Gerade stöbere ich in einem Blog. Die Jüngste kommt dazu und fragt nach der Frau auf dem gezeigten Bild: "Wer ist das?" - "Na, auch eine Frau, die bloggt." - "Wie geht bloggen?" - Na, man hat einen Blog und schreibt da was rein." (Zugegeben, eine spärliche Beschreibung. :-) ) Kind meint: "Ah, das kann ich auch!" und tippelt zielstrebig davon.
Irgendwann kommt's wieder und ist still beschäftigt. Ich hab gar nicht hingesehen, was es treibt, bis es begeistert ruft: "Guck, ich hab gebloggt!" Die kleine Bloggerin hatte ihren Malblock geholt und "EMILIA" reingeschrieben.
Klar, hatte ich doch so gesagt, oder nicht? "Man hat einen Block und schreibt was rein."
Made my Sunday ...
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Sonntag, 31. Januar 2016
Montag, 12. Mai 2014
Käferchen erklärt die Welt
Immer wieder schön, wie dieses fast 3jährige Persönchen mit ausladenden Gesten und wichtiger Mine erklärt, wie das Leben so läuft.
Zum Beispiel gestern abend, als wir die Geschehnisse des Tages Revue passieren ließen und die kleine Puppenmama sich mit Schrecken dran erinnerte, wie im Kindergottesdienst ein Junge ihre geliebte Lina auf den Boden geworfen und getreten hatte! Das geht natürlich gar nicht, da können schlimme Dinge passieren. Laut Emilia Folgendes: Wenn man die arme Püppi tritt und sie weint, dann wird Suppe draus! Dann müsste sie nur noch in einen Topf und dann wärs passiert! Und das kann man doch nun wirklich nicht wollen ...
Auch von sich selbst hat Emilia offenbar ein deutliches Bild, das praktischerweise nach Bedarf flexibel ist. Mal ist sie groß, mal ist sie klein - je nachdem, ob sie etwas dürfen will oder sollen muss. ;-) Und auf alle Fälle hat sie ihre Ecken und Kanten. Denn als ich zum Papa meinte: "Das Kind ist so niedlich, man könnte es glatt knuddeln.", da rief sie mit triumphierendem Grinsen aus: "Ich bin aber nicht glatt!"
Stimmt, aber zum Knuddeln trotzdem, und genau richtig so ...
Sonntag, 23. März 2014
Schlaf, Kindergartenkind, schlaf ...
Unsere beiden Kindergartenmädchen halten in der Kita in der Regel auch ihr Mittagsschläfchen, damit ich sie dann ausgeruht und zu neuen Taten bereit mit nach Hause nehmen kann. Ist so viel besser, als sie nach dem Essen müde nach Hause zu schleifen, wo sie dann, durch den Weg doch wieder aufgeputscht, kaum oder gar nicht zur Ruhe kommen und der Tag eigentlich schon gelaufen ist. Haben wir in der Eingewöhnungszeit ausprobiert, war keine Option auf Dauer.
Wer im Kindergarten schläft, muss natürlich auch seinen Schlafanzug ordentlich hin- und unterbringen. Es wurde Zeit, dass die Kinder dafür richtig schöne Beutel bekommen (wie sich das eben gehört mit einer Nähmama ;-) ). Immerhin ist das große Mädel seit Herbst beim Schläfchen dabei und nutzte die Beutel des großen Bruders, die jetzt doch verschleißen. Das kleine musste ein paar Tage mit irgendwelchen Behelfslösungen vorlieb nehmen. Allzu lange ja nicht, da es seit seinem Kita-Start leider ausgiebig krank war. Um so glücklicher zog es Mitte letzer Woche endlich wieder los in seinen "Tinderdarten" (wo es am liebsten auch am Wochenende hingehen würde :-) ). Diese Woche können nun endlich alle beide ihre Schlafanzüge mit Stil transportieren. Dafür ist so ein regnerischer Samstag auch mal gut.
Für die große Prinzessin gabs Rosa. Damit kann man sie nun mal glücklich machen. Und da es in dieser Farbe die stabileren Schwedenstoffe gab, die ich für strapazierte Alltagsgegenstände gern verwende, und dazu noch den passenden Tüddelkram, sprach absolut nichts gegen diese sehr mädchenhafte Variante. Rosa ist ja auch nicht gleich Rosa, oder? ;-)
An einer Seite habe ich eine kleine verschließbare Tasche angebracht. Die ist für Spängchen gedacht. Denn diese unvermeidlichen Accessoires verschwinden ständig. Es gibt in der Kita zwar ein Aufbewahrungskörbchen dafür, aber es gibt eben auch junge Damen, die sich da durchaus mal ein tolles Glitzerspängchen rausnehmen, das nicht ihres war ... Jetzt kann unsere Lady ihren Haarschmuck bei sich unterbringen und da hoffentlich auch regelmäßig wiederfinden.
Für den Kordeldurchzug habe ich dieses Mal Metallösen verwendet. Ich hoffe, diese Lösung hält ordentlich was aus. Denn beim großen Bruder rissen die Beutel an dieser Stelle immer wieder ein.
Das kleine Mädchen bekam eine frisch-fröhliche Variante, die zu seiner lustig frechen Art auch viel besser passt. Noch gehören Spängchen zwar nicht zur täglichen Ausstattung, aber das kommt sicher bald. Kindlein bestand jedenfalls darauf, schon mal vorsorglich ein paar Miniexemplare im Täschchen zu verstauen. :-)
Und damit ich es nicht vergesse, schiebe ich noch einen süßen Spruch vom kleinen Kind hinterher. An einem regnerischen Samstag kann man sich neben Nähtüddelei auch mal vornehmen, für ein Lieblingsessen der Kinder etwas länger am Herd zu stehen. Es gab also Plinsen (Eierkuchen für alle Nicht-Oberlausitzer :-) ). Wie erwartet futterten die Kinder ordentlich. Und da ich zwischendurch immer wieder Nachschub fürs Kleinste zerkleinern musste, war irgendwann die Schüssel leer und ich stellte fest, dass alle mehr abbekommen hatten als ich. Als ich meinte, dass das aber nicht schlimm wäre, weil ich trotzdem satt geworden wäre, meinte der Mann zum Spaß, ich würde dann eben wenigstens nicht platzen. :-p Kind Nr 3 hatte offenbar nur mitbekommen, dass es irgendwie möglich wäre, dass die Mama platzt, umarmte mich sofort zärtlich und meinte mit ganz entsetzten Augen: "Ich will nicht, dass du platzt! Ich hab dich doch soo soo lieb noch!" Haaach ... Dann werd ich mal gut aufpassen, dass ich nicht zu viel esse. :-D
Wer im Kindergarten schläft, muss natürlich auch seinen Schlafanzug ordentlich hin- und unterbringen. Es wurde Zeit, dass die Kinder dafür richtig schöne Beutel bekommen (wie sich das eben gehört mit einer Nähmama ;-) ). Immerhin ist das große Mädel seit Herbst beim Schläfchen dabei und nutzte die Beutel des großen Bruders, die jetzt doch verschleißen. Das kleine musste ein paar Tage mit irgendwelchen Behelfslösungen vorlieb nehmen. Allzu lange ja nicht, da es seit seinem Kita-Start leider ausgiebig krank war. Um so glücklicher zog es Mitte letzer Woche endlich wieder los in seinen "Tinderdarten" (wo es am liebsten auch am Wochenende hingehen würde :-) ). Diese Woche können nun endlich alle beide ihre Schlafanzüge mit Stil transportieren. Dafür ist so ein regnerischer Samstag auch mal gut.
