Komische Überschrift, ich weiß. Ich erkläre das gleich. Ich saß gerade (seltenes Vorkommnis) mal am "großen" Schreibtischrechner um ein Schnittmuster auszudrucken und dachte mir, wo ich schon da bin, könnte ich mich doch endlich spontan dem Blog widmen. Lang genug war ich sozusagen weg. Dabei war das gar nicht beabsichtigt. So ein Tag hat eben nur, wie gesagt, einfach keine Taschen. Und das ist mein Problem, nämlich so:
Ihr kennt doch sicher alle den kleinen Maulwurf. Angefangen hat die ganze Geschichte um den vielgeliebten kleinen Kerl mit einem kleinen Filmchen darüber "Wie der Maulwurf zu seiner Hose kam". Eigentlich thematisiert der Film auf kindgerechte Art die Herstellung von Kleidung aus Leinen. Aber er illustriert auch ganz gut, warum ich so lange nicht gebloggt habe, finde ich:
Am Anfang krabbelt der kleine Maulwurf fröhlich und hochmotiviert aus seinem Erdhügel auf der bunten Blumenwiese (so ähnlich wie ich morgens aus dem Bett, na gut, in meinem Fall meistens eher müde als fröhlich). Dabei schleppt er alles mit sich, was ihm wichtig und wertvoll ist: Spielsachen, Fundstücke ... Nur, oh weh, er kann einfach nicht alles auf einmal tragen, irgendein Lieblingsding fällt immer wieder runter und bleibt auf der Strecke. Kurz vor dem Verzweifeln fällt der Blick des Maulwurfs auf die Wäscheleine, an der eine blaue Latzhose flattert - mit gaaanz großen Taschen. Er beschließt sofort, dass genau so eine die Lösung seines Problems wäre und macht sich eifrig daran, sich dieses Traumteil zu beschaffen. Am Ende stopft er glücklich all seine Schätze in die Taschen und ist zufrieden.
Bei mir läuft das leider nicht so. Ich stehe auf, den Kopf voller Dinge die ich unbedingt erledigen müsste oder gern tun würde - Kinder-, Schul-, Kindergartenkram, Wäsche, Küche, Haushalt, Garten, Nähen, Bloggen, Einkaufen, Lesen, Basteln, Malen ... Irgendwie versuche ich alles mitzuschleppen, aber irgendeins fällt immer runter, oder auch mehreres. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass ich eher ein "Niedrigenergiemensch" bin. Ich staune immer wieder, welches Pensum manche schultern, die unglaublich viele Aktivitäten anscheinend mühelos unter einen Hut bringen. Ich kann das nicht. Die letzten Wochen und Monate waren ereignisreich, und zwischendurch brauch ich neben aller nötigen Umtriebigkeit einfach meine Ruhe. In letzter Zeit hieß das mal ganz viel Lesen.
Den Computer (erwähnte ich bereits, dass der Arbeitsplatz auch irgendwie gar nicht mehr bequem ist, seit der Mann ihn sich nach seinen Kriterien eingerichtet hat ;-) ), also, den hab ich aus Versehen fallen gelassen und für lange Zeit liegen gelassen. Es gab immer auch genug anderes zu tun. Das finde ich furchtbar schade, denn eigentlich macht mir die ganze Bloggerei doch Spaß. Ich will versuchen, mir den Computer irgendwie auf die Schulter zu hieven und ihn da zu balancieren, denn große Taschen krieg ich an die vorhandene Tageszeit eben nicht angenäht. (Und vielleicht gehen nach wochenlanger Krankheitswelle und Ferien ja auch mal alle Kinder wieder in Schule und Kindergarten, das würde schon helfen. ;-) )
Zu zeigen gibt's genug, denn das Nähen habe ich nicht fallengelassen. Und damit der Post nicht ganz langweilig bilderlos daherkommt, zeige ich passend zum Thema noch etwas, was Taschen hat - Teil der Sommergarderobe des großen Mädchens:
Das Kleidchen heißt Colourful Stripes (Ottobre 3/14), genäht habe ich Größe 128 aus Streifenjersey (Kaufhausrest) und einfarbigem Swafingjersey (Restevorrat). Die Fotos entstanden Anfang Juni, noch saß das Kleid sehr lässig, seitdem ist das Mädel gründlich in seine neuen Sommersachen reingewachsen.
