Da bin ich mal wieder, ganz nach Plan und mit schönster Regelmäßigkeit, wie ich betonen möchte. Immer zu Weihnachten und Ostern hat doch auch Methode, oder? :-D Nein, ich gebe es zu, eigentlich nehme ich mir nach jedem Post vor, den nächsten möglichst bald folgen zu lassen. Aber wie es so ist - mal ist dies und mal ist jenes und dann sind eben ganz schnell ein paar Monate ins Land gezogen.
In letzter Zeit (also eigentlich seit den Herbstferien) erging es uns wie wohl sehr vielen diesen Winter. Viren und Bakterien gaben sich die Klinke in die Hand, so dass nur selten für ein, zwei Tage alle Kinder die Schulbank drückten und auch der Mann seiner Arbeit nachging. Kaum traute ich mich dann hoffnungvoll, einen Plan zu fassen, was ich endlich mal in Ruhe erledigen könnte, wenn alle unterwegs sind, hatten wir wieder im Krankheitsroulette gewonnen und der nächste musste daheim bleiben. Mutter hält wie immer durch (bis auf ein angesichts der Gesamtsituation zu vernachlässigendes Zwischenspiel) und pflegt oder bespaßt die Invaliden - je nach Zustand.
Und so geht es munter weiter - heute knapse ich mir ein bisschen Zeit hierfür ab, mussten wir doch eh mal wieder ungeplant den ganzen Tag daheim bleiben. Kind 3 hat Fieber, was sonst? Nächste Woche soll ja der Frühling endlich Einzug halten. Hoffentlich können wir die glückliche Kombination aus Frühlingserwachen und Osterferien noch ein bisschen genießen.
Das Osterwochenende ist uns trotz allem nicht ganz verdorben - den sonnigen Karfreitag haben wir gut genutzt. Und am heutigen düsteren Ostersonntag machen wir es uns eben gemütlich und freuen uns da dran, so.
Ich präsentiere unser Ostern in Bildern - was gerade besonderen Spaß macht, weil ich, seit mich vor wenigen Wochen die vierte Null ereilte, ein neues Knipsspielzeug habe, mit dem ich ganz viel üben muss. :-)
Deko muss sein - wenn auch eher dezent und in Maßen. Statt Weihnachtskugeln kommen eben schlichte Keramikeier unter die Glashauben, der Weidenkranz wird mit ein paar Wachteleierchen, Federn und Moos geschmückt und auf dem Tisch stehen natürlich Eierstöcke. Wie, mit sowas schmückt ihr nicht eure Wohnung? Wir schon, seit unser Ältester mit drei Jahren zum ersten Mal bewusst den geschmückten Osterstrauch würdigte, indem er begeistert auf und nieder hüpfte und rief: "Oh, Eierstöcke, Eierstöcke!" :-D Da sind sie, auch in diesem Jahr wieder. Ganz eindeutig Eierstöcke, oder nicht?
Am Karfreitag feiern wir traditionell - ob das erlaubt ist oder nicht ;-) - Ostern einfach schon mal vor. Wir treffen uns mit lieben Freunden und borgen deren Einzelkind sozusagen ein paar Geschwister, damit die Ostersuche lustiger wird. Ein Waldspaziergang gehört auch zur Tradition und das Wetter spielt allermeistens ziemlich gut mit, so auch dieses Mal.
Wir Mamas spielen Osterhasen, bevor die ganze Rasselbande anrückt. Dieses Jahr gar nicht so einfach, so ganz ohne grünende Versteckmöglichkeiten. Aber wenigstens ergeben Blümchen und bunte Eier ein hübsches Osterbild.
Der Osterhase hatte da schon mal was vorbereitet - Osternestchen für die Freunde, untergebracht in Kuchenförmchen, die auch feuchtem Gras trotzen, wenn es sein muss. Und wenn sie leergefuttert sind, kann man praktischerweise auch noch Kuchen drin backen.
Alle Eier, Nester, Körbchen gefunden, Mittagessen verputzt - Zeit zum Sonne tanken im Wald. Noch steht dem kein Blätterdach im Wege.
Gut, dass es Gummistiefel gibt, denn der kleine Bachlauf ist natürlich wesentlich spannender als ein schnöder Weg.
Entdeckt man solche wilden Winkel, glaubt man kaum, dass das Waldstück von oben gesehen wohl kaum der Rede wert ist ...
... aber schön allemal. So gelangt man allerdings schneller als gedacht wieder auf zivilisierten Boden, bebaut zum Beispiel mit einem netten Spielplatz. Mit dem Bach kommt der zwar nicht mit, aber auch da kann man ganz gut durch die Gegend wuseln.
Manche so schnell, dass kaum ein Bild gelingt, auf dem ein Gesicht zu sehen wäre. :-)
Andere sind nicht ganz so flink, so dass man an der Stelle ein klein wenig mehr Glück hat. :-)
Der Abend klang gemütlich mit einem kleinen vorgezogenen Osterfeuerchen aus. Das wärmte zum Glück schön, denn man spürte schon, dass sich an diesem Wochenende der Frühling wohl noch nicht durchsetzen wird.
Der Samstag dräute wie angedroht duster und wurde auch im Lauf des Tages nicht besser. Das störte aber wenig. Einkäufe, das Backen von Keksen und Karottenkuchen, Vorkochen des Sonntagsessens, Eierfärben ... lässt sich auch ohne Sonne gut erledigen. Halt mal, Eierfärben? Das hab ich doch gar nicht gemacht! Hab ich mir dieses Jahr gespart, juhu! Ich muss wieder mal was zugeben, was vielleicht nicht sooo perfekt in die heile Familienbloggerwelt passt. Genau wie das Plätzchenbacken mit Kindern hasse ich Eierfärben, jawohl. Dieses Gematsche immer. Und nie werden sie so schön gleichmäßig, wie ich sie gern hätte. Das stundenlange Rumgedrehe, um dann präsentable Blogbilder zu bekommen, bäh. :-D Da kam es mir gerade recht, dass die Jüngste neulich beim Einkauf Ostereierstifte entdeckte und drauf bestand, die zu erwerben. Aber gerne doch. So musste ich die Eier nur kochen und hüten, bis sie eeendlich einigermaßen ausgekühlt waren, Kinder davorsetzen, Stifte freigeben, fertig. Und wir haben total kreative Eier. Da wachsen Kakteen neben Frühblühern, zeigen sich die schönsten Weihnachtsszenen, brennt das Feuer des heiligen Geistes, breiten sich selbst entworfene Teppichmuster aus - kurz, so ungewöhnliche Eier hatten wir noch nie. Ich find sie gut. Vor allem, weil ich sie nicht färben musste. :-p
So zieren die schönen bunten Kreationen den Osterfrühstückstisch, zusammen mit den Nestchen, die bei uns vom Osterhasen immer über Nacht auf den schon bereitgestellten Frühstückstellern hinterlassen werden.
Der Hase weiß offenbar, was mir gefällt. Dieses Mal hat er die Naschereien in schicken Kuchenförmchen aus dem Drogeriemarkt arrangiert. Man siehts hier nicht, aber das Muster passt sogar zu unserm Teppich. :-D
Nachdem wir festgestellt hatten, dass wir mit einem fiebernden Kind heute wohl nirgendwo hingehen würden, konnten wir denn auch ganz besonders gemütlich frühstücken. Da blieb sogar Zeit für ein paar weitere Kameraspielereien mit den Eierstöcken.
Zu Mittag kam noch lieber Besuch, wir haben ein paar kleine Geschenke versteckt und auch wiedergefunden, Karottenkuchen und Schokocookies genossen, das kranke Kind gehätschelt ... und damit mache ich jetzt weiter, bis es einschläft ...
Frohe Ostern noch allerseits und genießt die Frühlingssonne, wenn sie endlich kommt!
Mit etwas Glück kommt auch demnächst wieder Genähtes. Ungezeigte Werke sind reichlich vorhanden. Bis dann!
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Sonntag, 1. April 2018
Montag, 11. Dezember 2017
Joy to the world ...
... trotz allem.
Es ist mal wieder Weihnachtszeit, und unsere fing gleich turbulent an. Am 1. Advent steigerten sich die leichten Schmerzen im Knie, über die Kind 2 schon länger geklagt hatte ("Wirst wohl wachsen ..."), so weit, dass es beim Laufen Tränen gab. Da musste natürlich etwas unternommen werden. Also am Montag ab zur Kinderärztin. (Dass ich nebenher Zahnschmerzen hatte, konnte ich noch wegstecken. Erstmal das Kind, dann sehen wir weiter ...)
Das Kind wollte auch am Montagmorgen auf keinen Fall mit seiner Klasse ins Theater fahren, weil es sich den Weg nicht zutraute. Da musste schon wirklich etwas faul sein, immerhin, es drohte keine langweilige Schule, stattdessen würde es etwas richtig Schönes verpassen. Half leider nix, definitiv Kinderärztin. Die konnte bei aller Mühe nichts feststellen, Blutuntersuchung ergab ebenfalls nichts. Sie versprach also, uns einen Termin in der Kinderchirurgie des Krankenhauses zu besorgen, weil die sich da besser mit Kinderbeschwerden auskennen würden als die Radiologen im Ärztehaus.
Am Dienstag war die Kinderchirurgin nicht im Haus, es kam also auf einen neuen Versuch am Mittwoch an. Dafür blieb Kind 3 nun auch mit daheim - fiebriger Infekt. Nix für einen Schultag, aber durchaus nach Bespaßung verlangend. Wo wir schon mal Zeit hatten, haben wir eben Plätzchen gebacken und dekoriert. Das heißt, ich habe größtenteils die Mädels machen lassen und nur hier und da helfend eingegriffen. Geht mittlerweile ganz gut, hat was, fühlt sich gleich weniger stressig an. :-)
Mein Zahn weigerte sich leider hartnäckig, sich zu beruhigen, und ich kam nicht umhin, am Mittwoch morgen trotz dem erwarteten Anruf von der Ärztin zum Zahnarzt zu gehen. Gesagt, getan, Zahn reparieren lassen und ganz sehr hoffen, dass der Nerv sich dann auch wieder einkriegt. Wurzelbehandlung vor Weihnachten will weder ich noch der Zahnarzt ...
Schnell wieder ab nach Hause, der Anruf war schon gekommen - chirurgische Ambulanz ab 9.00 Uhr. Und es war schon kurz vor 9. Also gleich wieder los, in der irrigen Annahme, dass man ja wohl zu der Zeit, für die sich der Bofrost-Mann angekündigt hatte, wieder da wäre, in reichlich 2 Stunden sollte doch diese eine Untersuchung ... wie kann man blauäugig sein ...
Dezente Verwirrung bei der Anmeldung, weil alles telefonisch gelaufen war und wir keinerlei Papier dabei hatten. Ich glaube, manchmal ist die ungeliebte und unfreiwillige Privatversicherung der Kinder doch zu was gut. Damit geht dann offenbar noch einiges ...
