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Montag, 6. Februar 2017

Die Vogelscheuche im Samtkleid


Da ist sie - Mathilda. Und dass sie im neuen Weihnachtsoutfit wie eine Vogelscheuche aussähe, ist natürlich keinesfalls meine Behauptung. Sie meinte selbst beim Posieren, dass sie jetzt eine Vogelscheuche darstellen würde. Guter Versuch, meine ich. Die Haltung stimmt schon mal. Aber wer so süß lächelt, bietet keinen wirklich erschreckenden Anblick. Deswegen kann man die kleine Vogelscheuche im Galaoutfit mit diesem Titel wohl auch nicht beleidigen. :-)


Das Weihnachtskleid 2016 ist ein "Silver Touch" (Ottobre 4/16), allerdings mit ein paar kleinen Änderungen. Der Schnitt gefiel uns sofort, war aber leider erst ab Größe 134 vorhanden. Aktuell ist Mathilda bei 128, und man kennt ja die lässige Weite vieler Ottobre-Sachen. Ich habe also einfach in der Mitte ein paar Zentimeter herausgenommen, so dass die Schulterbreite passt, und den Ausschnitt wieder zurechtgerückt. Etwas mehr Ärmelweite stört nicht, wenn sowieso ein Shirt untergezogen wird. Weil wir ein richtiges Kleid statt einer Tunika wollten, habe ich den Rock noch etwas verlängert. Bei der Suche nach dem passenden Stoff für ein feines Festtagskleid fiel mir im dunkelblauen Stadtkaufhaus ein großzügiger Rest warmgrauer Samt in die Hände. Das ist so ein Glücksgriff auf den zweiten Blick. Fällt erstmal nicht auf, wenn man in der Restekiste stöbert, aber wenn man dann kapiert, was man da in der Hand hält - yeehaa! Elastischer Baumwollsamt - angenehm zu tragen, streichelweich, vielseitig kombinierbar und schick. Gibt ein super weihnachtsfeines Kleid für 6 Euro! Auf dem schlichten Stoff darf's dann gern noch ein bisschen glitzern. Aufgebügelte Sternchen gehen nicht nur zur Weihnachtszeit.
Elastische Webware verhält sich anders als Jersey, deswegen fiel die im Schnitt vorgesehene Bandversäuberung für Ausschnitt und Ärmel natürlich aus. Es wurde also mit Beleg verstürzt bzw. ein Saum genäht.
Die sportlich wirkenden untergelegten Originaltaschen passten auch nicht so recht zum Gesamteindruck. Weil Taschen trotzdem ganz praktisch sind zu Schnupfenzeiten, wurden sie in Nahttaschen umgewandelt.


Drunter trägt die junge Dame ein schon mehrfach bewährtes "Roundabout" Shirt (Ottobre 1/12). Den Stoff hat sie selbst ausgesucht - trotz Riesenauswahl ein schlichtes, leicht meliertes Türkis. Meine Tochter ... :-)

Vogelscheuche? Doch wohl eher nicht.

Freitag, 18. März 2016

Käferkind mit Fotogen

Also, ich hoffe zumindest, dass Kind und Kleidung irgendwie ein Fotogen abbekommen haben. Denn der Anlass, dieses Outfit zu nähen, war wieder einmal der Besuch des Fotografen im Kindergarten. Wobei, eigentlich sind die Kinder ja immer hübsch. Nur die sogenannten Top-Fotoprofis haben in letzter Zeit Ergebnisse geliefert, bei deren Anblick ich mir sagen musste, so hätte ich es auch hingekriegt, möglicherweise besser, und das ohne Profi-Equipment. Nun ja, lassen wir uns überraschen ...

Einstweilen haben wir schon mal unsere frühmorgendlichen "Sicherungsfotos", - der Beweis, dass das Outfit rundum hübsch war, bevor es mit den Herausforderungen des Kindergartentages konfrontiert wurde. ;-)


Puuuh, ich bin ja froh, dass die junge Dame die neuen Sachen so freudig trägt. Noch am Vortag sah es nicht danach aus. Um das Kind für den Heimweg vom Kindergarten zu motivieren, erzählte ich ihm, dass ich ein neues Kleid genäht hätte, das es dann gleich anprobieren könnte. Auf die Frage, wie es denn aussähe, erzählte ich (böser Fehler), es wäre aus rotem Cord. Und schon gings los: "Cord? Ist das der Stoff mit diesen Streifen? Den maaag ich niiicht ..." Und noch einiges mehr war auszusetzen am vermeintlichen Aussehen des Kleides. An den Käferstoff, der fürs Shirt vorgesehen war, konnte das Fräulein sich auch nicht mehr erinnern, und überhaupt wäre das bestimmt alles doof. :-p Durch die Aussicht, die Kleiderknöpfe mit aussuchen zu dürfen, ließ sich das Mädel dann doch erstmal etwas besänftigen und so halb überzeugen, dass das Kleid mit diesen Streifen vielleicht am Ende doch nicht völlig blöd werden würde.


