Posts mit dem Label Ottobre werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ottobre werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 9. Juni 2014

Junikäferchen fliegt in die 4. Runde

3 Jahresrunden hat es nun schon auf dieser Welt gedreht! Schnell sind sie vorbeigeflogen und groß ist das Käferchen geworden. Dessen ist es sich auch selbst voll bewusst und weist uns immer wieder nachdrücklich drauf hin: "Ich bin schon droooß! Soll ich mal zeigen?" Und dann stellt es sich hin und reckt sich, so hoch es kann. Vorzugsweise im elterlichen Bett, während die Erwachsenen noch flachliegen und die Größendemonstration deshalb etwas eindrucksvoller ausfällt, als wenn sich alle Beteiligten in der Vertikale befinden. :-)
Aber auch wenn der direkte Größenvergleich im Familienkreis das Jüngste zwangsläufig hintenanstellt, ist der Zuwachs seit dem Schlüpftag wahrlich nicht zu verachten. Und dabei reden wir nicht nur von körperlicher Länge. Ein cleveres, geschicktes und selbständiges Käferchen ist es auch geworden.

Schaut euch diese Zuckerschnute an, was für ein Unterschied zum winzigen Baby, das am 8. Juni vor 3 Jahren in unseren Armen landete!


Wenn man seine zunehmende Größe auch in einem eindruckvollen Zahlensprung ausdrücken kann - immerhin braucht man jetzt einen ganzen Finger mehr, um sein Alter anzuzeigen! - will man das gebührend feiern. Der letzte Geburtstag schwirrt noch in Einzelbildern durchs Gedächtnis und so hat man eine konkrete Vorstellung davon, was das Wichtigste an so einer Party ist: Ein "Täfertuchen"! Geschenke, ja auch. Da wünscht man sich das und jenes und ist letztendlich sowieso glücklich mit dem, was man bekommt, ohne anderes zu vermissen. Aber der Kuchen in Käferform, ohne den wär's einfach nicht richtig. :-)
Also bäckt Mama einen Käferkuchen, noch ein paar andere Wünsche werden erfüllt und passend ergänzt, ein Geburtstagskleid genäht und das Ganze wie üblich :-p zu irgendeiner späten Nachtstunde zu einem schönen Geburtstagstisch arrangiert. Dabei zieht sich das Käferthema durch, denn das Junikäferchen hat eine Vorliebe für die Tierchen entwickelt, die ihm wohl aufgrund des "Arbeitstitels" angeboren ist. :-)


Morgens wird dann erstmal das Geburtstagskleid angezogen (ohne Zahl, denn die Sachen passen unseren Mädels einfach zu lange, und mit der Würde einer 4jährigen ließe sich ein Kleid mit 3 drauf wohl schwer vereinbaren :-D):


Ein paar lustige Runden durchs Zimmer flitzen, sich drehen und bewundern und dann gehts an die Geschenke:


Erstmal werden die von den großen Geschwistern ausgepackt. Die haben sie liebevoll in selbst bestempelte Tütchen verpackt. (Merke: Es ist eine dumme Idee, den Kindern alle Stempel und Stempelkissenfarben zur Verfügung zu stellen und dann zu erwarten, dass sie sich jeweils eins davon aussuchen, um "noch schnell" vor dem Schlafengehen ihr Geschenk aufzuhübschen. :-D Es dauerte dann doch etwas länger und es musste sogar noch ein runder Flaschendeckel gesucht werden, damit man Planeten drucken kann. Wenn es das Künstlerherz verlangt ... Entsprechend stolz waren die zwei auf ihre Werke und sie dürfen natürlich nicht als schnöde Verpackung im Müll landen. )

Nachdem Gummientchen und Schiffchen befreit worden sind, dürfen sie die weitere Geschenkeinspektion überwachen. Eine ernste Sache ist das, erfordert höchste Konzentration:


