MMM und lasse mich von den anderen Nähdamen inspirieren. Unglaublich, was man da alles Tolles entdecken kann. Unzählige Schnittmuster möchte ich auch gern nähen ... Nur machen müsste man's. ;-)

Mittwoch, 17. Juni 2015

Nähen nach Hormondiktat oder MMM mit Liv

Klingt komisch, ist aber so: Ich glaube, meine Hormone diktieren, was ich nähe. Ich gehöre zu den Frauen, die die jeweilige Hormonlage ziemlich intensiv erleben. :-p Da gibt es wunderbare Tage, an denen man sich schön fühlt, jung und selbstbewusst und voller Energie. An solchen Tagen näht man sich eine figurbetonte, schwingende Ella, mit fröhlichen großen Punkten. Man zieht sie an und findet sich so unwiderstehlich, dass man sich sogar für alberne Modelfotos nicht zu doof ist. :-D

Und dann gibt es die anderen Tage. Die, an denen man sich all seiner Schönheitsmängel sehr bewusst ist. An denen man sich lieber dezent im Hintergrund hält und eigentlich sowieso am liebsten gleich im Bett bliebe. Falls man sich überhaupt zum Nähen aufraffen kann und einen der Berg des eigentlich zu Erledigenden nicht völlig deprimiert, näht man sich an solchen Tagen eine Liv (Pattydoo). Was will man machen, mit nix im Schrank, das man grad mag, wird der Tag auch nicht besser. Eine Liv also, die Taillierung mal lieber nicht so stark wie sonst, also nahezu nach Schnitt statt an die eigenen Kurven angepasst, und aus ganz weichem, fließendem Viskosejersey. Ein ganz schlichtes Shirt zum Wohlfühlen für alle Tage. Mit kleinen Pünktchen, der Lichtblick muss zumindest sein. So kürzlich hier geschehen.

Und heute wird die neue Liv auch getragen, denn für die beschwingte Lieblingsella ist es mir zu kalt, und außerdem ... Ihr wisst, was ich meine. ;-)


Ein bisschen mehr Taille hätte es dann vielleicht doch wieder sein können, aber da der Stoff so fließend fällt, ist es OK so. Sieht sowieso bei jeder Bewegung anders aus. Und so muss man sich wenigstens keine Gedanken über eventuell ausbeulende Gürtelschnallen und anderes machen. Weich und bequem ist diese Liv auf alle Fälle, und herrlich vielseitig. Zu diesem bläulichen Dunkelgrau kann ich mich nach Lust und Laune mit fast allen vorhandenen Ohrringen, Ketten und Tüchern austoben. Ich mag das Teil. Ist das nächstbeste zum Tag im Bett. :-D

Viskosejersey vom Stoffmarkt, Schnitt "Liv" von Pattydoo in 38

Jetzt schicke ich die Liv noch zum MMM und freue mich drauf, zu schauen, wonach den anderen Damen heute so ist.

Freitag, 7. November 2014

Ein Herbstlaunenshirt

Langarmshirts kann man nie genug haben. Außerdem habe ich die langweiligen gekauften satt, ganz abgesehen davon, dass die auch schon seit ein paar Jahren ihr Dasein fristen. Da hilft alles nix, es muss genäht werden. ;-)
Das neueste Shirt ist ein Autumn Mood (Ottobre 5/2013) mit Zusatzpunkt, sozusagen. Inspiriert vom Winterkleid wollte ich einen weiten hohen Rollkragen zum Umklappen dranbauen. Hab ich auch getan, sah aber nicht gut aus. Aus zwei Lagen Baumwolljersey stand der einfach nur steif nach oben. Also wieder ab damit. Ganz aufgeben und einfach ein konventionelles Bündchen annähen wollte ich aber nicht. Ein paar Tage blieb das unfertige Teil liegen. In der Zwischenzeit habe ich ein bisschen hin- und hergetüftelt und überlegt, mit dem Ergebnis, dass es vielleicht besser ginge, wenn es ein offener, an den Enden schräg zugeschnittener Kragen wäre. Ausprobiert, und da ist es:


Interessant, aber ich finds gar nicht schlecht so. Hat auf jeden Fall nicht jeder. Das Foto ist wieder mal einer der üblichen morgendlichen Schnellschüsse. "Frau in Betrachtung eines über den Teppich rollenden Kindes" könnte man es betiteln. Nichts zurechtgezupft, Hosengürtel beult vorn raus ... :-p Es ist besser als auf dem Bild, definitiv. Es gab heute morgen sogar schon ein Kompliment vom Schwiegervater dafür, und das spricht doch für sich, oder? :-)


Der Kragen kann dank Schirmchenknopf auch geschlossen getragen werden. Da haben wir's wieder, eins der obligatorischen "Doro-Details", wie sie kürzlich liebevoll betitelt wurden. Verliebt, gekauft und aufs Nadelkissen gespickt so lange gehütet, bis sich das richtige Plätzchen für den Knopf fand. Da gehört er hin, passt genau zum Herbstlaunenshirt.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Hilfe, mein Kind wird cool!