Chirurgische Ambulanz - warten, malen, vorlesen, warten ... Untersuchung ... warten ... Röntgen ...warten, nichts. Heißt, das Kind braucht ein MRT. Da ist nun aber ohne stationäre Aufnahme nicht in absehbarer Zeit ranzukommen. Also ließen wir uns eben stationär aufnehmen. Wieder ein bisschen warten, zum xten Mal die gleichen Fragen beantworten, messen, wiegen, noch mal untersuchen, wieder Blutabnahme, ach, gleich noch einen Zugang fürs Kontrastmittel (schade, linker Arm, bissel blöd jetzt. Hätten wir das gewusst, hätten wir das Betäubungspflaster bei unserer Linkshänderin lieber rechts kleben lassen. Na ja, ist nun halt so, sie gewöhnt sich dran.) Aufklärung zum MRT, tausend Zettel unterschreiben. Dann endlich auf Station, eine Schwester brachte uns aufs Zimmer und verschwand wieder. Das etwas fiebrige Jüngste, das notgedrungen mit musste und bis dahin vorbildlich brav war, wälzte sich nun am Boden und erklärte nachdrücklich, es müsse nun wirklich nach Hause. Ich erkundigte mich also vorsichtig, ob wir immer noch auf irgendwas warten und - nein, es war nur grad stressig, 3 Aufnahmen gleichzeitig. Wir durften nach 5 Stunden gehen, das jammernde Jüngste endlich mit Essen versorgen, schnell nen Kaffee trinken und Sachen für Kind 2 packen. Puuuh .... Zurück ins Krankenhaus, dem Kind Gesellschaft leisten. Zum Glück bekam es noch eine nette Zimmergenossin und war nicht so allein beim Abschied.
Den nächsten Tag verbrachten wir (Kind 2 und ich) wartend im Krankenhaus. (Kind 3 konnte zum Glück anderweitig untergebracht werden, Opa sei Dank!) MRT war recht schnell für Freitag morgen angesetzt worden, das große Mädel würde also noch eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen - mangelnde Begeisterung. Eine Ultraschalluntersuchung, die im Lauf des Tages stattfinden sollte, kam dann doch nicht. Die Bettnachbarin durfte gehen, unser Kind nicht - Tränen. Aber die liebe Stationsschwester meinte, sie hätte nach einer weiteren Entlassung "noch ein Mädchen übrig" :-). Das kam mit ins Zimmer und schon sah die Welt wenigstens ein klein wenig besser aus.
Am Freitag konnte Kind 3 zum Glück wieder in die Schule, musste aber hingebracht werden, da es sich weigerte, überhaupt zu gehen, wenn es die 100 Meter Schulweg allein bewältigen müsste ... Was soll's, machen wir auch noch. Die Zeit reicht dann ja gerade noch so knapp, um Kind 2 noch rechtzeitig vor dem Termin beim Anziehen zu helfen ... Im Krankenhaus wurde wieder seeehr lange gewartet. Zwischendurch fanden aber tatsächlich MRT und Ultraschall statt. Gegen 14.00 Uhr durften wir dann endlich nach Hause und wissen jetzt immerhin, was mit dem Bein nicht stimmt. Kleine Zysten und ein Erguss im Gelenk, eventuell doch auch eine Entzündung. Kann durch ein Trauma ausgelöst worden sein (auch wenn uns keins bewusst ist), kann auch rheumatisch sein. Letzteres wollen wir nicht hoffen, denn das würde chronische Probleme bedeuten. Jetzt heißt es nur, Schmerzmittel, Sportbefreiung und abwarten. Vielleicht ist ja zur Nachuntersuchung wieder alles gut.
Die Weihnachtszeit wollen wir trotzdem genießen und haben natürlich ein bisschen gemütlich dekoriert. Davon gibts jetzt noch ein paar Bilder für einen erfreulichen Abschluss. Und im nächsten Post gibts wieder was Genähtes, versprochen.
Es ist mal wieder Weihnachtszeit, und unsere fing gleich turbulent an. Am 1. Advent steigerten sich die leichten Schmerzen im Knie, über die Kind 2 schon länger geklagt hatte ("Wirst wohl wachsen ..."), so weit, dass es beim Laufen Tränen gab. Da musste natürlich etwas unternommen werden. Also am Montag ab zur Kinderärztin. (Dass ich nebenher Zahnschmerzen hatte, konnte ich noch wegstecken. Erstmal das Kind, dann sehen wir weiter ...)
Das Kind wollte auch am Montagmorgen auf keinen Fall mit seiner Klasse ins Theater fahren, weil es sich den Weg nicht zutraute. Da musste schon wirklich etwas faul sein, immerhin, es drohte keine langweilige Schule, stattdessen würde es etwas richtig Schönes verpassen. Half leider nix, definitiv Kinderärztin. Die konnte bei aller Mühe nichts feststellen, Blutuntersuchung ergab ebenfalls nichts. Sie versprach also, uns einen Termin in der Kinderchirurgie des Krankenhauses zu besorgen, weil die sich da besser mit Kinderbeschwerden auskennen würden als die Radiologen im Ärztehaus.
Am Dienstag war die Kinderchirurgin nicht im Haus, es kam also auf einen neuen Versuch am Mittwoch an. Dafür blieb Kind 3 nun auch mit daheim - fiebriger Infekt. Nix für einen Schultag, aber durchaus nach Bespaßung verlangend. Wo wir schon mal Zeit hatten, haben wir eben Plätzchen gebacken und dekoriert. Das heißt, ich habe größtenteils die Mädels machen lassen und nur hier und da helfend eingegriffen. Geht mittlerweile ganz gut, hat was, fühlt sich gleich weniger stressig an. :-)
Mein Zahn weigerte sich leider hartnäckig, sich zu beruhigen, und ich kam nicht umhin, am Mittwoch morgen trotz dem erwarteten Anruf von der Ärztin zum Zahnarzt zu gehen. Gesagt, getan, Zahn reparieren lassen und ganz sehr hoffen, dass der Nerv sich dann auch wieder einkriegt. Wurzelbehandlung vor Weihnachten will weder ich noch der Zahnarzt ...
Schnell wieder ab nach Hause, der Anruf war schon gekommen - chirurgische Ambulanz ab 9.00 Uhr. Und es war schon kurz vor 9. Also gleich wieder los, in der irrigen Annahme, dass man ja wohl zu der Zeit, für die sich der Bofrost-Mann angekündigt hatte, wieder da wäre, in reichlich 2 Stunden sollte doch diese eine Untersuchung ... wie kann man blauäugig sein ...
Dezente Verwirrung bei der Anmeldung, weil alles telefonisch gelaufen war und wir keinerlei Papier dabei hatten. Ich glaube, manchmal ist die ungeliebte und unfreiwillige Privatversicherung der Kinder doch zu was gut. Damit geht dann offenbar noch einiges ...
Chirurgische Ambulanz - warten, malen, vorlesen, warten ... Untersuchung ... warten ... Röntgen ...warten, nichts. Heißt, das Kind braucht ein MRT. Da ist nun aber ohne stationäre Aufnahme nicht in absehbarer Zeit ranzukommen. Also ließen wir uns eben stationär aufnehmen. Wieder ein bisschen warten, zum xten Mal die gleichen Fragen beantworten, messen, wiegen, noch mal untersuchen, wieder Blutabnahme, ach, gleich noch einen Zugang fürs Kontrastmittel (schade, linker Arm, bissel blöd jetzt. Hätten wir das gewusst, hätten wir das Betäubungspflaster bei unserer Linkshänderin lieber rechts kleben lassen. Na ja, ist nun halt so, sie gewöhnt sich dran.) Aufklärung zum MRT, tausend Zettel unterschreiben. Dann endlich auf Station, eine Schwester brachte uns aufs Zimmer und verschwand wieder. Das etwas fiebrige Jüngste, das notgedrungen mit musste und bis dahin vorbildlich brav war, wälzte sich nun am Boden und erklärte nachdrücklich, es müsse nun wirklich nach Hause. Ich erkundigte mich also vorsichtig, ob wir immer noch auf irgendwas warten und - nein, es war nur grad stressig, 3 Aufnahmen gleichzeitig. Wir durften nach 5 Stunden gehen, das jammernde Jüngste endlich mit Essen versorgen, schnell nen Kaffee trinken und Sachen für Kind 2 packen. Puuuh .... Zurück ins Krankenhaus, dem Kind Gesellschaft leisten. Zum Glück bekam es noch eine nette Zimmergenossin und war nicht so allein beim Abschied.
Den nächsten Tag verbrachten wir (Kind 2 und ich) wartend im Krankenhaus. (Kind 3 konnte zum Glück anderweitig untergebracht werden, Opa sei Dank!) MRT war recht schnell für Freitag morgen angesetzt worden, das große Mädel würde also noch eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen - mangelnde Begeisterung. Eine Ultraschalluntersuchung, die im Lauf des Tages stattfinden sollte, kam dann doch nicht. Die Bettnachbarin durfte gehen, unser Kind nicht - Tränen. Aber die liebe Stationsschwester meinte, sie hätte nach einer weiteren Entlassung "noch ein Mädchen übrig" :-). Das kam mit ins Zimmer und schon sah die Welt wenigstens ein klein wenig besser aus.
Am Freitag konnte Kind 3 zum Glück wieder in die Schule, musste aber hingebracht werden, da es sich weigerte, überhaupt zu gehen, wenn es die 100 Meter Schulweg allein bewältigen müsste ... Was soll's, machen wir auch noch. Die Zeit reicht dann ja gerade noch so knapp, um Kind 2 noch rechtzeitig vor dem Termin beim Anziehen zu helfen ... Im Krankenhaus wurde wieder seeehr lange gewartet. Zwischendurch fanden aber tatsächlich MRT und Ultraschall statt. Gegen 14.00 Uhr durften wir dann endlich nach Hause und wissen jetzt immerhin, was mit dem Bein nicht stimmt. Kleine Zysten und ein Erguss im Gelenk, eventuell doch auch eine Entzündung. Kann durch ein Trauma ausgelöst worden sein (auch wenn uns keins bewusst ist), kann auch rheumatisch sein. Letzteres wollen wir nicht hoffen, denn das würde chronische Probleme bedeuten. Jetzt heißt es nur, Schmerzmittel, Sportbefreiung und abwarten. Vielleicht ist ja zur Nachuntersuchung wieder alles gut.
Die Weihnachtszeit wollen wir trotzdem genießen und haben natürlich ein bisschen gemütlich dekoriert. Davon gibts jetzt noch ein paar Bilder für einen erfreulichen Abschluss. Und im nächsten Post gibts wieder was Genähtes, versprochen.
Mittwoch, 16. August 2017
Lebenszeichen
Da bin ich mal wieder ... Husch, da war er fast schon vorbei, der Sommer, flüchtig wie die schnell verwehte Schönheit der Mohnblumen im Garten. Die letzten Schulwochen im Frühsommer und auch die Ferien sind wie nix an uns vorbeigerauscht. Lag wohl daran, dass wir mehr als ausreichend beschäftigt waren.
Dieses Jahr haben wir einen frischgebackenen Gymnasiasten und eine stolze Schulanfängerin zu feiern. Das hieß für die letzten Wochen vor den Ferien, unzählige letzte Male zu begehen, Abschiede zu feiern, Abschlussfahrten mitzuorganisieren, Abschiedsgeschenke bereitzustellen, Informations- und Kennenlernveranstaltungen zu absolvieren ... fast schon ein Vollzeitjob. ;-) Nebenher noch der jährliche Standard - Kindergeburtstag mit allem, was dazu gehört. Also eine Feier mit der Verwandtschaft, eine im Kindergarten, ein "richtiger" Kindergeburtstag mit einer wilden kleinen Horde im Garten, wie's eben so ist.
Dann kamen die Ferien und damit unser Großprojekt des Jahres - die neue Küche. Langersehnt, aber eben auch ein Riesenhaufen Arbeit und Chaos. Ein Umzug ist kaum anstrengender, als wenn man in einer benutzten Wohnung einen wirklich wichtigen Raum aufgeben und alles darin befindliche auf den Rest verteilen muss, Sperrmüll loswerden, brauchbares Überflüssiges an Leute verteilen, die es noch gebrauchen können, ... Es hängt viel dran, aber das kennt wohl jeder in der einen oder anderen Form.