Für die große Prinzessin gabs Rosa. Damit kann man sie nun mal glücklich machen. Und da es in dieser Farbe die stabileren Schwedenstoffe gab, die ich für strapazierte Alltagsgegenstände gern verwende, und dazu noch den passenden Tüddelkram, sprach absolut nichts gegen diese sehr mädchenhafte Variante. Rosa ist ja auch nicht gleich Rosa, oder? ;-)
An einer Seite habe ich eine kleine verschließbare Tasche angebracht. Die ist für Spängchen gedacht. Denn diese unvermeidlichen Accessoires verschwinden ständig. Es gibt in der Kita zwar ein Aufbewahrungskörbchen dafür, aber es gibt eben auch junge Damen, die sich da durchaus mal ein tolles Glitzerspängchen rausnehmen, das nicht ihres war ... Jetzt kann unsere Lady ihren Haarschmuck bei sich unterbringen und da hoffentlich auch regelmäßig wiederfinden.
Für den Kordeldurchzug habe ich dieses Mal Metallösen verwendet. Ich hoffe, diese Lösung hält ordentlich was aus. Denn beim großen Bruder rissen die Beutel an dieser Stelle immer wieder ein.
Das kleine Mädchen bekam eine frisch-fröhliche Variante, die zu seiner lustig frechen Art auch viel besser passt. Noch gehören Spängchen zwar nicht zur täglichen Ausstattung, aber das kommt sicher bald. Kindlein bestand jedenfalls darauf, schon mal vorsorglich ein paar Miniexemplare im Täschchen zu verstauen. :-)
Und damit ich es nicht vergesse, schiebe ich noch einen süßen Spruch vom kleinen Kind hinterher. An einem regnerischen Samstag kann man sich neben Nähtüddelei auch mal vornehmen, für ein Lieblingsessen der Kinder etwas länger am Herd zu stehen. Es gab also Plinsen (Eierkuchen für alle Nicht-Oberlausitzer :-) ). Wie erwartet futterten die Kinder ordentlich. Und da ich zwischendurch immer wieder Nachschub fürs Kleinste zerkleinern musste, war irgendwann die Schüssel leer und ich stellte fest, dass alle mehr abbekommen hatten als ich. Als ich meinte, dass das aber nicht schlimm wäre, weil ich trotzdem satt geworden wäre, meinte der Mann zum Spaß, ich würde dann eben wenigstens nicht platzen. :-p Kind Nr 3 hatte offenbar nur mitbekommen, dass es irgendwie möglich wäre, dass die Mama platzt, umarmte mich sofort zärtlich und meinte mit ganz entsetzten Augen: "Ich will nicht, dass du platzt! Ich hab dich doch soo soo lieb noch!" Haaach ... Dann werd ich mal gut aufpassen, dass ich nicht zu viel esse. :-D
Samstag, 22. Februar 2014
Klares Rollenverständnis
Wieder mal ein kleiner Lacher aus Kindermund:
Der große Mann im Haus plant, mit dem kleinen Mann irgendwelche Experimente mit Elektronik und ersten Programmierversuchen zu starten. Dazu hat er ein paar notwendige Dinge bestellt. Als er begeistert eine Lieferung kleiner Bauteile und einen Minicomputer auspackte, fragte das Junikäferkind: "Is schon Weihnachten?" Der Papa erklärte daraufhin, was er da alles hat und wozu, und Käferchen plapperte alles konzentriert nach. Ich meinte also zum Kind: "Ja, pass gut auf, dann weißt du Bescheid. Willst du dich auch so gut mit Computern auskennen wie der Papa?" Darauf vom 2,5jährigen Fräulein ein ganz überzeugtes: "Nein!" - "Womit willst du dich denn auskennen?" - "Mit Deko!"
Da sind die Rollenvorbilder doch klar. :-) Aber vielleicht ändert sich das ja doch noch irgendwann? Ich kann tatsächlich nicht so mit Technik, da fehlt mir einfach das tiefe Verständnis und auch das Faible dafür. Mir reichts, wenn ich den Computer für das, was ich gern machen möchte, benutzen kann. (Und da hab ich dank versiertem Ehemann auch schon so einiges gelernt. ;-) ) Aber wenn meine Mädels doch noch weiterführende Ambitionen entwickeln sollten - bitte, sehr gern! Und natürlich darf der junge Mann auch gern dekorieren, wenn ihm danach ist. Es sieht aber schon eher danach aus, dass er Papas Ideen der Freizeitgestaltung favorisiert. Und daran ist ja schließlich auch nichts falsch. Soll doch einfach jeder seinem Herzen und seinen Talenten folgen.
Der große Mann im Haus plant, mit dem kleinen Mann irgendwelche Experimente mit Elektronik und ersten Programmierversuchen zu starten. Dazu hat er ein paar notwendige Dinge bestellt. Als er begeistert eine Lieferung kleiner Bauteile und einen Minicomputer auspackte, fragte das Junikäferkind: "Is schon Weihnachten?" Der Papa erklärte daraufhin, was er da alles hat und wozu, und Käferchen plapperte alles konzentriert nach. Ich meinte also zum Kind: "Ja, pass gut auf, dann weißt du Bescheid. Willst du dich auch so gut mit Computern auskennen wie der Papa?" Darauf vom 2,5jährigen Fräulein ein ganz überzeugtes: "Nein!" - "Womit willst du dich denn auskennen?" - "Mit Deko!"