Ich hab's gewusst, irgendwann musste das ja kommen. Aber jetzt schooon ... :-)

Ja, irgendwann decken sich der mütterliche und der kindliche Geschmack nicht mehr so ganz. Das durfte ich denn nun auch beim Stoffkauf erfahren.
Unser Sohn ist über den Sommer ganz ordentlich gewachsen. Es war also an der Zeit, den Kleiderschrank zu entlasten, um Platz für Neues zu machen. Die Sachen werden weitergegeben an eine Freundin mit 3 Jungs, die sich immer sehr darüber freuen. Unserem Kind 1, das allgemein kein großer Fan von Veränderungen ist, fällt der Abschied von gewohnten oder gar sehr liebgewonnenen Kleidungsstücken oft recht schwer, insbesondere, wenn es sich um für ihn Genähtes handelt. Am liebsten würde er alles zur Erinnerung aufbewahren. Bei besonderen Sachen, wie Geburtstagsshirts, erlaube ich das auch. Aber alle Sachen aus dem Verkehr zu ziehen wäre dann doch etwas schade, wo sie noch gut jemand nutzen könnte. Weiterwandern musste zum Beispiel das Waldshirt, das aber wenigstens in der Familie bleibt. Und auch das Feuerwehrshirt, getragen bis kurz vor bauchfrei, zog aus - direkt in den Schrank eines 3jährigen.
Unser junger Mann ließ dieses nebst einem weiteren Klamottenstapel schweren Herzens ziehen und wir bekamen dafür ein paar Finanzen. Ich versprach, diese mit ihm gemeinsam in Stoffe für neue Shirts nach seinem Geschmack zu investieren.

Versprochen ist versprochen, also musste wohl auch das mit, was ihm im Nähstübchen am besten gefiel. Und das war so ziemlich auf den ersten Blick ein wilder Fotodruck mit bunten Skateboards. Hätte ich keinen immerhin schon ein bisschen großen Sohn, hätte ich den Stoff wohl absolut links liegen gelassen, aber so hatte ich den Verdacht, dass Kind genau diesen Jersey besonders cool fände, schon länger gehegt. Der musste es denn auch sein. Als Kombistoffe dazu gab's einmal simples Schwarz und einmal Grau mit schwarzen Sternen.

Das Wochenende wurde genutzt, um das Material in Tragbares umzuwandeln. Am Montagmorgen konnte der ach so große Zweitklässler dann ganz besonders cool den Weg in die Schule antreten. So sah das aus:


Groß und cool kann man werden, man muss dabei aber noch lange nicht ernst sein! (Pst, und auf Kuscheln, Abendlied, Lieblingskuscheltier muss man auch noch laaange nicht verzichten ... ;-) )
Genäht habe ich ein Raglanshirt von Klimperklein in 128 - und dabei festgestellt, dass die schöne Zeit der halben Meter nun auch vorbei ist. Fürs Rückenteil reicht das nämlich nicht mehr ganz. Deswegen habe ich unten ein schwarzes Jerseybündchen angefügt.


Nach dem gleichen Schnitt entstand ein zweites Shirt mit bunter Vorderseite und Sternenärmeln und -Rückseite. Gut, dass ich von den Sternen 60 cm gekauft hatte.


Aus den Resten wurde dann noch eine Minutenmütze und ein selbst konstruiertes Halsdingsbums - eine Art Rollkragen, der nach unten weiter wird, genäht nach dem gleichen Prinzip wie ein Loop.

Skateboards und Sterne sind damit fast bis aufs allerletzte Fitzelchen vernäht. Vom schwarzen Jersey ist ein kleiner Rest geblieben. Wenn man den Stoff so gründlich ausnutzt, ist das Nähen (von der Arbeitszeit immer abgesehen) zumindest mal nicht teurer als der Kauf von hochwertiger Kleidung. Das hier sind immerhin 4 Kleidungsstücke für ca. 35 €.