Dazu kam bei uns allerdings als erschwerendes Extra noch mitten in den Räumbetrieb ein ungeplanter Kurzaufenthalt im Krankenhaus, knapp vor der Auslagerung der Kinder zu den Großeltern. Tja, wenn der Nachwuchs mit mehr Fantasie als Kraft gesegnet ist und unbedingt zu dritt Feuerwehr mit Sprungtuch spielen muss ... Man kann sich in etwa vorstellen, was dann passieren kann. Und zur allgemeinen Beruhigung - nein, es war kein tiefer Sprung. Und es ist auch nichts wirklich Schlimmes passiert. Aber zu einer Gehirnerschütterung mit entsprechender Überwachung hat es eben doch gereicht.
Genäht wurde trotz allem verhältnismäßig viel in der turbulenten Zeit - Geburtstagskleid, 5 Abschiedsgeschenke, eine Urlaubstasche für die Freundin, zwei Zuckertüten, ein Schuleintrittskleid inklusive Petticoat. Das heißt, es gibt ein bisschen was zu zeigen für zukünftige Blogeinträge, die hoffentlich bald erscheinen. Auch wenn demnächst schon wieder ein Kindergeburtstag, dazu mehrere Elternabende, die feierliche Abholung einer nagelneuen neongelben Zahnspange etc. anstehen und wir uns immer noch alle in die neue Schulsituation inklusive früher Aufstehzeit eingewöhnen müssen ...
Wird schon, da sind wir doch optimistisch. :-)
Dann also bis bald!
Donnerstag, 5. Januar 2017
Was der Schuleingangstest nicht verrät
Gleich zum Jahresanfang stand bei uns ein Termin an - wohl zum letzten Mal im Elternleben: das jüngste Kind musste zum Schuleingangstest beim Kinder- und jugendärztlichen Dienst antreten. Müde (klar, so kurz nach Weihnachts- und Silvesterferien) und auch leicht kränklich war's an dem Tag. Aber da wir den Termin wegen Krankheit schon zwei Mal verschieben mussten, dachte ich mir, es wäre besser, das jetzt durchzuziehen. Nicht, dass noch das Jugendamt vor der Tür steht, um zu überprüfen, ob das Kind aufgrund von Prügel regelmäßig nicht vorzeigbar ist ...
Also auf durch Regen und Matsch zur "Burg". DresdnerInnen mit Schulkindern wissen, wovon ich rede. Unsere kleine Prinzessin war jedenfalls begeistert, das märchenhafte zinnenbewehrte Gebäude mit den pseudogotischen Fenstern betreten zu dürfen. Leider hält es von innen nicht, was es außen verspricht. Na ja, so Amtsgebäude müssen wahrscheinlich nüchtern und langweilig rüberkommen, um ernst genommen zu werden.
Nachdem grundsätzlich geklärt war, dass wir unserem Minivorschulkind den planmäßigen Schulstart zutrauen (was bleibt uns auch anderes übrig, wo uns der Kindergarten überm Kopf abgerissen wird ... dazu vielleicht später mehr), gings also ans Testen. Lief gut, wenn auch gelegentlich akute Anzeichen von Unlust zu bemerken waren. Aber mal ehrlich, an einem düsteren Winterspätnachmittag sinnlose Aufgaben erfüllen, die noch dazu von einer völlig fremden Frau gestellt werden ... Man machts ja so notfalls, aber gern muss man das nicht machen, oder?
Unser persönlicher Höhepunkt ist ja immer wieder der "Smiley-Test": Ein Blatt, darauf reihenweise Smileys, die meisten freundlich, dazwischen einige mit hängenden Mundwinkeln. Kind soll letztere streichen, das Ganze möglichst schnell bei laufender Stoppuhr. Nun sind weder unsere größeren Kinder noch ich, sagen wir's mal freundlich, für übereilte Handlungen bekannt. Wir haben wohl alle eine Extrawindung in der Leitung, was die Informationsverarbeitung gründlich, aber nicht unbedingt schnell macht. ;-) Dass auch Kind 3 bei dieser Aufgabe keine allzu große Geschwindigkeit an den Tag legte, überraschte mich also nicht. Beanstandet wurde trotzdem nichts und die Schulfähigkeit offiziell bescheinigt.
Was der Test allerdings nicht erfassen konnte, wurde mir später klar. Als mein Mädel mir nämlich in der Straßenbahn seine Sicht auf den "Smiley-Test" offenbarte. Es beschwerte sich bitterlich. Die Ärztin hätte gesagt, die Smileys mit den hängenden Mundwinkeln wären "böse". Dabei stimme das gar nicht, die seien nämlich nur traurig. Und es sei eine bodenlose Gemeinheit, die traurigen Leute zu streichen, nur weil sie traurig seien. Geht echt gar nicht ... Vor diesem Hintergrund braucht man sich über das zögerliche Vorgehen natürlich nicht zu wundern. Ich wette, die soziale Dimension der Aufgabe ist der Ärztin noch nicht mal in den Sinn gekommen ...
Tja, das ist mein kleines Mädchen, das sich auch bei mir entschuldigt und die "arme Mama" der vielen Arbeit wegen bedauert, wenn es selber unter den Folgen eines Magen-Darm-Infekts leidet, das bei "Tom und Jerry" vor lauter Mitleid eher weint als sich kaputtzulachen, das bei Spieleabenden explizit nicht gewinnen will, weil sonst die anderen traurig sind, das seine über alles geliebten Gummibärchen teilt, wenn es nur 2 hat, ein Geschwisterkind aber (aus sehr gutem Grund) gar nichts.
Oh Mann, hoffentlich passt auch in der Schule jemand gut auf mein zart besaitetes Jüngstes auf ...
Also auf durch Regen und Matsch zur "Burg". DresdnerInnen mit Schulkindern wissen, wovon ich rede. Unsere kleine Prinzessin war jedenfalls begeistert, das märchenhafte zinnenbewehrte Gebäude mit den pseudogotischen Fenstern betreten zu dürfen. Leider hält es von innen nicht, was es außen verspricht. Na ja, so Amtsgebäude müssen wahrscheinlich nüchtern und langweilig rüberkommen, um ernst genommen zu werden.
Nachdem grundsätzlich geklärt war, dass wir unserem Minivorschulkind den planmäßigen Schulstart zutrauen (was bleibt uns auch anderes übrig, wo uns der Kindergarten überm Kopf abgerissen wird ... dazu vielleicht später mehr), gings also ans Testen. Lief gut, wenn auch gelegentlich akute Anzeichen von Unlust zu bemerken waren. Aber mal ehrlich, an einem düsteren Winterspätnachmittag sinnlose Aufgaben erfüllen, die noch dazu von einer völlig fremden Frau gestellt werden ... Man machts ja so notfalls, aber gern muss man das nicht machen, oder?
Unser persönlicher Höhepunkt ist ja immer wieder der "Smiley-Test": Ein Blatt, darauf reihenweise Smileys, die meisten freundlich, dazwischen einige mit hängenden Mundwinkeln. Kind soll letztere streichen, das Ganze möglichst schnell bei laufender Stoppuhr. Nun sind weder unsere größeren Kinder noch ich, sagen wir's mal freundlich, für übereilte Handlungen bekannt. Wir haben wohl alle eine Extrawindung in der Leitung, was die Informationsverarbeitung gründlich, aber nicht unbedingt schnell macht. ;-) Dass auch Kind 3 bei dieser Aufgabe keine allzu große Geschwindigkeit an den Tag legte, überraschte mich also nicht. Beanstandet wurde trotzdem nichts und die Schulfähigkeit offiziell bescheinigt.
Was der Test allerdings nicht erfassen konnte, wurde mir später klar. Als mein Mädel mir nämlich in der Straßenbahn seine Sicht auf den "Smiley-Test" offenbarte. Es beschwerte sich bitterlich. Die Ärztin hätte gesagt, die Smileys mit den hängenden Mundwinkeln wären "böse". Dabei stimme das gar nicht, die seien nämlich nur traurig. Und es sei eine bodenlose Gemeinheit, die traurigen Leute zu streichen, nur weil sie traurig seien. Geht echt gar nicht ... Vor diesem Hintergrund braucht man sich über das zögerliche Vorgehen natürlich nicht zu wundern. Ich wette, die soziale Dimension der Aufgabe ist der Ärztin noch nicht mal in den Sinn gekommen ...
Tja, das ist mein kleines Mädchen, das sich auch bei mir entschuldigt und die "arme Mama" der vielen Arbeit wegen bedauert, wenn es selber unter den Folgen eines Magen-Darm-Infekts leidet, das bei "Tom und Jerry" vor lauter Mitleid eher weint als sich kaputtzulachen, das bei Spieleabenden explizit nicht gewinnen will, weil sonst die anderen traurig sind, das seine über alles geliebten Gummibärchen teilt, wenn es nur 2 hat, ein Geschwisterkind aber (aus sehr gutem Grund) gar nichts.
Oh Mann, hoffentlich passt auch in der Schule jemand gut auf mein zart besaitetes Jüngstes auf ...
Samstag, 3. Dezember 2016
Weihnachtszeit ...
... da ist sie wieder. Und bevor morgen schon das zweite Lichtlein angezündet wird, will ich wenigstens meine fotografisch vorbereiteten Grüße zum 1. Advent noch auf den Weg schicken. :-)
Ich wünsche allen, die noch nicht aufgegeben haben hier vorbeizuschauen, eine schöne, besinnliche, gemütliche Weihnachtszeit! Genießt die angenehmen Adventsseiten - Kerzenschein, Glühwein, Plätzchen, Schokolade ... und was euch sonst dran Spaß macht. Und von den anstrengenden lasst euch nicht stressen. ;-)
Was einem an weihnachtlichen Aktivitäten so Spaß macht, ist ja nicht bei allen gleich. Mancher bäckt gern mit den Kindern. Ich gebe zu, so idyllisch das auch erscheinen mag, ich eigentlich nicht. :-p Ich tue es natürlich trotzdem, die Kinder (zumindest der weibliche Teil) lieben es schließlich. Aber das muss möglichst nach einer Backaktion erledigt sein. Tut mir leid, aber das stresst mich! Lieber produziere ich meine Plätzchen allein und konzentriert hintereinander weg. Weshalb wir bisher auch keine haben, haha, außer den von den Kindern fabrizierten. Allein sein müsste man mal wieder ... Hartnäckige Viren wussten das bisher effektiv zu verhindern.
Dafür bastle ich richtig gern und freue mich, wenn die Nachkommenschaft auch Freude dran hat. Dafür lassen sich auch wieder hauptsächlich die Mädels begeistern. Aber das reicht ja. Da die kürzlich ja ganztägig zu Hause weilen mussten, konnten wir das auch schön zelebrieren. Kind 2 wünschte, komplizierte dreidimensionale Sterne herzustellen. Also landete ein Bastelset im ersten Kalendertäschchen und ein halber Tag Bespaßung der kranken Kinder war schon mal gesichert. Kind 3 schaute einfach interessiert zu, während wir falteten und falteten und falteten und dabei goldene Finger bekamen.
Das Ergebnis ist halt ein Stern, der jetzt im Kinderzimmerfenster hängt. Den muss ich hier nicht zeigen. Das Zwischenstadium ist viel lustiger:
Mit einem halben Stern kann man auch schon schöne Sachen anstellen, zum Beispiel Sternenprinzessin sein.
So macht Kranksein doch fast schon ein bisschen Spaß (sofern die Phase mit dem richtig hohen Fieber vorbei ist). Nun hoffen wir, auch noch einen Teil der Adventszeit bei besserer Gesundheit genießen zu können.