Ah, endlich ein paar "richtige" Gartenwerkzeuge. So ein ordentliches Häckel braucht man, denn Mama will ihrs immer nicht rausrücken. Und wenn man, wie gewünscht, ein eigenes Beet mit "swei Erdbeern" hat, gehts nicht ohne.:



Neben Eimer und einer Lupe zur Käfer-und Ameisenbeobachtung braucht man natürlich noch unbedingt eine Gießkanne als angehende Gärtnerin:


Falls man die "Erdbeern" gut pflegt, hat man vielleicht irgendwann genug für einen Kuchen. Dafür benötigt man eine Backschürze "mit Sternen, wie die Mama hat". Also hat Mama zu ihrem Greengate-Modell in Grau ein Partnermodell in Pink gestaltet. Das kann auch gleich das Käferkleid schützen, wenn man ausnahmsweise ausgiebig in seiner Lieblingsnascherei schwelgen darf:


Mittagessen kann man sich so sparen, lieber gleich mit lecker Kuchen weitermachen, natürlich mit ein paar lieben Gästen. Später wird im Garten das Beet gebaut und gefüllt, ein bisschen mit Wasser gepanscht, ausgiebig geschaukelt (was man mit 3 ganz plötzlich richtig kann, ohne Anschubsen!) Gegrilltes zum Abendessen verspeist, werden Seifenblasen in den Himmel gepustet, Luftballons aufgeblasen, das Geburtstagskind von oben bis unten gründlich verdreckt ...
Und wenn das alles erledigt ist, geht man im Dunkeln nach Hause, springt noch kurz in die Wanne, um danach viiieeel zu spät, aber glücklich, ins Bett zu sinken, natürlich nicht ohne ein paar besondere Schätze aus dem Geschenkeberg neben sich auf dem Kissen aufzubauen ...

Genau so muss man 3 werden.

Und noch schnell ein paar Infos zum Geburtstagskäferkleid hinterhergeschoben:

Modell: Olive Star, Ottobre 3/2014 in Gr. 92, Materialien: Streifenjersey vom Stoffmarkt, alles andere Nähstübchen Emily.

 Applikation inspiriert von "Mein erstes Krabbelkäfer Gartenbuch".


Hier haben wir doch auch wieder was für Meitlisache dabei.

Samstag, 16. November 2013

2 für 1

Und noch mehr Langarmshirts fürs große Mädel. (Länger als einen Tag sind die ja leider selten präsentabel. ;-) )

2 mal "Fall Basic"/Ottobre 4/2013:

 Einmal Stoffmarktrest + Interlockrest von Nähstübchen Emily.

 Einmal Stoffmarktrest + Stretchjersey, ebenfalls vom Nähstübchen.

Alle Stoffe habe ich wieder dem vorhandenen Stoffberg entnommen - *stolz auf mich*. :-D Eigentlich waren nicht zwei Shirts mit Blümchenärmeln vorgesehen. Aber was soll man machen, wenn man wieder mal seinen Lieblingsfehler begeht und zwei gleiche Ärmel zuschneidet? :-p Macht aber auch gar nix, finde ich. Mir und dem Kind gefallen beide sehr gut. Das rote Shirt bekam ein Täschchen, übrigens gemäß Schnittmuster leicht schräg angesetzt. Wirkt nur auf Streifen etwas, na ja, schräg eben. Aber ist nun mal so.
Auf das blaue Shirt habe ich Mathildas derzeitiges Lieblingstier appliziert. In der schwedischen Form passt es gut zum Blümchenstoff, finde ich. 
Und schon wird das Shirt getragen:


So ging es jetzt jeden Tag: Nachts fertig genäht, morgens angezogen, abends in der Wäsche. :-) Ein ewiger Kreislauf. Obwohl, nö, höchstens noch ein zwei Stück, dann lassen wir den Nähschritt erstmal für ein Weilchen aus ... :-)