Unbezahlbar ist allerdings die Freude des jungen Mannes, der nun wieder für ihn genähte Sachen im Schrank hat, und auch noch sooo cool! Da ist man doch als "Nähmama" ganz schnell wieder mit dem Stoffmuster versöhnt. Immerhin, man darf das große Kind benähen - wer weiß, wie lange noch? ;-)

Die Kollektion ist ja sowas von Made4Boys.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Raffiniert gerafft zum MMM

Ich habe ein neues Lieblingsshirt - dieses:


Und ich trage es heute tatsächlich schon wieder, auch wenn das Foto vom vorletzten Wochenende stammt und mit dem Handy auf dem wunderschönen Gut Frohberg gemacht wurde. Ich denke mir, etwas Abwechslung von tristen schnell geknipsten Bildern vor der Wohnzimmertür kann nicht schaden. :-)
(Auch wenn ich noch mal hätte hier und da etwas zurechtzupfen sollen. Die Falten im Ärmelbereich sind eigentlich keine Dauererscheinung.)

Das Shirt ist eine "Raffinessa" von Elsterglück. Ich hatte es bei Frau "Mit Nadel und Faden" zunächst live und dann auch noch auf dem Blog bewundert. Und mir drängte sich sofort ein Stoff in die fürs Nähen reservierte Gehirnwindung, auf den ich im Nähstübchen schon länger ein heimliches Auge geworfen hatte. Kennt ihr das? Manche Schnitt-Stoff-Kombis wollen einfach mit unaufhaltsamer Macht genäht werden. ;-)

Zunächst hatte ich geplant, zu dem schönen gemusterten Jersey mit petrolfarbenem Grund einfach erikafarbene Ärmel zu kombinieren. Dann gefiel mir die Idee, zwischen Ärmel und Vorder- bzw. Rückenteil noch eine Paspel zu setzen. Ich durchwühlte also die Vorräte nach einem Jersey in einem passenden Farbton, entdeckte einen petrolfarbenen Rest von diesem Shirt und fand schließlich, dass petrolfarbene Ärmel und erikafarbene Paspeln und Raffbänder noch viel hübscher wären. Gedacht, genäht - heraus kam diese Raffinessa.

Vom Schnitt bin ich begeistert. Ein einfach zu nähendes Teil, das den Alltag wunderbar mitmacht und trotzdem nicht ganz alltäglich aussieht durch die schicken seitlichen Raffungen. Es passt alles, nur die Seitenlinie habe ich wieder, wie bei bisher jedem Oberteil, das ich genäht habe, etwas stärker tailliert, damit das Ganze perfekt an meine Kurven passt.
Einziger Kritikpunkt am E-Book ist für mich der selbst zu bastelnde Papierschnitt. Den hätte man etwas handlicher und papiersparender gestalten können, wenn die Teile nicht alle auf einem einzigen riesigen Bogen angeordnet wären, für den man schon ein ordentliches Stück Fußboden braucht. Für ein einfaches Shirt wäre das so nicht nötig. ;-) Dieses Handicap kann man aber in Kauf nehmen, wenn am Ende solche Lieblingsstücke dabei herausspringen.

Damit kann ich ein weiteres Herbstteil für mich zum MeMadeMittwoch schieben und mich auch gleich von den Werken der anderen Damen inspirieren lassen.

Mittwoch, 17. September 2014

MMM mit "Liv"

Mein erstes Herbstshirt des Jahres, ganz passend mit tanzenden Blättern:


Eine "Liv" von pattydoo aus einem Jersey von Lillestoff und Stretchjerseyresten von früheren Projekten. Ich mag das Shirt sehr und wurde auch schon mehrfach drauf angesprochen. Auf dem Foto wirkt es irgendwie formlos. Ich habe das Gefühl, das Muster schluckt im Bild die Form. Im Original gefällt's mir besser. Es sitzt gut, ein bisschen lässig, aber trotzdem figurbetont. Der Schnitt ist toll, sehr professionell. Ich habe nur die Seitenlinie geändert, aber das mache ich immer. Da scheine ich  einfach etwas kurviger zu sein als die Durchschnittsfrau. An der Länge habe ich nichts gemacht. Für ein Herbstshirt zu Hosen ist die an mir genau richtig.


Und da ist auch das kleine Urlaubsandenken, das ich schon erwähnte. Beim Kauf wusste ich das nicht, aber hier passt die Farbe des Samtbands einfach perfekt. Immer wieder schön, wenn Stoffe und Accessoires so zusammenfinden.

Und jetzt ab zum MMM. Mal schauen, was die anderen Damen heute tragen.

Donnerstag, 7. August 2014

RUMS mit maritimem Touch

RUMStag, und mein Blog hat mich wieder. Hier war es ruhig in letzter Zeit, dafür tobte sich das Leben live aus, in allen Facetten, die es zu bieten hat - traurig, froh, arbeitsintensiv ...