Wir basteln jedenfalls weiter, es gibt noch viele schöne Sternmodelle, und Sternchenstoffe ... :-)
Machts euch gemütlich auf eure Art!
Ich wünsche allen, die noch nicht aufgegeben haben hier vorbeizuschauen, eine schöne, besinnliche, gemütliche Weihnachtszeit! Genießt die angenehmen Adventsseiten - Kerzenschein, Glühwein, Plätzchen, Schokolade ... und was euch sonst dran Spaß macht. Und von den anstrengenden lasst euch nicht stressen. ;-)
Was einem an weihnachtlichen Aktivitäten so Spaß macht, ist ja nicht bei allen gleich. Mancher bäckt gern mit den Kindern. Ich gebe zu, so idyllisch das auch erscheinen mag, ich eigentlich nicht. :-p Ich tue es natürlich trotzdem, die Kinder (zumindest der weibliche Teil) lieben es schließlich. Aber das muss möglichst nach einer Backaktion erledigt sein. Tut mir leid, aber das stresst mich! Lieber produziere ich meine Plätzchen allein und konzentriert hintereinander weg. Weshalb wir bisher auch keine haben, haha, außer den von den Kindern fabrizierten. Allein sein müsste man mal wieder ... Hartnäckige Viren wussten das bisher effektiv zu verhindern.
Dafür bastle ich richtig gern und freue mich, wenn die Nachkommenschaft auch Freude dran hat. Dafür lassen sich auch wieder hauptsächlich die Mädels begeistern. Aber das reicht ja. Da die kürzlich ja ganztägig zu Hause weilen mussten, konnten wir das auch schön zelebrieren. Kind 2 wünschte, komplizierte dreidimensionale Sterne herzustellen. Also landete ein Bastelset im ersten Kalendertäschchen und ein halber Tag Bespaßung der kranken Kinder war schon mal gesichert. Kind 3 schaute einfach interessiert zu, während wir falteten und falteten und falteten und dabei goldene Finger bekamen.
Das Ergebnis ist halt ein Stern, der jetzt im Kinderzimmerfenster hängt. Den muss ich hier nicht zeigen. Das Zwischenstadium ist viel lustiger:
Mit einem halben Stern kann man auch schon schöne Sachen anstellen, zum Beispiel Sternenprinzessin sein.
So macht Kranksein doch fast schon ein bisschen Spaß (sofern die Phase mit dem richtig hohen Fieber vorbei ist). Nun hoffen wir, auch noch einen Teil der Adventszeit bei besserer Gesundheit genießen zu können.
Wir basteln jedenfalls weiter, es gibt noch viele schöne Sternmodelle, und Sternchenstoffe ... :-)
Machts euch gemütlich auf eure Art!
Sonntag, 31. Januar 2016
Mein Kind kann bloggen!
Gerade stöbere ich in einem Blog. Die Jüngste kommt dazu und fragt nach der Frau auf dem gezeigten Bild: "Wer ist das?" - "Na, auch eine Frau, die bloggt." - "Wie geht bloggen?" - Na, man hat einen Blog und schreibt da was rein." (Zugegeben, eine spärliche Beschreibung. :-) ) Kind meint: "Ah, das kann ich auch!" und tippelt zielstrebig davon.
Irgendwann kommt's wieder und ist still beschäftigt. Ich hab gar nicht hingesehen, was es treibt, bis es begeistert ruft: "Guck, ich hab gebloggt!" Die kleine Bloggerin hatte ihren Malblock geholt und "EMILIA" reingeschrieben.
Klar, hatte ich doch so gesagt, oder nicht? "Man hat einen Block und schreibt was rein."
Made my Sunday ...
Irgendwann kommt's wieder und ist still beschäftigt. Ich hab gar nicht hingesehen, was es treibt, bis es begeistert ruft: "Guck, ich hab gebloggt!" Die kleine Bloggerin hatte ihren Malblock geholt und "EMILIA" reingeschrieben.
Klar, hatte ich doch so gesagt, oder nicht? "Man hat einen Block und schreibt was rein."
Made my Sunday ...
Montag, 30. November 2015
Still und heimlich ...
schleicht das Jahr schon wieder dem Ende zu. Bei allem Alltagstrubel bemerkt man kaum, wie die Monate vergehen. Jedenfalls geht's mir so. Ich tue und mache, was alles anliegt, habe meistens das Gefühl, kaum hinterherzukommen und nie alles zu schaffen, was ich möchte ... Und dann ist plötzlich schon wieder Weihnachten.
Und auch die viel gerühmte "stille Zeit" ist eigentlich alles andere als still. Viel Stress macht man sich selbst. Ich habe so eine idealistische Vorstellung von Weihnachten. Es soll bitte ein Bullerbü-Birkenlund- und eigene Kindheit- Konglomerat sein. Mit Plätzchenbacken, Stollen, Kerzen, Mandarinen, Basteln, Singen, Schön-Aussehen, Gut-Riechen ... eine ganze Sammlung wunderbarer zukünftiger Kindheitserinnerungen für unsere Kinder soll drin sein. Die Wohnung sollte immer fein ordentlich sein, damit die Deko zur Geltung kommt. Und dann möchte ich natürlich auch für jeden das perfekte Geschenk haben. Außerdem für alle schicke neue Festkleidung, selbst genäht natürlich ...
Klappt nur nie. Trotzdem kann ich mich von der ach so schönen Vorstellung nicht recht trennen. Aber ich gebe mir Mühe - gleichzeitig alles zu schaffen und keinen Stress zu haben. :-)
Stressreduzierend wirkt auf alle Fälle eine standardisierte Weihnachtsdeko. Ich habe zwar kistenweise Dekokram, brauche den aber eigentlich gar nicht mehr. Mittlerweile gefällt es mir viel besser, ein paar schöne Gefäße, die ich nicht wegräumen mag, einfach immer wieder jahreszeitlich passend zu füllen. Zu Weihnachten brauche ich dafür neben gekauftem Tannengrün Moos, Lärchenzweige und verschiedene Zapfen. Alles finde ich hier in der nächsten Umgebung. In den letzten Jahren hat es sich immer so ergeben, dass ich am Samstag vor dem ersten Advent losspaziere und diese Sachen besorge. Dann wandere ich allein und ganz in Ruhe über den Friedhof (da gibt's viele verschiedene Zapfen ;-) ), finde meine Deko und kann dabei über Gott, die Welt und das Leben nachdenken. Manchmal singe ich auch ganz leise meine Lieblingsweihnachtslieder. Das Wetter scheint an dem Tag grundsätzlich mies zu sein und alle haben anderes zu tun. So bin ich meistens allein und störe niemanden. Tut gut, Entspaaaannung ...
Wenn ich nach Hause komme, brüllt es dreistimmig: "Mamaaaa!" Dazu wahlweise: "Ich hab Hunger!", "Kann ich was Süßes!", "Nein, ich will nicht aufräumen!" oder ähnliches aus dem reichhaltigen Repertoire. Dann bewährt sich das Auftanken der Seele, wenn ich trotz allem lässig die Deko arrangiere und auch nicht losbrülle, wenn mir jemand mitten durch die auf dem Küchenboden ausgebreiteten Zweige latscht ... :-)
Am Adventssonntag ist dann zwar natürlich nichts perfekt, aber zumindest sieht es weihnachtlich aus:
Das Adventstablett mit Moos und Lärchenzweigen,
der schon lang geliebte Herrnhuter Stern, das einzige an der Weihnachtsdeko, wofür sich alljährlich der Mann im Haus verantwortlich fühlt,
Tannenzweige für den weihnachtlichen Waldduft und die Holzkrippe, die ich schon als Kind geerbt habe und die seitdem dazugehört,
Dinge hier ...
...und Dinge da,
Lärchenkränze klein ...
und groß,
ein paar Zapfen, die sonst nirgends untergekommen sind und in dem Blumengefäß einfach so hübsch aussehen,
der Kranz an der Wohnungtür neu beschriftet, mit Zapfen besteckt und winterlich weißer Schleife dekoriert.
So weit, so gut. Jetzt nehme ich mir die Plätzchen vor ... und die Klamotten ... und putzen und aufräumen und bügeln müsst ich auch ... ach, und die Geschenke, ich will doch nicht wieder auf den letzten Drücker ...
Bloß keinen Stress! :-)
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit mit einem klaren Blick fürs Wesentliche! Wir jedenfalls feiern derzeit doch eigenlich die Ankunft des Heilands der Welt. Ohne ihn gäbe es schließlich gar kein Weihnachten, also wollen wir das bei allem Trubel nicht vergessen.
Und auch die viel gerühmte "stille Zeit" ist eigentlich alles andere als still. Viel Stress macht man sich selbst. Ich habe so eine idealistische Vorstellung von Weihnachten. Es soll bitte ein Bullerbü-Birkenlund- und eigene Kindheit- Konglomerat sein. Mit Plätzchenbacken, Stollen, Kerzen, Mandarinen, Basteln, Singen, Schön-Aussehen, Gut-Riechen ... eine ganze Sammlung wunderbarer zukünftiger Kindheitserinnerungen für unsere Kinder soll drin sein. Die Wohnung sollte immer fein ordentlich sein, damit die Deko zur Geltung kommt. Und dann möchte ich natürlich auch für jeden das perfekte Geschenk haben. Außerdem für alle schicke neue Festkleidung, selbst genäht natürlich ...
Klappt nur nie. Trotzdem kann ich mich von der ach so schönen Vorstellung nicht recht trennen. Aber ich gebe mir Mühe - gleichzeitig alles zu schaffen und keinen Stress zu haben. :-)
Stressreduzierend wirkt auf alle Fälle eine standardisierte Weihnachtsdeko. Ich habe zwar kistenweise Dekokram, brauche den aber eigentlich gar nicht mehr. Mittlerweile gefällt es mir viel besser, ein paar schöne Gefäße, die ich nicht wegräumen mag, einfach immer wieder jahreszeitlich passend zu füllen. Zu Weihnachten brauche ich dafür neben gekauftem Tannengrün Moos, Lärchenzweige und verschiedene Zapfen. Alles finde ich hier in der nächsten Umgebung. In den letzten Jahren hat es sich immer so ergeben, dass ich am Samstag vor dem ersten Advent losspaziere und diese Sachen besorge. Dann wandere ich allein und ganz in Ruhe über den Friedhof (da gibt's viele verschiedene Zapfen ;-) ), finde meine Deko und kann dabei über Gott, die Welt und das Leben nachdenken. Manchmal singe ich auch ganz leise meine Lieblingsweihnachtslieder. Das Wetter scheint an dem Tag grundsätzlich mies zu sein und alle haben anderes zu tun. So bin ich meistens allein und störe niemanden. Tut gut, Entspaaaannung ...
Wenn ich nach Hause komme, brüllt es dreistimmig: "Mamaaaa!" Dazu wahlweise: "Ich hab Hunger!", "Kann ich was Süßes!", "Nein, ich will nicht aufräumen!" oder ähnliches aus dem reichhaltigen Repertoire. Dann bewährt sich das Auftanken der Seele, wenn ich trotz allem lässig die Deko arrangiere und auch nicht losbrülle, wenn mir jemand mitten durch die auf dem Küchenboden ausgebreiteten Zweige latscht ... :-)
Am Adventssonntag ist dann zwar natürlich nichts perfekt, aber zumindest sieht es weihnachtlich aus:
Das Adventstablett mit Moos und Lärchenzweigen,
der schon lang geliebte Herrnhuter Stern, das einzige an der Weihnachtsdeko, wofür sich alljährlich der Mann im Haus verantwortlich fühlt,
Tannenzweige für den weihnachtlichen Waldduft und die Holzkrippe, die ich schon als Kind geerbt habe und die seitdem dazugehört,
Dinge hier ...