Als Tochterkind den Käferstoff daliegen sah, zog ein Strahlen übers Gesicht und es nickte nachdrücklich, "Ja, den!" Das Kleid als Beigabe konnte man dann schon mal gnädigerweise anprobieren. Und siehe da, es war ja doch toll, so richtig toll! Den Ausschlag gab "die Spitze in der Mitte", in Näherinnenfachchinesisch "Kellerfalte" genannt. Immer wieder interessant, mit welch einfachen und unerwarteten Dingen man ein Kind glücklich machen kann. Die "komischen Streifen" wurden jedenfalls seitdem nicht wieder erwähnt. Die Knopfwahl der Dame führte, wie man sieht, zu einem kleinen Käferoverkill, denn zum Käfershirt mussten es auch noch die Marini-Knöpfe sein. Was solls, wenns schön macht ... Auf das Stückchen Käferwebband am Saum kams dann auch nicht mehr an.


Da ist das freche Käferkind, komplett ausgestattet und brav bezopft. Damit zumindest der erste Eindruck stimmt. ;-) Mit der klassischen Mädchenfrisur bekommt man die wilden Wellen für eine Weile ganz gut gebändigt. Außerdem gibt das Ganze so einen süßen Retrolook, der mir ziemlich gut gefällt. Noch ist der Nachwuchs zumindest in vielen Fällen für Mutters Geschmack zu haben, das muss man ausnutzen. :-D


Die technischen Details:
Shirt: Mr Bear (Ottobre 6/13) Weite 98, Länge 104, Käferjersey ein Mitbringsel vom vorletzten Urlaub (Nellirabelli)
Kleid: Oona (Farbenmix) 98/104, Volant am Saum weggelassen, dafür das Kleid entsprechend verlängert. Schnittmuster unter den Armausschnitten geteilt und ins vordere Rockteil Kellerfalte eingefügt. Roter Feincord - keine Ahnung mehr, geheime Langzeitvorräte für schlechte Zeiten. :-)

Insgesamt ein klarer Fall für die Meitlisache.

Mittwoch, 18. November 2015

Schuhurige Urlaubserinnerungen

Schon im letzten Jahr hatte ich das süße kleine Stofflädchen vorgestellt, das das Nähbloggerglück im Urlaub komplettiert hatte. Ehrensache, dass wir auch dieses Jahr wieder dort vorbeischauen mussten. Meine beiden Mädels ließen es sich natürlich nicht nehmen dabeizusein und sich das eine oder andere stoffige Souvenir auszusuchen.

Beim großen Tochterkind musste es "Hootyblooms" von Swafing sein, offenbar schon in weiser Voraussicht auf den Herbst, wenn sowieso alles Warme vom letzten Jahr zu klein sein würde. Denn bei dem Stoff in ziemlich kunterbuntem Design handelt es sich um einen nicht allzu dicken, aber innen schön kuscheligen Sweat.

So richtig kalt will es dieses Jahr bislang nicht werden. Doch es könnte ja jederzeit - also endlich ran an den Urlaubsstoff. Zum augenfälligen Design habe ich einen schlichten Schnitt ausgewählt, bei dem ich mit dem vorhandenen halben Meter auskommen würde. Ein fröhlich buntes Teil zur alltäglichen Jeans sollte es werden.

Und genau das haben wir nun. Nur wo fotografieren bei herbstlicher Düsternis und Orkanböen? Versuchen wir's mal im Treppenhaus. Da gibt's immerhin eine mehr oder weniger weiße Wand und noch etwas mehr Tageslicht als in der Wohnung. Huuh, was stürmt's da draußen grad! Heult wie 10 bunte Eulen. :-)


Schnitt: "Roundabout", Ottobre 1/2012, ein schlichtes, nach unten leicht ausgestelltes Modell, eigentlich für Viskosejersey konzipiert. Für den dickeren Sweat, der außerdem mehr längs- als querelastisch ist, habe ich an Ärmel-und Seitennaht 1,5cm Nahtzugabe angefügt, aber nur mit der Standard-Overlockbreite genäht. So lässt sich der Pulli problemlos anziehen und passt perfekt (Gr. 122).


Und noch ein Kuschelfoto aus der Nähe, damit man die "Hootyblooms", die die Pulliträgerin so begeistern, auch richtig würdigen kann.


Menno, das dauert, bis man ein paar halbwegs anständige Fotos im Kasten hat! (Alles nur gespielt - Kind liebt das "Rumgeaff" und entsprechende Fotos. :-) ) Direkt aus dem Leben.