Da sind die Rollenvorbilder doch klar. :-) Aber vielleicht ändert sich das ja doch noch irgendwann? Ich kann tatsächlich nicht so mit Technik, da fehlt mir einfach das tiefe Verständnis und auch das Faible dafür. Mir reichts, wenn ich den Computer für das, was ich gern machen möchte, benutzen kann. (Und da hab ich dank versiertem Ehemann auch schon so einiges gelernt. ;-) ) Aber wenn meine Mädels doch noch weiterführende Ambitionen entwickeln sollten - bitte, sehr gern! Und natürlich darf der junge Mann auch gern dekorieren, wenn ihm danach ist. Es sieht aber schon eher danach aus, dass er Papas Ideen der Freizeitgestaltung favorisiert. Und daran ist ja schließlich auch nichts falsch. Soll doch einfach jeder seinem Herzen und seinen Talenten folgen.
Freitag, 11. Oktober 2013
In Massen statt in Maßen!
"Mama, du bist überflüssig lieb!" sprach das mittlere Kind.
"Das ist aber schön, dass du das sagst. Ich weiß, wie du's meinst. Aber weißte, eigentlich bedeutet "überflüssig", dass was zu viel ist, unnötig, viel mehr als man braucht."
"Na, ich hab dich mehr lieb, als man seine Mama liebhaben braucht."
Ach so! War mir gar nicht bewusst, dass es dafür eine vorgeschriebene Mindestmenge gibt ... :-)
"Das ist aber schön, dass du das sagst. Ich weiß, wie du's meinst. Aber weißte, eigentlich bedeutet "überflüssig", dass was zu viel ist, unnötig, viel mehr als man braucht."
"Na, ich hab dich mehr lieb, als man seine Mama liebhaben braucht."
Ach so! War mir gar nicht bewusst, dass es dafür eine vorgeschriebene Mindestmenge gibt ... :-)
Dienstag, 17. September 2013
Zwischendurch Kindermund
Bevor wieder Genähtes kommt, müssen ein paar Stilblüten aus der kleinen Sprücheschmiede festgehalten werden, ehe ich sie vergesse. Denn das wäre wirklich schade.
Mittlerweile erfreut uns auch Emilchen schon mit Äußerungen ihrer Gedanken. Man möchte manchmal "zuhören" können, wie sich die Rädchen im Köpfchen drehen und auf welchem Weg so manche lustige Idee entsteht. Das geht nun nicht, aber schon die laut geäußerten Ergebnisse des Denkprozesses sind auf alle Fälle Highlights im Alltag. :-)
Eines davon erlebte ich kürzlich an einem ganz normalen Vormittag. Wir beide saßen in der Küche und alberten herum. Ich "musste" meine Augen zumachen und schnarchen. Emilia rief laut: "Aufwachen!", worauf ich ganz erschrocken fragen musste, wer mich denn da weckt. Die Antwort lautet grundsätzlich: "Ich!" Darauf darf unweigerlich nur eine Frage folgen: "Wer bist du denn?" - "Emilia! Hihihihi ..." Ein Spiel, das immer wieder geht und für großes Gelächter sorgen kann.
Bei dieser Gelegenheit bemerkte ich, dass ich ziemlich müde wäre und eigentlich am liebsten wirklich schlafen würde, was ja aber leider nicht möglich wäre. Emilias ziemlich amüsierte Reaktion: "Nein, deht nich lafen! Farbe abdeht, hier!" mit einem deutlichen Hinweis auf mein Gesicht. Sie weiß nämlich genau, dass ich mich morgens schminke und hat sich nun selber zurechtgedacht, dass die Farbe wohl abgeht, wenn ich mich damit ins Bett lege. Gar nicht so dumm, oder? :-)
Und heute abend hat Emilia auf ganz amüsante Weise kurz und bündig eine Frage des großen Bruders beantwortet. Der unterhielt sich mit ihr über Essen, das sie gern mag, und fragte unter anderem: "Was ist denn dein Lieblingsbrotaufstrich?" Die Antwort: "Lecker!" Klar, so einfach ist das. :-)
Mittlerweile erfreut uns auch Emilchen schon mit Äußerungen ihrer Gedanken. Man möchte manchmal "zuhören" können, wie sich die Rädchen im Köpfchen drehen und auf welchem Weg so manche lustige Idee entsteht. Das geht nun nicht, aber schon die laut geäußerten Ergebnisse des Denkprozesses sind auf alle Fälle Highlights im Alltag. :-)
Eines davon erlebte ich kürzlich an einem ganz normalen Vormittag. Wir beide saßen in der Küche und alberten herum. Ich "musste" meine Augen zumachen und schnarchen. Emilia rief laut: "Aufwachen!", worauf ich ganz erschrocken fragen musste, wer mich denn da weckt. Die Antwort lautet grundsätzlich: "Ich!" Darauf darf unweigerlich nur eine Frage folgen: "Wer bist du denn?" - "Emilia! Hihihihi ..." Ein Spiel, das immer wieder geht und für großes Gelächter sorgen kann.
Bei dieser Gelegenheit bemerkte ich, dass ich ziemlich müde wäre und eigentlich am liebsten wirklich schlafen würde, was ja aber leider nicht möglich wäre. Emilias ziemlich amüsierte Reaktion: "Nein, deht nich lafen! Farbe abdeht, hier!" mit einem deutlichen Hinweis auf mein Gesicht. Sie weiß nämlich genau, dass ich mich morgens schminke und hat sich nun selber zurechtgedacht, dass die Farbe wohl abgeht, wenn ich mich damit ins Bett lege. Gar nicht so dumm, oder? :-)
Und heute abend hat Emilia auf ganz amüsante Weise kurz und bündig eine Frage des großen Bruders beantwortet. Der unterhielt sich mit ihr über Essen, das sie gern mag, und fragte unter anderem: "Was ist denn dein Lieblingsbrotaufstrich?" Die Antwort: "Lecker!" Klar, so einfach ist das. :-)
Sonntag, 26. Mai 2013
Einfach Alltag ...
... es läuft so vor sich hin, mal besser, mal nicht so toll für mich, aber immer mit den üblichen Notwendigkeiten: Waschen, Kochen, Putzen, Garten - vor und wieder zurück. Und zwischendurch Ausruhen, wenn's geht und der Kopf das braucht. Zeit und Kraft für den spaßigen Teil bleiben irgendwie nie übrig. Abends fall ich auf dem Sofa um ...
Zwischendurch gibts dann die kleinen Lichtblicke, die auch die alltäglichsten Tage erinnerungswürdig machen. Wie etwa folgendes Gespräch unter Männern:
"Du Papa, wenn's früher noch keine Computer gab, wie kam man da eigentlich ins Internet?"
"Na, ohne Computer gab's doch auch noch kein Internet."
"Ah, das hab ich mir fast gedacht!"