Derzeit gönnen wir uns und der Alltagsroutine eine Pause. Wir lassen die Tage langsam dahinplätschern, genießen ländliche Ruhe, frische Seeluft und Wellenrauschen. Der maritime Touch ist also durchaus in mehrfachem Sinne zu verstehen.
Dass ich intensiv an meiner Sommergarderobe gearbeitet habe, wurde in den letzten Posts schon unmissverständlich klar. Hiermit stelle ich zwei weitere neue Teile vor, praktisch noch kurz vor der Abfahrt unter der Nadel hervorgezogen, weil sich diese Kombi nun mal im Kopf festgesetzt hatte und ich sie für den Urlaub unbedingt haben musste.
Die verwendeten Schnittmuster sind absolut nichts Neues - Schnabelina-Röckli und tailliertes Summer Basic. Never change a winning team, vor allem, wenn's eilig ist. ;-) Dafür sind die Fotos mal was anderes. Freiluftkulisse und Action statt Pose vor der Wohnzimmertür. :-)

Einmal im schwungvollen Lauf im herrlichen großen Garten des Urlaubsdomizils. (Warum ich hier nur einen halben Kopf habe, darf man den Fotografen fragen. :-D )

Kleines Detail: die maritime Tüddelei. In der Seitennaht gibt's noch einen Webbandeinnäher mit Anker auf rotem Grund. Kann man erahnen, wenn man auf den Tragebildern genau hinschaut.

Und noch einmal Action pur, dafür passt das Outfit prima: Wenn man auf dem ersten Spaziergang im Urlaubsort gleich ins Stadtfest gerät, das richtig gute und gar nicht schlagerlastige Live-Musik bietet, kann man auch mal mitten auf der Straße mit dem Tochterkind Rock'n Roll tanzen. Yeah!

Materialien: Viskosejersey für's Shirt vom Stoffmarkt, Baumwollstretchjersey für den Rock und Ankerknopf vom Nähstübchen Emily.

Und jetzt ab damit zu RUMS.

Donnerstag, 24. Juli 2014

RUMS mit noch Meer Urlaubsgarderobe

Ans Meer solls dieses Mal gehen, und um dem Rechnung zu tragen, habe ich einen Streifenjersey aus den Vorräten gekramt und mir noch ein maritim angehauchtes Summer Basic genäht:



Aber nicht nur. Auf dem Stoffmarkt entdeckte ich einen nahezu zuckersüßen Stoff, der trotzdem spontan mein sein wollte. Leider gab es nur Abschnitte von 50 cm. Für ein Shirt musste also ein geteilter Schnitt her. Eigentlich dachte ich an "Pine Green" (Ottobre 5/2013), da die Zeitschrift schon mal da ist. Weil ich aber laut Messung die Unterbrustnaht um ganze 7 cm!?! hätte nach unten verlegen müssen, bin ich an der Änderung verzweifelt. Schließlich kann ich ja nicht einfach auch am Rückenteil alles um 7 cm nach unten verschieben. Ich war also ratlos, zumal die fragliche Naht auch noch geschwungen verlaufen soll und dann die Raffungen im Brustteil, die auch passen müssen ... Das war schlicht zu viel. ;-) Ich habe mir also kurzerhand Martha bestellt, mit ziemlich gerade verlaufender Unterbrustnaht. Da waren nur 2 cm Verschiebung nötig, jedenfalls sagte das das Maßband. Letztendlich habe ich aber festgestellt, dass ich einfach hätte drauflosnähen sollen. Die Verlängerung konnte ich nämlich beim Zusammennähen wieder rückgängig machen.


Natürlich habe ich wieder etwas am Schnitt gebastelt. Ich wollte einen V-Ausschnitt ohne Bündchen, also habe ich ihn mit Beleg genäht. Außerdem habe ich das Unterteil stark gekürzt, weil es ein Shirt werden sollte, das auch zu Röcken tragbar ist. Was am Ende herauskam, ist nicht ganz optimal, also ohne sofortigen Lieblingsstück-Appeal, aber trotzdem wird es wohl nicht im Schrank versauern. Ist OK. Und der Schnitt hat Potential. Damit kann ich sicher noch mehr anfangen.

Außerdem wurde die Kleiderauswahl für den Sommer noch durch einen Jeansrock aus eher dünnem Material ergänzt. Manchmal muss es schnell gehen, dann braucht man etwas, wozu man ein beliebiges Shirt aus dem Stapel greifen kann und es passt. :-)


Dem Rockschnitt liegt 120/Burda Style 2/2014 zugrunde, den ich schon einmal erfolgreich umgesetzt hatte. Ich habe mir einfach noch eine Kellerfalte reingebastelt.

Pläne und Ideen habe ich noch mehr. Mal sehen, was wird ...