Übrigens sind die Eulen Urlaubserinnerung in doppelter Hinsicht:


Dieses interessante Wesen konnten wir nämlich mehrfach direkt vom Fenster der Ferienwohnung aus beobachten. Es handelt sich um eine junge Waldohreule, deren mehrere samt Muttertier dort in der näheren Umgebung lebten. Hier verkroch sich die Hübsche gerade vor einem Gewitter im Baum vorm Fenster. Wie man sieht, betrachtete sie uns Stadtpflanzen, die wir sie fasziniert in ihrem Unterschlupf anstarrten, völlig ungerührt. Auch der Fotograf schien sie kein bisschen zu stören. Ein unbezahlbares Erlebnis, das man daheim nicht alle Tage geboten bekommt.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Happy End zum MMM

Was lange währt, wird endlich - nun, wenn nicht perfekt, so doch zumindest gut tragbar.
Schon einige Zeit vor Weihnachten hatten wir uns mit Anne, Malou und Frauenoberbekleidung zu zwei produktiven Nähtreffen zusammengefunden. Wenn man schon mal drei erfahrene Näherinnen in greifbarer Nähe hat, kann man sich gut an ein bisher unversuchtes Projekt wagen. Ich nahm mir also ein Kleid mit Futter und nahtverdecktem Reißverschluss vor. Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) sollte es werden, schlicht und vielseitig. Die Stoffwahl fiel auf einen geblümten Feincord von einer Tauschparty und günstiges Futter vom Stoffmarkt - für die Premiere nicht das Beste, aber mit dem Potential, zu einem tragbaren Ergebnis zu führen.
Zuschnitt, Anpassung (Danke, Mädels, für perfekte Rückenabnäher!) und Nähen von Außen- und Futterseite waren bald erledigt. Auch der Reißverschluss saß ordentlich. Doch dann hakte es.
An der Stelle hätte das Futter ins Kleid gemusst - aber wie? Inzwischen saß ich mit dem Rätsel namens Ottobre-Anleitung wieder allein daheim, und ich hab's einfach nicht kapiert. Dank Weihnachtszeit war auch genug anderes zu tun. Also blieb das Kleid erstmal liegen.

Letztes Wochenende packte es mich dann wieder. Kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinkriege! Ich suchte mir Kleiderteile und Ottobre herzu. Die Ottobre-Ausgabe hatte ich nachbestellt und nur noch auf Englisch bekommen, was ja kein Problem darstellt. Man hatte mir allerdings die Anleitungen als Kopie auf Deutsch mitgeschickt. An die Variante hatte ich mich denn auch gehalten, liegt mir nun mal näher. Und ich hatte geglaubt, mit den ohnehin manchmal seltsamen Ottobre-Beschreibungen käme ich in meiner Muttersprache wahrscheinlich immer noch am besten klar. Nun hatte ich aber zum Jahresbeginn gründlich aufgeräumt und konnte die deutschen Kopien nicht mehr finden. Man sollte einfach nicht aufräumen. Oder doch, denn dass ich mich an die englische Version halten musste, war mein Glück. Auf einmal war alles ganz klar und einfach! Jedenfalls die Theorie. Praktisch ist es eine ordentliche Fummelei, aber alles machbar.
Eins weiß ich nach dieser Aktion: Nie wieder werde ich guten Gewissens ein gefüttertes Kleid für 30 Euro beim Klamottenschweden auch nur anschauen können! Da steckt so viel Mühe drin, die nur menschliche, geschickte Hände aufbringen können. Bei diesem Preis kann der Aufwand nicht angemessen bezahlt worden sein.

Zum Kleid fehlte mir noch das passende Drunter für kühle Tage. Ein schlichtes Langarmshirt war schnell genäht. Dieses Mal nach einem Kaufshirt, das ganz gut sitzt. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem für mich perfekten Armausschnitt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, auch mit diesem Shirt nicht, aber es ist OK. Selber basteln traue ich mir nicht so recht zu. Die Armkugel perfekt auf den Ärmelausschnitt abzustimmen, dafür braucht man wohl etwas mehr Ahnung von der Theorie der Schnitterstellung. Ich werde weiterforschen.

Jetzt ist es aber Zeit für den bildlichen Erfolgsbeweis, schließlich soll das neue Outfit zum MMM wandern, und da will man Fakten sehen :-) :


Also bitte - Cozy Pinnie (Ottobre 5/2009) in Größe 38. Ein schlichtes Kleid mit eher lässigem als elegantem Sitz, ein hübsches Alltagsteil, wie ich finde. Änderungen: Ich habe es gekürzt und die Abnäher nach Bedarf versetzt und verlängert. Auch die Zierknopfleiste habe ich verändert. Laut Schnitt ist sie kontrastfarbig und länger mit eckigem Abschluss. Meine habe ich gerundet und mit einer kleinen unifarbenen Paspel abgesetzt. Die beiden Knöpfe spiegeln hier im Bild etwas. Eigentlich entspricht die Farbe exakt der von Paspel und Shirt.