Oder der Nachmittag, an dem die Kinder beim Zusammenrechen nach dem Rasenmähen beschlossen, aus unserm Garten (320 m² :-D ) einen Pferdehof zu machen:
Raphael, der gern schon mal das für die Schulzeit in Aussicht gestellte Taschengeld verplant, versprach Tilda, ihr zum Geburtstag ein Pferd zu kaufen. Großzügig ist er jedenfalls. Dann überlegte er weiter: "Oder ich schenk dir gleich ein Mama-Pferd und ein Papa-Pferd. Hach, wär das niedlich, wenn hier lauter so kleine Pferdchen rumspringen würden! Und wir könnten dann ja auch welche verkaufen." Tilda: "Ooooch nöööö! Keine Pferde verkaufen!" Raphael: "Doch nur, wenn es zu viele werden. Und dann könnten wir ja auch Reitstunden anbieten, so für Leute, die einfach mal ausprobieren wollen, wie's so ist auf nem Pferd." Man sieht, er denkt schon ernsthaft über die Finanzierung nach.
Tilda plante die Futterbeschaffung und erklärte mir mit wichtig erhobenem Zeigefinger: "Ein paar kleine Beete können wir ja lassen für die Kinder und die Erwachsenen. Wir brauchen aber gaaanz viel Heu. Und Karotten, viiiieeele Karotten." Dann setzte sie hinzu: "Mama, ich wünsch mir wirklich ein eigenes Pferd. Genau so stell ich mir nämlich mein Leben vor." Ah ja. Ich sagte erstmal nichts weiter dazu, weil ich es für ein Spiel hielt. Für Mathilda war es das aber offenbar nicht.
Abends im Bett wurde dem Tildchen dann klar, dass das mit dem eigenen Pferd im Garten nicht wirklich geht, und es gab bittere Tränen. Als ich ihr vorsichtig beibrachte, dass das arme Pferdchen traurig wäre und gar nicht genug Platz hätte in dem kleinen Garten, schluchzte sie zum Erbarmen. "A...a...aber ihich geh doch auch ihimmer mit dem Pony auf die Festwiese." Es tat mir so leid, mir standen selber die Tränen in den Augen. Dass manche Träume sterben müssen, gehört eben zum Leben dazu. Traurig ist's trotzdem.
Aber für die Kinder ist ja noch nicht aller Tage Abend. Wer weiß, was noch kommt. So schön, wie sie schon gemeinsam planen, erfüllen sie sich eines Tages vielleicht doch mit vereinten Kräften einen großen Traum. Muss ja nicht unbedingt ein Pferdehof im Garten sein. ;-)
Überhaupt ergänzen sich die beiden Großen prima im Alltag. Die Unterhaltungen sind Gold wert und sollten eigentlich öfter aufgenommen werden. Manchmal erhascht man nur Teile eines Gesprächs und hört sich plötzlich selber reden. Als irgendein Spiel nicht gleich so lief, wie es sollte, meinte Raphael: "Ach, so weit hab ich jetzt nicht gedacht." Darauf Mathilda im allerschönsten Mama-Tonfall und wahrscheinlich wieder mit erhobenem Zeigefinger: "So weit MUSS man aber denken, wenn man ein echter Experte sein will!" Ja ja, wenn die zwei es zusammen anpacken, muss es ja was werden ... :-D
"Verstehste, Raphael, so isses halt."
Wenn schon keine Ponys, gibt es doch allerhand kleinere Tiere im Garten zu beobachten. Als beim Umdrehen eines Steins ein Ameisennest zutage kam, hockten die Kinder fasziniert davor und beobachteten, wie die flinken kleinen Krabbler ihre Eier und Larven in Sicherheit brachten. Irgendwann stellte Raphael fest: "Das sind ja gelbe Ameisen. Sowas hab ich noch nie gesehen. Na ja, vielleicht werden die ja öfter von der Katze angepinkelt." Ich glaube ja, dass er mit dieser Theorie dem hübschen rot-weißen Katerchen, das uns regelmäßig im Garten besucht, Unrecht tut.
Schön auch, wenn schon das kleine Emilchen anfängt im Garten zu helfen. Um sie vom Quatschmachen abzuhalten, bot ich ihr an, mit zu "jäten". Sie hatte richtig Spaß dabei und lernte sogar, was Wurzeln sind, und dass Löwenzahn große Wurzeln hat, weswegen sie den nicht aus der Erde gezogen kriegt. Das Thema fand sie so faszinierend, dass ich ihr bei jedem Pflänzchen, das ich ausjätete, die Wurzel zeigen musste. Sie nahm es mir dann mit höflichem "Danke!" ab und platzierte es im Unkrauteimer. Wirklich jedes Pflänzchen. Dauerte etwas länger so. Aber was solls, wenn's dem Kind Freude macht. Das Highlight war allerdings der Moment, als mir die kleine Gärtnerin strahlend einen zappelnden Regenwurm entgegenhielt und fragte: "Essen?" Zum Glück hat sie gefragt. Das rettete dem Wurm wohl das Leben.
"Auf geht's, den Garten umbuddeln!"
Emilia kann einem aber nicht nur ein Lächeln entlocken, wenn sie fröhlich ist. Sogar Ärger ist im Kleinformat richtig niedlich. Neuerdings mault sie immer, wenn ihr etwas gegen den Strich geht: "Mennooo!" Dazu die allerfeinste Schmollschnute. Man muss schon aufpassen, dass sie sich noch ernst genommen fühlt mit ihren Problemchen.
Als es neulich regnete und wir es eilig hatten, musste sie mal wieder im Kinderwagen sitzen. Das mag sie gar nicht mehr. Aber es ging nicht anders. Und dann musste auch noch der doofe Regenschutz drüber. Emilia quittierte das mit anhaltend lautem Gebrüll und wütendem Strampeln. Als sie sich nach einer Weile beruhigt hatte, versuchte ich, sie etwas aufzumuntern. Ein bisschen Quatsch, Grinsen, Kaspern - keine Reaktion. "Kannst du denn nicht mehr lächeln? Lächle doch mal!" (Zugegeben, ein dämlicher Versuch, aber was tut man nicht alles ...) Kind: "Nein!" Mama: "Warum kannst du denn nicht mehr lächeln?" Emilia mit finsterem Blick: "Sauer!"
OK, das war eine klare Ansage. Da weiß man doch, woran man ist. Also einfach in Ruhe lassen, bis der Ärger sich von selber legt. (Und heimlich in sich hineinlächeln, weil die Ansage so herrlich trocken aus dem süßen Mündchen kam. ;-) )
"Mennooo!"