Jetzt kommt diese Sammlung erstmal zu RUMS.

Montag, 21. Juli 2014

Dresdner Nähbloggerinnen im Internaht

Das ist tatsächlich kein Schreibfehler. Viele DresdnerInnen, die sich in der hiesigen kreativen Nähszene auskennen, dürften davon schon gehört haben. Allen anderen stelle ich hiermit das "Internaht" mit h vor:

Im Mittelpunkt steht ein schlicht-schönes kleines Ladenatelier mit dem ursprünglichen Charme des alten Gebäudes, das vor allem liebevoll genähte Kinderkleidung in einem ganz eigenen geradlinigen und kindgerechten Stil zur Schau stellt. Die meisten Stücke werden aus GOTS-zertifizierten Biostoffen hergestellt. Neben fertigen Kleiderträumchen gibt es auch Meterware zu kaufen, was die Selbermacher unter uns natürlich besonders interessieren dürfte. Neben Nähmaterial könnte auch das Kursangebot im "Internaht" die locken, die am liebsten selber werkeln.

An diesen anziehenden (im wahrsten Sinne des Wortes :-) ) Ort im Stadtteil Dresden Plauen lud Annett Winkelmann, die Frau hinter dem Label, die Dresdner Nähbloggerinnen am letzten Freitag ein. Uns erwartete ein herzlicher Empfang inklusive Sekt und Bionade, Gratis-Päckchen zum Selbervernähen!, einer Vorstellung der Person, Arbeitsweise und des Arbeitsplatzes von "Frau Internaht", interessanten Gesprächen und für einige auch nur zu verführerischen käuflichen Stoffballen und Restetüten. ;-)
Dabei waren dieses Mal Amberlight Label, Näähglück by Sophie KääriäinenResize genadelt, Kuddelmuddel, Stoffverzückt, Schau'n wir mal, Strategchen, Friemeleien, Ranunkelchen und Regina vom Königinnenreich, die zur Feier ihres Geburtstages noch ein paar kulinarische Köstlichkeiten auftischte.

Der Blick hinter die Kulissen war eine interessante und dank der sehr sympatischen Ladeninhaberin rundum angenehme Erfahrung. Heutzutage hört man nur zu oft von Unternehmen, die auf Kosten von Mitarbeitern und Kunden ins Unendliche wachsen, Profite maximieren und soziale, qualitative und ökologische Gesichtspunkte dabei völlig ignorieren. Gut, dass es auch Gegenmodelle gibt, von denen alle am Geschäft Beteiligten profitieren. "Internaht" soll ein überschaubares Unternehmen bleiben, das den Menschen hinter dem Label ein Leben innerhalb des persönlichen "Wohlführkorridors" ermöglicht und den Kunden erstklassige Qualität bietet - nicht mehr und nicht weniger. Wer also guten Gewissens Kleidung kaufen möchte und etwas Besonderes sucht, ist im "Internaht" genau richtig.

Sollte jemand Interesse an den schönen Dingen von "Internaht" haben, jedoch nicht das Glück Dresdner zu sein, besteht auch die Möglichkeit, online zu bestellen. Shops bei Dawanda und Etsy sowie ein eigener Internetshop laden dazu ein.


Ich durfte den wunderschönen Doubleface-Interlock hier im Bild mit nach Hause nehmen und bin im Kopf schon am Tüfteln, was man draus machen könnte, damit die Besonderheit des Stoffs auch richtig zur Geltung kommt. Man könnte natürlich einfach ungesäumte Schals basteln, aber das wär ja dann doch etwas langweilig ... mein Hirn arbeitet noch dran ... Ergebnisse werde ich präsentieren. :-)

Und jetzt noch schnell was aus der eigenen Nähwerkstatt, sonst komm ich nicht mehr hinterher mit den Posts, da ich momentan mehr nähe als blogge. Zum Julitreffen der Nähbloggerinnen erschien ich in einem neuen luftigen Sommeroutfit, von dem die anwesenden "Kolleginnen" meinten, dass es quasi mein angezogener Blogname sei:

(Heute nur ein Notfoto kurz vorm Abmarsch zum Gottesdienst - bevor das Outfit wieder zerknüllt und verschwitzt aussieht. Den gehetzt-entnervten Kopf (dank mehreren heulenden Kindern zur Abmarschzeit :-p) erspare ich den Bloglesern. Ist besser so. Neeeiiin, hier herrscht definitiv nicht immer Friede, Freude Eierkuchen. ;-) )