In die Rückseite habe ich (mit Hilfe der Nähmädels) Abnäher eingefügt. Ich bin zu kurvig gebaut, um in einem rundum glatten Schnitt vorteilhaft auszusehen. Im rückwärtigen Bild erscheinen die Farben übrigens am realistischsten.
Bei uns schneit's nun endlich auch mal ein bisschen, da ist es mit schön belichteten Fotos in unserer Wohnung nicht so einfach ... Und auch sonst - aus irgendeinem Grund hat es mein Fotograf für gut befunden, mich in diesem Bild dezentral zu platzieren, aber man erkennt die Grundidee ... :-) 

So, jetzt ab zum MMM, mein erstes gefüttertes Kleid stolz vorzeigen und stöbern, was die anderen Näherinnen so tragen.

Mittwoch, 28. Januar 2015

I' MMM Back!

Na ja, ein bisschen zumindest. Ich langweile euch jetzt nicht mit unseren nähtechnisch unfruchtbaren Alltagsgeschichten der letzten Wochen. Ich schätze, hier sieht's nicht anders aus als bei vielen anderen. Stattdessen zeige ich mein Mittwochsshirt, gestern abend schnell genäht, endlich mal wieder. Eine schlichte Langarm-Liv, das perfekte alltägliche Outfit für einen Vormittag bei Kinderarzt und HNO. :-p


Der Schnitt ist, wie gesagt, Liv von Pattydoo, mit der wie üblich verschmälerten Taille. So sitzt sie lässig bequem aber nicht schlabberweit. Der verwendete Jersey von Swafing stammt vom Stoffmarkt, die unifarbenen Reste für Hals- und Hüftbündchen aus den Tiefen der Stoffvorräte.

Natürlich habe ich wieder ein kleines Extra eingebaut für den persönlichen Touch. Das Halsbündchen ist etwas breiter als ich es sonst zuschneide. Da hinein habe ich mit ein paar Zentimetern Abstand zwei kleine Metallösen gedrückt und ein Schleifchen durchgezogen. Wobei dieses Satinband noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich hätte lieber eine dünne Kordel. Die wird bei Gelegenheit noch besorgt.


Wie man im Detailfoto erkennen kann, gehen schlichte Shirts jetzt wirklich schnell - wunderschöne Overlocknähte dank Weihnachtsgeschenk. So macht das Spaß. Ich hoffe, ich komme dazu, die Maschine in nächster Zeit auch mit ordentlich Arbeit zu füttern. Ich glaube, sie langweilt sich schon etwas.

Und jetzt ab zum MMM mit dem ersten Teil im neuen Jahr.

Dienstag, 18. November 2014

Jenseits von Rosaland ...

... kann man auch Mädchenträume verwirklichen. Wenn das Mädel denn mitmacht. ;-) Unsere größere junge Dame hat die Rosaphase überwunden und "back to the roots" gefunden, nämlich zu ihren eigentlichen Lieblingsfarben Blau und Orange, von denen sie sich vorübergehend verabschiedet hatte, als der Kindergarteneinfluss sich bemerkbar machte. Rosa ist nun zwar noch nicht völlig out und Prinzessinnenkram immer noch schööön, doch die Welt jenseits von Rosaland wird wieder erobert. Und das finde ich wunderbar. Rosa ist eine hübsche Farbe, keine Frage. Uns helläugigen, blassen weiblichen Wesen steht sie auch noch ziemlich gut. Aber die Welt bietet noch so viel mehr Buntes!
Fangen wir an, mit einem Mädchentraum in Blau - Orange. Den orangefarbenen, bunt gemusterten Feincord hat das Fräulein selbst "gekauft". Ist halt meine Tochter. Sie wünscht sich auch schon Stoffgutscheine zum Geburtstag und genießt es, im Laden die Qual der Wahl zu haben. Nachdem der Cord schon ein Weilchen im "Bald-vernähen-Korb" gelegen hatte, habe ich die Auswahl in ihrem Sinne durch die passenden Blautöne ergänzt, damit ein ganzes Outfit draus wird und ich das nähen kann, was mir gerade durch den Kopf schoss.