Dank einem meiner kleinen Ausbrüche aus dem Alltag - dem monatlichen Treffen der Dresdner Nähbloggerinnen - sind immerhin wenigstens zwei ganz einfache Jerseymützen für meine beiden Mädels entstanden. Birnen für die Birnchen, sozusagen. :-) Emilia hatte sich im Lieblingsstoffladen spontan in den Jersey verliebt, und so kam er eben mit für die sowieso dringend benötigte dünne Mütze, die auch unter den Fahrradhelm passt. Die größere junge Dame des Hauses schloss sich dem Wunsch der kleinen an, und beim Fachsimpeln im Weltcafé fand sich dann auch die Gelegenheit zum Zuschneiden. Zusammengenäht sind die bewährten klimperkleinschen Minutenmützen dann wirklich ratzfatz. Noch auf jedes Modell schnell ein anderes Webbandlabel genäht, um morgendliche Verwirrungen beim Anziehen zu vermeiden und fertig.
Cooles Posen lernt man am besten von den Großen.
Und weiter im Alltag ... Jetzt geh ich erstmal auf dem Sofa umfallen. :-)
Freitag, 12. April 2013
Wie funktioniert ein Äquatorsimulator?
Sorry, ich habe keine Ahnung, da müsst ihr schon Raphael fragen. Der hat sowas. :-)
Unser Großer erzählt uns immer mal wieder Geschichten aus "seiner Welt". Ja, irgendwo gleich hinterm Mars hat er eine eigene Welt. Die ist viel unpraktischer, komplizierter, weniger vernünftig durchdacht, aber auch um Welten fantasievoller, gemütlicher, kreativer, bedürfnisgerechter und überhaupt viel unkonventioneller eingerichtet als unsere langweilige Erwachsenenwelt, und vor allem ANDERS. Ab und zu, besonders, wenn er sich über die doofe Elternwelt ärgert, bekommen wir zu hören, wie es bei ihm so ist. Ob ich da gern leben würde, weiß ich wirklich nicht. Wahrscheinlich eher nicht ... Auch wenn es dort auf alle Fälle immer interessant zugeht und keiner einen unnötigen Handgriff tun muss, wie etwa Aufräumen oder so ... :-D
Und das Wetter gibt's nach Wunsch. Zur Zeit schneit es dort niemals (bis zum nächsten schneefreien Weihnachtsfest auf unserer Erde wahrscheinlich ;-) ). Raphaels Welt simuliert nämlich den Äquator, sie ist also sozusagen ein "Äquatorsimulator". (O-Ton Raphael) Feine Sache, immer warm da. Dann macht auch das bisschen Regen nix aus. Wäsche raushängen muss ja dort keiner ...
Herrlich, so viel Fantasie, oder? Was wohl aus einem Kind wird, das sich liebend gern seine eigenen Gedanken über die Einrichtung der Welt macht und mit 6 ganz lässig Wörter wie "Äquatorsimulator" drauf hat? Vielleicht ein Ingenieur, der Dinge möglich macht, von denen wir heute nur träumen können ... Mal sehen.
Unser Großer erzählt uns immer mal wieder Geschichten aus "seiner Welt". Ja, irgendwo gleich hinterm Mars hat er eine eigene Welt. Die ist viel unpraktischer, komplizierter, weniger vernünftig durchdacht, aber auch um Welten fantasievoller, gemütlicher, kreativer, bedürfnisgerechter und überhaupt viel unkonventioneller eingerichtet als unsere langweilige Erwachsenenwelt, und vor allem ANDERS. Ab und zu, besonders, wenn er sich über die doofe Elternwelt ärgert, bekommen wir zu hören, wie es bei ihm so ist. Ob ich da gern leben würde, weiß ich wirklich nicht. Wahrscheinlich eher nicht ... Auch wenn es dort auf alle Fälle immer interessant zugeht und keiner einen unnötigen Handgriff tun muss, wie etwa Aufräumen oder so ... :-D
Und das Wetter gibt's nach Wunsch. Zur Zeit schneit es dort niemals (bis zum nächsten schneefreien Weihnachtsfest auf unserer Erde wahrscheinlich ;-) ). Raphaels Welt simuliert nämlich den Äquator, sie ist also sozusagen ein "Äquatorsimulator". (O-Ton Raphael) Feine Sache, immer warm da. Dann macht auch das bisschen Regen nix aus. Wäsche raushängen muss ja dort keiner ...
Herrlich, so viel Fantasie, oder? Was wohl aus einem Kind wird, das sich liebend gern seine eigenen Gedanken über die Einrichtung der Welt macht und mit 6 ganz lässig Wörter wie "Äquatorsimulator" drauf hat? Vielleicht ein Ingenieur, der Dinge möglich macht, von denen wir heute nur träumen können ... Mal sehen.
Freitag, 5. April 2013
Umweltfeindliches Abendessen?
Heute gab's bei uns Krautnudeln - einfach und total lecker. Nudeln, gebratenes Weißkraut und Braten- und Soßenreste zusammen, und fertig. Die Kinder verspachtelten das Ganze begeistert, und Mathilda fand das Kraut besonders gut. Zu dem Hinweis, dass es sehr gesund wäre, musste ein Familienmitglied unbedingt hinzufügen, dass man davon auch (ähem) sehr gut pupsen könne. :-p
Natürlich kommt von den Kindern das unvermeidliche "Warum?". Die Erklärung, dass es die Gasproduktion im Bauch anregt, wurde von Mathilda mit Erschrecken aufgenommen. Alarmiert und voller Ernsthaftigkeit hob sie den Zeigefinger und rief: "Ey, Gas zerstört den Wald!" Das hatte sie nämlich heute vormittag im Waldprojekt gelernt.
Oh oh, da gibt man sich alle Mühe - heute war wirklich alles von den Nudeln übers Weißkraut bis hin zum Rindfleisch vom regionalen Bauernhof Bio, und dann lauern Umweltgefahren im Abendessen, die man nicht bedacht hat. Man kann's aber auch gar nicht richtig machen. Dabei haben wir nicht mal ein Auto ... :-D
Natürlich kommt von den Kindern das unvermeidliche "Warum?". Die Erklärung, dass es die Gasproduktion im Bauch anregt, wurde von Mathilda mit Erschrecken aufgenommen. Alarmiert und voller Ernsthaftigkeit hob sie den Zeigefinger und rief: "Ey, Gas zerstört den Wald!" Das hatte sie nämlich heute vormittag im Waldprojekt gelernt.