...und Dinge da,
Lärchenkränze klein ...
und groß,
ein paar Zapfen, die sonst nirgends untergekommen sind und in dem Blumengefäß einfach so hübsch aussehen,
der Kranz an der Wohnungtür neu beschriftet, mit Zapfen besteckt und winterlich weißer Schleife dekoriert.
So weit, so gut. Jetzt nehme ich mir die Plätzchen vor ... und die Klamotten ... und putzen und aufräumen und bügeln müsst ich auch ... ach, und die Geschenke, ich will doch nicht wieder auf den letzten Drücker ...
Bloß keinen Stress! :-)
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit mit einem klaren Blick fürs Wesentliche! Wir jedenfalls feiern derzeit doch eigenlich die Ankunft des Heilands der Welt. Ohne ihn gäbe es schließlich gar kein Weihnachten, also wollen wir das bei allem Trubel nicht vergessen.
Mittwoch, 30. September 2015
Alltag ... läuft
Jetzt schnell noch einen Post, wenigstens einen, bevor der September ohne ein Lebenszeichen im Blog dahingeht. Der Alltag hat uns nach Urlaub und Schuleintritt also wieder. Wohlgemerkt ein neuer Alltag mit zwei Schulkindern. Das macht durchaus einen Unterschied, wie ich täglich feststelle. Was den "Pflegeaufwand" angeht, sind Kindergartenkinder nämlich in mancher Hinsicht durchaus anspruchsloser.
Nun jage ich also allmorgentlich zwei Kinder aus ihren Betten, die da gern noch liegengeblieben wären. Kind 3 müsste noch nicht, steht aber freiwillig auf, um sich gelegentlich als Sand im Getriebe der Schulpflichtigen-Routine zu betätigen.
Anziehen und Frühstücken klappen bei Nr 1 mittlerweile recht flott, erst beim Zähneputzen setzt anscheinend irgendeine Art stark verlangsamender Reibungseffekt ein, sodass es am Ende trotzdem ganz gewohnt knapp wird, nicht zu knapp, aber durchaus ein paar lautere antreibende Worte von Elternseite rechtfertigend.
Nr 2, natürlich weniger routiniert in Sachen Schulalltag, muss kontinuierlich motiviert werden. Vertieft man sich all zu sehr ins Herrichten der Frühstücksdosen und vergisst das, schafft man sich weitere Probleme, denn wehe die Zeit reicht nachher nicht fürs gewünschte Frühstück und die auserwählte Frisur des Tages ...
Die Brotdosen werden natürlich liebevoll gefüllt. Die eine möchte nur Obst, aber bitte verschiedenes, dazu ein Spießchen zum Aufpicken der Happen. Der andere nimmt meistens nur Möhren, aber bitteschön im Ganzen! Ab und zu darf ich eine Scheibe Brot dazupacken. Trocken. (Sollte jemand das zufällig sehen und sich wundern - nein, das ist keine Strafe, der will das so. Ist fast wie Nudeln ohne alles zu Mittag.)
Manchmal kommen sie auch auf neue Ideen - Käsespießchen bitte. Schuld ist der Kindergarten, aber dazu später. Jedenfalls schwillt die Mutterbrust geradezu vor Stolz, wenn Sohn die Küche betritt mit den Worten: "Mama, wir wollten doch mal wieder Käsespieß..." und ich schon die Trauben gewaschen habe und gerade mit dem großen Gouda in der Hand die Küche durchquere - Ha! Ich hab dran gedacht, bevor sie anfangen, tagelang zu quengeln. Vielleicht bin ich doch Supermum ... :-D
Wieso ich das dem Kindergarten zu verdanken habe? Nun, alljährlich zum Frühjahrs- und Herbstanfang gibt es dort ein gesundes Frühstückbuffet, natürlich bestehend aus Beiträgen der Eltern. Das ist grundsätzlich eine ganz tolle Sache, die Kinder freuen sich riesig drauf und präsentieren mit unbändigem Stolz, was sie "selbst" mitgebracht haben. Nur wird es immer schwieriger, sich etwas Gesundes, Leckeres und hübsch Präsentiertes einfallen zu lassen, da die Hygienebestimmungen für die Kitas immer härter werden. Eigentlich darf man fast nichts mehr, und um die schöne Tradition aufrechtzuerhalten, müssen schon allerhand Augen zugedrückt werden. Das hat dazu geführt, dass mittlerweile gefühlt mindestens 50 Prozent der Beiträge aus Käsespießchen bestehen. Da wir ja gerade den Herbstanfang feiern konnten, dürfte damit klar sein, wie die Kinder zu diesem Wunsch kommen. Und das, obwohl ich wohlweislich etwas anderes fürs Buffet kreiert habe. Was tut man nicht alles - wenn es sein muss auch um 5.00 Uhr morgens aufstehen, frische Vollkornwaffeln backen und auf hübschen Obstbecherchen drapieren - wirkt lecker wie ein Eisbecher.
Wenn die Kinder nach Hause kommen, höre ich mir jetzt doppelt Geschichten aus der Schule an. Ich genieße es, wenn mir gelegentlich ein paar Informationen über "Schön." und "Gut." hinaus zugestanden werden. Schulkindern muss man bekanntlich meistens jedes Wort über ihren "elternfreien" Alltag aus der Nase ziehen. Das ist bei uns nicht anders. Auf dem einen oder anderen Weg hört man aber doch so dies und das. Da gibt es Eifersuchtsdramen (Kind 2): Was für ein Dilemma, wenn man eine ganze Menge neuer Freundinnen gewonnen hat, mit denen man auch spielen will, und die Kindergartenfreunde in der Parallelklasse deswegen stocksauer sind und mehrere Tage nicht mehr mit einem reden. Außerdem gibt es neue Heiratsanwärter, die den "Verlobten" aus dem Kindergarten bisher aber nicht ausstechen konnten ... Unser erstes Schulmädchen fühlt sich jedenfalls rundum wohl in der Schule, beschwert sich nur gelegentlich, dass der Stoff ein bisschen langweilig, weil zu einfach ist.
Der Schuljunge langweilt sich nun schon seit der 1. Klasse so durch. Nicht, dass er notenmäßig die hellste Leuchte von allen wäre und alles ganz schnell fertig hätte. Er kapiert nur schnell und ist von den durchaus nötigen Übungen dann nur noch genervt. "Voll sinnlos", das alles. Trotzdem erzählt er schon mal stolz, dass er eine Aufgabe, die der Lehrer als schwer bezeichnet hatte, ganz leicht fand und schnell fertig war. Dann gibt er sogar von sich aus zu, im Matheunterricht nicht immer ganz aufmerksam gewesen zu sein, weils so leicht war. Wenn ich frage, ob er das erzählt, weil er dafür einen Eintrag oder sonst irgendein Problem bekommen hätte, verneint er. Er hätte es einfach nur erzählen wollen. (Wow!) Was er denn in dieser Zeit täte? Einfach so denken. Worüber würde er nachdenken? - "Hmmmm, wenn ich es mir recht überlege, denk ich eigentlich gar nix. Außer dem, was mein Gehirn so machen muss, damit ich lebe." Manchmal findet man das Nirwana anscheinend in der Schule.
Am Nachmittag werden natürlich noch zweimal Hausaufgaben kontrolliert, Lesen geübt (Nein, nicht in der Fibel, das ist viel zu einfach. Wir lesen Bilderbücher aller Art.), Malfolgen gepaukt ... Letzteres ist natürlich auch "Voll sinnlos!" Sohnemann hat die Sache schließlich grundsätzlich kapiert. Auf "5x7" antwortet er: "Die Hälfte von 70". Das geht schneller, als das endgültige Ergebnis auszurechnen, zeugt vom tieferen Verständnis der Zahlenwelt, hilft einem aber in einer in begrenzter Zeit fertigzustellenden Arbeit leider nicht weiter. Also brüllt man so lange "wieso" und "voll sinnlos", bis man mit einer 1 nach Hause kommt und doch verlegen zugeben muss, dass Übung Geschwindigkeit bringt. Im Großen und Ganzen läufts in der Schule momentan zufriedenstellend. Wir unterschreiben bisher Einsen und ignorieren erfolgreich Vieren in Sport. Was soll man mit denen auch sonst anfangen ...
Der junge Herr hat's momentan überhaupt nicht einfach in der Welt. Was die alles für sinnlose Anforderungen an ihn stellt: Aufräumen, Hausaufgaben, gelegentlich frische Klamotten und täglich frische Socken und Unterwäsche, Duschen, Haarewaschen, rechtzeitig Schlafengehen, morgens Aufstehen, ordentlich! Zähneputzen, und nicht nur abends sondern morgens auch noch ... "Wieso? Was soll das? Voll sinnlos!" Da hör ich die Vorpubertät aber ganz laut trampeln ...
Das Kindergartenkind probt weiterhin den Aufstand. Da es aber abgesehen von den üblichen Konfliktsituationen auch sehr lieb und lustig ist ("Mama, raucht der Opa?" - "Nein, wieso?" - "Na, weil der so Falten hat, die kriegt man doch vom Rauchen."), gleicht sich alles irgendwann wieder aus. Sind ja sowieso alles nur Phasen, wissen wir ja ...
Tja, so läufts im Moment. Zwischenzeitlich waren wir dank Telefon- und Internetstörung mehrere Tage lang förmlich von der Zivilisation abgeschnitten. Auch mal eine selten gewordenen Erfahrung.
Nebenher haben wir (gemalert hab ich allein) noch quasi bei laufendem Betrieb das Schlafzimmer umgeräumt und renoviert. Der Mann im Haus wünschte dringend einen größeren Arbeitsplatz. Woanders ließ er sich nicht integrieren. Aber dazu später mehr, denn der Computerarbeitsplatz ist dann ja quasi auch mein neuer ganz real greifbarer "Bloggerspace" ...
Genäht? Nix. Wann denn? Wird auch wieder.
Chacka, geschafft, der Septemberpost ...
Nun jage ich also allmorgentlich zwei Kinder aus ihren Betten, die da gern noch liegengeblieben wären. Kind 3 müsste noch nicht, steht aber freiwillig auf, um sich gelegentlich als Sand im Getriebe der Schulpflichtigen-Routine zu betätigen.
Anziehen und Frühstücken klappen bei Nr 1 mittlerweile recht flott, erst beim Zähneputzen setzt anscheinend irgendeine Art stark verlangsamender Reibungseffekt ein, sodass es am Ende trotzdem ganz gewohnt knapp wird, nicht zu knapp, aber durchaus ein paar lautere antreibende Worte von Elternseite rechtfertigend.
Nr 2, natürlich weniger routiniert in Sachen Schulalltag, muss kontinuierlich motiviert werden. Vertieft man sich all zu sehr ins Herrichten der Frühstücksdosen und vergisst das, schafft man sich weitere Probleme, denn wehe die Zeit reicht nachher nicht fürs gewünschte Frühstück und die auserwählte Frisur des Tages ...
Die Brotdosen werden natürlich liebevoll gefüllt. Die eine möchte nur Obst, aber bitte verschiedenes, dazu ein Spießchen zum Aufpicken der Happen. Der andere nimmt meistens nur Möhren, aber bitteschön im Ganzen! Ab und zu darf ich eine Scheibe Brot dazupacken. Trocken. (Sollte jemand das zufällig sehen und sich wundern - nein, das ist keine Strafe, der will das so. Ist fast wie Nudeln ohne alles zu Mittag.)