 Es wurde ein Schnabelina-Röckli mit vielen Extras. Ich habe es gedoppelt, den Unterrock verlängert und eine Rüsche angefügt. Das Überröckchen hat auf einer der beiden vorderen Teilungsnähte eine kleine Raffung mit Schleifchen bekommen. Der Bund besteht aus Bündchenware, allerdings mit zusätzlich eingezogenem Gummi, damit der doppelte Rock, der doch etwas Gewicht mitbringt, sitzenbleibt, wo er hingehört. So ein Mädchentraum muss schließlich auch wilde Tänze elegant überstehen.
Das passende Shirt wurde nach "Pretty Basic" (Ottobre 6/2013) genäht. Der Saum wurde gekürzt, das sieht zum Rock hübscher aus, wenn das Shirt drüber getragen wird. Die Rüschen vom Originalschnitt habe ich weggelassen, der Rock ist schon tüddelig genug.


 Ein Schmuckstück soll trotzdem die Farben des Rocks noch einmal wiederholen. Die Brosche ist abnehmbar, so dass das Shirt vielseitig bleibt.


 Und hier wird das Wichtigste an einem Mädchentraumoutfit demonstriert: Drehen muss es, je doller, desto besser! Dieser Rock kann das unschlagbar gut.

Inzwischen haben wir sogar eine farblich wirklich passende Strumpfhose gefunden, nachdem die eigentlich geplante blaue nach der ersten Wäsche zu den Sachen für die kleine Schwester wandern musste. ... :-p

Das Outfit wird heiß geliebt und so  vorbildlich geschont, dass es heute schon den dritten Tag am Kind verbringen kann. Das spricht für sich in einer Welt voller Klettergerüste, Sandkästen und Schokoladenpudding.
;-)

Der Mädchentraum kann natürlich noch direkt zu den Meitlisache wandern. Da fällt mir auf, dass ich dort öfter Mädelsachen in "Nicht-Rosa" zeige. Ich nähe ganz und gar nicht nur aus der Pinkpalette für die jungen Damen. Und die tragen auch schon immer andere Farben, wenn sie benäht werden. Den Unterschied macht die erklärte Vorliebe, das, was sie sich aussuchen, wenn man ihnen die Wahl überlässt. Irgendwie freut's mich, wenn sie ganz von sich aus anfangen zu entdecken, dass die Welt auch für "ganze Mädchen" bunt ist.
:-)

Freitag, 7. November 2014

Ein Herbstlaunenshirt

Langarmshirts kann man nie genug haben. Außerdem habe ich die langweiligen gekauften satt, ganz abgesehen davon, dass die auch schon seit ein paar Jahren ihr Dasein fristen. Da hilft alles nix, es muss genäht werden. ;-)
Das neueste Shirt ist ein Autumn Mood (Ottobre 5/2013) mit Zusatzpunkt, sozusagen. Inspiriert vom Winterkleid wollte ich einen weiten hohen Rollkragen zum Umklappen dranbauen. Hab ich auch getan, sah aber nicht gut aus. Aus zwei Lagen Baumwolljersey stand der einfach nur steif nach oben. Also wieder ab damit. Ganz aufgeben und einfach ein konventionelles Bündchen annähen wollte ich aber nicht. Ein paar Tage blieb das unfertige Teil liegen. In der Zwischenzeit habe ich ein bisschen hin- und hergetüftelt und überlegt, mit dem Ergebnis, dass es vielleicht besser ginge, wenn es ein offener, an den Enden schräg zugeschnittener Kragen wäre. Ausprobiert, und da ist es:


Interessant, aber ich finds gar nicht schlecht so. Hat auf jeden Fall nicht jeder. Das Foto ist wieder mal einer der üblichen morgendlichen Schnellschüsse. "Frau in Betrachtung eines über den Teppich rollenden Kindes" könnte man es betiteln. Nichts zurechtgezupft, Hosengürtel beult vorn raus ... :-p Es ist besser als auf dem Bild, definitiv. Es gab heute morgen sogar schon ein Kompliment vom Schwiegervater dafür, und das spricht doch für sich, oder? :-)


Der Kragen kann dank Schirmchenknopf auch geschlossen getragen werden. Da haben wir's wieder, eins der obligatorischen "Doro-Details", wie sie kürzlich liebevoll betitelt wurden. Verliebt, gekauft und aufs Nadelkissen gespickt so lange gehütet, bis sich das richtige Plätzchen für den Knopf fand. Da gehört er hin, passt genau zum Herbstlaunenshirt.