Oh oh, da gibt man sich alle Mühe - heute war wirklich alles von den Nudeln übers Weißkraut bis hin zum Rindfleisch vom regionalen Bauernhof Bio, und dann lauern Umweltgefahren im Abendessen, die man nicht bedacht hat. Man kann's aber auch gar nicht richtig machen. Dabei haben wir nicht mal ein Auto ... :-D
Dienstag, 29. Januar 2013
Bitte schnell mal lächeln!
Gut, dass uns die Kinder immer wieder Grund dazu geben. Lachen ist so wichtig, gerade, wenn einem das Leben ansonsten mal nicht so leicht fällt. Daran, dass der Mann im Haus neuerdings zwei Tage pro Woche eben nicht im Haus ist, muss man sich erstmal gewöhnen und sich neu organisieren. Und auch sonst die eine oder andere Sorge bekämpfen ...
Aber ich hatte ja was zum Lächeln versprochen:
Mathilda erklärte neulich mal so ganz nebenbei: "Eulen kann man nicht essen, weil die ja immerfort wegfliegen."
Logisch. Würden die Viecher nicht immer wegfliegen, könnte man ja öfter mal so im Vorbeigehen die Zähne in 'ne Eule schlagen ... Wer weiß, welcher Genuss einem da entgeht ...
Immer wieder muss ich grinsen, wenn ich an den Spruch denke und mir das vorstelle ...
Raphael hat zu Weihnachten einen Weltatlas für Kinder bekommen, in dem unter anderem das Thema Tourismus behandelt wird. Neben anderen Varianten wird da auch die "Kulturreise" erklärt. Wir hatten also schon darüber gesprochen, was Kultur so alles ist.
Gestern ergab es sich, dass er in der recht vollen Straßenbahn stehen musste, und zwar direkt an der Tür (mit hohen Glasscheiben). Er wusste der Situation gleich etwas Gutes abzugewinnen und verkündete laut und fröhlich: "Das ist eigentlich ganz praktisch so. Da kann ich die ganze Kultur von oben bis unten sehen."
Nicht nur wir hatten an dem Abend was zu lachen.
Und auch das Kleinste bringt uns zum Lachen, wenn auch - mangels Sprechfähigkeit - nicht ausschließlich verbal. Ist doch schon richtig raffiniert, wenn Mama fragt, wo der verdächtige Geruch herkommen könnte, und die Windelträgerin auf ihre Puppe zeigt, deren Kleid hochschiebt und anfängt an der Hose zu ziehen - Man weiß genau, was sie meint: "Hier, Mama, die war's! Ich doch nicht ..."
Auch schön: Emilia gab uns zu verstehen, dass sie Hunger hat, indem sie einen Teller aus dem Schrank holte und zu uns brachte. Mama: "Möchtest du Brot?" - Energisches Kopfschütteln. - "Möchtest du Apfel?" - Wieder Kopfschütteln. - "Möchtest du Müsli?" - Breites Grinsen, Arme wurden in die Luft geworfen und Kind rief: "Juhuuu!" Sprich: "Na endlich hat sie's kapiert!"
Aber ich hatte ja was zum Lächeln versprochen:
Mathilda erklärte neulich mal so ganz nebenbei: "Eulen kann man nicht essen, weil die ja immerfort wegfliegen."
Logisch. Würden die Viecher nicht immer wegfliegen, könnte man ja öfter mal so im Vorbeigehen die Zähne in 'ne Eule schlagen ... Wer weiß, welcher Genuss einem da entgeht ...
Immer wieder muss ich grinsen, wenn ich an den Spruch denke und mir das vorstelle ...
Raphael hat zu Weihnachten einen Weltatlas für Kinder bekommen, in dem unter anderem das Thema Tourismus behandelt wird. Neben anderen Varianten wird da auch die "Kulturreise" erklärt. Wir hatten also schon darüber gesprochen, was Kultur so alles ist.
Gestern ergab es sich, dass er in der recht vollen Straßenbahn stehen musste, und zwar direkt an der Tür (mit hohen Glasscheiben). Er wusste der Situation gleich etwas Gutes abzugewinnen und verkündete laut und fröhlich: "Das ist eigentlich ganz praktisch so. Da kann ich die ganze Kultur von oben bis unten sehen."
Nicht nur wir hatten an dem Abend was zu lachen.
Und auch das Kleinste bringt uns zum Lachen, wenn auch - mangels Sprechfähigkeit - nicht ausschließlich verbal. Ist doch schon richtig raffiniert, wenn Mama fragt, wo der verdächtige Geruch herkommen könnte, und die Windelträgerin auf ihre Puppe zeigt, deren Kleid hochschiebt und anfängt an der Hose zu ziehen - Man weiß genau, was sie meint: "Hier, Mama, die war's! Ich doch nicht ..."
Auch schön: Emilia gab uns zu verstehen, dass sie Hunger hat, indem sie einen Teller aus dem Schrank holte und zu uns brachte. Mama: "Möchtest du Brot?" - Energisches Kopfschütteln. - "Möchtest du Apfel?" - Wieder Kopfschütteln. - "Möchtest du Müsli?" - Breites Grinsen, Arme wurden in die Luft geworfen und Kind rief: "Juhuuu!" Sprich: "Na endlich hat sie's kapiert!"
Samstag, 20. Oktober 2012
Menschlein, ärgere dich (nicht)
Es ist ja nicht grundsätzlich falsch, sich zu ärgern. Das kommt nun mal vor im Leben. Und manchmal muss man den Ärger eben verbal loswerden, bevor man platzt. Am besten mit Humor, denn mit einem Augenzwinkern betrachtet, ist die ganze Sache oft nur noch halb so schlimm.
Zu einer Erkenntnis in der Art muss wohl auch Mathilda schon gekommen sein. Denn heute erklärte sie mir : "Weißte Mama, wenn ich mich ärger, sag ich jetzt immer "Kosmetiktasche!" Das is doch lustig. Und "Kacke" is ja auch so'n schlimmes Wort."
Zu einer Erkenntnis in der Art muss wohl auch Mathilda schon gekommen sein. Denn heute erklärte sie mir : "Weißte Mama, wenn ich mich ärger, sag ich jetzt immer "Kosmetiktasche!" Das is doch lustig. Und "Kacke" is ja auch so'n schlimmes Wort."
Foto mal nicht von mir, sondern meinem Bruder, dem coolsten Onkel unserer Kinder. ;-) Weitere Werke zu bewundern bei ART-ifact.