Dienstag, 12. November 2013

Arctic Sun versus Herbstnieselwetter

Ich war mal fixer, als ich mir selbst zugetraut hätte, und habe gleich Version 2.0 der süßen Tunika nachgeschoben. Hat was Gutes, wenn man sich sowas spontan überlegt - man kann nichts planen, für das man doch wieder etwas kaufen muss, damit es dem im Hirn langsam aufgebauten Bild entsprechend perfekt wird. :-) Stattdessen baut man das vorhandene Stoffgebirge ab. Dieses Mal habe ich mir Pünktchenjersey vom Stoffmarkt, roten Polojersey aus dem Nähstübchen und grünes Bündchen geschnappt. Dazu noch einen Blümchenjerseyrest, der sich farblich passend geradezu aufdrängte. Zugeschnitten waren die Teile schnell - definitiv ein Vorteil, wenn man das gleiche Modell mehrmals näht. Ein paar extra Gedanken wurden der Applikation gewidmet. Es sollte ein fröhliches Stück für den Herbst werden, also nicht unbedingt aus dem Blümchenjersey noch ein Blümchen. Füchse, Eulen, Äpfel und dergleichen wollte ich auch nicht. Schließlich wurde es ein im Herbst unvermeidliches Accessoire, das in leuchtenden Farben auch bei trübem Wetter die Laune heben kann:

 Schirmchen und Regentropfen habe ich mit Stickgarn freihand appliziert bzw. aufgesteppt.

Und da sieht man es -  das Ganze macht gute Laune und außerdem jede Bewegung mit:

Auch unterwegs macht man in diesem Modell jederzeit eine gute Figur:
(Ich glaube, genau so sähe Ida aus Lönneberga heute aus. :-))

Hier bin ich dem Bündchenproblem von der ersten Version elegant ausgewichen, indem ich statt Bandeinfassung richtige Bündchen angenäht habe. Das vereinfacht natürlich die Arbeit, hat aber auch andere Vorteile, die mir entgegenkommen: Der Ausschnitt, den ich beim Original etwas weit finde, wird enger und lässt kein Unterhemd vorblitzen. Und die etwas reichlichen Ärmel zum Reinwachsen rutschen nicht über die Hände. Win-Win-Situation, würde ich sagen. ;-)

Montag, 11. November 2013

Arctic Sun

Nein, hier herrschen weder arktische Temperaturen, noch scheint die Sonne."Arctic Sun" heißt das Ottobremodell, das am gestrigen trüben Nachmittag entstanden ist. Da die Kinder ungeachtet der Ruhe in der Natur fröhlich weitersprießen, zeigt sich gerade jetzt, wo man sich doch gern wieder wärmer bedeckt, die Kürze der Ärmel deutlich an allem, was letztes Jahr noch problemlos als Langarmshirt durchging. Also muss für Nachschub in der nächsten Größe gesorgt werden.

"Arctic Sun" (Ottobre 6/2013) lachte mich spontan an. Also in den Vorräten gekramt, einen Meter Streifen vom Sterntalerverkauf vor 2 Jahren hervorgezogen und losgenäht. Und da ist das Ergebnis - eine Tunika, die am Saum gerade zugeschnitten wird und deswegen dann angezogen zu den Seiten hin schräg fällt:

Größe 110, pinkfarbenes Bündchen aus ererbten Beständen. Ich finde das Modell recht niedlich. Nur meine Streifeneinfassung gefällt mir nicht so ganz. Mit Jersey klappt das irgendwie besser. Bündchen sind in dem Fall nicht mein Freund. Alles sieht gut aus, solange nur die Geradstichnaht gesetzt wurde. Kommt dann aber die doppelte Befestigungsnaht drüber, dehnt sich das Ganze viel zu sehr aus. Und das, obwohl ich das sehr weiche Bündchen schon kürzer zugeschnitten hatte, als die gängige Formel besagt. Das ist mir auch schon bei anderen Versuchen mit wirklich hochwertigem, eher festem Bündchen passiert - wieso? Tipps willkommen.