Dann hats ja zum Anlass gepasst, wenn auch unbeabsichtigt. :-) Der Rock ist mein erstes Schnabelina-Röckli. Und da die Schnitt-Figur-Kompatibilität erst getestet werden musste, kam dafür ein günstiger Stoffmarkt-Coupon unter die Schere. Das Ergebnis erwies sich als Erfolgsmodell, in dem ich mich gerade bei den herrschenden hochsommerlichen Temperaturen sehr wohl fühle. Das wippt so fröhlich-luftig um die Beine, dass ich davon unbedingt noch mehr brauche. Eine Premiere für mich war auch der wellige Rollsaum. Zufällig war ich, während der Röckli-Schnitt schon auf dem Tisch lag, über den Blog von Mira auf ein Tutorial gestoßen, wie man dieses hübsche Extra mit einer normalen Nähmaschine hinbekommt. Sah einfach aus, wurde probiert, war einfach, aber laaangwierig am weiten Rocksaum, und ist prima geworden. Spricht fast nichts dagegen, das wieder zu machen. Es sei denn, es käme eine Overlockmaschine dazwischen, die es flotter schafft. ;-)
Das Oberteil ist wieder ein bewährtes selbst zurechttailliertes Summer Basic (Ottobre 2/2013). Den türkisfarbenen Viskosejersey hab ich in der "Für mich-Kiste" zufällig gefunden. Seine Existenz in meinen Vorräten hatte ich schon vergessen. Wie gut, dass er da war, bot sich perfekt für ein passendes Shirt zum Rock an. So ein überraschender Fund hat auch was. :-) Stammt wohl von einem länger zurückliegenden Stoffmarkt.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Mein MMM Nr 1 - mit entbeultem Summer Basic

Heute passt es mal - ich habe für mich genäht und es ist Mittwoch. Zeit für meinen ersten MMM, würde ich sagen. Deswegen auch immer noch kein Gartenpost. :-)

Nach dem ersten Testshirt nach dem lässig-beuligen Summer Basic-Schnitt (Ottobre 2/2013) hatte ich beschlossen, mir noch so ein Shirt zu nähen. Der runde Ausschnitt hat genau das richtige Maß für meinen Geschmack und auch die angeschnittenen Ärmel finde ich sehr hübsch. Allerdings waren im Unterbrustbereich ein paar Veränderungen fällig. So ein locker nach unten fallendes Shirt steht mir mit meiner klassischen Sanduhrfigur doch nicht ganz so gut. Etwas Taille zu zeigen ist günstiger. Basteln war also angesagt, Beulen ab, Taille rein. Genäht, noch mal abgenäht, ein bisschen aufgehübscht und am Ende konnte ich das überziehen:


 So ist es gut, finde ich. Passt und hat genau die richtige Länge, um die Proportionen günstig aussehen zu lassen. (Kaufshirts sind eigentlich immer etwas zu lang, vor allem wenn ich Röcke dazu tragen will.)
So viele Falten, wie hier auf dem Foto eingefangen sind, schlägt das Shirt unter der Brust eigentlich gar nicht. Sitzt, Farbe ist schön, alles geworden wie vorgestellt - ein neues Lieblingteil.


In den Blümchenjersey hatte ich mich im Nähstübchen verguckt, habe ihn aber dummerweise nicht sofort mitgenommen. Als ich dann wusste, dass ich ihn wirklich will (Manchmal muss ich drüber schlafen, vor allem, wenn es für mich sein soll.), war nur noch ein 20cm-Abschnitt zu bekommen. Doch auch damit kann man was anfangen, wie man sieht. :-)
Der einfarbige Teil besteht aus einem sehr feinen, glatten und elastischen Baumwolljersey. Rundum angenehm.

So, jetzt verlinke ich zum ersten Mal ein Nähwerk beim Me Made Mittwoch. Dort steht heute die Frage, welche Eigenkreationen im Urlaubskoffer landen. Also das neue Shirt auf alle Fälle. Und ansonsten sollen in den nächsten Tagen noch ein paar Sachen entstehen. In meinem Kleiderschrank herrscht gerade Ebbe, kaum noch was drin, was ich mag. Deswegen bin ich jetzt mal dran, wenn ich zum Nähen komme. :-)

Samstag, 21. Juni 2014

Nähblogger, Overlocker und das "Beulenshirt"

3. Freitag im Monat - Zeit für das Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen. Geplant war ein Abend zum Thema Overlock. Der fand, dieses Mal in etwas kleinerem Rahmen, im traumhaften Nähzimmer bei Kerstin von Mit Nadel und Faden statt.