Für ein bisschen Extra-Pfiff habe ich statt farblich passend Grau oder Rosa zu wählen, türkisfarbene Kamsnaps angebracht. Der himmelwärts gerichtete Blick unseres Models ist leicht durch die Tatsache erklärt, dass wir uns dort gerade im Hochseilgarten Moritzburg befinden und irgendwo da oben die ganze Klasse des großen Bruders herumklettert. :-)
Und wo wir schon mal dabei sind, zeigen wir noch das schicke Jeanscap. Zugegeben, es ist ganz schnöde gekauft. Eigentlich aus der Jungsabteilung, aber viel cooler als alles, was explizit für Mädchenköpfe angeboten wurde. Wir haben es mit einem Aufbügler und ein paar Hotfix-Steinchen damentauglich aufgepeppt.
So, das soll's für heute gewesen sein. Hoffentlich der erste von vielen folgenden Posts noch in diesem Jahr ... :-)
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Montag, 3. Oktober 2016
Montag, 16. Dezember 2013
That's life
Alltag - Alltag - Alltag - sehr anstrengendes Kleinkind - Hilfe, meine Nerven! - Alltag - Migräne - Migräne - Alltag - Migräne - Meine Güte, Kind, musste das wieder sein?! - Migräne - Alltag - Kind mit Bauchschmerzen - Migräne - Waschbeckenabfluss mit Waschmaschinenanschluss kaputt (mehrere Tage) - von Mann repariert - Wäsche - Wäsche- Wäsche - Alltag - Migräne - Spülkasten kaputt - von Mann repariert - Migräne - Vanillekipferl - Wäsche - Alltag - Cranberrysterne - Wäsche - Wo sind bloß meine Nerven? ...
So in etwa sieht der Kurzabriss der letzten paar Tage im Hause Himmelblau und Sommerbunt aus. :-p Hoffentlich wird Weihnachten schön entspannt.
Ein Lichtblick: Wenigstens ist es mir im Chaos noch gelungen, endlich Gardinen fürs Mädelzimmer zu nähen (was auch schneller gegangen wäre, hätte nicht ein Familienmitglied mit momentan erhöhter Schadwirkung zwischendurch die zugeschnittenen Teile mit wasserfestem Stift bemalt ...):
Die kleinen Prinzessinnen wünschten einstimmig eine Blümchengardine. Zum Glück hatte ich beim Schweden bei günstiger Gelegenheit mal ein paar Meterchen von den bekannten Blumen mitgenommen. Die große Dame meinte, als ich den Stoff zur Verarbeitung ausgrub, dass sie sich genau den vorgestellt hätte. Dann passts ja so. Damit es nicht gar so blumig wird, habe ich an der Vorderkante noch ein paar Streifen angesetzt, schön mit Kappnaht, damit es auch auf der Rückseite zum Fenster hin sauber aussieht. Die Mädels sind zufrieden und ich finde das kleine Reich jetzt gleich viel gemütlicher. Fehlen noch passende Kissen und andere Accessoires ...
(Das Weihnachtsbäumchen hat übrigens das große Mädel mit der Oma zusammen bebastelt.)
So in etwa sieht der Kurzabriss der letzten paar Tage im Hause Himmelblau und Sommerbunt aus. :-p Hoffentlich wird Weihnachten schön entspannt.