Ungeachtet der mangelnden Perfektion mag Mathilda ihr neues Teil und hat es sofort eingeweiht:

Wie man sieht, noch etwas reichlich. Ottobre fällt ja öfter nicht gerade knapp aus. Das macht aber nichts, da wächst sie wahrscheinlich schneller rein, als einem lieb sein kann. ;-) Die Schnittform, die so schön weit fällt und schon fast als Kleidchen durchgeht, kommt bei meinem Mädchen richtig gut an.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, das noch mal zu nähen.

Sonntag, 22. September 2013

Herbststimmung ...

... macht sich mit den kühleren Temperaturen und den langsam aber sicher farbenfroher werdenden Blättern breit. Das heißt, es wird auch Zeit für Herbststimmung im Kleiderschrank. Meiner verlangt nach ein paar neuen Lieblingsstücken. Und die aktuelle Ottobre Woman bietet einige Modelle, die mich spontan angesprochen haben: "Näh mich!". Also habe ich angefangen. Wie könnte es anders sein, zunächst mit "Autumn Mood" in Tunikaform. Das ziemlich farbenfrohe Ergebnis sollte auch grauen Herbsttagen etwas entgegensetzen können:

Kein Meilenstein der Fotografie, aber dafür mal mit Kopf. :-D Und das Nähwerk wurde immerhin festgehalten, bevor es schon wieder in die Waschmaschine wandern muss. Es ist nämlich sehr weich und bequem, so dass ich es natürlich gleich anziehen musste. Das wiederum heißt, dass es ständig der Gefahr ungewaschener Kinderfinger und -schnuten ausgesetzt ist. Manchmal schafft man es einfach nicht, rechtzeitig auszuweichen. ;-)

Ich habe mir den Schnitt noch ein klein wenig verlängert, so dass ich das Teil auch als Kleid tragen kann, wenn mir danach ist. Außerdem habe ich im Rücken eine Veränderung vorgenommen, die man hier nicht sehen kann. Weil bei mir zwischen Po und Rücken im Taillenbereich eine etwas höhere Diskrepanz herrscht, als für den Durchschnitt vorgesehen, gibt es über dem Po gern eine locker hängende Beule, wenn ich nicht möchte, dass das Kleidungsstück überall knalleng sitzt. Die ideale Lösung in dem Fall sind natürlich Abnäher. Aber die wollte ich hier nicht. Ich habe einfach innen an der fraglichen Stelle ein Stückchen Gummiband gedehnt angenäht. Das ergibt eine kleine Raffung, mildert das Problem und sieht gar nicht so dumm aus, finde ich.

Das nächste Teil für die Herbstgarderobe liegt schon fast fertig da. Aber da müssen wirklich Abnäher rein. Und zu denen kann ich mich wohl erst morgen aufraffen ...

Sonntag, 3. März 2013

Nähen gegen den Frust

... oder aus Trotz gegen die Unannehmlichkeiten des grauen Winteralltags mit Kindern oder aus Sehnsucht nach dem Frühling oder einfach so, weil's halt musste.

Wie schon erwähnt, sind unsere Kinder ja seit Dienstag krank (und der Mann dann seit Mittwoch). Raphael schnupft noch ein bisschen, ist aber ansonsten schon ganz fit. Mathilda ist noch deutlich schlapper, blass und appetitlos, hustet fürchterlich, schläft aber zum Glück ganz viel. Emilia tut leider das absolute Gegenteil. Obwohl sie kein Fieber mehr hat und man nicht so recht sagen kann, was außer Schnupfen denn eigentlich mit ihr los ist, schlief sie weder tags noch nachts auch nur eine Stunde am Stück, egal wo. Es schlaucht schon ungemein, auf erholsame Nächte verzichten und danach die Tage überstehen zu müssen - mit einem Kindlein, das durch den Schlafmangel auch nicht umgänglicher wird. Als am Freitag der hoffnungsvolle Versuch, wenigstens zu einem kleinen Mittagsschläfchen zu kommen, auch wieder durch Gebrüll aus dem Kinderzimmer unterbrochen wurde und das Kind sich nicht zu einem Kuschelstündchen in Mamas Bett überreden ließ, erreichte der Frust irgendwie einen Höhepunkt, der in Verbindung mit einer Tasse Cappuccino erstaunlicherweise sowas wie wütende Nähenergie freisetzte. Nach dem Motto: "Eigentlich sollte ich putzen und aufräumen, will allerdings nichts als dringend schlafen, und wenn ich das jetzt nicht darf, dann näh ich eben was. So!"