Sonntag, 2. September 2012
Blumenmädchen
Letztes Wochenende kontaktierten uns Freunde, die wir schon eine Weile nicht gesehen hatten. Der Sohn wollte heiraten und man kannte kein kleines süßes Mädchen zum Blumen streuen! Man erinnerte sich, dass wir doch so ein Exemplar zu Hause haben. :-) So wurde Mathilda für diese verantwortungsvolle Aufgabe engagiert und sollte mit Oma und Opa zur Hochzeit gehen (weil wir mit Raphael schon zur Einschulung seines Kumpels eingeladen waren). Innerhalb einer Woche musste die junge Dame der Würde des Auftrags entsprechend ausgestattet werden. Nähen war nicht drin, da in der Woche auch noch zwei von drei Kindern krank wurden. :-p Aber zum Glück hatte es gerade von den anderen Großeltern ein passendes Kleid zum Geburtstag gegeben. Also fehlten nur noch ein paar passende rosa Accessoires und ein Paar feine Schühchen. Die Sachen wurden eiskalt gekauft. Nichts Selbstgemachtes dieses Mal. ;-)
Ich finde unser Blumenmädchen aber sooo süß, dass es sich hier trotzdem zeigen darf. Es war natürlich ganz besonders stolz auf sein schickes Outfit und die wichtige Aufgabe, die es übernehmen durfte.
Und weil Katha, die so nett war, mein Blog unter ihren Lieblingsblogs vorzustellen, so gern die Sprüche unserer Kinder liest, gibts gleich zwei ganz aktuelle von Mathilda:
Am Abend nach der Hochzeit erzählte sie uns: "Wir waren in einer Kirche, da war der Jesus angekreuzt!" :-)
Gleich danach bekam ich einen dicken Schmatzer zum "Gute Nacht" sagen. Das kommentierte sie mit: "Weißte Mama, kein Wunder, dass ich so laut knutsche. Ich hab nämlich auch die Nase zu." (Die beiden Geschwister sind gerade erkältet.) :-D
Ich finde unser Blumenmädchen aber sooo süß, dass es sich hier trotzdem zeigen darf. Es war natürlich ganz besonders stolz auf sein schickes Outfit und die wichtige Aufgabe, die es übernehmen durfte.
Und weil Katha, die so nett war, mein Blog unter ihren Lieblingsblogs vorzustellen, so gern die Sprüche unserer Kinder liest, gibts gleich zwei ganz aktuelle von Mathilda:
Am Abend nach der Hochzeit erzählte sie uns: "Wir waren in einer Kirche, da war der Jesus angekreuzt!" :-)
Gleich danach bekam ich einen dicken Schmatzer zum "Gute Nacht" sagen. Das kommentierte sie mit: "Weißte Mama, kein Wunder, dass ich so laut knutsche. Ich hab nämlich auch die Nase zu." (Die beiden Geschwister sind gerade erkältet.) :-D
Sonntag, 15. April 2012
Eine Busfahrt, die ist lustig ...
... jedenfalls mit Kindern. Letzte Woche unterwegs durch die Stadt mit unseren beiden "Großen". Die Straßenbahn hielt strategisch günstig an der roten Ampel gleich neben einer Plakatwand. Sowas führt unweigerlich zu Fragen. Raphael: "Mama, für was ist das Plakat?" Mama: "Welches? Da sind doch ganz viele." - "Na, das mit der Frau!" - "Welche Frau?" (Waren auch mehrere zur Auswahl.) Mathilda war nicht so begriffsstutzig wie ich, wusste gleich, welche gemeint war, und kommentierte unter Gekicher: "Jaaa, die is ganz komisch, oder? Die liegt nackig da und hat Draußenschuhe an!" Ach, DIEEE ... "Das Plakat ist für eine Messe." Das lässt die Kinder sofort aufhorchen, denn Messe ist was Interessantes, wie sie wissen, seit sie mit Oma und Opa auf der "Reiten, Fischen, Wandern" waren. Also sofort nachgehakt: "Und wie heißt die?" - "E*rotikmesse." Darauf natürlich: "Und was is E*rotik?" Ich habe nun absolut kein Problem damit, das zu erklären. Raphael hat sowieso schon gründlich erfragt, wie die Babys denn nun wirklich in den Bauch kommen. Aber vor den gespannt lauschenden Mitreisenden wollte ich das nun lieber doch nicht erledigen. ;-) Also Kinder erstmal auf zu Hause vertröstet. ... Recht haben sie aber. Da muss man schon nachfragen. ... Nackig mit Draußenschuhen ... also echt, absurd, oder? :-D
Später stiegen wir dann in einen ziemlich vollen Bus ein. Einen freien Platz gab es noch auf einer 4er Sitzgruppe. Die restlichen 3 waren von größeren Jungs besetzt, Abiturienten schätzungsweise. Mathilda wollte da absolut nicht sitzen, also setzte Raphael sich. Die Jungs unterhielten sich, wie sich Jungs in dem Alter eben unterhalten. Unter anderem ging es um ein bestimmtes Mädchen und was da so geht. Einer setzte, wie ich amüsiert registrierte, gerade zum S... Wort an und bog dann mit einem Seitenblick auf Raphael noch gerade so zu "Bienchen und Blümchen" ab. Als ob uns das hätte schrecken können nach der erwähnten Vorgeschichte. :-D Man redete weiter, harmloses Zeug in meinen Ohren, ... Skifahren ... blablabla ... Irgendwann wurde gleich über den Gang ein Zweiersitz frei. Bevor ich dazu kam, mich dort neben Mathilda niederzulassen, rutschte Raphael auf den freien Platz und erklärte (nicht eben leise :-o) "Mama, ich kann das Gequatsche von den Männern nicht mehr ertragen!" OK, ich ließ das erstmal lieber so stehen und befriedigte meine Neugier nach dem Aussteigen. Auf meine Nachfrage, was er denn so Schlimmes gehört hätte, brach die ganze Empörung eines 5jährigen aus Raphael heraus: "Die haben erzählt, dass da jemand neben denen in Badehose Skifahren war! Das war mir ja schon beim Zuhören peinlich!!!" Und etwas verschämt: "Bloß gut, dass die meine Gedanken nicht lesen konnten ..." Ich musste mir schon große Mühe geben, seine ehrliche Empörung ernst zu nehmen und nicht allzu laut zu lachen.
Es ist doch immer wieder interessant, wie Kinder die Welt so sehen. Durch ihre Augen und Ohren ist sie jedenfalls weit lustiger und aufregender als durch die eines Erwachsenen. Mir würde was fehlen ohne solche Einlagen ... ;-)
Donnerstag, 22. März 2012
Kreative Neuinterpretation
Mathilda und Raphael (die wieder daheim sind, weil im Kindergarten - zu Recht - gestreikt wird) hörten sich heute vormittag ihre Mozart-CD für Kinder an. Das ist einfach eine Sammlung kürzerer Stücke, ansonsten nicht extra für Kinder aufbereitet. Mathilda hält das Ganze trotzdem für eine Art Hörspiel. Als das Lied "Das Veilchen" erklang, gesungen von einer Frau mit Opernsopran, deutete sie das so: "Jetzt ist der Mozart gefressen. Von nem Wal. Weil die Frau so traurig singt."