Ein Lichtblick: Wenigstens ist es mir im Chaos noch gelungen, endlich Gardinen fürs Mädelzimmer zu nähen (was auch schneller gegangen wäre, hätte nicht ein Familienmitglied mit momentan erhöhter Schadwirkung zwischendurch die zugeschnittenen Teile mit wasserfestem Stift bemalt ...):
Die kleinen Prinzessinnen wünschten einstimmig eine Blümchengardine. Zum Glück hatte ich beim Schweden bei günstiger Gelegenheit mal ein paar Meterchen von den bekannten Blumen mitgenommen. Die große Dame meinte, als ich den Stoff zur Verarbeitung ausgrub, dass sie sich genau den vorgestellt hätte. Dann passts ja so. Damit es nicht gar so blumig wird, habe ich an der Vorderkante noch ein paar Streifen angesetzt, schön mit Kappnaht, damit es auch auf der Rückseite zum Fenster hin sauber aussieht. Die Mädels sind zufrieden und ich finde das kleine Reich jetzt gleich viel gemütlicher. Fehlen noch passende Kissen und andere Accessoires ...
(Das Weihnachtsbäumchen hat übrigens das große Mädel mit der Oma zusammen bebastelt.)
Montag, 18. Februar 2013
Gegen graue Montage ...
... gibt's leider kein Mittel. Man kann nur auf den nächsten Tag hoffen, oder den Frühling. Immerhin habe ich heute morgen die erste weiße Schneeglöckchenknospe zwischen den schmalen dunkelgrünen Blättchen am Weg entdeckt. Und ansonsten muss man sich eben andere Freuden suchen, wenn die Sonne einen nicht zum Lächeln bringen mag.
Zum Beispiel ein leckeres Frühstück:
Aus einer Lieblingsschale, hellblau wie ein zarter Frühlingshimmel, Joghurt mit Vanille und Heidelbeeren - die armen Dinger haben bestimmt kein bisschen echte Sonne zu Gesicht bekommen. Aber irgendwie haben sie mich heute trotzdem angelächelt und geflüstert: "Iss uns!" Ich musste es tun. ;-) Dazu eine Portion Sonnenschein, verpackt in Orangensaft. Lecker ist das, und schön sieht's auch noch aus. Und schon ist die Welt ein kleines bisschen freundlicher.
Und, mit welchen Mitteln bekämpft ihr die trübe Winterstimmung?
Zum Beispiel ein leckeres Frühstück:
Und, mit welchen Mitteln bekämpft ihr die trübe Winterstimmung?
Montag, 4. April 2011
Der Anfang aller Weis(s)heit?!
- Ist er das jetzt? Hab ich doch heute morgen vor dem Spiegel das erste weiße Haar auf meinem Kopf entdeckt!
Na ja, was soll's. Wenn ich auch auf die weitere Entwicklung im wörtlichen Sinn keinen Einfluss habe, lasse ich mir deswegen im übertragenen noch lange keine grauen Haare wachsen. Was bedeutet schon so ein weißes Haar? Es ändert nichts an meinem Alter, an der mir zugedachten Lebensspanne und dem, was ich daraus mache, auch nicht.
Und sollten sich Vorkommnisse ähnlicher Art in nächster Zeit häufen und ich mich noch zu jung fühlen, meine Weis(s)heit öffentlich zur Schau zu tragen - da geht ja vieles heutzutage. ;-)
Trotzdem, so ein kleines bisschen komisch ist es schon ... Egal, sollte nebenbei tatsächlich auch etwas von der Weisheit des Alters mitkommen, soll mir's recht sein. :-)
Na ja, was soll's. Wenn ich auch auf die weitere Entwicklung im wörtlichen Sinn keinen Einfluss habe, lasse ich mir deswegen im übertragenen noch lange keine grauen Haare wachsen. Was bedeutet schon so ein weißes Haar? Es ändert nichts an meinem Alter, an der mir zugedachten Lebensspanne und dem, was ich daraus mache, auch nicht.
Und sollten sich Vorkommnisse ähnlicher Art in nächster Zeit häufen und ich mich noch zu jung fühlen, meine Weis(s)heit öffentlich zur Schau zu tragen - da geht ja vieles heutzutage. ;-)
Trotzdem, so ein kleines bisschen komisch ist es schon ... Egal, sollte nebenbei tatsächlich auch etwas von der Weisheit des Alters mitkommen, soll mir's recht sein. :-)
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