Eine Overlockmaschine hatte ich nicht dabei. Es waren aber genug andere da und die Ohren habe ich trotzdem aufgesperrt. Bei mir steht nämlich seit einiger Zeit auch so ein Teil rum. Anders kann man es nicht bezeichnen. Denn leider habe ich damit noch nichts fabriziert außer mehr oder weniger zufriedenstellenden Probenähten, wobei weniger überwiegt. Ich kam zu der Maschine quasi wie die Jungfrau zum Kinde. Meine Mama hat sie sich in einem allseits bekannten Discounter gekauft, ein paar wenige Nähte damit genäht, war eines Tages irgendwie genervt von dem Aufwand und brachte sie kurzerhand zu mir, weil ich ja viel mehr nähe. Da war sie nun und ich brauchte einige Zeit und die moralische Unterstützung einer erfahrenen Freundin, um mich zur Auseinandersetzung mit der Overlockmaschine zu überwinden. Wir fädelten verschiedene Farben ein, um zu sehen, wo wir an der Einstellung eventuell schrauben sollten. Irgendwann waren wir so weit, dass das Maschinchen akzeptable Nähte produzierte. Sehr schön. Optimistisch fädelte ich überall weißes Garn ein (Anknoten und Durchziehen funktioniert nicht, wir haben wirklich ALLES versucht.) und wollte nun gern ein Shirt zusammennähen. Aber denkste. Mit dem weißen Garn war bei aller Mühe keine ordentliche Naht hinzukriegen. Alles viel zu locker und die Fadenspannung schon auf höchster Stufe. Hmpf. Da steht sie nun wieder rum. Ich denke ja, dass es am Garn liegt. Die Discountmaschine strebt nach Höherem und lehnt das Garn ab, das mit ihr zusammen gekauft wurde. Die anderen Farben kamen nämlich teilweise aus anderen Quellen und machten einen qualitativ besseren Eindruck. Und mit denen hatte es ja geklappt. Also brauche ich neues Garn in den Farben, die mir wirklich was nützen. Und bis dahin ...

Beim Nähbloggertreffen konnte ich dank Malou erstmal eine andere Maschine ausprobieren. Auch eins der günstigen Modelle (W6), aber um Längen besser als meine Dauerleihgabe. Damit konnte man sogar mit etwas Gefühl gezielt Kurven nähen und sie machte nicht halb so viel Krach. Hat schon was, Shirtnähte so ruckzuck und ohne Probleme durchzurattern. Hach ja, Weihnachten kommt ja noch dieses Jahr ... ;-)

Als Probestück zum Overlocken hatte ich mir das Summer Basic (Ottobre 2/2013) zugeschnitten. Seit ich die Zeitschrift habe, überlege ich, ob mir dieses so herrlich schnell und einfach zu nähende Shirt stehen könnte. Da es am Körper ziemlich locker fällt, war ich mir nicht sicher. In letzter Zeit habe ich es in verschiedenen Varianten zum Beispiel bei ReSiZe-genadelt und Life ist colourful gesehen, die alle die seitlichen "Beulen" etwas zweifelhaft fanden und auf verschiedene Art individuell behandelt haben. Ich dachte mir also auch, wenns nicht geht, könnte ich sie immer noch wegrationalisieren, und habe das Shirt testweise erstmal nach dem Originalschnitt genäht. Die Stoffwahl fiel auf einen sehr weich und locker fallenden Viskosejersey in feinen pink-weißen Streifen, ein Schnäppchen vom Stoffmarkt, ideal für Projekte mit zweifelhaftem Ausgang. ;-)
So sieht das "beulige" Ergebnis aus:


Und so an der Frau:


Ich finde: Kann man machen, muss man aber nicht. :-) Dieses Shirt wird so bleiben. Es ist auf alle Fälle sehr angenehm zu tragen und aus dem fließenden Stoff fällt es am Körper ganz akzeptabel. Der Ausschnitt und die angeschnittenen Ärmel gefallen mir sehr gut. Unter der Brust hätte ich es für mich aber doch gern etwas figurnäher. Ich denke, da werde ich für weitere Versuche noch mal etwas am Schnitt basteln ...

Ideal wäre das Summer Basic wohl für größere Frauen, und es funktioniert auch nur aus ganz weichen Stoffen. Baumwolljersey ist zu steif, damit kämen wirklich nur die Beulen groß raus. :-)
Dieser Schnitt hat für mich also Potential im oberen Bereich, die typischen Kurven müssen aber weg. Es muss also eigentlich doch ein ganz anderes Shirt werden. :-)