Manchmal kommen sie auch auf neue Ideen - Käsespießchen bitte. Schuld ist der Kindergarten, aber dazu später. Jedenfalls schwillt die Mutterbrust geradezu vor Stolz, wenn Sohn die Küche betritt mit den Worten: "Mama, wir wollten doch mal wieder Käsespieß..." und ich schon die Trauben gewaschen habe und gerade mit dem großen Gouda in der Hand die Küche durchquere - Ha! Ich hab dran gedacht, bevor sie anfangen, tagelang zu quengeln. Vielleicht bin ich doch Supermum ... :-D
Wieso ich das dem Kindergarten zu verdanken habe? Nun, alljährlich zum Frühjahrs- und Herbstanfang gibt es dort ein gesundes Frühstückbuffet, natürlich bestehend aus Beiträgen der Eltern. Das ist grundsätzlich eine ganz tolle Sache, die Kinder freuen sich riesig drauf und präsentieren mit unbändigem Stolz, was sie "selbst" mitgebracht haben. Nur wird es immer schwieriger, sich etwas Gesundes, Leckeres und hübsch Präsentiertes einfallen zu lassen, da die Hygienebestimmungen für die Kitas immer härter werden. Eigentlich darf man fast nichts mehr, und um die schöne Tradition aufrechtzuerhalten, müssen schon allerhand Augen zugedrückt werden. Das hat dazu geführt, dass mittlerweile gefühlt mindestens 50 Prozent der Beiträge aus Käsespießchen bestehen. Da wir ja gerade den Herbstanfang feiern konnten, dürfte damit klar sein, wie die Kinder zu diesem Wunsch kommen. Und das, obwohl ich wohlweislich etwas anderes fürs Buffet kreiert habe. Was tut man nicht alles - wenn es sein muss auch um 5.00 Uhr morgens aufstehen, frische Vollkornwaffeln backen und auf hübschen Obstbecherchen drapieren - wirkt lecker wie ein Eisbecher.
Wenn die Kinder nach Hause kommen, höre ich mir jetzt doppelt Geschichten aus der Schule an. Ich genieße es, wenn mir gelegentlich ein paar Informationen über "Schön." und "Gut." hinaus zugestanden werden. Schulkindern muss man bekanntlich meistens jedes Wort über ihren "elternfreien" Alltag aus der Nase ziehen. Das ist bei uns nicht anders. Auf dem einen oder anderen Weg hört man aber doch so dies und das. Da gibt es Eifersuchtsdramen (Kind 2): Was für ein Dilemma, wenn man eine ganze Menge neuer Freundinnen gewonnen hat, mit denen man auch spielen will, und die Kindergartenfreunde in der Parallelklasse deswegen stocksauer sind und mehrere Tage nicht mehr mit einem reden. Außerdem gibt es neue Heiratsanwärter, die den "Verlobten" aus dem Kindergarten bisher aber nicht ausstechen konnten ... Unser erstes Schulmädchen fühlt sich jedenfalls rundum wohl in der Schule, beschwert sich nur gelegentlich, dass der Stoff ein bisschen langweilig, weil zu einfach ist.
Der Schuljunge langweilt sich nun schon seit der 1. Klasse so durch. Nicht, dass er notenmäßig die hellste Leuchte von allen wäre und alles ganz schnell fertig hätte. Er kapiert nur schnell und ist von den durchaus nötigen Übungen dann nur noch genervt. "Voll sinnlos", das alles. Trotzdem erzählt er schon mal stolz, dass er eine Aufgabe, die der Lehrer als schwer bezeichnet hatte, ganz leicht fand und schnell fertig war. Dann gibt er sogar von sich aus zu, im Matheunterricht nicht immer ganz aufmerksam gewesen zu sein, weils so leicht war. Wenn ich frage, ob er das erzählt, weil er dafür einen Eintrag oder sonst irgendein Problem bekommen hätte, verneint er. Er hätte es einfach nur erzählen wollen. (Wow!) Was er denn in dieser Zeit täte? Einfach so denken. Worüber würde er nachdenken? - "Hmmmm, wenn ich es mir recht überlege, denk ich eigentlich gar nix. Außer dem, was mein Gehirn so machen muss, damit ich lebe." Manchmal findet man das Nirwana anscheinend in der Schule.
Am Nachmittag werden natürlich noch zweimal Hausaufgaben kontrolliert, Lesen geübt (Nein, nicht in der Fibel, das ist viel zu einfach. Wir lesen Bilderbücher aller Art.), Malfolgen gepaukt ... Letzteres ist natürlich auch "Voll sinnlos!" Sohnemann hat die Sache schließlich grundsätzlich kapiert. Auf "5x7" antwortet er: "Die Hälfte von 70". Das geht schneller, als das endgültige Ergebnis auszurechnen, zeugt vom tieferen Verständnis der Zahlenwelt, hilft einem aber in einer in begrenzter Zeit fertigzustellenden Arbeit leider nicht weiter. Also brüllt man so lange "wieso" und "voll sinnlos", bis man mit einer 1 nach Hause kommt und doch verlegen zugeben muss, dass Übung Geschwindigkeit bringt. Im Großen und Ganzen läufts in der Schule momentan zufriedenstellend. Wir unterschreiben bisher Einsen und ignorieren erfolgreich Vieren in Sport. Was soll man mit denen auch sonst anfangen ...
Der junge Herr hat's momentan überhaupt nicht einfach in der Welt. Was die alles für sinnlose Anforderungen an ihn stellt: Aufräumen, Hausaufgaben, gelegentlich frische Klamotten und täglich frische Socken und Unterwäsche, Duschen, Haarewaschen, rechtzeitig Schlafengehen, morgens Aufstehen, ordentlich! Zähneputzen, und nicht nur abends sondern morgens auch noch ... "Wieso? Was soll das? Voll sinnlos!" Da hör ich die Vorpubertät aber ganz laut trampeln ...
Das Kindergartenkind probt weiterhin den Aufstand. Da es aber abgesehen von den üblichen Konfliktsituationen auch sehr lieb und lustig ist ("Mama, raucht der Opa?" - "Nein, wieso?" - "Na, weil der so Falten hat, die kriegt man doch vom Rauchen."), gleicht sich alles irgendwann wieder aus. Sind ja sowieso alles nur Phasen, wissen wir ja ...
Tja, so läufts im Moment. Zwischenzeitlich waren wir dank Telefon- und Internetstörung mehrere Tage lang förmlich von der Zivilisation abgeschnitten. Auch mal eine selten gewordenen Erfahrung.
Nebenher haben wir (gemalert hab ich allein) noch quasi bei laufendem Betrieb das Schlafzimmer umgeräumt und renoviert. Der Mann im Haus wünschte dringend einen größeren Arbeitsplatz. Woanders ließ er sich nicht integrieren. Aber dazu später mehr, denn der Computerarbeitsplatz ist dann ja quasi auch mein neuer ganz real greifbarer "Bloggerspace" ...
Genäht? Nix. Wann denn? Wird auch wieder.
Chacka, geschafft, der Septemberpost ...
Donnerstag, 16. Juli 2015
Nein, ich bin NICHT Supermom!
Nur falls der Gedanke gleich aufkommen sollte ... Weder habe ich vor, mich für den Titel "Supermom des Jahres" zu qualifizieren, noch beabsichtige ich, allen Frauen, die so ein Ding mal eben an einem Nachmittag zusammenbasteln oder gar fertig kaufen :-o, vorzuführen, was für Rabenmütter sie doch sind. ;-)
Ich nähe einfach nur seit Tagen an der wahrscheinlich aufwändigsten Zuckertüte aller Zeiten. Und bei sowas kommen oben genannte Vorwürfe gern mal. Von Angesicht zu Angesicht ist es mir noch nicht passiert. Aber in einem Forum wurden ähnliche Gedanken schon laut. Ich hab dann lieber gar nicht erwähnt, dass ich auch so eine bin, die Kinderkleidung, Faschingskostüme und Zuckertüten selber näht, außerdem für den Kindergarten bei jeder Gelegenheit Kuchen bäckt, auf Ausflüge mitfährt, im Elternrat sitzt, Verkleidungsklamotten repariert, Täschchen für die Puppenecke zaubert und dergleichen Hausfrauenverbrechen. Ist halt so: Wir Heimchen am Herd haben ja sonst nix und brauchen das, um unser Ego zu polieren. Am besten geht es uns dabei, wenn sich die berufstätigen Rabenmütter angesichts unseres Engagements so richtig mies fühlen. Oder etwa nicht?
Nö, definitiv nicht! Ich spreche hier einfach mal für mich: Wir leben die sogenannte "traditionelle Rollenverteilung". Das klingt so reaktionär. Dabei ist dieses eigentlich nur eins von vielen Modellen, die zu vielen verschiedenen Familien unterschiedlich passen. Weder modern, noch unmodern. Jetzt unsere Wahl, weil es für uns so passt - zu unserer Gesamtsituation, unseren Persönlichkeiten, unseren Vorstellungen von unserem Leben. Wie gesagt, das gilt für uns und das gilt momentan. Bei anderen ist es möglicherweise anders und auch völlig in Ordnung. Ich muss mir nicht beweisen, dass unser Lebensmodell richtig ist, indem ich jede Gelegenheit nutze, die Fehler anderer Entwürfe vorzuführen. Die Energie kann ich gut anderweitig gebrauchen, danke.
Ich engagiere mich trotzdem hier und da, einfach, weil ich es kann. Ich habe die Zeit und investiere sie in Dinge, die auch denen nützen, die sie eben nicht haben. Alle Kindergartenkinder spielen gern mit der neuen Tasche in der Puppenecke, sind froh, wenn ein Ausflug nicht wegen Personalmangels ausfallen muss und freuen sich über einen leckeren Kuchen. Eine perfekte Möglichkeit für die vielbeschäftigten berufstätigen Mütter, sich diesbezüglich mal entspannt zurückzulehnen. Eine Baustelle, die nicht die ihre ist. Das ist doch wunderbar, oder?
Ich kann mir vorstellen, dass es Mütter gibt, die sich auf unangenehme Weise engagiert geben. Muss wohl so sein, das komische Bild der "Übermutter" kommt sicher nicht von ungefähr. Das ist aber ein persönliches Problem und ganz bestimmt nicht die Einstellung der gesamten Hausfrauenfraktion. Dafür kann ich zumindest garantieren. Das gehässige "Na, DIE haben's wohl nötig ... ICH hab ja für sowas keine Zeit ..." trifft also zumindest in einigen Fällen nicht die Richtigen. Schön wäre es doch, die ganze Müttergesellschaft könnte sich als Team begreifen. Ihr kennt ja die berühmte Definition: TEAM - Toll, Ein Anderer Macht's!
Wie bin ich jetzt darauf gekommen? Ach ja, die Zuckertüte. Was die betrifft, handelt es sich natürlich eher um persönliches als gemeinnütziges Engagement. Auf dieses Projekt treffen allerdings die gleichen Beweggründe NICHT zu, wie auf oben genannte Aktivitäten. Warum ich das Ding nähe? Weil ich mein Kind erfreuen will und weil es mir Spaß macht. Natürlich wäre das Kind auch mit einer schlichteren Variante glücklich zu machen. Aber dann ist da noch der Fluch des Perfektionismus. Da wird ein Motivwunsch geäußert, zum Ranzen soll es passen, es formt sich eine bestimmte Vorstellung in meinem Kopf, die entwickelt sich beim Stoffkauf weiter, bei der Umsetzung laufen die Ideen Amok und dann hat man's: Dann MUSS man einfach doppelt genähte Applikationen von Hand anbringen, viele kleine Röschen häkeln und noch dieses Detail und jenes ...
