Sonntag, 9. Dezember 2018

WKSA 2018 - Mühsam ...

  ...ernährt sich das Eichhörnchen, wie es so schön heißt. Oder eben ... entsteht ein Weihnachtkleid. Das Thema für die Teilnehmerinnen auf dem MMM-Blog lautet heute:

Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!! Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Tja, so schnell schießen die Preußen nicht, und die sächsischen Damen nähen nicht derartig flott (wenn ich jetzt mal von mir ausgehe :-) ). Nix ist genäht bisher. Aber es geht voran, wie angekündigt in kleinen Schritten. Der Schnitt ist immerhin kopiert und damit eine meiner großen Hürden geschafft. Kopieren und Zuschneiden sind das Schlimmste für mich. Wenn ich dann einmal nähen kann, ist alles gut und es dauert nicht mehr lang bis zum fertigen Kleid.

Zur Erinnerung, es soll Kleid 113 aus burda style 10/18 werden. Das Modell weist an Ausschnitt und Vorderrock eingelegte Falten auf. Das macht es nicht ganz einfach, anhand des Schnittmusters festzustellen, ob Schultern und Oberweite mit einiger Wahrscheinlichkeit am Ende vernünftig sitzen. Nachträgliche Korrekturen sind so auch eher schwierig. Ich habe also doch beschlossen, zumindest ein Probeoberteil  zu nähen und dafür einen Stoff aus den Vorräten gekramt.


Das karierte Etwas brachte meine Mutter mir vor einiger Zeit mit. Die hatte es aus den Beständen einer älteren Dame bekommen. Es könnte also gut aus den 70ern stammen. Für diesen Stoff haben viele, viele Polytierchen ihr Leben gelassen :-D, deswegen würden wohl, trüge man ein Kleid daraus ernsthaft auch nur für 5 Minuten in einem geheizten Raum, die Umstehenden bald ob des Geruchs die Flucht ergreifen. Stoffe wegzuwerfen fällt mir aber schwer, schließlich kommt für fast jeden irgendwann der Moment, wo er sich als nützlich erweisen kann, sogar für diese kunstfaserige Monstrosität. Da sie sehr ähnliche Dehnungseigenschaften aufweist wie mein eigentlich fürs Weihnachtskleid eingeplanter Jacquard, werde ich sie zum Probeteil verarbeiten. Die 5 Minuten Ruhm müssen dann aber auch genügen. :-)

Kopierter Schnitt und Stoffe liegen jetzt also zur Verarbeitung im Wohnzimmer bereit, und ich hoffe, diese Woche zumindest das Probeteil und den Zuschnitt des "guten" Stoffs zu schaffen.

Wie weit die anderen Mitnäherinnen sind, werde ich jetzt gleich herausfinden, wenn ich meinen Zwischenstand beim WKSA auf dem MMM-Blog präsentiere.

Sonntag, 2. Dezember 2018

WKSA 2018

Beim MeMadeMittwoch bin ich ja nun schon ein Weilchen hier und da dabei, wenns passt. Allerdings habe ich es leider noch nie zum Weihnachtskleid-Sew Along geschafft, obwohl ich eigentlich immer gern dabei gewesen wäre und mir auch meistens für Weihnachten ein neues Kleid genäht habe. Aber, wie es bei mir so ist, immer auf den letzten Drücker.
In diesem Jahr soll das nun endlich mal anders sein. Ich habe seit Längerem ein Kleid im Auge, das ich mir gern nähen würde. Stoff und Reißverschluss liegen schon seit dem Herbststoffmarkt bereit. Beste Voraussetzungen also, und trotzdem habe ich es geschafft, den Einstieg ins WKSA zu verpennen. Nun ja ...
Ich hoffe, dass ich zum heutigen zweiten Termin noch einsteigen kann. Immerhin steht ja schon einiges an Vorplanung und ich muss nur noch den Schnitt kopieren und anfangen. :-) Das habe ich mir für diese Woche fest vorgenommen.

Jetzt zu den harten Fakten:

Genäht werden soll dieses Kleid aus Burda Style 10/2018 (S.46):


Es handelt sich um Modell 113. Mir gefällt die schlichte Etuiform mit den Falten an Rock und Ausschnitt als raffiniertes Detail. 3/4-Ärmel mag ich ebenfalls. Diese neckische Schleife an der Taille werde ich wohl eher weglassen. Empfohlen wird für das elegante und laut Zeitschrift büroalltagstaugliche Kleid ein Jersey mit etwas Stand.

Ich habe eine Alternative gefunden, die mir optisch sehr gut gefällt und die hoffentlich technisch genauso gut funktionieren wird:


Der Stoff meiner Wahl ist kein Jersey, sondern ein elastischer gewebter Jacquard. Er dehnt sich nur in Querrichtung, was, wie ich hoffe, kein Problem sein wird. Längsdehnung ist meiner Meinung nach für den Schnitt nicht erforderlich. Da er sowieso mit Reißverschluss und Gehschlitz gearbeitet wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwo eng wird, doch eher gering. Zur Sicherheit werde ich wohl erstmal großzügige Nahtzugaben als Reserve vorsehen und  schauen, wie das Ganze sitzt.
Farblich habe ich nach reichlich Rumprobiererei mit verschiedenen Kameraeinstellungen ein Bild hinbekommen, das zumindest auf meinem momentan genutzten Monitor der Realität ziemlich nah kommt. Was natürlich keinerlei Garantie dafür ist, dass das auf anderen Bildschirmen ebenfalls zutrifft. :-) Vorsichtshalber also noch in Worten: Das Muster ist in Schwarz und Dunkelblau mit einem Stich ins Violette gehalten. Was die Mustergröße angeht, dürfte sie sich wohl in ähnlichen Dimensionen bewegen, wie auf dem Burda-Modell.

Und jetzt - muss ich, wie gesagt, NUR noch anfangen. Ich hab die Zeitschrift schon mal startklar ins Wohnzimmer zu den Nähutensilien gelegt. Immer Schritt für Schritt ... ;-)

Selbstverständlich landen meine bescheidenen Anfänge nun flott auf dem MMM-Blog, wo ich gleich noch neugierig die Fortschritte der anderen Teilnehmerinnen beäugen werde. Und ein herzlicher Dank geht an die Organisatorinnen, die die schöne Tradition des WKSA auch dieses Jahr wieder hochhalten!