Und was näht man, wenn einen ein süßes Minimädchen nicht schlafen lässt? - Ein Kleid für eben dieses natürlich. :-) Wild geblümt in Frühlingsfarben. Mit ganz anders gemusterten Taschen. Und Yoyo. Das muss dann grad genau so.


Genäht nach Schürzenkleidchen "Kerstin" aus Ottobre 1/13, etwas verlängert und Taschenform dem eigenen Geschmack angepasst. Beim Original ist der Schulterbereich breiter, aber ich bin mal wieder aus der Anleitung nicht schlau geworden. Oder lag es an der Beschreibung? Es stand jedenfalls am Anfang deutlich da, dass Hals- und Armausschnitte ohne Nahtzugabe zugeschnitten werden. Als es dann um die Versäuberung mit Schrägstreifen geht, steht da schon was von Nahtzugaben, die man zurückschneiden soll ...???... Überhaupt, die Anleitung zur Streifenversäuberung - ich glaube, da ist irgendwie einmal rechts und links verwechselt worden. Entweder ich bin doof, oder das geht nicht so, wie es da steht. (Hoffe letzteres ... ;-) ) Hab's dann irgendwie nach eigenem Gutdünken gemacht und es ist von innen nicht ganz so sauber, wie ich es gern hätte. Muss aber so bleiben, weil jetzt der Zwirn alle ist. Na ja, nur innen, ich werd's überleben und Kindlein merkt's gar nicht. Inzwischen hab ich mir mal die Innenversäuberung mit Schrägstreifen in meinem sehr geschätzten Burda-Buch zu Gemüte geführt und festgestellt, dass man das ganz einfach und ordentlich haben kann. Nächstes Mal dann so.

Jetzt fehlen nur noch ein paar passende Knöpfe, dann kann das Kindlein sein Kleid ausführen. Das kleine Fräulein ist schon ganz damenhaft begeistert und mag es nach dem Probieren gar nicht ausziehen. Irgendwie steckt's drin, das ewig Weibliche. Welche Farben kennt das Mädel schon sicher? Lila und Pink. Die werden natürlich gewählt, wenn sich irgendwo die Chance dazu bietet. Schickmachen ist sowieso der Hit, notfalls mit einem Stück Stoff aus Mamas Vorräten. Auch sämtliche verfügbaren Schuhe müssen probiert werden. Das muss man den jungen Damen gar nicht beibringen. :-)

Besagte junge Dame hat übrigens letzte Nacht völlig erschöpft durchgeschlafen, hatte aber heute immer noch ganz kleine Augen. Ich auch. Wir hoffen auf weitere ruhige Nächte und darauf, dass sich der Effekt dann auch bald zeigt. Denn leider funktioniert das nicht immer so mit dem Nähen aus schlaflosem Frust heraus.

Sonntag, 24. Februar 2013

Pigeon Grey

Genau. So schön kann Grau klingen. Nicht trübes Winterhimmelgrau, nicht schweres Schneematschgrau, sondern luftig flatterhaftes, freundliches Taubengrau. So heißt mein neues Kleid - Modell "Pigeon Grey", Ottobre 5/2009. Und ich finde, so sieht es auch aus. Was nicht zuletzt den Punkten zu verdanken ist. :-)