Freitag, 28. März 2014

Klimperkleines Babyoutfit

Ich hatte noch ein Versprechen von Weihnachten einzulösen, nämlich meinem kleinsten Neffen ein "Designeroutfit" in Mamas Wunschgröße zu nähen. Da er jetzt die georderte 68 so langsam erreichen müsste, wurde es Zeit. Die Söckchen waren schon lange aus einem Rest gestrickt, fehlte "nur" noch was für Obenrum. ;-) Also einen Tag lang rangeklotzt, mit den üblichen Unterbrechungen natürlich - einkaufen, Kinder-Dies und Das, Essen bereitstellen, noch mal schnell den halben Garten jäten ... - und abends lag es fertig vor mir:


So süß, dass ich es fast nicht hergeben möchte. Aber hier passt es ja keinem mehr. :-) Genäht nach Raglanschnitt mit Knopfleiste und Babyhosenschnitt, beides E-Books von Klimperklein. Die Knopfleiste habe ich zum ersten Mal genäht und bin begeistert. Gar nicht schwer und so schick! Da das Shirt ziemlich fröhlich bunt ist, wollte ich die Hose einfach halten, aber nicht ganz ohne dezente Tüddelei natürlich. ;-)
Ich habe also den im E-Book vorgeschlagenen Stern auf die Seite appliziert, aber er hebt sich nur dadurch ab, dass ich den Cordstoff in einer anderen Richtung aufgesetzt habe und die dreifachen Steppnähte zur Befestigung in Hellgrün leuchten.


Mir gefällts sehr gut, und ich hoffe, dass es dem kleinen Mann und denen, die ihn anziehen, auch so geht. :-)

Stoffe wie fast immer aus dem Nähstübchen Emily.

Mittwoch, 27. März 2013

Osterschick

Der Kindergarten unserer Kinder hat eine lustige Tradition: An dem Tag, an dem der Osterhase erwartet wird, dürfen die Kinder als Hasen oder andere Frühlingsboten verkleidet kommen. Klar, dass meine beiden Großen dazu was aus Mamas Nähwerkstatt erwarten. Geplant und entworfen waren die Sachen schon lange, trotzdem wurde aus der Umsetzung irgendwie wieder eine Nachtschicht. Na, was solls, morgens hatte ich jedenfalls zwei glückliche Kinder. :-)

Mathilda geht in einem Oona-Kleidchen mit Volant und dem passenden Häkelhut als Glockenblume. Blau war gerade da, sowohl im Stoffregal als auch in der Garnkiste, also bot sich das an.

Blau steht ihr doch auch mal ziemlich gut zur Abwechslung, finde ich. Mein süßes Glockenblümchen! Und natürlich ist alles, was heute als Kostüm dient, auch alltagstauglich. Kleider kann die kleine Dame sowieso nicht genug haben. Neuerdings möchte sie fast jeden Tag eins tragen. :-)

Für einen großen Jungen muss es schon ein bisschen cooler sein. Ostern ist ja gut und schön, aber Häschen, Küken und Co. sind doch arg babyhaft, oder? Zum Glück gibt (oder gab) es so einiges, was aus Eiern schlüpft, und da kann sich in einem gestreiften Osterei schon mal eine große Überraschung verbergen ... ;-)

Raphael findet's gut und hat sein Shirt stolz im Kindergarten rumgezeigt. Wobei er natürlich gleich selbst zum Dino werden musste und brüllend seine Krallen zeigte. Na ja, beim Ostereiersuchen auf dem Spielplatz gab es ja genug Gelegenheit, sich auszutoben. :-)

So, die osterschicken Sachen müssen dann wohl noch mal in die Waschmaschine, dann sind sie auch am Sonntag wieder ausgehtauglich. :-)

Montag, 12. November 2012

Fuchs and 3 friends

Bitte sehr, wie versprochen, noch mehr Bilder von unseren 3 Designmodels - mit Tageslicht, so dass mal ein realistischer Eindruck von den Farben der Stoffe entsteht  :-) :

 Sagte ich was von Bildern, auf denen alle 3 zu sehen sind? Haha, schon wars wieder fort, das Kleinste. :-)

 Ganz lässig, der junge Mann im blauen Shirtmodell. Da stand ein Foto am Kind ja noch aus.

 Noch mal, weils so schön ist: die Trägerin des grünen Kleidchens im Kaspermodus. :-)

 Das grüne Longshirt macht jede Turnbewegung mit.

 Auch mal interessant: Perspektivwechsel.

 Was die Große macht, muss die Kleine auch probieren.

Und jetzt doch noch mal: Alle 3 zusammen - gaaanz große Geschwisterliebe. (Nein, nicht gestellt! :-) )

Die kleine Truppe im fuchsigen Partnerlook kam gestern bei allen Betrachtern, Erwachsenen wie Kindern, sehr gut an. Ich denke, die "Fuchs and Friends"-Serie von Frau Blaubeerstern kann eigentlich nur ein Erfolg werden!