(Gegen die Verleihung des Titels "Supermom" spricht, dass in dieser näharbeitsreichen Zeit der Haushalt ganz schön ins Hintertreffen gerät ... Supermom schafft natürlich beides. Mit links.)
Am Ende haben wir eben jedenfalls die beste Zuckertüte der Welt, so. :-p
Und JA, es würde mich freuen, wenn jemand sie bewundern sollte. Das gebe ich offen zu. (Wobei ich bezweifle, dass außer unserem Kind jemand sie überhaupt zur Kenntnis nimmt. Erfahrungsgemäß sind bei der Einschulungsfeier nämlich alle mit ihren eigenen Kindern und Zuckertüten beschäftigt.) Wieso auch nicht? Ich freue mich, wenn mein Tochterkind beim Überreichen der Zuckertüte strahlt. Es tut mir ebenfalls gut, wenn der Kuchen im Kindergarten schmeckt oder die Kinder sich bedanken, dass ich ihren Ausflug begleitet habe. Ich brauch das für mein Ego, ich hab ja sonst nix, wie Bezahlung zum Beispiel ... :-) Oder ginge irgendwer gern arbeiten, wenn kein Lohn gezahlt würde und auch Spitzenleistungen jederzeit gleichmütig als Selbstverständlichkeiten hingenommen würden? Braucht und genießt nicht jeder ein bisschen Anerkennung für das, was er tut? Finde ich ganz legitim.
Ich bewundere zum Beispiel alle, die Beruf, Haushalt und Familie schaffen, auch wenn sie ihre Zuckertüten kaufen. :-)
Ich nähe einfach nur seit Tagen an der wahrscheinlich aufwändigsten Zuckertüte aller Zeiten. Und bei sowas kommen oben genannte Vorwürfe gern mal. Von Angesicht zu Angesicht ist es mir noch nicht passiert. Aber in einem Forum wurden ähnliche Gedanken schon laut. Ich hab dann lieber gar nicht erwähnt, dass ich auch so eine bin, die Kinderkleidung, Faschingskostüme und Zuckertüten selber näht, außerdem für den Kindergarten bei jeder Gelegenheit Kuchen bäckt, auf Ausflüge mitfährt, im Elternrat sitzt, Verkleidungsklamotten repariert, Täschchen für die Puppenecke zaubert und dergleichen Hausfrauenverbrechen. Ist halt so: Wir Heimchen am Herd haben ja sonst nix und brauchen das, um unser Ego zu polieren. Am besten geht es uns dabei, wenn sich die berufstätigen Rabenmütter angesichts unseres Engagements so richtig mies fühlen. Oder etwa nicht?
Nö, definitiv nicht! Ich spreche hier einfach mal für mich: Wir leben die sogenannte "traditionelle Rollenverteilung". Das klingt so reaktionär. Dabei ist dieses eigentlich nur eins von vielen Modellen, die zu vielen verschiedenen Familien unterschiedlich passen. Weder modern, noch unmodern. Jetzt unsere Wahl, weil es für uns so passt - zu unserer Gesamtsituation, unseren Persönlichkeiten, unseren Vorstellungen von unserem Leben. Wie gesagt, das gilt für uns und das gilt momentan. Bei anderen ist es möglicherweise anders und auch völlig in Ordnung. Ich muss mir nicht beweisen, dass unser Lebensmodell richtig ist, indem ich jede Gelegenheit nutze, die Fehler anderer Entwürfe vorzuführen. Die Energie kann ich gut anderweitig gebrauchen, danke.
Ich engagiere mich trotzdem hier und da, einfach, weil ich es kann. Ich habe die Zeit und investiere sie in Dinge, die auch denen nützen, die sie eben nicht haben. Alle Kindergartenkinder spielen gern mit der neuen Tasche in der Puppenecke, sind froh, wenn ein Ausflug nicht wegen Personalmangels ausfallen muss und freuen sich über einen leckeren Kuchen. Eine perfekte Möglichkeit für die vielbeschäftigten berufstätigen Mütter, sich diesbezüglich mal entspannt zurückzulehnen. Eine Baustelle, die nicht die ihre ist. Das ist doch wunderbar, oder?
Ich kann mir vorstellen, dass es Mütter gibt, die sich auf unangenehme Weise engagiert geben. Muss wohl so sein, das komische Bild der "Übermutter" kommt sicher nicht von ungefähr. Das ist aber ein persönliches Problem und ganz bestimmt nicht die Einstellung der gesamten Hausfrauenfraktion. Dafür kann ich zumindest garantieren. Das gehässige "Na, DIE haben's wohl nötig ... ICH hab ja für sowas keine Zeit ..." trifft also zumindest in einigen Fällen nicht die Richtigen. Schön wäre es doch, die ganze Müttergesellschaft könnte sich als Team begreifen. Ihr kennt ja die berühmte Definition: TEAM - Toll, Ein Anderer Macht's!
Wie bin ich jetzt darauf gekommen? Ach ja, die Zuckertüte. Was die betrifft, handelt es sich natürlich eher um persönliches als gemeinnütziges Engagement. Auf dieses Projekt treffen allerdings die gleichen Beweggründe NICHT zu, wie auf oben genannte Aktivitäten. Warum ich das Ding nähe? Weil ich mein Kind erfreuen will und weil es mir Spaß macht. Natürlich wäre das Kind auch mit einer schlichteren Variante glücklich zu machen. Aber dann ist da noch der Fluch des Perfektionismus. Da wird ein Motivwunsch geäußert, zum Ranzen soll es passen, es formt sich eine bestimmte Vorstellung in meinem Kopf, die entwickelt sich beim Stoffkauf weiter, bei der Umsetzung laufen die Ideen Amok und dann hat man's: Dann MUSS man einfach doppelt genähte Applikationen von Hand anbringen, viele kleine Röschen häkeln und noch dieses Detail und jenes ...
(Gegen die Verleihung des Titels "Supermom" spricht, dass in dieser näharbeitsreichen Zeit der Haushalt ganz schön ins Hintertreffen gerät ... Supermom schafft natürlich beides. Mit links.)
Am Ende haben wir eben jedenfalls die beste Zuckertüte der Welt, so. :-p
Und JA, es würde mich freuen, wenn jemand sie bewundern sollte. Das gebe ich offen zu. (Wobei ich bezweifle, dass außer unserem Kind jemand sie überhaupt zur Kenntnis nimmt. Erfahrungsgemäß sind bei der Einschulungsfeier nämlich alle mit ihren eigenen Kindern und Zuckertüten beschäftigt.) Wieso auch nicht? Ich freue mich, wenn mein Tochterkind beim Überreichen der Zuckertüte strahlt. Es tut mir ebenfalls gut, wenn der Kuchen im Kindergarten schmeckt oder die Kinder sich bedanken, dass ich ihren Ausflug begleitet habe. Ich brauch das für mein Ego, ich hab ja sonst nix, wie Bezahlung zum Beispiel ... :-) Oder ginge irgendwer gern arbeiten, wenn kein Lohn gezahlt würde und auch Spitzenleistungen jederzeit gleichmütig als Selbstverständlichkeiten hingenommen würden? Braucht und genießt nicht jeder ein bisschen Anerkennung für das, was er tut? Finde ich ganz legitim.
Ich bewundere zum Beispiel alle, die Beruf, Haushalt und Familie schaffen, auch wenn sie ihre Zuckertüten kaufen. :-)
Montag, 22. Juni 2015
Gigantisches Geburtstagsgeschenk
Kindergeburtstagseinladung - wieder einmal. Von einem Jungen - auch schon wieder, zum vierten Mal in diesem Jahr. Ich weiß ja nicht, von wem das große Tochterkind das hat. Von mir jedenfalls nicht, so viel ist sicher. - Jedenfalls ist das Kind bei der gleichaltrigen Männerwelt äußerst beliebt, und das, obwohl es durchaus nicht der kumpelhafte, halbe Junge ist, bei dem man das erwarten würde. Ganz Mädchen, aber dabei weder rosa Prinzessin noch Zicke. Vielleicht liegt's daran. Oder an blauen Kulleraugen und Klimperwimpern? Wahrscheinlich wissen das nicht mal die Jungs so genau. Die Anziehungskraft ist jedenfalls unbestritten, und ich (stolze Mama ;-) ) freue mich fürs Kind über diesen Kick fürs Selbstbewusstsein. Zu wissen, dass man gemocht wird, tut immer gut. Allerdings versuche ich auch, Gedanken an Verliebtsein in die richtigen Bahnen zu lenken. Das hat nun wirklich noch Zeit! :-)
Aber zurück zum Geburtstag. Ein Geschenk muss her. Nachfragen nach Interessen ergaben, der junge Mann würde sich eigentlich über alles freuen, sein Steckenpferd seien Dinosaurier, aber zu diesem Thema hätte er wohl schon so ungefähr alles, was man haben könnte. Gut, damit können wir etwas anfangen. Es gibt ja durchaus Dinge, die er so noch gar nicht haben KANN. Weil es die noch gar nicht gibt. Wie ein selbstgenähtes Geburtstagsshirt mit Dinos, nur um mal ein frei gewähltes Beispiel zu nennen ...
Heute gibt's das, und zwar genau einmal:
Diesen Dinostoff finde ich genau richtig für einen echten Fan. Ich glaube, kein Dinoliebhaber über 2 mag Saurier mit Punkfrisur oder ähnliche Entgleisungen der Fantasie. ;-) Realistisch müssen sie aussehen, und das tun diese Silhouetten. Dabei lassen sie genug Gestaltungsspielraum. Perfekt. So fliegen und spazieren bei uns ein paar Exemplare um die entscheidende Geburtstagszahl.
Ein kleiner Raptor sitzt dem jungen Mann noch im Nacken. Macht nichts, sowas hat man im Griff, wenn man sich auskennt.
Und da wartet es auch schon fertig verpackt auf die Geburtstagsfeier. Schnell noch ein Kärtchen dazu gebastelt. Ich weiß schon, warum ich Unmengen Dekopapiere im Bastelschrank horte. Ich BRAUCHE das alles, irgendwann ... Die Dinos jedenfalls kamen heute gerade recht.
Stoffe: Nähstübchen Emily
Schnitt: Raglanshirt von Klimperklein in 122
Das Shirt ist natürlich ein klassischer Fall für Made4Boys.
Aber zurück zum Geburtstag. Ein Geschenk muss her. Nachfragen nach Interessen ergaben, der junge Mann würde sich eigentlich über alles freuen, sein Steckenpferd seien Dinosaurier, aber zu diesem Thema hätte er wohl schon so ungefähr alles, was man haben könnte. Gut, damit können wir etwas anfangen. Es gibt ja durchaus Dinge, die er so noch gar nicht haben KANN. Weil es die noch gar nicht gibt. Wie ein selbstgenähtes Geburtstagsshirt mit Dinos, nur um mal ein frei gewähltes Beispiel zu nennen ...
Heute gibt's das, und zwar genau einmal:
Diesen Dinostoff finde ich genau richtig für einen echten Fan. Ich glaube, kein Dinoliebhaber über 2 mag Saurier mit Punkfrisur oder ähnliche Entgleisungen der Fantasie. ;-) Realistisch müssen sie aussehen, und das tun diese Silhouetten. Dabei lassen sie genug Gestaltungsspielraum. Perfekt. So fliegen und spazieren bei uns ein paar Exemplare um die entscheidende Geburtstagszahl.
Ein kleiner Raptor sitzt dem jungen Mann noch im Nacken. Macht nichts, sowas hat man im Griff, wenn man sich auskennt.