Freitag, 28. März 2014

Klimperkleines Babyoutfit

Ich hatte noch ein Versprechen von Weihnachten einzulösen, nämlich meinem kleinsten Neffen ein "Designeroutfit" in Mamas Wunschgröße zu nähen. Da er jetzt die georderte 68 so langsam erreichen müsste, wurde es Zeit. Die Söckchen waren schon lange aus einem Rest gestrickt, fehlte "nur" noch was für Obenrum. ;-) Also einen Tag lang rangeklotzt, mit den üblichen Unterbrechungen natürlich - einkaufen, Kinder-Dies und Das, Essen bereitstellen, noch mal schnell den halben Garten jäten ... - und abends lag es fertig vor mir:


So süß, dass ich es fast nicht hergeben möchte. Aber hier passt es ja keinem mehr. :-) Genäht nach Raglanschnitt mit Knopfleiste und Babyhosenschnitt, beides E-Books von Klimperklein. Die Knopfleiste habe ich zum ersten Mal genäht und bin begeistert. Gar nicht schwer und so schick! Da das Shirt ziemlich fröhlich bunt ist, wollte ich die Hose einfach halten, aber nicht ganz ohne dezente Tüddelei natürlich. ;-)
Ich habe also den im E-Book vorgeschlagenen Stern auf die Seite appliziert, aber er hebt sich nur dadurch ab, dass ich den Cordstoff in einer anderen Richtung aufgesetzt habe und die dreifachen Steppnähte zur Befestigung in Hellgrün leuchten.


Mir gefällts sehr gut, und ich hoffe, dass es dem kleinen Mann und denen, die ihn anziehen, auch so geht. :-)

Stoffe wie fast immer aus dem Nähstübchen Emily.

Sonntag, 16. März 2014

Probegenäht für Kääriäinen

Man versucht ja immer wieder mal probenähen zu dürfen, wenn jemand sich was Schönes ausgedacht hat. Dieses Mal hatte ich Glück. :-) Für Sophie Kääriäinen durfte ich das Shirt "Sari" testen. Ein ganz schicker Schnitt mit runder Passe, eingesetzten Seitenstreifen, die sich an Ärmeln und Seiten entlangziehen, und auf Wunsch mit Knopfleiste. Letztere Variante habe ich auch gewählt und finde, dass das richtig fein aussieht, hat schon was von einer Bluse. Nähen lässt sich das Shirt ganz easy mit etwas Fingerspitzengefühl und Geduld für genaues Arbeiten. ;-)

Ein großes Plus für "Sari" sind die verschiedenen kleinen Schnittteile. Da können Reste zum Einsatz kommen, die für nichts Ganzes mehr reichen. So habe ich für die Passe ein Überbleibsel des Birnenstoffs verwendet, in den Töchterchen sich im Stofflädchen heiß und innig verliebt hatte. Jetzt hat Madamchen zu seiner großen Freude noch ein Teil mehr davon.




Ich habe für mein kleines Mädel die Größe 92 genäht, auf leichten Zuwachs ausgelegt. Das geht besonders gut bei diesem Schnitt. Denn durch die ohnehin überschnittenen Schultern wirkt die Schulterpartie nicht zu groß, und die Bündchen verhindern, dass die Ärmel über die Hände rutschen. Am Körper fällt der Schnitt schmal aus, da sollte also nicht zu viel Zuwachs kommen. Aber die Kinder haben ja noch das Glück, meistens viel ausgeprägter in die Länge als in die Breite zu wachsen. :-) Wenn man ein locker sitzendes Shirt bevorzugt, ist das auch kein Problem, denn im E-Book ist eine ausführliche Anleitung für die Verbreiterung des Schnitts enthalten.

Den Schnitt "Sari" und auch eine weitere tolle Variante für Jungs gibt es voraussichtlich ab dem 23. 3. in Sophies Shop zu kaufen.
Was man aus den neuen E-Books noch alles Tolles zaubern kann, könnt ihr auf Sophies Tour durch die Blogs ihrer Probenäher entdecken, auf ihrem eigenen Blog "Kääriäinen".

Samstag, 16. November 2013

2 für 1

Und noch mehr Langarmshirts fürs große Mädel. (Länger als einen Tag sind die ja leider selten präsentabel. ;-) )

2 mal "Fall Basic"/Ottobre 4/2013:

 Einmal Stoffmarktrest + Interlockrest von Nähstübchen Emily.

 Einmal Stoffmarktrest + Stretchjersey, ebenfalls vom Nähstübchen.

Alle Stoffe habe ich wieder dem vorhandenen Stoffberg entnommen - *stolz auf mich*. :-D Eigentlich waren nicht zwei Shirts mit Blümchenärmeln vorgesehen. Aber was soll man machen, wenn man wieder mal seinen Lieblingsfehler begeht und zwei gleiche Ärmel zuschneidet? :-p Macht aber auch gar nix, finde ich. Mir und dem Kind gefallen beide sehr gut. Das rote Shirt bekam ein Täschchen, übrigens gemäß Schnittmuster leicht schräg angesetzt. Wirkt nur auf Streifen etwas, na ja, schräg eben. Aber ist nun mal so.
Auf das blaue Shirt habe ich Mathildas derzeitiges Lieblingstier appliziert. In der schwedischen Form passt es gut zum Blümchenstoff, finde ich. 
Und schon wird das Shirt getragen:


So ging es jetzt jeden Tag: Nachts fertig genäht, morgens angezogen, abends in der Wäsche. :-) Ein ewiger Kreislauf. Obwohl, nö, höchstens noch ein zwei Stück, dann lassen wir den Nähschritt erstmal für ein Weilchen aus ... :-)

Montag, 12. November 2012

Fuchs and 3 friends

Bitte sehr, wie versprochen, noch mehr Bilder von unseren 3 Designmodels - mit Tageslicht, so dass mal ein realistischer Eindruck von den Farben der Stoffe entsteht  :-) :

 Sagte ich was von Bildern, auf denen alle 3 zu sehen sind? Haha, schon wars wieder fort, das Kleinste. :-)

 Ganz lässig, der junge Mann im blauen Shirtmodell. Da stand ein Foto am Kind ja noch aus.

 Noch mal, weils so schön ist: die Trägerin des grünen Kleidchens im Kaspermodus. :-)

 Das grüne Longshirt macht jede Turnbewegung mit.

 Auch mal interessant: Perspektivwechsel.

 Was die Große macht, muss die Kleine auch probieren.

Und jetzt doch noch mal: Alle 3 zusammen - gaaanz große Geschwisterliebe. (Nein, nicht gestellt! :-) )

Die kleine Truppe im fuchsigen Partnerlook kam gestern bei allen Betrachtern, Erwachsenen wie Kindern, sehr gut an. Ich denke, die "Fuchs and Friends"-Serie von Frau Blaubeerstern kann eigentlich nur ein Erfolg werden!

Freitag, 9. November 2012

Model in Grün

Auf mehrfachen Wunsch:


Mathilda führt ihr neues Shirt im Blaubeerstern-Design vor. Endlich sieht man es mal wieder deutlich: Sie hat wirklich Spaß an Klamotten made by Mama (und an ihren neuen Lieblingswinterstiefeln). ;-)

Jerseys: "Fuchs and Friends" von Blaubeerstern (für mehr Details siehe die letzten beiden Posts)

Donnerstag, 8. November 2012

Grün, ja grün ...

ist der Wald, wenn es nicht gerade Winter wird - und auch Designbeispiel Nr. 2 aus dem Hause Himmelblau und Sommerbunt für Frau Blaubeerstern.


Wie man sieht, können Fuchs und Co. auf grünem Grund auch Mädchen gut kleiden. (OK, das muss ich wohl bei nächster Gelegenheit noch mit Modelfotos belegen. ;-) ) Entstanden ist wieder ein Longshirt, für das sich blaubeersternscher Jersey schon einmal bewährt hatte.
Der Schnitt in Größe 104 ist mit Hilfe von mehreren Schnittmustern und eigener Fantasie zusammengebastelt worden.
Jerseys, Seiteneinnäher und Webbandaufnäher: "Fuchs and friends" von Blaubeerstern
Hellgrünes Bündchen: aus dem eigenen Vorrat

Dienstag, 6. November 2012

Ich glaub, ich steh im Wald!

Da kam doch vor ein paar Tagen ein randvolles Päckchen bei mir an - zum Probevernähen. Die liebe Absenderin war wieder einmal Frau Blaubeerstern. Auf ihrer neuen Serie "Fuchs and friends" geht es frisch-fröhlich-waldig zu. Wieder ein wunderschönes Design, wie ich finde. Lebendig, aber nicht zu niedlich - kurzum, noch für einen coolen 6jährigen geeignet, trotz der Tierchen, die Stoffe und Webbänder bevölkern. Und auch die Mädels sind begeistert. Mathilda mag besonders das Grün und Emilias Herz haben die Eulen erobert. Aber bevor ich noch weiter schwärme, zeige ich erstmal, wovon ich hier spreche:

 Webbänder, Velouraufbügler und Jerseys dürfen verarbeitet werden. Besonders toll finde ich ja die "Handmade"-Bänder, aus denen man sich Einnäher für verschiedene Richtungen zurechtschneiden kann.

 Tierisch waldiger Jersey, hier in Grün, dazu die passenden Streifen.

Und auch auf blauem Grund tummeln sich "Fuchs and friends". Diesen Jersey habe ich zuerst angeschnitten und für Raphael ein Shirt genäht. Für die Ehre des Probenähens habe ich mich mal richtig ins Zeug gelegt und die Faulheit überwunden - das heißt, Zwillingsnadel statt des Pseudo-Coverlockstichs, den ich sonst so gern nutze. ;-) Auch der Ausschnitt ist eine Premiere. Die Einfassung mit Jerseyband hatte ich vorher nie probiert. Weil der Jersey sowohl quer als auch längs sehr gut dehnbar ist, habe ich es gewagt, das Einfassband quer zu den Streifen zuzuschneiden. So kommt das Muster schön zur Geltung und - passt, auch über den Dickschädel ;-) unseres Sohnes. (Puh, ums Auftrennen herumgekommen. ;-) ) Der Schnitt ist "Whirlwind Indian", Ottobre 2/2012, in 122 für ein bisschen Zuwachsreserve.