Eigentlich ist es als Strickkleid gedacht. Ich habe es aber in Erwartung des Frühlings und weil Jersey vom Stoffmarkt einfach günstiger ist als Strick ;-), erstmal aus Jersey genäht. Ich bin immer noch dabei, herauszufinden, wie ich mit Ottobre-Schnittmustern für mich umgehen muss. Das ist nämlich irgendwie ein bisschen kompliziert. Kaufsachen trage ich momentan in 40, ab und zu auch 38. Wenn ich meine Maße mit der Ottobre-Tabelle vergleiche, komme ich auf eine gute 40. Im grausamen Licht der Wahrheit betrachtet teilweise sogar eher auf die 42. Da ich gern Schnitte wähle, die etwas gnädig über die Stellen hinweggehen, die nach dem dritten Kind nicht mehr ganz so aussehen, wie zur Hochzeit ;-), zeichne ich mir also allerbester Hoffnung die 40 ab. Zuschneiden, nähen - alles klappt so weit prima, sogar der doppelt genähte, extra eingesetzte Ausschnitt passt in seine Öffnung. :-) Aaaber - das Ganze könnte kleiner sein. Ich habe also von den Seiten wieder einiges weggenommen. Auch den Schultern würde ein Zentimeter weniger nicht schaden, aber die gehen schon auch so. Warum?
Ich mag den Schnitt sehr, auf alle Fälle ein absolutes Wohlfühlteil. Und tragen werde ich mein graues Pünktchenmodell. Aber ich denke, ich probiere das Ganze dann doch noch mal in der 38 aus ...

Dienstag, 3. Juli 2012

Sommerbunt im Partnerlook

Schon lange lag ein herrlich leichter, weicher bunter Baumwollbatist in meinem Stoffregal. Der sollte eigentlich schon letztes Jahr in ein mindestens teilweise knöpfbares (der Stillfreundlichkeit wegen, was inzwischen tagsüber kaum noch aktuell ist) Sommeroberteil für mich verwandelt werden. Manche Dinge brauchen eben etwas mehr Reifezeit ... ;-)


Jetzt habe ich es geschafft. Der Schnitt ist "Etta" (ohne die im Schnitt enthaltenen Kappärmel) aus der Ottobre Woman 2/2012. Zu 100% überzeugt bin ich davon ja nicht, aber anziehen kann man es schon. Wobei wohl vor allem meine Figur und nicht der Schnitt das Problem ist. ;-) Die Oberweite verlangt eine ganz andere Größe als der Rest (jedenfalls der bei dieser Schnittform relevante Rest ;-) ), so dass ich bei der ersten Anprobe dachte "Ähm, juhu, ich habe mir ein Nachthemd genäht ..." Das Reduzieren der Weite in der Taillengegend hat dann aber geholfen, es doch noch halbwegs tagestauglich zu gestalten. Auch sonst ging es nicht ganz pannenlos ab - als ich den Beleg am Halsausschnitt anbringen wollte, fehlten plötzlich 8cm! Keine Ahnung, wie ich das geschafft habe, denn eigentlich bin ich beim Zuschneiden pingelig. Das fehlende Stück hab ich dann reingebastelt, weil der Beleg schon gründlich am Knopfleistenbeleg festgenäht war, wie vorgegeben. Das war auch eine Sache, die nicht so einfach war, wenn man nicht auf der Höhe seiner Konzentration ist. Die Ottobreanleitungen sind ja eher sparsam. Ich habs einige Male hin- und hergedreht, bis ich die richtige Richtung raushatte. ;-) Die Beleglösung aus dem Schnitt, die ohne Absteppen des Ausschnitts auskommen soll, funktioniert bei mir nicht. Der Beleg klappt sich doch immer wieder nach außen trotz Befestigung an den Nähten. Aber daran kann der ziemlich weiche Stoff schuld sein. Ich werds wohl einfach noch mal ne Runde ansteppen.
Ein Genuss war dagegen mal wieder das Nähen der Knopflöcher. Wenn das gute Maschinchen die fast allein macht, macht sogar das richtig Spaß. :-)
Bequem ist das flatterige Kleidchen, das ich zu Leggins oder schmalen Hosen tragen kann, bei sommerlichen Temperaturen auf alle Fälle. Sollte ich noch mal Stillbedarf haben, bin ich jedenfalls vorbereitet. Und auch für  die umfangreiche Zeit vor dem Stillen sollte das Teil im Fall des Falles noch genügend Platz bieten. :-D