Und da wartet es auch schon fertig verpackt auf die Geburtstagsfeier. Schnell noch ein Kärtchen dazu gebastelt. Ich weiß schon, warum ich Unmengen Dekopapiere im Bastelschrank horte. Ich BRAUCHE das alles, irgendwann ... Die Dinos jedenfalls kamen heute gerade recht.
Stoffe: Nähstübchen Emily
Schnitt: Raglanshirt von Klimperklein in 122
Das Shirt ist natürlich ein klassischer Fall für Made4Boys.
Donnerstag, 11. Juni 2015
4 Jahre groß
Am Montag morgen kam ein blondstrubbeliges knuffiges Persönchen strahlend in die Küche getappt und forderte alle Anwesenden auf: "Sagt mal dem Geburtstagskind Guten Morgen!" Das Geburtstagskind - das war es selber! Endlich war der große Tag da, in diesem Jahr wohl hibbeliger erwartet als je zuvor. Irgendwie lag eine besondere Veränderung in der Luft - mit 4 ist man groß. Das ist schon was gaaanz anderes als 2 oder 3!
Das ist auf alle Fälle mehr als eine bloße Zahl. Man kann es im Spiegel sehen, völlig klar. Das Geburtstagskind jedenfalls hüpfte ganz aufgeregt vor selbigem auf und ab und rief begeistert: "Guckt doch mal, wie GROSS ich jetzt bin!" Muss ja auch, denn plötzlich passt man immerhin auf das heißersehnte 14er rote "Marini-Fahrrad" von der großen Schwester (geraaade so ;-) ). Und raffiniert ist man in dem Alter auch schon. Elterliche Drohungen, dass bei unaufgeräumtem Zimmer eventuell der lang herbeigesehnte Geburtstag ausfallen müsste, quittiert man cool mit: "Ha, ich werd ja sowieso 4!" So leicht legt einen jetzt keiner mehr rein ... Also 4, ihr versteht, das ist schon was ganz Spezielles.
Dementsprechend muss sie gefeiert werden:
Ein Käferkuchen wurde vom Kind bestellt. Der gehört wohl jetzt dazu, bis es mindestens 18 ist. Unser "Käferchen" hat seinen Arbeitstitel verinnerlicht und das muss sich mindestens im Kuchen ausdrücken. Da kommt Mama nicht drumrum, und wenn er mitten in der Nacht noch dekoriert werden muss ...
Jetzt aber auf den Geburtstagstisch! Dieses Jahr scheint zwar der ideelle Wert des 4-Werdens mindestens genauso wichtig zu sein wie die Geschenke, aber ewig lässt sich die Neugier nun auch nicht zügeln ...
Zuerst wird das traditionelle Geburtstags-Kleidungsstück entdeckt und angezogen. Aus aktuellem Anlass selbstverständlich ein Kleid über Knielänge. Mit was anderem braucht man der Dame ja momentan nicht zu kommen. ;-) Scheint rundum zu passen: "Seht MICH an, ich bin heut 4!"
Ein bisschen hibbeln und kaspern ...
Sich über sich selbst kaputtlachen ... und weiter im Programm ...
Puuuuuuust ...
Und jetzt die Geschenke: "Uff, was muss das so fest verschnürt sein. Ich bin zwar schon groß, aber da brauch ich jetzt doch mal Hilfe."
"Toll, das hab ich mir schon immer gewünscht!"
Noch mehr Geschenke ... (Pst ... Es gab auf dem Geburtstagstisch nur Kleinigkeiten. Der eigentliche "große" Wunsch - ein Puppenwagen - war aufgrund eines Fehlers beim Versender am Geburtstag nicht angekommen. Kindlein hat sein Fehlen nicht mal bemerkt. Es hat nach eigener Angabe lauter Sachen bekommen, die es sich "schon immer gewünscht" hatte. Abends kam als allerliebstes Geschenk der Farbkasten mit ins Bett und alles war gut. Und ich hatte schon befürchtet, es würde am Geburtstag Tränen geben ... Stattdessen ganz viel Freude und noch eine Extra-Überraschung am nächsten Tag. Kinder sind toll.)
Im Kindergarten wird natürlich auch gefeiert. Dafür ist als kleiner Imbiss "nur" Obst gewünscht. Das ist nun nicht besonders spektakulär, aber man kann es ja wenigstens dem Anlass entsprechend hübsch präsentieren. In dem Fall serviert in Pappbecherchen vom Lieblings-Drogeriemarkt, mit Fähnchen aus Zahnstochern und Washi-Tape. Transportsicher untergebracht ist das Ganze in einem Backblech mit Deckel, verschönert mit einem Tischset aus Papier. Kriegt man schnell hin, sieht trotzdem nett aus.
Am Nachmittag war dann die ganz große Party angesagt. 3 Freundinnen hatte die junge Dame zur Gartenparty geladen:
Die ganze kleine Truppe folgte uns also schnatternd auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause (schön die Blicke der Passanten, die sich freuten und sich sichtlich fragten, wie viele davon wohl tatsächlich zu uns gehören. :-) ).
Im Garten war schon die Tafel unterm Apfelbaum gedeckt. Das Wetter war anscheinend nicht so ganz mit unseren Plänen einverstanden.
Eis und Kuchen gab's draußen, auch eine ordentliche Runde Spielspaß unter drohenden Wolken war noch möglich.
Perlenarmbänder wurden dann in der Gartenlaube gefädelt. Und nachdem der Regen den gerade schön angefachten Grill wieder gelöscht hatte, wanderten wir dann doch noch mit Geburtstagsgesellschaft und Bollerwagen voller Kram heim und die Würstchen in die Pfanne.
Tja, wann läuft's schon mal nach Plan ... Ein schöner Geburtstag war's trotzdem. In der Erinnerung bleiben sowieso die lustig improvisierten Situationen viel lieber hängen als perfekt inszenierte Veranstaltungen. Vielleicht kichern eines Tages die Freundinnen als Teenager: "Weißt du noch, dein 4. Geburtstag, als es so geregnet hat ... voll witzig war das!" Oder was man dann eben so sagt in dem Alter ... :-)
Technischer Nachtrag, immerhin ist das hier auch ein Nähblog:
Kleidchen in Größe 98: Trägerkleid von Lillesol und Pelle
Pilzstoff vor längerer Zeit aus der Flohkiste von Frau Aprikaner erworben, roter Pünktchenstoff vom Stoffmarkt
Passt auch zu den Meitlisachen.
Das ist auf alle Fälle mehr als eine bloße Zahl. Man kann es im Spiegel sehen, völlig klar. Das Geburtstagskind jedenfalls hüpfte ganz aufgeregt vor selbigem auf und ab und rief begeistert: "Guckt doch mal, wie GROSS ich jetzt bin!" Muss ja auch, denn plötzlich passt man immerhin auf das heißersehnte 14er rote "Marini-Fahrrad" von der großen Schwester (geraaade so ;-) ). Und raffiniert ist man in dem Alter auch schon. Elterliche Drohungen, dass bei unaufgeräumtem Zimmer eventuell der lang herbeigesehnte Geburtstag ausfallen müsste, quittiert man cool mit: "Ha, ich werd ja sowieso 4!" So leicht legt einen jetzt keiner mehr rein ... Also 4, ihr versteht, das ist schon was ganz Spezielles.
Dementsprechend muss sie gefeiert werden:
Ein Käferkuchen wurde vom Kind bestellt. Der gehört wohl jetzt dazu, bis es mindestens 18 ist. Unser "Käferchen" hat seinen Arbeitstitel verinnerlicht und das muss sich mindestens im Kuchen ausdrücken. Da kommt Mama nicht drumrum, und wenn er mitten in der Nacht noch dekoriert werden muss ...
Jetzt aber auf den Geburtstagstisch! Dieses Jahr scheint zwar der ideelle Wert des 4-Werdens mindestens genauso wichtig zu sein wie die Geschenke, aber ewig lässt sich die Neugier nun auch nicht zügeln ...
Zuerst wird das traditionelle Geburtstags-Kleidungsstück entdeckt und angezogen. Aus aktuellem Anlass selbstverständlich ein Kleid über Knielänge. Mit was anderem braucht man der Dame ja momentan nicht zu kommen. ;-) Scheint rundum zu passen: "Seht MICH an, ich bin heut 4!"
Ein bisschen hibbeln und kaspern ...
Sich über sich selbst kaputtlachen ... und weiter im Programm ...
Puuuuuuust ...
Und jetzt die Geschenke: "Uff, was muss das so fest verschnürt sein. Ich bin zwar schon groß, aber da brauch ich jetzt doch mal Hilfe."
"Toll, das hab ich mir schon immer gewünscht!"
Noch mehr Geschenke ... (Pst ... Es gab auf dem Geburtstagstisch nur Kleinigkeiten. Der eigentliche "große" Wunsch - ein Puppenwagen - war aufgrund eines Fehlers beim Versender am Geburtstag nicht angekommen. Kindlein hat sein Fehlen nicht mal bemerkt. Es hat nach eigener Angabe lauter Sachen bekommen, die es sich "schon immer gewünscht" hatte. Abends kam als allerliebstes Geschenk der Farbkasten mit ins Bett und alles war gut. Und ich hatte schon befürchtet, es würde am Geburtstag Tränen geben ... Stattdessen ganz viel Freude und noch eine Extra-Überraschung am nächsten Tag. Kinder sind toll.)
Im Kindergarten wird natürlich auch gefeiert. Dafür ist als kleiner Imbiss "nur" Obst gewünscht. Das ist nun nicht besonders spektakulär, aber man kann es ja wenigstens dem Anlass entsprechend hübsch präsentieren. In dem Fall serviert in Pappbecherchen vom Lieblings-Drogeriemarkt, mit Fähnchen aus Zahnstochern und Washi-Tape. Transportsicher untergebracht ist das Ganze in einem Backblech mit Deckel, verschönert mit einem Tischset aus Papier. Kriegt man schnell hin, sieht trotzdem nett aus.
Am Nachmittag war dann die ganz große Party angesagt. 3 Freundinnen hatte die junge Dame zur Gartenparty geladen:
Die ganze kleine Truppe folgte uns also schnatternd auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause (schön die Blicke der Passanten, die sich freuten und sich sichtlich fragten, wie viele davon wohl tatsächlich zu uns gehören. :-) ).
Im Garten war schon die Tafel unterm Apfelbaum gedeckt. Das Wetter war anscheinend nicht so ganz mit unseren Plänen einverstanden.
Eis und Kuchen gab's draußen, auch eine ordentliche Runde Spielspaß unter drohenden Wolken war noch möglich.
Perlenarmbänder wurden dann in der Gartenlaube gefädelt. Und nachdem der Regen den gerade schön angefachten Grill wieder gelöscht hatte, wanderten wir dann doch noch mit Geburtstagsgesellschaft und Bollerwagen voller Kram heim und die Würstchen in die Pfanne.
Tja, wann läuft's schon mal nach Plan ... Ein schöner Geburtstag war's trotzdem. In der Erinnerung bleiben sowieso die lustig improvisierten Situationen viel lieber hängen als perfekt inszenierte Veranstaltungen. Vielleicht kichern eines Tages die Freundinnen als Teenager: "Weißt du noch, dein 4. Geburtstag, als es so geregnet hat ... voll witzig war das!" Oder was man dann eben so sagt in dem Alter ... :-)
Technischer Nachtrag, immerhin ist das hier auch ein Nähblog:
Kleidchen in Größe 98: Trägerkleid von Lillesol und Pelle
Pilzstoff vor längerer Zeit aus der Flohkiste von Frau Aprikaner erworben, roter Pünktchenstoff vom Stoffmarkt
Passt auch zu den Meitlisachen.
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