 Ein Seiteneinnäher mit Eule ...

... und auf dem Ärmel ein Stück Webband - das reicht an Tüddelei, wir wollen ja keine Überbevölkerung riskieren. ;-)

Das technische Fazit zur Probenäherei: Hochwertige Jerseys, die sich angenehm verarbeiten lassen. Auch nach der ersten Wäsche sind die Stoffe noch gut in Form und die Farben frisch. Sie sind gut dehnbar, ohne labberig zu werden. Diese Jerseys haben eine etwas schwerere, dickere Qualität als der Tatütata-Stoff (der auch völlig in Ordnung ist, nur eben etwas sommerlich leichter und deswegen widerspenstiger ;-)). Deswegen rollen sie sich nicht ganz so schnell an den Rändern und lassen sich nach dem Bügeln gut zuschneiden. Es wird also ein Vergnügen sein, den Rest auch noch zu verarbeiten. Da wird eine ganze Familienkollektion draus. :-) Wenn die Mädels auch versorgt sind, werde ich mich dann mal um Modelfotos bemühen. Vielleicht kommt ja die Sonne für ein Weilchen raus für diesen Anblick. :-)

Freitag, 26. Oktober 2012

Frauen und Technik?

Aber klar! Ob unsere Tochter sich später mal eine Männerdomäne aussuchen wird, um ihre Begabungen zu entfalten, ist zwar noch nicht klar. Aber man kann ja als kleines Fräulein schon mal mit dem technischen Styling anfangen. Wer sagt, dass Autos nur was für Jungs wären? Mathilda jedenfalls gefiel der schicke Tatütata-Jersey von Blaubeerstern so gut, dass sie ihn nicht nur am großen Bruder bewundern wollte. Und auch ich finde, etwas mädchenhaft zugeschnitten und kombiniert sieht er auch an kleinen Feuerwehrfräuleins ganz bezaubernd aus. :-)

Auch wenn das Foto etwas anderes vermuten lässt, die kleine Dame hat sich heute morgen riesig über ihr neues Shirt gefreut und es gleich fröhlich dem Papa vorgeführt. Wenn man aber zu früh aufgestanden ist, hält sich die Begeisterung fürs Modeln in Grenzen. ;-) Ein schnelles Foto musste trotzdem sein, denn aufgrund von akutem Langarm-Notstand im Kleiderschrank durfte das neue Teil heute gleich in den Kindergarten - und wie das enden kann, wissen zumindest alle Mamas. :-D In der Gruppe angekommen, hatte Mathilda heute gleich die männlichen Bewunderer auf ihrer Seite. Wie das wohl kam? :-)

Der Schnitt ist aus mehreren zusammengebastelt und selber zurechtgeschnippelt, bis ich das hatte, was mir innerlich vorschwebte: Ein Shirt mit Schulternähten, langen Ärmeln mit Bündchen, unten lang und leicht ausgestellt geschnitten mit etwas engerem Jerseybündchen als Saumabschluss. Das Ergebnis sitzt wunderbar, bin selber ganz begeistert. :-)

Samstag, 18. September 2010

Heute schmeckt das Leben ...

... lecker nach Apfelkuchen! Lieber Besuch ist im Anmarsch, die Sonne scheint - ein schöner Tag!

Manchmal sind die einfachsten Dinge doch die besten: Apfelrührkuchen mit Schlagsahne ist mir allemal lieber als die edelste Buttercremetorte. :-) Und weil heute ein guter Tag ist, ist er auch noch perfekt durchgebacken und richtig schön fluffig geworden. :-D

Auch Tilda ist fröhlich: Sie hat gestern ihr neues Fliepi-Shirt gar nicht bekleckert und kann es heute gleich noch mal ausfahren. :-)
Wenn das kein Grund ist, den Kratzer am Kinn ganz schnell zu vergessen ...

Donnerstag, 16. September 2010

Blitzrezept ...

... für ein pfiffiges Mädchenshirt:
Man nehme ein Langarmshirt mit frechen Streifen aus der Jungsabteilung bei dm, mixe es mittels Vliesofix, Stickvlies und Zickzackstich mit ein paar Stoffrestchen und garniere mit ein paar Web- und Schleifenbandschnipseln. Fertig.

Mathilda hat gestrahlt, als sie es sah. Es wird dann wohl morgen ausgeführt. :-)