:-D
Und wieder mal hält mich das Lachen wenigstens etwas aufrecht. Denn Emilia (4 obere Schneidezähne stehen gleichzeitig in den Startlöchern, erkältet ist sie auch) interpretiert meine Nächte neu. "Zeit des Schlafes und der Erholung", eine allgemein verbreitete Konnotation von "Nacht", trifft auf das, was ich hier seit fast 2 Wochen erlebe, jedenfalls nicht zu. Ich schleiche im Halbschlaf durch den Tag und verbrauche alle Energie dafür, nicht im Stehen einzuschlafen und für die Kinder ein Mindestmaß an Geduld aufzubringen. Haushalt ... nur das Nötigste. Gut, dass ich wenigstens ein schönes Wohnzimmer habe, in dem ich den Rest ignorieren kann. ;-) Meine Nähmaschine habe ich zwar wieder, aber in dem Zustand kann ich mich zum Nähen nicht aufraffen. Wahrscheinlich würde sowieso nichts Gescheites draus. Hirn hat einen Teil seiner Tätigkeit vorübergehend eingestellt. :-( Ich brauche ganz dringend Schlaaaaaf! Der Kindsvater hats gut. Der ist schon wieder beruflich unterwegs und darf ruhige Hotelnächte genießen. ;-)
Ich kann es nur hoffnungsvoll wiederholen: "Alles nur eine Phase ...."
Dienstag, 28. Februar 2012
Kindermund ...
... tut Wahrheit kund. Mal kreativ und mal geradeheraus und auf den Punkt getroffen. Wir hatten heute beides.
Morgens kam Raphael ins Schlafzimmer gehüpft und verkündete: "Mama, heute willste nich rausgehn." Ich: "Wieso denn nicht?" Raphael: "Na, heute hat Gott gleich die ganze Welt mit allem in die Waschmaschine gesteckt!" Kreativer kann man eigentlich nicht sagen, dass es ziemlich doll regnet. :-)
Abends saßen wir am Tisch, den die Kinder gedeckt hatten. Irgendwie waren sie sich nicht einig über die Sitzverteilung gewesen, so dass Teller und Besteck für den Papa an unterschiedlichen Plätzen gelandet waren und er ohne Besteck dasaß. Auf den Vorschlag, sich nächstes Mal abzusprechen, antwortete Raphael, dazu hätten sie halt keine Lust gehabt. Darauf der Familienvater gespielt geknickt: "Ja ja, und der Leidtragende ist wieder der arme Vater." Das konnte Mathilda so nicht stehen lassen. Sie erklärte voller Überzeugung mit strahlendem Gesichtchen: "Papa, du bist doch nicht arm! Du hast doch uns! Und die Mama!" Wow ... Das war so ein Moment, wo einem die Tränen in die Augen schießen und man mal wieder voller Dankbarkeit (wie leider viel zu selten) erkennt, wie reich man tatsächlich ist. Aus den Mündern der jungen Kinder ...
Dienstag, 3. Januar 2012
Christkind oder Weihnachtsmann - mal anders
So, bevor ich zur weihnachtlichen Nachlese komme, für die noch Fotos zu bearbeiten sind, hab ich wieder mal einen lustigen Spruch von Raphael für alle, die was zum Lachen brauchen. Folgendes Gespräch ergab sich kürzlich bei uns:
Mama erzählt: "Der Jo (mein Bruder) wollte als Kind immer Pilot oder Pfarrer werden."
Raphael: "Was ist ein Pfarrer?"
Mama: "Sowas wie ein Pastor, aber in der Kirche."
Raphael: "Und was macht der?"
Mama: "Sonntags predigt der und er kümmert sich auch sonst um die Gemeinde."
Raphael: "Warum gehen wir nicht in die Kirche?"
Mama: "Na, weil wir eine andere Gemeinde haben, wo es uns gefällt."
Raphael: "Warum?"
Mama: "Tja, weil es in der Kirche leider Pfarrer gibt, die selber gar nicht wirklich an Jesus glauben."
Raphael: "Und was predigen die dann - etwa vom Weihnachtsmann?!"
Tja, Christkind oder Weihnachtsmann, das ist hier die Frage. :-D
(Nur noch ein Nachtrag: Ich möchte hier natürlich niemanden verletzen. Ich bin überzeugt, dass man auch in der Kirche eine geistliche Heimat finden kann. Und ich kenne überzeugte gläubige Pfarrer, die mit ihrem Leben hinter ihrem Reden stehen. Ich persönlich habe es aber während meiner Kindheit auch anders erlebt und es hat sich daher ergeben, dass wir eher freikirchlich geprägt sind.)
Sonntag, 13. November 2011
Liebe ist ...

... manchmal eine Weisheit aus dem Mund eines 5jährigen.
Wenn man mit Raphael unterwegs ist, kommen schon mal hochphilosophische Gespräche zustande. Gestern kamen wir drauf, wie traurig es ist, wenn Eltern sich trennen und die Kinder dann nur noch bei einem von beiden sein können. Raphael meinte: "Danke, dass ihr das nicht macht." Und dann voller Überzeugung: "Weißte Mama, Liebhaben ist doch das halbe Leben!" (Jaja, mit der Ordnung hat er's eben eher nicht so. ;-) Aber wo er recht hat ... Es gibt tatsächlich Wichtigeres.)
Freitag, 11. November 2011
Erziehungsfehler?
Bei manchen Äußerungen der Kinder fragt man sich schon, ob man mit der Erziehung alles richtig macht. ;-)
Gestern abend beim Schlafengehen: Mama ist damit dran, mal wieder zu Raphael ins Bett zu krabbeln zum Kuscheln und Vorsingen. Papa will sich seiner kleinen "Prinzessin" Mathilda annehmen. Bei der wachsen allerdings mal wieder mächtig die Hörnchen aus dem kleinen Trotzköpfchen und sie protestiert lautstark. NEEEIIIN! Nur die Mama soll jetzt mit ihr kuscheln. Der Papa darauf mit einem Augenzwinkern: "Na, so verdirbst du es dir aber mit deinem Vater."
Mathilda brüllend: "NEEEIIIN! Die Mama soll mich verderben!"
Wenn das mal gutgeht .... :-D
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