Der farbenfrohe, weiche Blumenstoff hat auch mein größeres Tochterkind nicht kalt gelassen. Während ich nähte, verlangte es auch ein Kleid aus eben diesem Material. Dafür reichten die Reste leider nicht. Aber eine am Saum leicht verlängerte Hannah (farbenmix) mit gekürzten Ärmeln war noch drin. Trotz des gemusterten Stoffs konnte ich nicht ohne eine ganz kleine Tüddelei ... Jetzt ist der schöne Sommerstoff jedenfalls optimal ausgenutzt worden.

Vielleicht reiche ich bei Gelegenheit noch ein Foto vom Mutter-Tochter-Look nach. Mir wars heute nicht sommerlich genug für das gute Stück. Und Mathilda musste zwar ihr Blüschen trotz trüben Wetters sofort ausführen, hatte aber ihre Laune dem Himmelgrau angepasst und mochte nicht fotografiert werden.

Montag, 28. Mai 2012

Frische Fische ...

... aus dem Sterntalerverkauf serviere ich heute als ersten Gang. Dazu eine passende sommerliche Leinenhose und um das Menü abzurunden ein Kombibild am Model. :-)

 Ja, es gab sie nicht nur in Blau. Da bei uns zwei junge Damen wohnen, musste auch ein Stück in Rosa/Pink mit. Hier habe ich die Fische kombiniert mit Grün zu einem mädchenhaften Raglanshirt in Gr. 98 verarbeitet. (Schnitt selbst zurechtgebastelt auf Ottobre-Grundlage.) Dazu musste eine Hose her. Sie sollte farblich passen, aber wieder nicht so gut, dass das Ganze nach Schlafanzug aussieht. Zum Glück fiel mir der pinkfarbene Leinenrest ein, den die Oma mal mitbrachte. Die Farbe - perfekt. Das Stoffstück - etwas knapp. Also wurde an der Unterkante ein bisschen gestückelt und, damit es aussieht wie Absicht, spontan eine leichte Gummikräuselung seitlich angebracht. Auch bei den Zwirnfarben pfiff ich auf dem letzten Loch und musste mich mit den letzten Resten zweier Pink- und Rosatöne bis zum Ende durchschummeln. Aber es hat geklappt. :-) Ich bin mit dem schnell zurechtgeschnippelten und zusammengetackerten Ergebnis ziemlich zufrieden, muss ich sagen. (Das Fischlein im Bund, aus mit Vliesofix versehenem Rest vom Delfin, zeigt Mathilda, wo hinten ist. Schnitt auf Oona-Grundlage zurechtgebastelt.)

Und Mathilda fühlt sich auch rundum wohl in ihrer neuen Kombi (Uff, wieder zwei neue Sommerteile im Schrank! :-) ). Sie hat statt eines Hais einen Delfin aufs Shirt bekommen (eigener Entwurf). Ich fand, das passt irgendwie besser zu ihr. Delfine sehen so lieb und harmlos aus, aber niedliche kleine Fische fressen sie eben doch. Unser süßes Mädchen frisst zwar keine Fische (doch, auch, aber kultivierter und nicht im großen Stil ;-) ), aber es kann doch ganz anders, als Außenstehende betört von blauen Kulleraugen und langen Klimperwimpern vermuten. ;-) Bei der Hose wird man sehen müssen, ob eine Anpassung des Gummibandes nötig wird. Man sollte vielleicht doch nicht die Länge an einem Kind abmessen, das gerade große Teile einer Wassermelone im Bauch hat ... Hm, oder ich füttere das Kind einfach den ganzen Sommer lang mit reichlich Melone. Mathilda hat sicher nichts dagegen. Und ich habe sie gleichzeitig mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt und mir Arbeit erspart. - Es spricht einiges für diese Lösung ... :-D